Gasheizungen sind in Deutschland weit verbreitet. Kein Wunder, denn: Wer mit Erdgas heizt, profitiert von effizienter Technik und günstigen Preisen. Moderne Heizungssysteme arbeiten zuverlässig und sicher. Dennoch kann es in seltenen Fällen zu einem Gasleck kommen. Doch was ist zu tun, wenn Gasgeruch in der Luft liegt? Wenn Sie Gas riechen, dann bewahren Sie vor allem eines: Ruhe. Wir zeigen Ihnen, was Sie zudem beachten sollten.
Wie riecht Gas?
Erdgas riecht grundsätzlich nach nichts. Es ist völlig geruchslos. Für Nutzende einer Gasheizung wäre diese Geruchslosigkeit ein Problem, denn: Eine winzige Undichtigkeit oder eine Leckage ließe sich nicht ohne Weiteres erkennen. Deswegen wird Erdgas ein künstlicher, penetrant riechender Geruchsstoff – ein sogenannter Odorierungsstoff oder Odoriermittel – beigemischt. Der Stoff, der Gas riechbar macht, heißt Tetrahydrothiophen (THT) und wird auch als Leckageindikator bezeichnet. Er sorgt dafür, dass Gas am Geruch zu erkennen ist. THT macht den Energieträger sicher, weil es leicht zu identifizieren ist.
Intensität des Geruchs: Der Geruch von Gas ist äußerst intensiv und unangenehm, um sicherzustellen, dass selbst geringe Mengen schnell wahrgenommen werden können. Dieser starke Geruch ist ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsstrategie zur Frühwarnung im Ernstfall.
Variationen des Geruchsstoffs: In verschiedenen Regionen oder Ländern können auch andere Duftstoffe, auch Odorierung genannt, verwendet werden, wodurch die Wahrnehmung des Geruchs leicht variieren kann. Dies ist abhängig von den jeweiligen Vorschriften der Gasversorgenden und ermöglicht dennoch eine hohe Erkennbarkeit.
Riecht Gas nach faulen Eiern, Knoblauch oder Mandeln?
Fest steht: Der dem Gas zugemischte Geruchsstoff sorgt dafür, dass Sie Erdgas nicht „überriechen“ können. Das Geruchserlebnis wird höchst unterschiedlich beschrieben. Während viele Menschen es mit dem Geruch nach faulen Eiern oder Schwefel vergleichen, erinnert es andere eher an Knoblauch oder Mandeln. Wie dem auch sei: Odoriertes Gas ist übelriechend, stechend und beißend – und das ist auch gut so, denn das Reizen Ihres Geruchssinns ist ein wichtiger Bestandteil der Sicherheitsphilosophie in der Erdgasversorgung.
Erdgas erhält durch automatisierte Odorierungsanlagen seinen typischen Geruch. Eine solche Anlage befindet sich auch in der Erdgas-Übergabestation von Badenova Netze in Freiburg-Betzenhausen.
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Ist Gasgeruch schädlich oder gefährlich?
Grundsätzlich ist Erdgas nicht giftig. Erdgas ist leichter als Luft und verflüchtigt sich daher sehr schnell. In Brand geraten oder gar explodieren kann Erdgas nur in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff. Der kritische Bereich wird erreicht, wenn das Gas in einem geschlossenen Raum einen Anteil von fünf bis 15 Prozent in der Umgebungsluft erreicht. Selbst dann bedarf es einer Zündquelle mit einer Temperatur von rund 600 Grad Celsius, um das Gemisch zu entzünden. Die gute Nachricht: In der Praxis zeigt sich, dass die Gaskonzentration fast immer entweder zu niedrig oder zu hoch ist, um eine Entzündung zu ermöglichen.
Modernes Erdgas ist ungiftig, und auch das Einatmen ist ungefährlich. Das weit verbreitete Missverständnis, dass Erdgas giftig ist, geht auf eine frühere Nutzung des giftigen Stadtgases zurück, das heute nicht mehr eingesetzt wird.
Gesundheitliche Auswirkungen: Obwohl Erdgas im Vergleich zu anderen Gasen wie Kohlenmonoxid weniger toxisch ist, kann es in hohen Konzentrationen dennoch zu Sauerstoffmangel führen, was lebensbedrohlich sein kann. Diese Folgen sind ernst zu nehmen und sollten sofortiges Lüften und das Verlassen des Raums auslösen.
