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13.11.2017

Wärmeplus feiert Geburtstag: 10 Jahre Engagement für die Wärmewende

Ohne „Wärmewende“, das heißt ohne effiziente, ökologische Wärmelösungen, gibt es keine Energiewende: badenova hat dies frühzeitig erkannt und 2007 die Tochter Wärmeplus gegründet. Seitdem ist Wärmeplus auf Wachstumskurs und setzt für Unternehmen und Kommunen regionale Energieprojekte um. Das „Plus“ im Namen steht für den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien.

Klaus Preiser vor der Projekt-Bildwand: BHKW-, Wärmenetze, Solar- und Windpark.
Klaus Preiser vor der Projekt-Bildwand: BHKW-, Wärmenetze, Solar- und Windpark.

Bekannte Projekte sind z.B. in Freiburg die großen Blockheizkraftwerke (BHKW) in Freiburg-Landwasser und Weingarten oder die Heizzentrale im Vauban. Sie versorgen viele Tausend Menschen effizient mit Wärme. Jüngst hat Wärmeplus die Energiezentrale der Schwarzwaldmilch in Freiburg um ein Blockheizkraftwerk ergänzt - um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Es erzeugt nicht nur Strom, sondern zusätzlich Dampf und heißes Wasser.

„Die Energiewende verlangt neben der Stromwende eine wesentliche Neuausrichtung der Wärmeproduktion. Denn in der Wärmeversorgung liegen die größten Potenziale für Effizienz, Einsparungen und den Umstieg auf Erneuerbare“, erklärt Klaus Preiser, Technischer Geschäftsführer Wärmeplus.

Dr. Thorsten Radensleben, Vorstandsvorsitzender badenova, weist auf die strategische Bedeutung des vor zehn Jahren gegründeten Tochterunternehmens hin: Neben dem gesamten Netz- und Leitungsgeschäft der badenova, das von bnNETZE verantwortet wird, sowie dem Vertrieb, welcher verschiedenste Kundengruppen mit einer breiten Produktpalette bedient, kommt Wärmeplus eine herausragende Rolle zu. „Wärmeplus ist unser Instrument, um die Energiewende voranzutreiben und die erneuerbaren Energien auszubauen“, so Radensleben.

Zum 10. Geburtstag: Dr. Thorsten Radensleben überreicht die Geburtstagstorte.
Zum 10. Geburtstag: Dr. Thorsten Radensleben überreicht die Geburtstagstorte.

Freiburgs Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon ergänzt: „badenova ist mit dem Tochterunternehmen „Wärmeplus“ seit zehn Jahren ein wichtiger Akteur der kommunalen Nachhaltigkeits- und Klimaschutzpolitik und hat sich in der Tradition kommunaler Stadtwerke als ökologischer Energie- und Wärmedienstleister im Wettbewerb hervorragend positioniert. Es ist ein Musterbeispiel für die praktische und kreative Umsetzung der Energiewende, die nur durch konsequente Effizienzstrategien, effiziente Einsparungen und den konsequenten Umstieg auf die Erneuerbaren Energien im regionalen Kontext gelingen kann.“

Seit ihrer Gründung 2007 projektiert, baut und betreibt Wärmeplus zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald Wärmenetze- und Anlagen - teils in Eigenregie als auch für Kunden und Partnerunternehmen im Auftrag. Für einzelne lokal begrenzte Wärmeversorgungen hat Wärmeplus eigene Töchter gegründet.

Ob Wohnungsbau, Hotelkomplex, kommunale Einrichtung, Bad oder Gewerbebetrieb – ohne Energie läuft nichts. Gesetzliche Vorgaben, eigene Ansprüche und projektspezifische Anforderungen machen Planung, Umsetzung und Betrieb komplex. „Deshalb sind intelligente und maßgeschneiderte Wärmelösungen seit Unternehmensgründung unser Kerngeschäft“, bilanziert Klaus Preiser. Von der Erstanalyse und Ingenieursplanung über die bauliche Errichtung bis hin zum Betrieb, ob als Generalunternehmer oder als Contractor: Der Kunde entscheidet.

