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AKTUELLE NACHRICHTEN

Stand: 01.07.2019

Batteriespeicher

Wie kann man regenerativ erzeugten Strom in großen Mengen speichern? Das ist eine der Schlüsselfragen der Energiewende. badenova sucht darauf zusammen mit Partnern nach Antworten. In Freiburg-Opfingen ist dazu nun ein Pilotprojekt gestartet.

Inbetriebnahme des neuen Batteriespeichers (von links): Jürgen K. Heller (Storion Energy, Umkirch), Malte Thoma (badenova Projektleiter), Mathias Nikolay (Vorstand badenova) und Volker Geis (bnNETZE).

Batteriespeicher helfen, die unstete Erzeugung aus Solar- und Windstrom auszugleichen und sind eine Lösung für das Auseinanderklaffen zwischen aktueller Erzeugung und Bedarf.

Der Groß-Batteriespeicher nutzt die innovative Redox Flow Technologie. Dabei wird für die Energiespeicherung eine Elektrolytflüssigkeit und keine Feststoffe wie bei herkömmlichen Lithium-Ionen Batterien verwendet. Die Elektrolytflüssigkeit besteht aus nichtbrennbaren Inhaltsstoffen, darunter über 80 Prozent reines Wasser. Die Batterie verliert über die Jahre kaum an Kapazität und besitzt eine hohe Lebensdauer – alles wichtige Vorteile im Vergleich zu konventionellen Lithium-Ionen Speichern. Die Batterie ist voll recycelbar.

Der Auftrag für den Bau der Redox-Flow Batterie ging an ein neu gegründetes Start-Up in Umkirch - Storion Energy GmbH. Ferner die Firma Knoll Feinmechanik in Umkirch, die als erfolgreiches mittelständisches Unternehmen im Bereich Anlagen- und Maschinenbau unterwegs ist. Der Spezialcontainer für die Batterie stammt von einer Fachfirma aus Höchenschwand im Schwarzwald; die Wechselrichter von Trumpf-Hüttinger aus Freiburg. So fand ca. 70 Prozent der Wertschöpfung in der Region Freiburg statt.

Stand: 01.07.2019

Laden mit Konzept

In Zusammenarbeit mit badenova hat die Stadt Freiburg ihr Netz an Ladesäulen für E-Fahrzeuge weiter ausgebaut. 22 Ladestationen an strategisch bedeutsamen Schlüsselstellen sind mittlerweile in Betrieb oder in Bau.

Die neue badenova Ladesäule vor dem Krønasår Hotel im Europa-Park.

Der jüngste Zuwachs entstand an besonders gut frequentierten Straßen wie der Vauban-Allee und der Haslacherstraße. Die Standorte wurden im Rahmen einer Standortanalyse und des von badenova erstellten Elektromobilitätskonzepts als besonders geeignet ausgewählt. badenova installiert die Ladesäulen gemeinsam mit der Firma Elektro Ullmann, den Betrieb und Abrechnung übernimmt badenova. Für die Dauer des Ladevorgangs ist das Parken kostenfrei, für die Stromentnahme zahlt der E-Fahrer mit der badenova Ladekarte aktuell drei Euro pro Stunde. Zukünftig wird an allen badenova Ladesäulen Kilowattstunden (kWh) genau abgerechnet werden, da Technik und Gesetzgebung endlich eine Lösung für diese faire und mengenbezogene Abrechnungsmöglichkeit gefunden haben. Zusätzlich zur Ladekarte kann auch unkompliziert kontaktlos mit einer NFC fähigen Kredit- oder Girokarte gezahlt werden.

Erst kürzlich hat badenova für den Europa-Park beim neuen Hotel Krønasår und für die Freiburger Kommunalbauten auch zwei öffentliche Ladestationen in den Parkhäusern Schwabentorgarage und Schlossberggarage mit jeweils vier Ladepunkten installiert und übernimmt dafür auch Betrieb und Wartung. Weitere Ladesäulen entstehen an der Schauinslandbahn Talstation für die VAG und an drei weiteren Standorten im Stadtgebiet.