Wenn von Erdgas die Rede ist, dann denken viele Menschen an Berichte über Explosionen. Fakt ist aber, dass diese Unglücke beinahe zu 100 Prozent mit Flüssiggas zu tun haben. Unfälle mit Erdgas sind so selten, dass das Statistische Bundesamt die Fälle seit Jahren nicht mehr zählt. Die wenigen Unglücke sind fast ausschließlich auf Leichtsinn oder Vorsatz zurückzuführen.
Was tun bei Gasgeruch?
In aller Regel besteht keine akute Gefahr, wenn Sie Erdgas riechen. Gasgeruch ist aber immer ein Warnsignal und sollte niemals ignoriert werden. Oberstes Gebot bei Gasgeruch ist es, Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen.
Außerdem sollten Sie das Folgende berücksichtigen
Keine Funken, kein offenes Feuer, keine elektrischen Geräte.
Verwenden Sie auch keine Kerzen und vermeiden Sie jegliche Zündquellen.Lüften.
Öffnen Sie möglichst alle Fenster und Türen und sorgen Sie für Durchzug, um die Gaskonzentration zu senken.Gashahn absperren.
Wenn Sie den Gashaupthahn sicher erreichen können, drehen Sie ihn zu. Versuchen Sie dies jedoch nur, wenn es ohne Risiko möglich ist.Warnen Sie Ihre Mitmenschen.
Informieren Sie gegebenenfalls Mitbewohnende und Nachbar:innen über die Situation, ohne dabei zu Klingeln oder Lichtschalter zu benutzen. Klopfen Sie an Türen oder rufen Sie von sicherer Entfernung.Verlassen Sie das Gebäude.
Bringen Sie sich und andere in Sicherheit. Benutzen Sie nicht den Aufzug, da dieser ebenfalls eine Zündquelle darstellen kann.
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Wen anrufen bei Gasgeruch?
Der Bereitschaftsdienst Ihres Netzbetreibers ist rund um die Uhr erreichbar. Melden Sie den Gasgeruch also nach dem oben beschriebenen Ablauf. Wenn es bei Ihnen nach Gas riecht, dann ist Hilfe schnell zur Stelle. Der Service ist grundsätzlich kostenlos – auch wenn sich der Gasgeruch als falscher Alarm herausstellen sollte.
Zur Sicherheit sollten Sie die Telefonnummer des Bereitschaftsdienstes Ihres Netzbetreibers in Ihrem Mobiltelefon speichern. Haben Sie die Rufnummer im Notfall nicht zur Hand, dann melden Sie den Gasgeruch bei der Feuerwehr. Diese leitet die Nachricht weiter.
Entstörungsdienst der Badenova Netze
Wohnen Sie im Netzgebiet der Badenova Netze GmbH – einem Tochterunternehmen von Badenova – dann erreichen Sie den Entstörungsdienst rund um die Uhr unter der kostenlosen Notrufnummer 0800 2 767 767.
Wer zahlt den Feuerwehreinsatz bei Gasgeruch?
Safety first! Bei drohender Gefahr für Mensch, Tier, Umwelt oder Sachwerte ist es Ihre Pflicht die Feuerwehr zu rufen. Grundsätzlich ist der Einsatz der Feuerwehr aus **berechtigtem Anlass** gebührenfrei. Das gilt auch für den Feuerwehreinsatz bei Gasgeruch.
Gibt es Gasgeruchsmelder?
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, dann können Sie sich technische Unterstützung holen. Sogenannte Gasgeruchsmelder oder Gasmelder messen die Gaskonzentration in der Luft. Ist die Konzentration in der Luft zu hoch, dann schlagen die Geräte Alarm. Einfache Geräte sind schon für rund 30 Euro erhältlich. Teurere Geräte mit smarter Anbindung kosten deutlich mehr, bieten aber einen größeren Komfort.
Prävention und technische Hilfsmittel
Regelmäßige Wartung von Gasleitungen und -geräten trägt erheblich zur Vorbeugung von Gaslecks bei. Professionelle Inspektionen der Gasinstallationen sind sinnvoll und bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene.
Gibt es Gasmelder?
