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Preisanpassung Erdgas: Drei Umlagen ändern Ihren Erdgaspreis zum 1. Oktober 2022.

Als Ihr Energieversorger versprechen wir, Sie stets zuverlässig mit Energie zu fairen Preisen zu beliefern und Ihnen einen ausgezeichneten Service zu bieten. Auf dem Energiemarkt geht es gerade turbulent zu. Bestimmt verfolgen Sie es auch in den Medien: die Beschaffungskosten für Energie steigen aktuell sehr stark an. Das wirkt sich auch auf unseren Kundenservice aus.

Was bedeutet das?

Wenn Sie uns telefonisch erreichen möchten, kann es zu langen Wartezeiten kommen. Ebenso kann eine Antwort von uns auf Ihre schriftlichen Anfragen bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Sie können sich jedoch darauf verlassen, dass wir alles daran setzen, unseren ausgezeichneten Service schnellstmöglich wieder ohne lange Wartezeiten für Sie gewährleisten zu können.

Sie möchten nicht so lange warten?

Viele Anliegen können Sie online im Kundenportal erledigen: Passen Sie beispielsweise ganz einfach Ihren Abschlag an oder hinterlegen Ihren aktuellen Zählerstand.

Die häufigsten Fragen zur Anpassung der Erdgaspreise haben wir für Sie hier zusammengestellt.

Weshalb führt die Bundesregierung neue Umlagen zur Sicherung der Erdgasversorgung ein?

Aktuell erleben wir stark gestiegene Beschaffungspreise bei gleichzeitiger starker Reduzierung von Gasimportmengen aus Russland. Aus diesem Grund setzt die Bundesregierung alles daran, die Versorgung mit Erdgas sicherzustellen und die deutschen Erdgasspeicher bis zum Winter ausreichend zu befüllen. Auch müssen Erdgasimporteure kurzfristig neue Bezugsquellen außerhalb Russlands erschließen, was mit erheblichen Mehrkosten verbunden ist. Es geht also um die Sicherstellung der gesamten Erdgas-Lieferkette vom Import bis zu Ihrer Versorgung als Endkunde.

Weitere Informationen finden Sie auch beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Downloads/F/faq-gasumlage.pdf?__blob=publicationFile&v=8

Was ist die Gasbeschaffungsumlage?

Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine hat Russland die an Deutschland gelieferten Erdgasmengen immer weiter gedrosselt. Über Nord Stream 1 gelangt so aktuell nur noch ein Bruchteil der vollen Lieferkapazität nach Deutschland. Aus diesem Grund müssen die Gasimporteure alternative Bezugswege erschließen, beispielsweise Flüssigerdgas (LNG). Daraus entstehen deutliche Mehrkosten, die von den Gasimporteuren bis Ende September 2022 komplett alleine getragen werden müssen. Um Insolvenzen dieser systemrelevanten Unternehmen zu vermeiden und die Versorgung aller Erdgasverbraucher_innen sicherzustellen, wird die Gasbeschaffungsumlage eingeführt. Die höheren Kosten für Import und Einkauf werden so ab Oktober 2022 auf alle Erdgaskund_innen deutschlandweit verteilt. Gesetzlich geregelt wurde dies in der Verordnung nach Paragraf 26 des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG).

  • Die Umlage beträgt ab 1. Oktober 2022 2,419 Cent netto pro Kilowattstunde. Sie wird auf den Arbeitspreis pro Kilowattstunde Erdgas gerechnet. Hinzu kommt die gesetzlich festgelegte Mehrwertsteuer.
  • Die Umlage ist zeitlich befristet bis 31. März 2024 und deutschlandweit für alle Erdgaskund_innen gleich hoch - alle tragen die Mehrkosten in gleichem Maße.
  • Den Paragrafen 26 des Energiesicherungsgesetzes finden Sie hier zum Nachlesen: http://www.gesetze-im-internet.de/ensig_1975/__26.html

Was ist die Gasspeicherumlage?

