AKTUELLE NACHRICHTEN

Stand 18.07.2017

Datenschutz und Datensicherheit

Daten, ob von Kunden oder für die Produktion, gehören zum wertvollsten Bestand eines Unternehmens. Und doch wird der Schutz dieser Daten vielfach noch stiefmütterlich behandelt. Das kann schwere Folgen haben.

Umfragen zufolge sind es insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die zu wenig für den Schutz ihrer Daten tun. Dabei sind die Gefahren vielfältig. Datenverlust kann durch mangelhafte Ausbildung oder das Versehen des Anwenders entstehen. Häufig sind auch Fehler in der Hardware die Ursache oder mangelnder Schutz gegen Überspannung oder Überhitzung. Gibt es kein Backup, das am besten räumlich getrennt stattfinden sollte, sind die Daten oft unwiederbringlich verloren. Experten empfehlen, den aktuellen Datenbestand mindestens einmal täglich zu sichern und jede Woche ein Gesamtbackup durchzuführen. Am besten läuft das automatisiert ab, damit es nicht vergessen wird. Trotzdem empfiehlt es sich, auch diese Routinen regelmäßig zu überprüfen. Die Server sollten nicht nur regelmäßig gecheckt werden – auch Hardware altert –, sie müssen auch zuverlässig gekühlt sowie gegen Feuer und Stromausfall gesichert sein. Dass Unbefugten der Zutritt verwehrt sein muss, versteht sich von selbst.

Schwere Geschütze
Gefahr droht den Daten aber auch von Hackern. Viren, Würmer und Trojaner gibt es für ganz unterschiedliche Zwecke. Sie installieren sich – vom Benutzer unbemerkt – und richten dann entsprechende Schäden an. Im Geschäftsleben geht es meist um das Ausspähen von Kundendaten oder Produktions-Interna. Insbesondere beim Online-Handel gefürchtet sind sogenannte DDoS-Angriffe. Das Kürzel steht für Distributed Denial of Service. Dabei verfolgen die Angreifer das Ziel, die Server durch Anfragen zu überlasten und in die Knie zu zwingen. Dafür verwenden die Hacker Tausende von gekaperten Rechnern, die sie ohne Wissen ihrer Besitzer fernsteuern können. Das Verfahren dient entweder dazu, Konkurrenten zu schädigen oder Geld von den betroffenen Firmen zu erpressen, wenn diese ihre Systeme wieder funktionstüchtig machen wollen. Eine konventionelle Firewall bietet hier keinen Schutz, denn sie müsste in der Lage sein, reguläre von feindlich gemeinten Anfragen zu unterscheiden. Hier sind Spezialisten gefragt. Denn technisch ist einiges gefordert.

Professionelle Sicherheit
Der Aufwand an Technik und Manpower für einen zuverlässigen Schutz der Daten ist also beträchtlich und in der Regel ein Abzug vom eigentlichen Kerngeschäft. Zum Schutz der Hardware stellen professionelle Rechenzentren eine gute Alternative dar. Hierhin kann man die eigene Hardware auslagern oder man nutzt externe Server, auf denen die eigenen Software laufen kann. Ab einer bestimmten Größe stellt sich für jedes Unternehmen die Frage, ob es die IT in Eigenregie betreiben will oder ob man den Service eines externen Dienstleisters in Anspruch nimmt. Das ist einmal eine reine Kostenrechnung, wenn man es nicht als Gefahr ansieht, die eigenen Daten außer Haus zu geben.

Faktor Mensch
Bei aller Technik sollte man den Faktor Mensch nicht vergessen. Smartphones, USB-Sticks oder sogar Tablets können verloren gehen. Und mit ihnen wertvolle Daten. Ein gutes Passwort kann hier einen gewissen Schutz bieten, vorausgesetzt es besteht aus einer Kombination von Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, die sich nicht allzu leicht entschlüsseln lassen. Und was für das Passwort gilt, gilt für den gesamten Umgang mit Unternehmensdaten. Je stärker die Mitarbeiter sensibilisiert sind, wo Gefahren lauern, desto größer die Sicherheit. Dazu gehört zum Beispiel auch, E-Mails mit zweifelhaftem Absender gleich an die IT zu melden.


Stand 18.07.2017

Sektorkopplung – was ist das?

In der Diskussion um die Energiewende taucht verstärkt der Begriff Sektorkopplung auf. Gemeint ist die Verzahnung der Bereiche Strom, Wärme und Verkehr.