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, dann können Sie sich technische Unterstützung holen. Sogenannte Gasmelder oder Gasgeruchsmelder messen die Gaskonzentration in der Luft. Ist die Konzentration in der Luft zu hoch, dann schlagen die Geräte Alarm. Einfache Geräte sind schon für rund 30 Euro erhältlich. Teurere Geräte mit smarter Anbindung kosten deutlich mehr, bieten aber einen größeren Komfort.
Arten von Gasmeldern:
Erdgasmelder: Diese Melder reagieren spezifisch auf Erdgas (Methan) und schlagen Alarm, bevor eine gefährliche Konzentration erreicht wird.
Propan/Butan-Melder: Diese Melder erkennen Flüssiggas (Propan/Butan) und sind wichtig für Haushalte, die mit Flüssiggasflaschen oder -tanks arbeiten.
Kombinationsmelder: Es gibt auch Melder, die sowohl Erdgas als auch Flüssiggas erkennen.
Preise: Einfache Gasmelder sind bereits für rund 30 Euro erhältlich. Modelle mit zusätzlichen Funktionen wie Smart-Home-Anbindung kosten entsprechend mehr.
Installation und Wartung: Achten Sie auf die korrekte Installation und regelmäßige Wartung der Gasmelder gemäß den Herstellerangaben. Nur so ist die zuverlässige Funktion gewährleistet.
Neben den Gasmeldern können auch CO-Melder zur Überwachung der Luftqualität beitragen. Diese Geräte warnen zuverlässig vor der gefährlichen Konzentration von Kohlenmonoxid, das bei Gasverbrennung entstehen kann, wenn Belüftungen oder Abluftwege blockiert sind.
Rechtliche Aspekte
In Deutschland gibt es gesetzliche Vorgaben zur Wartung und Inspektion von Gasanlagen in Wohngebäuden. Die Verantwortung für die Instandhaltung und Sicherheit liegt bei der Eigentümer:in oder Vermieter:in, die gemäß allgemeiner Verkehrssicherungspflicht dafür sorgen muss, dass keine Gefahren von der Gasanlage ausgehen. Die Eigentümer:in oder Vermieter:in ist daher für die Durchführung der notwendigen Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen verantwortlich, um die Sicherheit der Anlagen zu gewährleisten und Unfallrisiken zu minimieren.
Gasgeruch im Haus oder in der Wohnung
Wenn ein beißend-fauliger Geruch Ihre Nase erobert und Sie Gas im Haus oder in der Wohnung vermuten, ist schnelles und überlegtes Handeln gefragt. Bewahren Sie Ruhe, um die Gefahr einzudämmen und befolgen Sie unsere Handlungsempfehlungen.
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Gasgeruch im Keller
Kommt der Gasgeruch aus dem Keller, dann könnte das ein Hinweis auf ein Leck in der Gasleitung sein. Auch wenn der Gasgeruch vermeintlich aus dem Keller stammt, gilt es, die Handlungsempfehlungen zu befolgen. Bitte bedenken Sie jedoch, dass ein wirkungsvolleres Lüften des Kellers vielfach nur eingeschränkt möglich ist und eine potenzielle Gaskonzentration in der Luft bei einer Leckage schnell ansteigen kann.
Erdgas selbst ist nicht giftig, aber in hohen Konzentrationen kann es den Sauerstoff in der Luft verdrängen und zu Erstickungsgefahr führen. Außerdem besteht Explosionsgefahr.
Wichtig zu wissen: Wird der Haupthahn abgesperrt, sollte der Gasaustritt zunächst unterbunden sein. Allerdings kann sich bereits ausgetretenes Gas noch im Raum befinden.
Die Heizung riecht nach Gas
Überall dort, wo Gasleitungen verlaufen, kann es theoretisch zu einer Gasleckage kommen. Obwohl Gaslecks selten sind, ist es wichtig, bei Gasgeruch (beißend-fauliger Geruchsstoff) sofort zu handeln. Wenn Ihre Heizung also nach Gas riecht, dann befolgen Sie die oben beschriebenen Regeln und kontaktieren Sie Ihren Netzbetreiber.
Kohlenmonoxid – die unsichtbare Gefahr
Gasthermen oder Gasheizungen können manchmal einen Geruch abgeben, der mit Erdgas verwechselt wird. Oft handelt es sich jedoch um Abgase, die das hochgiftige Kohlenmonoxid (CO) enthalten. Schon geringe Mengen CO sind gesundheitsschädlich und dürfen niemals unterschätzt werden – insbesondere bei raumluftabhängigen Geräten älterer Bauart.