Seit April 2022 gilt in Deutschland das neue Gasspeichergesetz. Es regelt, wie hoch deutsche Erdgasspeicher zum Oktober, November und Februar eines jeden Jahres gefüllt sein müssen. So soll die Versorgung aller deutschen Erdgaskund_innen während der Heizperiode sichergestellt werden. Die für den deutschen Gasmarkt zuständige Trading Hub Europe GmbH (THE) überwacht die Befüllung der Speicher und kann je nach aktueller Lage fehlende Erdgasmengen zukaufen. Für diese Tätigkeit fallen Zusatzkosten an, die an alle Erdgaskund_innen über die sogenannte Gasspeicherumlage berechnet werden. Sie fällt je verbrauchte Kilowattstunde an und wird regelmäßig angepasst.

  • Die Umlage beträgt ab 1. Oktober 2022 0,059 netto Cent pro Kilowattstunde. Sie wird auf den Arbeitspreis pro Kilowattstunde Erdgas gerechnet. Hinzu kommt die gesetzlich festgelegte Mehrwertsteuer.
  • Die Umlage ist zeitlich befristet bis 31. März 2025 und deutschlandweit für alle Erdgaskund_innen gleich hoch - alle tragen die Mehrkosten in gleichem Maße.
  • Den Paragrafen 35e des Energiewirtschaftsgesetzes zur Gasspeicherbefüllung in Deutschland finden Sie hier zum Nachlesen: http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__35e.html

Warum steigt die Bilanzierungsumlage?

Die Bilanzierungsumlage ist keine neu eingeführte Umlage. Sie betrug bislang lediglich Null Cent pro Kilowattstunde und war daher nicht von Bedeutung.

Die Bilanzierungsumlage wird für die Regelung der Ein- und Ausspeisemengen im jeweiligen Marktgebiet (Bilanzierung, Beschaffung, etc.) fällig. Regelenergie wird benötigt, um die je Stunde tatsächlichen physischen Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung ausgleichen zu können. Das bedeutet, dass kurzfristig Energie gekauft oder verkauft wird. Ergibt sich am Ende des Gastages eine Differenz aus dem Saldo der Ein- und Ausspeisungen, so wird diese mit der Ausgleichsenergie berechnet. Zur Deckung des zu erwartenden Fehlbetrages aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie wird eine Bilanzierungsumlage erhoben.

Das aktuell schwierigere Marktumfeld führt zu unplanmäßigem Regelenergiebedarf und entsprechend höheren Regelenergiekosten.

  • Die Umlage beträgt ab 1. Oktober 2022 0,57 netto Cent pro Kilowattstunde. Sie wird auf den Arbeitspreis pro Kilowattstunde Erdgas gerechnet. Hinzu kommt die gesetzlich festgelegte Mehrwertsteuer.
  • Die Umlage ist auf die Dauer von 12 Monaten in der Höhe von 0,57 Cent pro Kilowattstunde festgesetzt

Wie hoch ist die Gesamtsumme aller drei Umlagen?

Die Gesamtsumme aller drei Umlagen beträgt 3,048 Cent pro Kilowattstunde netto und gerundet 3,63 Cent pro Kilowattstunde brutto. Sie setzt sich zusammen aus der Gasbeschaffungsumlage in Höhe von 2,419 Cent, der Gasspeicherumlage von 0,059 Cent und der Bilanzierungsumlage von 0,57 Cent. Alle genannten Preise sind Nettopreise und fallen pro Kilowattstunde Erdgasverbrauch an.

Welcher Mehrwertsteuersatz fällt für Erdgas bzw. die Umlagen an?

Derzeit berät die Bundesregierung die Mehrwertsteuer für Erdgas von 19% auf voraussichtlich 7% zu senken. Daher besteht die Möglichkeit, dass sich die Bruttopreise durch eine Senkung der Mehrwertsteuer zu einem späteren Zeitpunkt reduzieren. Noch ist unklar zu wann die geplante Senkung in Kraft treten wird.

Natürlich berücksichtigen wir eine eventuelle zukünftige Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Sie. Im Falle einer Änderung des Mehrwertsteuersatzes erhalten Sie keine separate Information mehr von uns, diese wird automatisch in jeweils gültiger Höhe auf der nächsten Jahresverbrauchsabrechnung ausgewiesen.

