• Preisbremsen Erdgas und Strom

    Am 16. Dezember 2022 wurde vom Bundesrat das Gesetz zu Preisbremsen für Erdgas und Strom verabschiedet. Diese Maßnahmen gehören zum Entlastungspaket der Bundesregierung, das Energie auch weiterhin bezahlbar machen soll, denn über den Abwehrschirm der Preisbremsen werden die steigenden Energiekosten gedämpft. Sie greifen in den meisten Fällen ab März bzw. rückwirkend für Januar und Februar 2023 und sind voraussichtlich bis April 2024 gültig.

    Die Preisbremsen sind so gestaltet, dass sich Energiesparen weiterhin lohnen soll. Die Unterstützung gilt für private Haushalte, kleine und mittelständische Betriebe sowie für die Industrie.

    Gaspreisbremse

    Für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen mit einem Gasverbrauch unter 1,5 Mio. kWh im Jahr sowie Kunden aus der Wohnungswirtschaft (Vermietung von Wohnraum), zugelassene Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Kindertagesstätten und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, staatliche, staatlich anerkannte oder gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs, Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft (als Körperschaften des öffentlichen Rechts oder als e.V.) und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, andere Leistungsanbieter oder Leistungserbringer der Eingliederungshilfe, unabhängig des Verbrauchs, wird der Gaspreis von März 2023 bis April 2024 auf 12 ct (brutto) pro Kilowattstunde begrenzt, und zwar für 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauchs. Im März 2023 werden rückwirkend auch die Entlastungsbeträge für Januar und Februar 2023 angerechnet. Sie erhalten diese Entlastung in Form einer Gutschrift auf Ihrer monatlichen Abrechnung bzw. Ihrem monatlichen Abschlag gutgeschrieben.

    Gehören Sie zu einer der oben genannte Kundengruppen und werden im Wege einer registrierenden Leistungsmessung (rLM) beliefert, sind Sie verpflichtet, Ihrem Energieversorger zur Klärung der Anspruchsberechtigung eine Mitteilung in Textform zu zusenden. Wenn Sie uns bereits im Zuge des Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetzes („Dezemberhilfe“) eine Mitteilung zur Berechtigung zugesandt haben, brauchen Sie dies nicht nochmals zu tun.

    Wichtige Nachricht für Sie

    Anfang 2023 kommen wir auf Sie zu und werden Sie über den Prozess und entsprechende Fristen der Anspruchsmeldung informieren.

    Die befristete Gaspreisbremse soll ab 1. Januar 2023 auch der von hohen Preisen betroffenen Industrie helfen, ihre Produktion und Beschäftigung zu sichern und gilt bis April 2024. Auch hier wird die Preisbremse in Form einer monatlichen Gutschrift auf der Abrechnung angerechnet. Der Preis für die Kilowattstunde bei Industriekunden (Verbrauch ab 1,5 Mio. kWh pro Jahr / aufgeführte Kundengruppen aus Absatz 1 sind hier ausgenommen) sowie zugelassenen Krankenhäusern (verbrauchsunabhängig) beträgt 7 ct/kWh (netto) zuzüglich Steuern, Abgaben und Umlagen, und zwar für 70 Prozent des Verbrauchs aus dem Kalenderjahr 2021. Gehören Sie zu dieser Kundengruppe müssen Sie sich nicht melden, um die Preisbremsen zu erhalten.

    Strompreisbremse

    Die Strompreisbremse gilt ebenfalls vom 1. März 2023 bis 30. April 2024. Im Abschlag März 2023 werden rückwirkend die Entlastungsbeträge für Januar und Februar 2023 angerechnet. Der Strompreis für private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen (mit einem Stromverbrauch bis zu 30.000 kWh pro Jahr) wird bei 40 ct/kWh (brutto), also inklusive aller Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte, begrenzt. Dies gilt für den Basisbedarf von 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauchs.

    Für Industriekunden ab 30.000 kWh pro Jahr liegt die Deckelung bei 13 ct/kWh (netto) zuzüglich Steuern, Abgaben und Umlagen, und zwar für 70 Prozent des Verbrauchs aus dem Kalenderjahr 2021.

    Auch bei der Strompreisbremse wird die Entlastung in Form einer Gutschrift auf der monatlichen Abrechnung bzw. dem monatlichen Abschlag angerechnet. Wenn Sie einen Stromvertrag mit uns haben, müssen Sie sich nicht melden, um die Preisbremsen zu erhalten.