Bei Verdacht auf Abgasaustritt:
Öffnen Sie sofort Fenster und Türen und lüften Sie gründlich.
Verlassen Sie das Gebäude und gehen Sie an die frische Luft.
Benachrichtigen Sie eine:n qualifizierte:n Heizungsfachmann:frau oder im Notfall die Feuerwehr (112).
CO-Melder: Lebensrettende Geräte
Kohlenmonoxid ist farb-, geruch- und geschmacklos – daher für den Menschen ohne technische Hilfe unsichtbar. CO-Melder erkennen gefährliche Konzentrationen und warnen rechtzeitig, um lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden. Im Fachhandel erhältlich, sind sie für nur wenige Euro eine einfache, aber wirkungsvolle Sicherheitsmaßnahme.
Gastherme riecht nach Gas
Natürlich ist es auch möglich, dass aus der Gastherme in Ihrer Wohnung Erdgas austritt. Wahrscheinlich ist es jedoch nicht. Wenn Ihre Gastherme nach Gas riecht, dann handelt es sich in den meisten Fällen um eine andere Ursache: Der Gasgeruch wird häufig mit dem Geruch von Abgas verwechselt.
Dennoch gilt auch hier: Safety first - jeder Verdacht sollte sehr ernst genommen werden. Eine fachkundige Überprüfung der Anlage ist in jedem Fall ratsam, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten und mögliche Gefahren auszuschließen.
Gasgeruch am Zähler
Da Gaszähler dem deutschen Eichgesetz unterliegen, werden diese Geräte in regelmäßigen Abständen ausgetauscht, um die einwandfreie Funktion und Messgenauigkeit sicherzustellen. Stellen Sie nach einem Zählerwechsel einen leichten Gasgeruch fest, sollten Sie sich vorsichtshalber mit Ihrem Netzbetreiber in Verbindung setzen. Allerdings sollte eine sogenannte Zählerbrücke den Austritt – und somit auch den Gasgeruch – beim Zählertausch verhindern.
Gasgeruch im Bad oder nach dem Duschen
Wenn Sie eine Gastherme zur Warmwasseraufbereitung im Badezimmer betreiben und Gasgeruch feststellen, dann hilft Folgendes: Ruhe bewahren, Regeln befolgen und Hilfe holen. Grundsätzlich – also auch, ohne dass es in Ihrem Bad oder nach dem Duschen nach Gas riecht – sollten Sie überprüfen, ob eine ausreichende Belüftung sichergestellt ist.
Warum neben Erdgas auch Abgase wie Kohlenmonoxid aus einer defekten Therme austreten können und welche Gefahren das birgt, erfahren Sie hier.
Gasgeruch am Gasherd oder Gasofen
Selbstverständlich verfügen Gasherde und Gasöfen über entsprechende Gasanschlüsse. Diese können ebenfalls ursächlich für Gasgeruch in der Küche sein, was aber nicht oft vorkommt. Wenn Gasherde oder Gasöfen nach Gas riechen, dann handelt es sich häufig um menschliche Fehler.
Wenn Ihre Küche also nach Gas riecht, dann schauen Sie zunächst nach, ob alle Gasregler der Geräte ausgestellt sind. Meist ist die Ursache für den Gasgeruch am Gasherd oder Gasofen damit schon gefunden. Wenn der Gasgeruch weiterhin besteht, sollte dringend die Gaszufuhr zum Herd/Ofen unterbrochen und ein:e Fachmann:frau (Installateur:in/Notdienst) kontaktiert werden.
Wasser riecht nach Gas
Klingt komisch, kann aber sein. Auch hier gilt: Ruhe bewahren, Regeln befolgen und den Netzbetreiber informieren. Dieser überprüft, ob ein Gasaustritt vorliegt.
Wenn Ihr Wasser nach Gas riecht, dann handelt es sich aber mit großer Wahrscheinlichkeit um ein Problem der Warmwasseraufbereitung. Ein defekter Wärmetauscher im Warmwasserspeicher könnte dafür sorgen, dass Wasser aus dem Heizkreis in den Trinkwasserkreis gelangt. Das ist gesundheitsgefährdend und muss dringend durch eine:n Fachmann:frau überprüft werden.