Betrifft die Preisanpassung aufgrund der Gasspeicher-, Gasbeschaffungs- und Bilanzierungsumlage alle Erdgaskund_innen?

Alle Erdgaskund_innen sind gleichermaßen von allen Umlagen betroffen. Der aktuelle Tarif, eine etwaige Preisgarantie oder auch die Zumischung von Bioerdgas über einen Bioerdgastarif sind hierbei nicht relevant. Das Erdgas wird nicht über direkte Verträge mit Importeuren eingekauft, sondern über den Großhandel. Die Beimischung von Bioerdgas in den Gasmix reduziert jedoch langfristig die Abhängigkeit von Gasimportquellen.

Warum ist auch mein Bioerdgastarif von den Umlagen betroffen?

Die Bundesregierung hat bislang für Bioerdgaskund_innen leider keine Ausnahmeregelung getroffen, obwohl Bioerdgas nicht aus Russland stammt. Dennoch fallen die Umlagen auch für Bioerdgaskund_innen an.

Mein Tarif ist noch innerhalb der Preisgarantie. Werden die Umlagen auch mir berechnet?

Die Preisgarantie unserer Produkte erstreckt sich auf den Teil des Arbeitspreises, der sich aus dem Energiepreis sowie den Netzentgelten und Konzessionsabgaben zusammensetzt. Steuern, Abgaben und Umlagen sind von der Preisgarantie ausgenommen. Die Gasbeschaffungs- und Gasspeicherumlage gehören zur Gruppe der Umlagen und sind damit von Preisgarantien ausgenommen.

Wie wurde mein neuer Abschlag kalkuliert?

Damit mit Ihrer nächsten Jahresverbrauchsabrechnung eine möglichst geringe oder im Idealfall gar keine Nachzahlung auf Sie zukommt, haben wir im Rahmen der Preisanpassung bei den meisten Kunden den Abschlag angepasst. Die tatsächliche Höhe der Abschlagsanpassung ist dabei abhängig vom Zeitpunkt Ihrer Jahresverbrauchsabrechnung. Dieser ist für alle Kunden individuell und hängt vom Ablesezyklus des Netzbetreibers ab.

Zur Veranschaulichung ein Beispiel:

  • Alle drei Umlagen in Höhe von gerundet 3,63 Cent brutto inkl. 19% MwSt. werden ab Anfang Oktober 2022 pro Kilowattstunde zum Beginn der Heizsaison fällig.
  • Ab diesem Zeitpunkt berechnen wir die Umlagen exakt auf den prognostizierten Verbrauch bis zu Ihrer nächsten Jahresverbrauchsabrechnung, im Beispiel Ende März.
  • Da dieser beispielhafte Abrechnungszeitraum nur 6 statt 12 Abrechnungsmonate enthält, sprechen wir auch von einem „verkürzten Abrechnungszeitraum“.
  • Die durch die Umlagen entstehenden Mehrkosten werden gleichmäßig auf die noch offenen Monate des aktuellen Abrechnungszeitraums verteilt, hier also auf 6 Monate.
  • Im Rahmen Ihrer nächsten Jahresverbrauchsabrechnung passen wir Ihren Abschlag dann automatisch wieder auf einen vollen Abrechnungszeitraum von einem Jahr an.

  Aktueller (verkürzter) Abrechnungszeitraum
Beispiel: Oktober 2022 bis März 2023
Voller Abrechnungszeitraum
Beispiel: Oktober 2022 bis September 2023
Abrechnungsmonate 6 12
Verbrauch im Zeitraum (kWh) 13.631 17.500
Mehrkosten Gesamt 494,82 € 635,25 €
Mehrkosten pro Monat 82,47 € 52,94 €

Infografik zum Abschlag

Was bedeutet das?

