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Smarthome Technologie im Mehrfamilienwohnhaus

Smart Home im Neubau - Mehrfamilienhäuser mit Smart Home Technologie

Die Digitalisierung der Energiewende macht auch vor der Wärmeversorgung nicht Halt und kann in einer großen zentralen Wärmeerzeugungsanlage viel schneller und effektiver umgesetzt werden, als in vielen kleinen dezentralen Anlagen. Darüber hinaus wird die Sektorenkopplung, also die Kopplung zwischen Strom, Wärme und Mobilität den künftigen Erfolg der Energiewende bestimmen. Dezentrale Heizkraftwerke mit Wärmenetzen, Pufferspeichern und schnell regelbaren und kaskadierbaren Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung werden bei einer ganzheitlichen Betrachtung der Energiewende (Strom + Wärme) im Zeitalter der Digitalisierung unverzichtbar. Gleichzeitig hält die Digitalisierung auch im Bereich des privaten Wohnens aktiv Einzug. Neben der Optimierung des Energieverbrauchs zur Beheizung sowie zur Steuerung des Stromverbrauchs kommen zunehmend Aspekte der Sicherheit und Komfortansprüche in den Fokus der Nutzer. Diese beiden Welten zusammenzuführen, dieser Aufgabe möchte sich der Bauverein im Rahmen von diesem Pilotprojekts stellen. Basis dafür sind aktuelle Ansätze, wie sie z.B. die Flüwo - eine Wohnungsbaugenossenschaft in Stuttgart - in einem Pilotprojekt in Dossenheim verwirklich hat. Auf dieser Erfahrung aufbauend möchte die EVB gemeinsam mit dem Investor und Betreiber, dem Bauverein Breisgau eG ein neues Investitionsobjekt in Herbolzheim mit den aktuellen Möglichkeiten der Digitalisierung umsetzen. Partner neben dem Bauverein Breisgau eG und der Energieversorgungsgesellschaft Bauverein Breisgau mbH soll AHZ Engineering sein, die mit der Digitalisierung von Wohnprojekten und Wohn-/Gewerbeprojekten sehr große Erfahrungen aufweist. Ziel dieses Projekts ist es, die Digitalisierung, die im Rahmen der Umsetzung der Energiewende notwendig und sinnvoll ist, in Einklang zu bringen mit den Produkten, die über ein intelligentes Energiemanagement den Energieverbrauch (Wärme und Strom) senken, den Komfort der Bewohner steigern und dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen. Hierfür werden innerhalb des Projekts unterschiedliche Komponenten von digitalSTROM verbaut und auf ihre Anwendung untersucht.

Projektdaten

Projektnummer 2020-14
Projektart Bau und Anwendung
Projektträger Bauverein Breisgau eG
Laufzeit 01.09.2020 - 31.08.2023
Zuschuss 97.500€

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Ihre Ansprechpartner

Richard Tuth

Richard Tuth

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-29 84

E-Mail: richard.tuth@badenova.de

Michael  Artmann

Michael Artmann

Innovationsfonds Klima- & Wasserschutz

T: 0761-279-22 53

E-Mail: michael.artmann@badenova.de

Einblicke in weitere Förderprojekte:

Neubau Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
Freiburg

Forschungsbau im Passivhausstandard

Gebäude nach ökologischen Kriterien zu errichten, setzt sich immer mehr durch. Meistens handelt es sich dabei jedoch bisher um Wohn- oder Firmengebäude. Weil sie besonders strenge technische oder hygienische Normen einhalten müssen, ist es bei Forschungsinstituten und Universitäten dagegen schwieriger, energieeffizient zu bauen. Der Neubau des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, zuvor in verschiedenen Gebäuden der Universitätsklinik Freiburg untergebracht, ist ein fortschrittliches Beispiel auf diesem Gebiet. Im Passivhausstandard erbaut, weist es mehrere innovative Ansätze auf, darunter eine Lüftungsanlage, die dank moderner Technik die Luft nur halb so oft wechselt wie in der Norm vorgeschrieben und dennoch die strengen Kriterien für den Umgang mit gefährlichen Stoffen erfüllt. Weil der Neubau natürliche Ressourcen geschickt nutzt, kommt das neue Institut auch beim Kühlen und Wärmen mit weniger Energie aus als üblich: Hinter seiner Glassfassade befindet sich eine Brettstapelwand, hinter der die Sonne die Luft erwärmt. Im Winter leitete das System die so erwärmte Luft in die Räume. Im Sommer durchläuft die Zuluft Erdregister, deren Wärmetauscher sie abkühlen. In den Betondecken eingebaute Rohrschlangen kühlen oder wärmen und halten das Gebäude auf einer nahezu konstanten Temperatur. Als Vorbild für andere Universitätsgebäude zeigt der Neubau, dass es auch mit den weit reichenden Sicherheitsvorschriften im Forschungsbereich möglich ist, klimafreundlich zu bauen.