Also: Wenn Leitungswasser nach Gas riecht, muss das nicht unbedingt eine Leckage einer Gasleitung zur Ursache haben. Es sollte aber dringend geprüft und behoben werden. Solange sollten Sie das Wasser nicht trinken oder z.B. zum Kochen verwenden.
Regelmäßige Wartungen und der ordnungsgemäße Austausch des Gaszählers erhöhen die Sicherheit, bieten aber keinen absoluten Schutz. Ihre Aufmerksamkeit und schnelles, angemessenes Handeln im Verdachtsfall sind entscheidend – für Ihre Sicherheit und die Ihrer Mitbewohnenden.
Gasgeruch in der Wohnung oder im Haus sollte immer Ernst genommen werden
Jeder Gasgeruch – ob stark oder schwach – ist ein ernstzunehmendes Warnsignal.
Gasgeruch im Wohnmobil oder Wohnwagen
Wenn Sie die geltenden Vorschriften beachten, dann ist Propan in Wohnmobil oder Wohnwagen eine saubere und sichere Sache. Alle zwei Jahre ist eine professionelle Gasprüfung vorgeschrieben, bei der die Dichtigkeit der Anlage gecheckt wird. Die unterschiedlichen Geräte, Schläuche und Regler werden dabei akribisch unter die Lupe genommen.
Bemerken Sie Gasgeruch in Ihrem Wohnmobil, dann sollten Sie wie folgt handeln:
Drehen Sie die Gasflasche zu.
Schalten Sie alle Geräte aus.
Öffnen Sie alle Türen und Fenster.
Betätigen Sie keine elektrischen Verbraucher.
Kontaktieren Sie eine Fachfirma, die Ihre Gasanlage prüft.
Neben der vorgeschriebenen Gasprüfung alle 2 Jahre sind zusätzliche präventive Sicherheitsmaßnahmen zu empfehlen, um die Risiken beim Umgang mit Gas zu minimieren. Die Installation eines Gaswarners oder Gasdetektors kann frühzeitig auf austretendes Gas hinweisen und Alarm schlagen, bevor es gefährlich wird. Eine regelmäßige Sichtprüfung der Gasschläuche ist ebenso wichtig – achten Sie darauf, ob Risse oder andere Abnutzungserscheinungen erkennbar sind, und überprüfen Sie die Verfallsdaten der Schläuche. Auch der Druckregler sollte spätestens alle fünf bis zehn Jahre ausgetauscht werden, um eine zuverlässige Funktion der Anlage sicherzustellen.
Gasgeruch im Kühlschrank
Sofern Ihr Kühlschrank in Wohnmobil oder Wohnwagen mit Gas betrieben wird, könnte es passieren, dass Sie einen Gasgeruch im Kühlschrank feststellen. Gleiches gilt natürlich auch für einen Gas-Gefrierschrank. Wenn Sie also einen Gasgeruch in den Kühlsystemen bemerken, schalten Sie den Kühlschrank sofort ab und unterbrechen Sie die Gaszufuhr, dann befolgen Sie zunächst die oben beschriebenen Regeln. Und vor allem: bewahren Sie Ruhe.
Ursache für den Gasgeruch in Kühlschrank oder Gefrierschrank können aber nicht nur Schläuche und Regler sein. Werfen Sie doch einen Blick auf den Abgaskamin. Ist dieser verstopft, dann kann dies für den Gasgeruch verantwortlich sein.
Weitere mögliche Ursachen können sein: defekte Brenner, Undichtigkeiten im Kühlkreislauf, Probleme mit der Zündung usw. Grundsätzlich sollten Sie bei Gasgeruch immer eine:n qualifizierte:n Fachmann:frau hinzuziehen.
Drehen Sie als Erstes die Gasflasche zu, wenn Sie Gasgeruch in Ihrem Wohnwagen bemerken.
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Gasgeruch draußen im Freien
Gasgeruch im Freien könnte auf eine Leckage einer Gasleitung oder Gasanlage hindeuten. Aber auch defekte oder falsch gelagerte Gasflaschen können Gas verströmen. Um Gasgeruch draußen, auf der Straße oder im Freien vorzubeugen, sollten Sie folgende Punkte beachten:
Gasflaschen sicher lagern. Gasflaschen sollten ausschließlich in gut belüfteten Bereichen aufbewahrt werden, stets aufrecht stehend und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Eine Lagerung in Kellerräumen ist nicht geeignet, da dort die Belüftung oft unzureichend ist. Zudem ist es wichtig, die maximal zulässige Lagermenge nicht zu überschreiten und stets einen ausreichenden Mindestabstand zu brennbaren Materialien einzuhalten, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Etiketten oder Aufkleber nicht vom Behälter abreißen. Das Verfallsdatum sollte regelmäßig überprüft werden.
