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23.02.2017

Vier Windräder auf dem Hohenlochen

Die Energiewende in der Region umzusetzen ist das Ziel vieler Kommunen, Bürger und dem regionalen Energie- und Umweltdienstleister badenova. In Oberwolfach und Hausach ist aktuell ein Windpark in Planung, mit dem die lokale Energiewende einen Schub erhält: Vier Windenergieanlagen sollen auf dem Hohenlochen Ökostrom produzieren. Die ursprünglich geplante Anlagenzahl von sechs hat badenova-Wärmeplus jetzt auf vier reduziert.

Vier Windräder auf dem Hohenlochen

„Den Genehmigungsantrag für den Windpark wollen wir mit unserem Projektenwickler Ökostromgruppe Freiburg im zweiten Quartal 2017 einreichen.“, skizziert Wärmeplus-Geschäftsführer Klaus Preiser den aktuellen Stand. Die Reduzierung auf vier Windenergieanlagen vom Typ Enercon E141 wurde gemeinsam mit der Gemeinde Oberwolfach und der Stadt Hausach getroffen. Die badenova-Tochter nimmt damit die Bedenken jener Bürger und Gemeinderäte ernst, die sich für eine „kleinere Lösung“ zugunsten eines verminderten Flächenverbrauchs ausgesprochen hatten. Den Kritikern an dem Vorhaben wolle man explizit „die Hand zum Dialog reichen und konstruktiv zusammenarbeiten.“, sagte Klaus Preiser. Matthias Bauernfeind, Bürgermeister von Oberwolfach, sieht in badenova einen „verlässlichen Partner, der den Windenergieausbau im Schwarzwald nachhaltig vorantreibt und auf einen Ausgleich der Interessen aus ist“. Manfred Wöhrle, Bürgermeister von Hausach, ergänzt: „Ich bin davon überzeugt, dass die Windfachleute von badenova das Projekt professionell umsetzen und auch ein offenes Ohr für die Fragen unserer Bürger haben werden.“

Neben hohen Winderträgen waren möglichst geringe Eingriffe in die Waldlandschaft sowie möglichst große Abstände zu Außengehöften maßgebliche Aspekte für die Auswahl der vier Windenergiestandorte. Da weniger Anlagen geplant werden, sinken für Betreiber, Standortgemeinden und Verpächter die Erträge. Bürger und Kommunen, die ihren Boden für den Bau zur Verfügung stellen, erhalten eine ertragsabhängige Pacht. Über die Gewerbesteuereinnahmen profitieren die Kommunalhaushalte und jeder Bürger kann sich im Rahmen der geplanten Bürgerbeteiligung mit eigenem Erspartem einbringen und so neben der Umwelt auch seinem Geldbeutel etwas Gutes tun.

Die mögliche CO2-Einsparung sinkt durch die Reduktion auf vier Anlagen um ein Drittel. „Dennoch werden wir mit dem Windpark Hohenlochen Oberwolfach und Hausach komplett mit sauberer Energie versorgen können und somit einen weiteren großen Schritt hin zur Energiewende vor Ort machen.“, so Klaus Preiser, Geschäftsführer Wärmeplus.

Archivbild badenova - Windprojekt am Kambacher Eck
Archivbild badenova - Windprojekt am Kambacher Eck

Die Entwicklung dieses Projektes führt die badenova-Tochter gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner Ökostromgruppe Freiburg durch. Sie hat im Rahmen der Projektentwicklung die Arbeiten zum Umwelt- und Artenschutz, Schallschutz und Schattenwurf abgeschlossen und wird in den nächsten Wochen den Antrag auf Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) beim Landratsamt Ortenau einreichen. Bereits seit Herbst 2015 untersuchte Wärmeplus die lokalen Windverhältnisse auf dem Hohenlochen. Zum Einsatz kommen ein Windmessmast aus heimischer Weißtanne sowie ein mobiles Windmessgerät. Die dezidierte Auswertung der Winddaten läuft aktuell noch. Auch die möglichen Zuwegungsvarianten zum Bau der Anlagen werden im Auftrag von Wärmeplus von einer Spezialfirma untersucht. Um den künftigen Windpark ans Stromnetz anzuschließen soll eine Kabeltrasse ausgehend vom Hohenlochen über Frohnau ans Umspannwerk in Hausach gebaut werden. Die Feinplanung ist auch hier noch im Gange.

„Unsere Projekte – auch das aktuelle Vorhaben am Hohenlochen – bereiten wir stets mit äußerster Sorgfalt vor und sind um einen Ausgleich der Interessen bemüht. Wir legen an uns selbst hohe Nachhaltigkeitsmaßstäbe an, mehr als das, was vom Gesetzgeber gefordert ist.“, so fasst Klaus Preiser die Philosophie der badenova-Tochter Wärmeplus zusammen. Als Beispiel nannte er den Windpark Kambacher Eck, der sich einer großen Akzeptanz unter den dort lebenden Bürgern erfreut und im Herbst 2016 offiziell eingeweiht wurde.

www.badenovawaermeplus.de

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