Die Energiewende ist auf einem guten Weg: 2016 hatten erneuerbare Energien einen Anteil von 29 Prozent an der insgesamt in Deutschland erzeugten Strommenge. Doch diese Zahl bezieht sich nur auf Strom. Nimmt man die Sektoren Wärme und Verkehr dazu, sieht die Bilanz weniger positiv aus. Denn diese Bereiche arbeiten noch überwiegend auf Basis fossiler Energien. Das soll sich ändern. „Die zweite Phase der Energiewende steht ganz im Zeichen des Zusammenwachsens der Sektoren Strom, Gebäude, Verkehr und Industrie“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena). Die dena, zu 76 Prozent in Bundesbesitz, berät die Bundesregierung, aber auch Unternehmen und Verbraucher in Energiefragen. Was Kuhlmann Zusammenwachsen nennt, wird auch als Sektor- oder Sektorenkopplung bezeichnet – oder als Elektrifizierung der Gesellschaft. Gemeint ist: Strom aus erneuerbaren Energien soll fossile Brennstoffe ersetzen, auch in den Sektoren Verkehr und Wärmeerzeugung. Beide Bereiche gehören mit zu den größten Verursachern schädlicher Emissionen.

Barrieren einreißen
Bei der Sektorkopplung geht es nicht allein um das bessere Zusammenspiel von Stromerzeugung und -übertragung, Verkehr und Wärme. Es gilt, die Barrieren zwischen den Sektoren zu überwinden, zum Beispiel durch digitale Vernetzung. Dadurch sollen Stromverbraucher künftig in der Lage sein, ihren Bedarf an das Angebot anzupassen. In diesem Scenario nutzen Kühlgeräte Sonnenstrom immer dann, wenn die Sonne scheint und genug davon zur Verfügung steht. Ist zu wenig Strom im Netz, weil gerade Flaute herrscht, können Elektroautos die in ihren Batterien gespeicherte Energie dem öffentlichen Netz zur Verfügung stellen. Und weil ein Gerät von selbst nicht weiß, wann der Zeitpunkt günstig ist, wird es Dienstleistungsunternehmen und digitale Helfer geben, um die Sektoren miteinander zu koppeln. Über Computer und Informationstechnik sollen bald alle Geräte vernetzt sein, die Strom erzeugen, verteilen, speichern und verbrauchen. Apps und Agents als digitale Vermittler schlagen entsprechende Lösungen vor.

Politik als Treiber
Die Sektorkopplung ist ein Instrument, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, zum Beispiel ihr Vorhaben, den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um 95 Prozent zu reduzieren. Die großen Aufgaben im Zusammenhang mit der Sektorkopplung lauten:

• mehr Erneuerbare

• flexiblere Netze

• alltagstaugliche Elektromobilität

• energieeffizientere Gebäude.

Visionen und Lösungen
Inzwischen existieren vielfältige und vielversprechende Lösungsansätze.
Dazu gehören immer leistungsfähigere Batterien für Elektroautos und intelligente Ladekonzepte für diese Fahrzeuge. Das Ziel ist, E-Autos als Stromspeicher zu nutzen. Angedockt an die häusliche Energieversorgung könnten sie einen Teil des Lastausgleich bewerkstelligen. Die Sektoren Strom und Mobilität würden so miteinander verflochten.
„Power-to-X“ nennen Experten die Techniken, mit denen sie bereits experimentieren. Damit gelingt es, Strom in unterschiedliche Energieformen zu wandeln und flexibler einzusetzen. Durch Elektrolyse etwa wird überschüssiger Windstrom zu synthetischem Methan, das sich im Erdgasnetz speichern lässt. Obwohl es bei allen Wandlungen zu Verlusten kommt, machen sie den Strom vielseitiger. Zudem können sie eine günstige Lösung sein, um CO2 zu vermeiden.
Schon heute nutzen Neubauten immer öfter eine elektrische Wärmepumpe, um mit der Wärme zu heizen, die sie der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich entziehen. Ein Comeback der Nachtspeicherheizung ist ebenfalls denkbar – dort, wo sie den Verbrauch zu flexibilisieren hilft.

