Zurück zur Übersicht

Maisstroh für die Biogasproduktion

Energetische Nutzung von Maisstroh als landwirtschaftlicher Reststoff

Auf bis zu 50 Prozent der Felder am Oberrhein wächst Mais. Dabei handelt es sich überwiegend um Körnermais, also Mais, der vor allem zu Stärke für die Nahrungs- und Pharmaindustrie weiterverarbeitet wird. Anders als beim Silomais, wo die ganze Pflanze verwertet wird, bleibt hierbei das Maisstroh übrig, als ein großer Teil der Pflanze. Es verbleibt gewöhnlich auf dem Feld, wo es die Landwirte häckseln und in den Boden einarbeiten. Trotzdem zersetzt sich das grobe Stroh nur langsam.

Gemeinsam mit Landwirten aus der Region erprobt die badenovaWärmeplus nun, inwiefern sich das Stroh als Substrat für Biogasanlagen eignet und ob es überhaupt wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Das Projekt untersucht dafür, wie man die Maisstrohernte möglichst effizient in den bisherigen Ablauf integrieren kann. Das ist besonders wichtig in der Rheinebene, wo viele Landwirte relativ kleine Felder bewirtschaften und oft nicht über eigene Erntemaschinen verfügen. Auch die sehr unterschiedliche Bodenbeschaffenheit stellt große Ansprüche. Dafür erprobt das Projektteam verschiedene Erntetechniken und Abläufe, alle mit dem Ziel, Boden und Landwirte möglichst wenig durch zusätzliche Fahrten und Ernteeinsätze zu belasten, und das Maisstroh zu bergen, bevor es kompostiert. Für eine Reihe von Maissorten analysieren die Mitarbeiter außerdem, welcher Zerkleinerungsgrad und welche Form der Silierung die höchsten Gaserträge ergeben.

Aus den Ergebnissen der Erntejahre 2014 bis 2016 erwarten die Mitarbeiter ein praxistaugliches Verfahren für das Jahr 2017. Ziel ist es, für die badenova-Biogasanlagen in Neuried und im Gewerbepark Breisgau aus den umliegenden Maisfeldern genug Stroh zu gewinnen, um 20 Prozent des Substratbedarfs zu decken. Für eine Biogasanlage im elsässischen Willgottheim könnte der Anteil sogar noch höher liegen. Das Projekt reiht sich ein in die langjährige Forschung von badenova und Partnern aus der Region zur Biogasproduktion aus landwirtschaftlichen Restprodukten wie Apfel- oder Traubentrester oder Tabakstängeln.

Den aktuellen Projektstand können Sie dem beigefügten Zwischenbericht entnehmen.

Projektdaten

Projektnummer 2015-05
Projektart Forschung und Studien
Projektträger badenovaWÄRMEPLUS GmbH
Laufzeit 2014 bis 2017
Zuschuss 205.234

Downloads

Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Weitere Projekte aus Forschung und Studien

RIGHT OFFCANVAS AREA