Das „Plus“ im Namen steht für die Bereiche Solar-, Biomasse/Biogas, Wind und Wasser. Für Solar stehen z. B. die vielen „Regiosonne-Projekte“, die zusammen mit dem SC Freiburg, der Albert-Ludwigs-Universität sowie vielen Kommunen im Land verwirklicht wurden. In Offenburg-Waltersweier im Ortenaukreis stehen im „Gottswald“ 31 ehemalige Munitionsbunker, die Wärmeplus mit 8.004 Photovoltaik-Modulen bestückt hat, die 2016 in Betrieb gingen.

Das größte solare „Leuchtturmprojekt“ Freiburgs ist das Freiland-Solarkraftwerk auf der ehemaligen Mülldeponie Eichelbuck. Es produziert seit 2011 sauberen Strom für 1.000 Haushalte. Die 2,5 Fußballfelder große Anlage ist ein Gemeinschaftsprojekt von badenova und der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF). Die fünf Millionen Euro teure Anlage mit einer Leistung von 2,5 MWp ist die zweitgrößte ihrer Art in ganz Baden-Württemberg. Im Vergleich zum Strommix Deutschland werden jährlich 1.400 Tonnen CO2 vermieden. Windprojekte gehören außerdem zum Portfolio: Auf dem Kambacher Eck in rund 500 Metern Höhe wurden 2016 vier Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-115 errichtet. Mit 22 Millionen Euro ist dies das bislang größte Vorhaben dieser Art in der Badenova-Unternehmensgeschichte. Insgesamt sind zwölf Megawatt installiert, was einem jährlichen Stromertrag von 28 Millionen Kilowattstunden jährlich entspricht – so viel wie 10.000 Haushalte im Jahresmittel verbrauchen.

Große Biogasanlagen besitzt Wärmeplus in Neuried und im Gewerbepark Breisgau. In Forchheim wird Biogas von einem privaten Betreiber erzeugt und von Wärmeplus abgenommen. In den eigenen BHKWs, z.B. im Stadttheater, den Hallenbädern oder in Landwasser wird das Biomethan eingesetzt.

Um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, bleibt noch viel zu tun: „Der durch die Nutzung der fossilen Energien eingeleitete Klimawandel zwingt uns zu einem effizienten Umgang mit den Ressourcen und einem raschen Umstieg auf Erneuerbare Energien – vieles ist schon geschafft, z.B. mit mehr als 30 Prozent Erneuerbaren Strom in Deutschland – aber auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Gesellschaft sind in der Stromerzeugung, aber insbesondere auch in der Wärmeversorgung noch große Schritte zu gehen. badenovaWärmeplus wird hier weiterhin mit innovativen Ideen eine Vorreiterrolle einnehmen und ihren aktiven Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in unserer Region leisten“, so Geschäftsführer Klaus Preiser abschließend.

Zahlen & Fakten zu Wärmeplus:
-2017: 91 Mitarbeiter
-jährliche Erzeugung von 300 GWh Wärme
-jährliche Erzeugung von 130 GWh Strom
-Betrieb von 250 Anlagen in Eigenregie, die Strom und/oder Wärme erzeugen (50 Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, 3 Biogas/Biomethan-Anlagen, 90 Solaranlagen, 4 Windenergieanlagen)
-jährliches Investitionsvolumen für Wärmeanlagen und Erneuerbare Erzeugung: zwischen 35-55 Mio. EUR
-durchschnittlicher Jahresumsatz inklusive Töchter: ca. 60 Mio. EUR.

Geburtstagstorte zum 10. Geburtstag: Dr. Thorsten Radensleben (Vorstandsvorsitzender badenova, ganz links) überreicht sie den beiden Geschäftsführern von Wärmeplus, Michael Klein und Klaus Preiser (ganz rechts).

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