Beim neuen Hotel Krønasår im Europa-Park hat badenova ebenfalls eine neue Ladesäule installiert. Mit ihren zwei Ladepunkten und einer Leistung von jeweils 11 kW, soll sie ausschließlich den Bedarf für Hotelgäste decken. Weitere Ladepunkte in und um den Europa-Park sind in Planung.

Stand: 01.07.2019

Achtung Terminsache: Energieaudit 2019 steht an

Seit 2015 haben größere Unternehmen (Nicht-KMU) eine gesetzliche Energieauditpflicht. Die Audits müssen alle vier Jahre wiederholt werden, also noch in diesem Jahr. Ansonsten drohen Bußgelder von bis 50.000 Euro.

Unter die Definition von Nicht-KMU (kleine und mittlere Unternehmen) fallen Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigten oder einem Jahresumsatz ab 50 Millionen Euro und einer Bilanzsumme ab 43 Millionen Euro. Das Energieaudit nach DIN 16247 basiert auf dem 2015 novellierten Energiedienstleistungsgesetz. Es umfasst eine detaillierte Energieanalyse, aus der sich konkrete Einsparmaßnahmen ableiten. Ob das Unternehmen diese anschließend umsetzt, ist eine freiwillige Angelegenheit. Von der Auditpflicht befreit sind Unternehmen, die bereits erfolgreich ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 oder ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem eingeführt haben. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) überprüft die Umsetzung der Gesetzesanforderungen in regelmäßigen Stichproben.

Noch ungenutztes Potenzial
Ziel des Energieaudits ist, die Energieeffizienz in Unternehmen zu steigern, denn das Potenzial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie lässt sich der Energieverbrauch im Schnitt um bis zu 30 Prozent senken – unabhängig von der Branche oder Unternehmensgröße.

Förderung von der BAFA
Für die Umsetzung des Energieaudits gibt es von der BAFA eine Förderung in Form eines Zuschusses. Die Höhe beläuft sich für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von mehr als 10.000 Euro auf 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, jedoch maximal 6.000 Euro. Fällig wird das Wiederholungsaudit vier Jahre nach Abgabe des ersten Audits unter Berücksichtigung bereits erfolgter Maßnahmen. Hat beispielsweise ein Unternehmen das Energieaudit bis zum 19. November 2015 abgeschlossen, ist der nächste Stichtag der 19. November 2019. Die BAFA hat zur ersten Wiederholungsperiode das Merkblatt für Energieaudits aktualisiert und einen Leitfaden zur Erstellung von Energieauditberichten nach der DIN EN 16247-1 zur Verfügung gestellt. Weitere Infos erteilt ebenfalls die BAFA.

Mitarbeiter sparen mit
Ein Energieaudit muss nicht zwangsläufig hohe Investitionen nach sich ziehen. Weniger Energieverbrauch und Kosten lassen sich bereits mit kleinen Verbesserungen erzielen: Den Druck in der Druckluftanlage oder die Einstellung von Pumpen und Heizungsanlagen überprüfen – ein kurzer Check lohnt sich auf alle Fälle. Deutliche Einspareffekte bringt eine energieeffiziente und langlebige LED-Beleuchtung. Aber nicht nur die Technik entscheidet über einen optimalen Energieverbrauch. Auch die Mitarbeiter eines Unternehmens können dafür ihren persönlichen Beitrag leisten. Während der Mittagspause die Beleuchtung ausschalten, den Computer runterfahren oder die Heizung abdrehen – alles zusammen bewirkt schon vieles.

Lassen Sie sich von unseren Experten beraten: effizienzberatung@badenova.de.

Stand: 01.07.2019

Effizientere Stromnetze – das geht

Die Energiewende gelingt nur, wenn die Stromnetze auf erneuerbare Energien ausgelegt sind. Eine Maßnahme ist der Netzausbau. Eine andere Möglichkeit besteht darin, vorhandenen Leitungen effizienter zu nutzen. Die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende hat sich näher damit beschäftigt.