Effizienz als Wirtschaftsmotor
Es mag wie ein alter Hut klingen, aber in der Energiewende gewinnt die Energieeffizienz noch mehr Bedeutung. „Die sauberste Kilowattstunde ist die, die gar nicht erst erzeugt werden muss“, wissen die dena-Experten. „Effizienz zuerst“, gibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie als Parole aus: „Energie, die eingespart wird, muss nicht erzeugt, gespeichert, transportiert und bezahlt werden: Dadurch sinken die Kosten der Energiewende.“ Ein „Schnäppchen“ wird die Sektorkopplung dadurch nicht. Die Bundesregierung sieht darin jedoch eine Strategie zur Modernisierung der Wirtschaft. Die neuen Technologien und die innovativen Produkte sollen der deutschen Wirtschaft und ihren Exporten auch künftig zu Erfolgen verhelfen.


Stand 18.07.2017

Bestens vernetzt

Facebook, Xing, Twitter & Co. sind im Privatleben für viele Menschen die längst vertrauten Medien, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen, Gedanken und Erlebnisse zu teilen. Auch im beruflichen Alltag werden Social Media immer wichtiger, ob zur Kundenakquise, zur Mitarbeitersuche oder zur Steigerung der Bekanntheit ganz allgemein.

Social Media Guidelines
Im unternehmerischen Kontext braucht es verbindliche Spielregeln, nach denen die vernetzte Kommunikation mit Sicherheit klappt und Risiken begrenzt werden. Namhafte Organisationen wie der IT-Branchenverband Bitkom empfehlen klare Social Media Guidelines als Ergänzung des Arbeitsvertrages.

Was genau sollte in Social Media Guidelines formuliert werden? Welche Punkte sind wichtig?

• Eigenverantwortung und Besonnenheit: Erst nachdenken, dann einen (nützlichen) Beitrag abschicken – so schlicht ist die wichtigste Regel.

• Wahrheit und Respekt: Sollten auch im Internet die Grundlagen für den zwischenmenschlichen Umgang sein – ganz wie im realen Leben.

• Transparenz und Persönlichkeit: Der echte Name des Verfassers und Ich-Botschaften sorgen bei allen Gesprächsteilnehmern für Klarheit und machen die Kommunikation angenehmer.

• Umgang mit Fehlern: Fehler passieren jedem einmal. Deshalb ist es besser, offen damit umzugehen, anstatt einen Beitrag im Nachhinein verändern oder löschen zu wollen.

• Rechtliche Vorgaben: Das „anonyme“ Internet ist keineswegs ein rechtsfreier Raum. Gesetzliche Regelungen wie Persönlichkeits- und Datenschutz, Urheber- und Markenrecht, Geheimhaltungsabkommen und die Schweigepflicht behalten absolut ihre Gültigkeit.

Gestaltung eigener Regelwerke
Bei der Konzeption eigener Social Media Guidelines sollte gelten: so ausführlich wie nötig, so knapp wie möglich, dazu in einer gut verständlichen Sprache formuliert und offiziell vorgestellt. Derart gestaltete und präsentierte Richtlinien werden eher akzeptiert und gelebt. Wichtig ist es außerdem, mindestens einen Ansprechpartner für alle Fragen rum um den Einsatz von Social Media im Unternehmen zu benennen.

Beispiele und Downloads
Der Branchenverband Bitkom stellt seine Empfehlungen zu Social Media Guidelines für Unternehmen in einer Broschüre zur Verfügung.
Zum Download: BITKOM-SocialMediaGuidelines (PDF)
Und bekannte Unternehmen und Organisationen wie 1&1, Caritas, DATEV oder Tchibo haben ihre diesbezüglichen Richtlinien im Internet veröffentlicht. Diese Publikationen sind gesammelt unter: social media guidelines Beispiele

Weiterbildung
Zum Thema Social Media im Unternehmen allgemein gibt es reichlich empfehlenswerte Lektüre. Stellvertretend genannt sei Felix Beilharz, Dozent für Social Media und Online-Marketing. Mit seinem Kompendium „Social Media Management“ liefert er das nötige Rüstzeug für die Kommunikation 2.0 – von der Konzeption über die kreative Umsetzung bis hin zur Steuerung von Social-Media-Maßnahmen: https://felixbeilharz.de/
Auch Weiterbildungen zum Thema gibt es bereits. So bietet zum Beispiel der TÜV ein Seminar zum Thema „Datenschutz und Social Media“ an: TÜV Nord Weiterbildungen zu Datenschutz & Social Media

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