Zurück zur Übersicht
12.05.2017

Mit dem E-Auto zum Kunden

Drei Wochen lang ist Servicetechniker Heiko Kremer vollelektrisch zu seinen Kundenterminen gefahren. Hierdurch sollte getestet werden, ob sich Elektroautos als Fahrzeuge für Monteure eigenen. Nun wurde das Fahrzeug an das Fuhrparkmanagement für weitere Tests übergeben. Diese sollen zeigen, ob Elektroautos für die badenova Fahrzeugflotte in Frage kommen.

Heiko Kremer war drei Wochen lang vollelektrisch zu seinen Kunden unterwegs
Heiko Kremer war drei Wochen lang vollelektrisch zu seinen Kunden unterwegs

Um die Einsatzmöglichkeiten von Elektroautos für den technischen Betrieb der bnNETZE zu testen, war Heiko Kremer (TEB-EM2) drei Wochen lang ausschließlich mit dem Elektroauto zu seinen Kunden unterwegs. „Vom Fahrgefühl und Komfort unterscheidet sich das Elektroauto bei den aktuellen Wetterverhältnissen kaum von meinem normalen Technikfahrzeug“, berichtet Heiko Kremer. „Auf Probleme stoße ich eher durch die geringe Reichweite der Batterie. Mit dem Elektroauto kann ich durchschnittlich am Tag nur rund 75 km fahren – unsere Fahrtwege betragen jedoch meist zwischen 80 und 120 km pro Tag.“

Der Elektro-Leihwagen - ein E-Vito von Mercedes
Der Elektro-Leihwagen - ein E-Vito von Mercedes

Um für den nächsten Arbeitstag bereit zu stehen, wurde das Elektroauto über Nacht an der Ladesäule bei der Flunder aufgetankt. Die Ladedauer der Batterie beträgt dabei rund 6 bis 8 Stunden. Thorsten Heckel (Leiter Monteure Gas- und Wasserzähler) zieht nach der dreiwöchigen Testphase Bilanz: „Für uns ging es in erster Linie darum zu schauen, ob Elektroautos für unsere Monteure überhaupt in Frage kommen. In Anbetracht der jetzigen Reichweite stellen die Autos jedoch für uns noch keine Alternative dar. Hier gilt es abzuwarten, bis Modelle auf den Markt kommen, deren Reichweite deutlich höher sind, als die der jetzigen Fahrzeuge.“

Die Reichweite des Elektroautos ist zudem stark wetterabhängig. Ist beispielweise die Klimaanlage im Einsatz oder die Batterie aufgrund von niedrigen Temperaturen über Nacht ausgekühlt, reduziert sich die Batterieleistung deutlich. Zudem ist nicht zu unterschätzen, dass auch die Beladung – wie sich im technischen Betrieb alltäglich ist – Auswirkungen auf die Reichweite der Fahrzeuge hat.

Schlüsselübergabe an Thomas Herbstritt
Schlüsselübergabe an Thomas Herbstritt

Bevor das Testauto, ein Mercedes e-vito, wieder zurück an das Autohaus Kestenholz aus Freiburg gegeben wird, steht eine weitere einwöchige Testphase bei den Kollegen aus der badenova Kfz-Werkstatt an. „Auch wir möchten unter verschiedenen Gesichtspunkten prüfen, ob Elektroautos für unsere Fahrzeugflotte eine Alternative zu konventionellen Verbrennungsmotoren darstellen“, erläutert Thomas Herbstritt, Leitung Fuhrparkmanagement bei der Schlüsselübergabe.

Was jedoch bereits heute schon vor Beendigung der insgesamt knapp vierwöchigen Testzeit feststeht: Für den Bereitschaftsdienst von bnNETZE kommen Elektroautos nicht in Frage. Die Bereitschaftsmitarbeiter müssen flexibel sein und auch große Strecken zurücklegen können – Eigenschaften, die Elektroautos bis dato nicht erfüllen können.

RIGHT OFFCANVAS AREA