Freiburgs Energietunnel Verbindung für die Zukunft

Der Tunnel für unsere sichere Energiezukunft. Fernwärme, Strom und Wasser vom Stadtteil Stühlinger bis zur Freiburger Innenstadt.

Neue Versorgungsleitungen für Freiburg

Der Energietunnel verbindet den Stadtteil Stühlinger auf rund 200 Metern unterirdisch mit der Freiburger Innenstadt. In seinem Inneren verlaufen künftig die neuen Hauptleitungen der Fernwärme, die zentrale Hauptwasserleitung sowie Kabelschutzrohre für die Stromversorgung. Dadurch entsteht eine gemeinsame, geschützte Trasse, die die Versorgungssicherheit von Freiburg stärkt.

  • 213 Meter

    Tunnellänge

  • 1,8 Meter

    Durchmesser

  • 8 Meter

    Tiefe

Der Energietunnel: Bauplanung

Der Tunnel entsteht in etwa acht Metern Tiefe und wird mit einer Tunnelbohrmaschine im Mikrotunneling‑Verfahren gebaut. Startpunkt ist der Sportplatz an der Klarastraße im Stadtteil Stühlinger, Endpunkt der Parkplatz an der Faulerstraße.

Er ist die einzige technisch und genehmigungsrechtlich realisierbare Möglichkeit, die Gleisanlagen westlich des Hauptbahnhofs sicher zu unterqueren. Alle anderen Varianten, zum Beispiel eine Leitungsführung über bestehende Unterführungen oder eine Querung entlang des Gewerbekanals, wurden umfassend geprüft und mussten ausgeschlossen werden.

Die Badenova‑Tochter Badenova Wärmeplus, die im Rahmen des Energietunnels neue Fernwärmeleitungen verlegt, leitet die Baustelle. Die Sparten Strom und Wasser verantwortet die Badenova-Netzgesellschaft Badenova Netze.

Karte des geplanten Energietunnel Freiburgs

Unsere Versorgungsbereiche im Überblick

Wie gebaut wird: Das Mikrotunneling-Verfahren

Um die Umgebung möglichst wenig zu beeinträchtigen, wird der Tunnel im grabungsarmen Mikrotunneling-Verfahren hergestellt. Dieses Bauverfahren hat den Vorteil, dass der Großteil der Arbeiten unterirdisch stattfindet und die Oberfläche währenddessen weitgehend nutzbar bleibt.

Eine Tunnelbohrmaschine fräst sich dabei präzise durch den Untergrund, während hinter ihr Stück für Stück Stahlbetonrohre nachgeschoben werden, aus denen später das eigentliche Tunnelbauwerk besteht. So wächst der Tunnel kontinuierlich voran, ohne dass eine offene Baugrube entlang der gesamten Strecke notwendig ist.

Für die Umgebung bedeutet das:

  • Straßen, Gehwege und Gleise müssen nicht geöffnet werden.

  • Der Bahnbetrieb kann ohne Unterbrechung weiterlaufen.

  • Die Arbeiten bleiben im Stadtbild weitgehend unsichtbar.

  • Lärm- und Staubentwicklung sind deutlich geringer als bei einer offenen Bauweise.

Lediglich an zwei Punkten wird gegraben – an der Startbaugrube auf dem Sportplatz im Stühlinger und an der Zielbaugrube auf dem Parkplatz in der Faulerstraße.

Querschnitt des unterirdischen Verlauf des Freiburger Energietunnels
Unterirdischer Verlauf des Energietunnels vom Stadtteil Stühlinger bis zur Freiburger Innenstadt.
Querschnitt des Freiburger Energietunnels
Querschnitt des Energietunnels mit Abbildung der Leitungen für Fernwärme, Wasser und Strom.

Der Nutzen für die Wärmewende

Der Energietunnel ermöglicht es, erneuerbare Wärme aus dem Freiburger Süden zuverlässig in die Innenstadt zu transportieren. Dazu zählen unter anderem Abwärme der Schwarzwaldmilch, zukünftige geothermische Quellen sowie weitere klimaneutrale Erzeugungsanlagen. Erst durch die Verbindung der bisher getrennten Teilnetze des Wärmeverbunds Freiburg-Süd entsteht eine leistungsfähige Haupttrasse, die die Freiburger Altstadt zuverlässig mit Fernwärme versorgen kann.

Der Energietunnel ist damit ein zentraler Baustein der städtischen Wärmewende. Er ermöglicht deutliche CO₂‑Einsparungen und unterstützt die Klimaziele der Stadt Freiburg, bis 2035 klimaneutral zu sein. So trägt das Projekt langfristig zu einer klimafreundlicheren Region und einer höheren Lebensqualität bei – auch für zukünftige Generationen.

Sonnenuntergang über Freiburg im Breisgau

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Wir stehen Ihnen während der gesamten Baumaßnahmen zur Seite – mit Lösungen, flexibler Unterstützung und klarer Kommunikation. ​Wenden Sie sich gerne per E-Mail an uns: waerme@badenova.de