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23.05.2018

badenova wächst weiter, wird digitaler und erhöht lokale Präsenz

Der regionale Energie- und Umweltdienstleister badenova erwirtschaftete 2017 einen Bilanzgewinn von 55,7 Millionen Euro, das sind 0,5 Millionen Euro mehr als 2016. „Unsere Strategie, sich in den Geschäftsprozessen immer wieder zu verbessern und badenova jedes Jahr neu zu erfinden, hat sich als richtig erwiesen.“, begründete Finanzvorstand Maik Wassmer den Erfolg. In Zeiten, in denen viele Energieversorger schwächeln, weist badenova erneut ein stabiles Wachstum auf. 2018 war geprägt von vielen Digitalisierungsprojekten. Gleichzeitig baute der Energiedienstleister seine lokale Präsenz weiter aus, um Kunden noch besser persönlich beraten zu können.

badenova-Hauptsitz in Freiburg
badenova-Hauptsitz in Freiburg

badenova hat laut Maik Wassmer 2017 einen „soliden Umsatz“ von 938,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Dass die Umsatzmilliarde nicht wie geplant erreicht wurde liegt daran, dass der Versorger die Erdgaspreise gleich zwei Mal gesenkt hat. Der Bilanzgewinn steigt dagegen erneut und kommt wie immer den 96 Gesellschafterkommunen zwischen Hochrhein und Nordschwarzwald zu Gute, an die der Gewinn neben dem Stadtwerkekonsortium Thüga ausgeschüttet wird. U. a. Defizite aus dem Öffentlichen Nahverkehr und dem Betrieb der Bäder werden damit von den Kommunen ausgeglichen.

„Die gute Unternehmensbilanz gehört zu unserem größten Asset. Der Wettbewerbsdruck ist in allen Sparten sehr hoch und verlangt von uns permanent neue Ideen in den Produkten, Dienstleistungen und den Prozessen zu den Kunden. Wir stellen fest, dass die zunehmende Digitalisierung unserer Strukturen und Kanäle greift. Die vielfältigen Kundenbedürfnisse können wir damit besser erfüllen als noch vor einigen Jahren.“, so Maik Wassmer, Finanzvorstand. „Uns stetig zu verbessern, auch beziehungsweise gerade in der digitalen Welt, bleibt unser oberstes Ziel.“ Neben dem Vorantreiben der Digitalisierung legt badenova weiterhin Wert auf eine sehr hohe lokale Präsenz: An 35 Kontaktpunkten in der Region, in Servicecentern und Shops, kann sich der Kunde persönlich beraten lassen. Kunden schätzen die verschiedenen Beratungsmöglichkeiten (persönlich wie digital) und deren Kundenservice. Dies belegen die zahlreichen Auszeichnungen, die badenova in den vergangenen Jahren erhalten hat (u.a. von „Focus Money“). „Wir wollen persönlich ansprechbar und „greifbar“ sein, auch wenn wir feststellen, dass der Kunde immer stärker digitaler unterwegs ist.“, so Wassmer. Das sei Teil des Selbstverständnisses.

Zum Selbstverständnis bzw. der DNA des Unternehmens gehört außerdem, weiter engagiert am Umsetzen der Energiewende zu arbeiten – auch wenn so mancher Weg sehr steinig ist: Der zunehmende Protest mancher Bürger gegen lokale Windprojekte führt zu langen Verzögerungen bei Projekten oder bringt sie ganz zum Erliegen. „Wir haben viel Lehrgeld bezahlt, was sich auch in der Bilanz niederschlägt.“, so Maik Wassmer.

Dennoch werde badenova weiterhin daran arbeiten, den Ausbau Erneuerbarer Energien in der Region nach Kräften und Möglichkeiten voranzutreiben. Ökologisch, regional, kommunal: Diesen Attributen fühlt sich der Energiedienstleister badenova weiterhin verpflichtet. Wie die gesamte Branche hat badenova mit den häufig ändernden politischen Rahmenbedingungen zu kämpfen.

Die vertrieblichen Ziele für 2017 hat badenova dagegen erreicht: Neukunden wurden u.a. durch die vergrößerte Angebotspalette und neue Vertriebskooperationen und –partnerschaften erschlossen. Der Erdgasabsatz stieg um 6,9 Prozent auf 10.485 Millionen kWh. Besonders die erfolgreiche Akquise bundesweit trug dazu bei, die Mengeneffekte aufgrund der wärmeren Temperaturen zu kompensieren. Der Stromabsatz sank zum Vorjahr um 8,6 Prozent auf 2.878 Millionen kWh. Bedingt ist dies durch den Verlust eines Großkunden in der Netzverlustbeschaffung. Der Bereich Privat- und Gewerbekunden wuchs um 7,6 Prozent auf 648,6 Millionen kWh. Alle privaten Stromkunden erhalten standardmäßig zertifizierten Ökostrom. Der Wärmeabsatz stieg leicht auf 313,8 Millionen kWh (+0,5 Prozent), der Wasserabsatz auf 20,3 Millionen Kubikmeter (+5,4).

Ob es sich um die Wasserbetriebsführung (neu Meißenheim), den Bereich Straßenbeleuchtung (Breisach, Neuenburg) oder die Verantwortung für die Strom- und Erdgasversorgung (neu Stromnetzpacht Müllheim und Staufen) handelt: Immer mehr Kommunen vertrauen auf die Kompetenz von bnNETZE. Auch was den Glasfaserausbau oder die Kombination „Gas & Glas“ angeht, ist badenova stetig am Wachsen. „Das sind intelligente Produkte, die uns beim Kunden erfolgreich machen.“, so Maik Wassmer. Ebenso verzeichnet die Tochter badenIT wieder ein deutliches Wachstum. U.a. die Vermietung von Glasfasernetzen und IT-Services aus dem eigenen Rechenzentrum ist für sie ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat badenova Investitionen, weitestgehend in die Infrastrukturen der Energie- und Wassernetze, von über 44,4 Millionen Euro getätigt. 17,5 Millionen entfielen auf Erdgas, 11 auf Strom. Durch den Innovationsfonds für Klima-und Wasserschutz wurden wieder Investitionen in der Region „angeschoben“, die die Energiewende aktiv voranbringen. Entsprechend der gesellschaftsrechtlichen Regelung flossen 2017 1,7 Millionen Euro aus dem badenova Gewinn in den Fonds, der in der Energiebranche einmalig ist.

Ende 2017 waren beim regionalen Energie- und Umweltdienstleister 1.353 Mitarbeiter, darunter 43 Auszubildend, beschäftigt.

Weitere Kennzahlen zu badenova sind dem beigefügten Kennzahlenblatt (PDF, 251KB) sowie der Infografik (PDF, 1.8MB) zu entnehmen.

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