  • Sollte Ihre nächste Jahresverbrauchsabrechnung wie im Beispiel direkt am Ende der Heizperiode liegen, fällt die Abschlagsanpassung entsprechend höher aus.
  • Das liegt daran, dass in diesem Zeitraum für einen typischen Haushaltskunden etwa 80% des Gesamtjahresverbrauchs an Erdgas anfallen.
  • Im Rahmen der dann folgenden Jahresverbrauchsabrechnung wird der Abschlag automatisch auf einen vollen Abrechnungszeitraum von 12 Monaten berechnet.
  • Im Normalfall sinkt damit die monatliche Belastung durch die Umlagen, da sie ebenfalls über die verbrauchsarmen Sommermonate verteilt werden.
  • Dies ist in der Beispiel-Tabelle in der Spalte „Voller Abrechnungszeitraum“ ersichtlich.

Auch wenn die tatsächliche Höhe Ihrer Abschlagsanpassung vom Zeitpunkt Ihrer nächsten Jahresverbrauchsabrechnung abhängig ist, zahlen Sie die Umlagen in jedem Fall nur auf Ihren exakten Verbrauch, welcher im Rahmen Ihrer Jahresabrechnung ermittelt wird.

Gut zu wissen: Aufgrund des angekündigten reduzierten Steuersatzes haben wir Ihren Abschlag bereits mit sieben Prozent Mehrwertsteuer berechnet.

Wir verstehen, dass eine Erhöhung des Abschlags zu erheblichen Belastungen führen kann. Dennoch muss der Abschlag in der Höhe, die Ihrem erwarteten Verbrauch bis zur nächsten Jahresverbrauchsabrechnung entspricht, erhoben werden. Eine Senkung Ihres Abschlags kann zu einer hohen Nachzahlung in Ihrer Rechnung führen. Eine Ratenzahlung ist bei einer möglichen Nachzahlung nach einer Senkung des Abschlags nicht möglich. Sollten Sie aufgrund veränderter Verbrauchsgewohnheiten eine Änderung Ihres Abschlags wünschen, können Sie diesen in unserem Kundenportal einfach anpassen.

Muss ich meinen Abschlag selbst ändern?

Ihren aktuellen Abschlagsplan finden Sie zur Ansicht und zum Download im Kundenportal.

Generell können Sie Nachzahlungen vermeiden, in dem Sie Ihren monatlichen Abschlag etwas großzügiger festlegen.

Ihre Preise erhöhen sich zum 1. Oktober 2022

  • Wenn wir Ihren letzten Verbrauch vorliegen haben, werden wir aufgrund der Umlagen Ihren Abschlag neu berechnen. Die Anpassung der Abschläge erfolgt automatisch ab dem 1. Oktober 2022. In unserem Schreiben zur Gaspreisanpassung weisen wir Sie auf Ihren neuen Abschlag hin. Aufgrund des angekündigten reduzierten Steuersatzes haben wir Ihren Abschlag bereits mit sieben Prozent Mehrwertsteuer berechnet.
  • Wenn wir Ihren letzten Verbrauch nicht vorliegen haben, können wir Ihren Abschlag nicht automatisch anpassen. Dennoch müssen Sie aufgrund der Einführung der Umlagen mit einer hohen Nachzahlung rechnen. Daher empfehlen wir Ihnen, Ihren monatlichen Abschlag selbst großzügiger festzulegen. Die Änderung können Sie direkt in unserem Kundenportal durchführen.
  • Zu viel gezahlte Beträge erhalten Sie selbstverständlich im Rahmen Ihrer Jahresverbrauchsabrechnung von uns zurück. Sie zahlen immer nur das, was Sie tatsächlich verbrauchen.

Wenn Sie uns telefonisch erreichen möchten, kann es zu erheblich langen Wartezeiten kommen. Ebenso kann eine Antwort von uns auf Ihre schriftlichen Anfragen bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Sie möchten nicht so lange warten? Viele Themen können Sie online erledigen: Passen Sie beispielsweise ganz einfach Ihren Abschlag im Kundenportal an.

Warum ist in meiner Beispielrechnung meiner Preisanpassung ein anderer Verbrauch angegeben als in meiner letzten Jahresabrechnung?