Gasflaschen nie selbst befüllen.
Gasgeruch immer nachgehen und melden.
Nur geprüfte Anschlüsse verwenden.
Sollten Sie Gasgeruch im Freien wahrnehmen, gelten die folgenden Verhaltensregeln:
Zündquellen fernhalten (Funkgeräte, Handy, Feuerzeuge etc.)
Gefahrengebiet weiträumig absperren
Mitmenschen warnen
Netzbetreiber und Feuerwehr informieren
Dem Erdgas auf der Spur
Erfahren Sie, wie unterirdische Erdgasleitungen vom Netzbetreiber überprüft werden.
Zum Beitrag
Gasgeruch beim Gasgrill
Gasgrills erfreuen sich großer Beliebtheit. Sobald Sie bei Ihrem Gasgrill einen Gasgeruch wahrnehmen, dann sollten Sie, wenn die Gasflasche gefahrlos erreichbar ist, diese schließen und die Schutzkappe über das Flaschenventil stülpen. Wichtig zu wissen: Propangas ist schwerer als Luft und sinkt herab. Bitte beachten Sie die allgemeinen Verhaltensregeln bei einem Gasaustritt. Als Nächstes sollten Sie die Feuerwehr verständigen. Diese ist für Sie da, wenn Sie einen Gasgeruch bei der Benutzung Ihres Gasgrills feststellen.
Gasgeruch im Auto
Gasgeruch bei Fahrzeugen, die mit LPG-Gasanlagen ausgestattet sind, bedeutet „Alarmstufe Rot!“. Defekte Flex-Schläuche der Gasanlage könnten die Ursache für den Gasgeruch im Auto sein. Grundsätzlich deutet ein Gasgeruch im Auto auf eine Undichtigkeit im System hin. Da müssen die Fachexpert:innen ran. Und zwar sofort.
Bis diese vor Ort sind, sollten Sie folgendes beachten:
Sofort anhalten und Motor abstellen
Ventile und Absperreinrichtungen schließen (sofern möglich)
Alle Insass:innen aussteigen und sich möglichst weit vom Fahrzeug entfernen
Die Umgebung warnen
Zündquellen fernhalten (Funkgeräte, Handy, Feuerzeuge etc.)
Gasgeruch, aber kein Gas?
Klingt paradox, ist aber gar nicht so selten. Erdgas oder Propangas ist bekanntlich geruchsneutral. Aus Sicherheitsgründen werden den Gasen deswegen Geruchsstoffe beigemischt. Wenn Sie Gasgeruch wahrnehmen, dann riechen Sie im Grunde diese Stoffe. Deswegen kann es sein, dass Sie in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus einen Gasgeruch bemerken, obwohl Sie gar keine entsprechende Anlage betreiben.
Ursachen für den vermeintlichen Gasgeruch ohne Gas gibt es viele. Das Spektrum reicht von defekten Leuchtstoffröhren über Ausdünstungen von Beton- und Trockenbau bis hin zu defekten Abflussanlagen. Auch der eigenartige Geruch beim Entlüften des Heizkreises riecht so ähnlich wie Erdgas.
Ein gasähnlicher Geruch kann verschiedene Ursachen haben. Die Sicherheit geht vor! Im Zweifel immer die Feuerwehr rufen und das Gebäude verlassen.
Zusammenfassung
Sollten Sie Gasgeruch in Ihrer Wohnung, beim Campen oder Grillen feststellen, dann gilt es Ruhe zu bewahren. Unfälle sind selten, trotzdem sollten Sie die Situation ernst nehmen. Befolgen Sie die Regeln für einen Gasaustritt, verlassen Sie Haus oder Wohnung und benachrichtigen Sie den örtlichen Netzbetreiber oder die Feuerwehr. Alles Weitere übernehmen die Profis für Sie.
Gasgeruch kann lebensgefährlich sein! Jeder Gasgeruch muss ernst genommen werden. Schnelles und richtiges Handeln ist entscheidend.
Was uns noch bewegt
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