Schon heute decken Wind- und Sonnenstrom mehr als 40 Prozent des Strombedarfs in Deutschland. Bis 2030 soll dieser Anteil nach dem Willen der Bundesregierung auf 65 Prozent steigen. Im Grunde genommen könnten unsere Stromnetze diesen Anteil stemmen, so das Ergebnis einer Untersuchung des „Denk- und Politiklabors“ Agora Energiewende aus Berlin. Allerdings müssten dazu alle Möglichkeiten, die Übertragungskapazität zu steigern, genutzt werden. Experten haben zwölf Maßnahmen identifiziert, um das zu erreichen. Einige werden bereits angewandt, andere sind Zukunftsmusik. Hier vier sofort umsetzbare Vorschläge aus dem Zwölf-Punkte-Programm.

Leitungstemperatur messen
Freileitungen aus Stahl und Aluminium erwärmen sich beim Transport der Energie. Je mehr Strom fließt, desto heißer wird das Leiterseil. Es dehnt sich aus und hängt durch. Um elektrische Überschläge auf Bäume oder Boden zu verhindern, wird die Maximaltemperatur der Leiterseile auf 80 Grad Celsius begrenzt – ohne die Witterungsverhältnisse zu berücksichtigen. Kühlt der Wind die Leitungen, könnten sie ohne weiteres mehr Strom aufnehmen. Ein Freileitungsmonitoring, bei dem Sensoren die tatsächliche Betriebstemperatur der Leiterseile messen, würde ihre bessere Auslastung erlauben.

Hochtemperatur-Leiterseile
Damit die Leiterseile bei starkem Stromfluss nicht durchhängen, kann man sie auch über das Material fit für höhere Temperaturen machen. Dank ihrer hochwertigen Aluminium-Legierung denen sich Hochtemperatur-Leiterseile (HTLS) auch bei hohen Betriebstemperaturen nur geringfügig aus und können mehr Strom transportieren. Allerdings sind HTLS deutlich teurer als Standardseile und wegen ihres höheren Gewichts nicht überall verwendbar. Unter Umständen müssen Masten verstärkt oder ersetzt werden, um sie zu tragen. Ein flächendeckender Einsatz von HTLS ist daher nicht wirtschaftlich, auf einzelnen, hochbelasteten Stromtrassen aber sinnvoll.

Strom umleiten
Eine optimierte Steuerung des Lastflusses hilft, Leitungsüberlastungen und kostspielige Ausgleichsmaßnahmen der Netzbetreiber zu vermeiden. Je gleichmäßiger der Strom fließt, desto besser werden Leitungen und Transformatoren ausgelastet. Eine bessere Lastflusssteuerung bezieht weniger ausgelastete Leitungen in den Stromtransport ein. Mit einer automatisierten Steuerung per Computer kann das gelingen. Ohne zusätzliche Phasenschieber-Trafos in den Umspannwerken und ohne genaue Absprache zwischen den Netzbetreibern kann eine Lastflusssteuerung allerdings nicht funktionieren.

Energie zwischenspeichern
Die Stromerzeugung aus Wind- und Solarparks fällt je nach Wetter unterschiedlich aus. Diese schwankende Erzeugung verlangt mehr und bessere Speichermöglichkeiten. „Netzbooster“ können Engpässen vorbeugen. Dabei handelt es sich um große Batteriespeicher an neuralgischen Punkten im Netz, die überschüssigen Strom innerhalb von Sekunden aufnehmen oder abgeben, wenn er knapp wird. Auch schnelle Gasturbinen oder „Power-to-heat“-Anlagen, die Strom in Wärme oder Wärme in Strom zurückverwandeln, gleichen kurzfristige Bedarfsschwankungen aus. Viele teure Regelmaßnahmen und manchmal sogar das Abschalten regenerativer Erzeugungsanlagen würden durch den gezielten Einsatz von Netzboostern überflüssig.

Mehr Info:
Alle zwölf Maßnahmen, die die Experten für eine effizientere Nutzung der Stromnetze vorschlagen, sind zum Download auf der Agora-Website verfügbar: www.agora-energiewende.de

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