Bei unserer Beispielrechnung rechnen wir Ihren Jahresverbrauch auf exakt 365 Tage hoch. Dies kann vom Verbrauch in Ihrer letzten Rechnung abweichen, wenn nicht genau 365 Tage bei Ihnen abgerechnet wurden. Dies ist besonders wahrscheinlich, wenn Sie erst seit kurzer Zeit Kund_in oder kürzlich umgezogen sind. Dann kann es sein, dass der zuletzt abgerechnete Verbrauch nicht ein volles Jahr berücksichtigt.

Muss ich meinen Zählerstand zur Preisanpassung melden?

Wir errechnen den Zählerstand zur Preisanpassung automatisch für Sie. Wenn Sie einen abgelesenen Zählerstand hinterlegen wollen, können Sie dies im im Kundenportal tun.

Wenn Sie uns telefonisch erreichen möchten, kann es zu erheblich langen Wartezeiten kommen. Ebenso kann eine Antwort von uns auf Ihre schriftlichen Anfragen bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Sie möchten nicht so lange warten? Geben Sie beispielsweise ganz einfach Ihren Zählerstand im Kundenportal an.

Kann ich meinen Abrechnungstermin ändern, damit sich die Mehrkosten auf ein ganzes Jahr verteilen?

Eine Änderung des Abrechnungstermins ist nicht möglich. Die Abrechnung erfolgt jährlich zu einem festgelegten Stichtag und entspricht dem Ablesetermin und Abrechnungsturnus Ihres örtlichen Netzbetreibers.

Daher erhalten Sie jährlich Ihre Abrechnung zum gleichen Termin.

Wenn Sie frisch umgezogen oder den Lieferanten gewechselt haben, kann dies bedeuten, dass bis zur nächsten Abrechnung keine vollen 12 Monate anstehen. Wir sprechen dann von einem "verkürzten Abrechnungszeitraum". Hierzu empfehlen wir Ihnen auch die Informationen hier in den häufigen Fragen rund um das Thema Abschlag.

Insbesondere bei Erdgas kann sich eine verkürzte Abrechnungsperiode auf die Höhe der Abschlagskosten auswirken, da der Erdgasverbrauch starken saisonalen Schwankungen unterliegt. Der Verbrauch findet zu großen Teilen im Winter statt. Wenn bis zur nächsten Abrechnung viele verbrauchsstarke Monate anstehen, erhöht sich Ihr Abschlag entsprechend mehr, als wenn ausgleichende Sommermonate in den Abschlagszahlungen dabei sind. Auch wenn die tatsächliche Höhe Ihrer Abschlagsanpassung vom Zeitpunkt Ihrer nächsten Jahresverbrauchsabrechnung abhängig ist, zahlen Sie die Umlagen in jedem Fall nur auf Ihren exakten Verbrauch, welcher im Rahmen Ihrer Jahresabrechnung ermittelt wird.

Habe ich aufgrund der Preisanpassung ein Sonderkündigungsrecht?

Aufgrund der Preisanpassung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Allerdings kann durch die gesetzlichen Fristen ein Lieferantenwechsel circa zehn Werktage dauern. Wenn Sie Ihren Vertrag nach dem 16. September 2022 kündigen oder den Wechsel beauftragen, beginnt Ihr Vertrag bei Ihrem neuen Anbieter möglicherweise erst nach dem 1. Oktober 2022.

Welche Tarifangebote hat badenova aktuell? Kann ich in einen günstigeren Tarif wechseln?

Wir empfehlen allen unseren Erdgaskund_innen in den aktuellen Tarifen zu bleiben, da Sie in einem Bestandstarif von langfristig und daher günstiger beschafften Erdgasmengen profitieren. Alle aktuell verfügbaren Produkte für Neu- und Bestandskunden finden Sie auf unserer Internetseite.

Wie kann badenova bei Zahlungsschwierigkeiten helfen?

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Kosten stets sorgfältig im Blick zu haben. Überprüfen Sie dafür regelmäßig Ihre Zählerstände, wieviel Energie Sie verbrauchen und ob Ihr Abschlag noch richtig kalkuliert ist. Meist fällt es leichter, die laufenden Kosten etwas nach oben zu korrigieren, statt plötzlich eine nicht eingeplante, hohe Nachzahlung schultern zu müssen.

Grundsätzlich gilt: Rechnungen und Abschläge müssen pünktlich bezahlt werden. Zahlungen für Strom, Heizung und Miete sollten immer Vorrang haben und vor allen anderen Rechnungen beglichen werden. Uns ist allerdings sehr wohl bewusst, dass manche Umstände dies erschweren können und gerade die aktuelle Situation eine besondere Herausforderung für viele Haushalte darstellt.

Ganz wichtig zu wissen: Falls Sie, aus welchen Gründen auch immer, in Zahlungsverzug geraten, nehmen Sie bitte unmittelbar Kontakt mit uns auf, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Bei Nichtbezahlung von Energierechnungen oder monatlichen Abschlägen drohen zusätzliche Kosten durch Beantragung von Mahnbescheiden, Gerichtskosten sowie Inkasso- und Sperrgebühren.

Ich nutze kein Erdgas mehr und möchte und meinen Vertrag beenden. Was muss ich tun?

Das Beenden eines Vertrags ist erst dann möglich, wenn der Erdgaszähler bei Ihnen demontiert und an den örtlichen Netzbetreiber zurückgegeben wurde. Solange sich der Erdgaszähler in Ihrem Besitz befindet, ist dieser grundgebührpflichtig und Ihr Vertrag kann nicht beendet werden. Das Beenden des Vertrags aufgrund einer Stilllegung ist erst mit einem Ausbau des Zählers möglich.

Wenn Sie kein Erdgas mehr nutzen möchten, bitten wir Sie, einen Zählerausbau durch einen Installateur oder direkt bei Ihrem örtlichen Netzbetreiber zu veranlassen. Ihr Netzbetreiber informiert uns anschließend automatisch über den Zählerausbau. Sie brauchen sich um nichts weiter zu kümmern. Ihr Vertrag mit badenova wird dann automatisch zum Ausbaudatum mit dem Endzählerstand beendet.

Muss ich mich auf weitere Preisanpassungen einstellen?

Die aktuelle Entwicklung an den Energiemärkten ist sehr dynamisch und unvorhersehbar. Daher können wir zukünftige Änderungen wie Preiserhöhungen oder Preissenkungen nicht ausschließen.

Ist die Versorgung mit Erdgas gesichert?

Informationen zur aktuellen Lage in der Energieversorgung finden Sie tagaktuell im Informationsportal der Bundesnetzagentur.

Unser Tipp

Wie kann ich Gas einsparen?

  • Bestehende Heizungsanlagen optimieren: Zum Beispiel durch das Durchführen eines hydraulischen Abgleichs durch einen Fachmann.
  • Bauliche Maßnahmen durchführen: Wie der Einbau moderner Energiesparfenster, das Durchführen einer energetischen Dachsanierung oder die Dämmung der Fassade.
  • Das persönliche Verhalten anpassen:
    - Nicht jeder Raum muss gleich beheizt sein: Das Absenken der Raumtemperatur um ein Grad bedeutet circa 5 Prozent Energieeinsparung. Auch nachts können Sie Ihre Heizung um einige Grad herunterdrehen. Stellen Sie außerdem keine Möbel vor Ihre Heizkörper, sodass die Wärme sich im Raum verteilen kann.
    - Rund 14 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf Warmwasser. Wenn Sie auf lange Vollbäder verzichten und kürzer duschen können Sie Ihren Verbrauch um bis zu 50 Prozent reduzieren. Sparduschköpfe verringern zusätzlich Ihren Wasser- und Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent.

Tipps zur Einsparung von Energie finden Sie auch auf unserem Nachhaltigkeits-Blog ENERGIEVOLL:

Weitere Energiespartipps:

Weitere Informationen zur Preisanpassung des Tarifs Erdgas PUR zum 1. Oktober 2022:

Pflichtanzeige Grundversorgung Erdgas PUR 2022 (PDF 62,1 kB)

Tarife und Preise Erdgas PUR (PDF 51,6 kB)