Beim Thema Umweltverschmutzung, CO₂-Bilanz und Klimawandel denken viele von uns zuallererst an Verkehr, Industrie oder Massentierhaltung. Was aber, wenn es einen weiteren großen Klimakiller gibt, den wir so gar nicht auf dem Schirm haben? Im heutigen Blogbeitrag zeigen wir Dir, was es mit dem unsichtbaren Umweltverschmutzer – dem Internet – auf sich hat und was Du tun kannst, um Deinen digitalen, ökologischen Fußabdruck zu verbessern.

Die Digitalisierung hat viele Vorteile: Es ist einfach geworden, mit unserer Familie, unseren Freunden und Kollegen über Emails, WhatsApp* oder Instagram* in Kontakt zu bleiben. Egal ob Deine beste Freundin gerade auf Weltreise ist oder Dein Opa in einer anderen Stadt lebt: Sehen könnt ihr euch trotzdem – möglich machen es Angebote wie FaceTime* oder Skype*. Etliche Streaming-Plattformen beherrschen den Markt und die Zeit auf langen Reisen oder vor dem Schlafengehen wird sich mit einer Netflix*-Serie oder einem Film auf Amazon Prime* vertrieben. All diese Anwendungen bereichern unseren Alltag enorm. Die Frage ist: Zu welchem Preis?

Warum das Surfen im Internet klimaschädlich ist

Ein Grund, warum die Nutzung des World Wide Web klimaschädlich ist, liegt so ziemlich auf der Hand: Technische Geräte wie Smartphones, Tablets, Laptops und Computer benötigen Strom, um zu laufen. Und wenn wir davon ausgehen, dass viele von uns tagtäglich vor ihnen sitzen, kannst Du Dir vorstellen, wie viel von der Ressource Strom hier verbraucht wird. Was aber noch hinzukommt und was vermutlich viele von uns so nicht auf dem Schirm haben, ist die Energie, die die ganzen Rechenzentren verbrauchen und die benötigt werden, dass all unsere Daten gespeichert und hin- und hergeschoben werden können. Diese Computer müssen gekühlt werden, denn sie heizen sich auf und erzeugen Wärme. Verschiedene Quellen sagen, das Internet erzeuge weltweit sogar so viel CO₂ wie der gesamte Flugverkehr und alle 18 Monate vergrößere sich der Datenverkehr um das Doppelte. Beispielsweise schlägt das Streamen von Videos und Filmen am meisten zu Buche. Ganze 80 Prozent sind sie am Datenverkehr-Kuchen beteiligt.


Eine Google-Anfrage verursacht etwa 0,2 Gramm CO₂.
Laut eigenen Angaben verursacht eine Google-Anfrage etwa 0,2 Gramm CO₂.

Was Du dagegen tun kannst

Viele Wissenschaftler weltweit arbeiten inzwischen daran, die Globalisierung nachhaltiger zu gestalten und suchen nach innovativen Lösungen, um dem Klimawandel in dieser Hinsicht entgegen zu steuern. Was Du in Deinem alltäglichen Leben tun kannst, um nachhaltiger und ressourcenschonender mit dem Megatrend „Globalisierung“ umzugehen, zeigen Dir unsere Tipps:

  • Lege wichtige Dateien auf externen Festplatten, USB-Sticks, CDs oder DVDs ab und archiviere sie dort statt sie in Clouds zu speichern
  • Lösche E-Mails, Bilder, Videos und Nachrichten, wenn Du sie nicht mehr benötigst
  • Schicke nicht wahllos jedes Foto oder Video in WhatsApp-Gruppen, denn hier wird die Datenmenge in kürzester Zeit um ein vielfaches erhöht
  • Behalte nicht mehrere Fotos des gleichen Motivs auf Deinem Handy, sondern behalte nur Dein Lieblingsbild
  • Nutze alternative, „grüne“ Suchmaschinen wie Ecosia – Ecosia pflanzt von ihren Gewinnen sogar Bäume, weitere vorbildliche Suchmaschinen sind: panda-search.org und lilo.org
  • Nutze „grüne“ Mailanbieter wie posteo.de und mailbox.org, die ausschließlich via Ökostrom funktionieren
  • Bei Anbietern – egal welcher Art – auf CO₂-neutrale Webseiten achten. Unsere badenova Webseite ist übrigens auch CO₂-neutral, genauso wie unser Blog. Das erkennst Du an dem Siegel im Footer!
  • Lieblingslieder runterladen und speichern, statt sie jedes Mal aufs Neue wieder zu streamen
  • Auch Adblocker können aufgrund der Nicht-Ausspielung von Werbung helfen, die Datenmenge zu verringern
  • Überlege bei einer Mail lieber zweimal, ob Person XY wirklich ins CC muss
  • Sehe Dir Videos in möglichst geringer Auflösung an (in den meisten Fällen ist diese absolut ausreichend)
  • Smartphones und PCs mit Bedacht kaufen und darauf achten, dass diese wenig Strom verbrauchen
  • Bestelle unnötige Newsletter ab
  • Krame Deine alten DVDs und Blu-rays raus statt nur noch bei Netflix und Co. zu streamen
  • Achte darauf, dass Deine Geräte via Ökostrom laufen und wähle einen grünen Anbieter - bei uns bekommst Du 100 % Ökostrom aus Wasserkraft. Mehr dazu gibts hier
  • Öfter mal Internet- und Social Media-Pausen einlegen und die Welt offline genießen
  • Kaufe energieeffiziente Geräte – in unseren Energiespartipps findest Du hier noch mehr Infos
Generell gilt natürlich: So viel Internetnutzung wie nötig und so wenig wie möglich! Denn am besten für unsere Umwelt und Deinen Geldbeutel ist es natürlich, den Datenverkehr so gering wie möglich zu halten!
Grüne Rechenzentren

Datenspeicherung kann aber auch anders aussehen. Unsere IT-Tochter – die badenIT – hat im Jahr 2019 ihr grünes Rechenzentrum eingeweiht. Besondere Highlights sind:

· eine redundante Energieversorgung aus zwei verschiedenen Umspannwerken.
· ein energieeffizientes und klimafreundliches Kühlsystem mit indirekter und direkter Freikühlung
· eine Greencity-Wall, eine begrünte Außenwand, für eine CO₂-Bindung/Jahr von ca. 1 Tonne


[*unbezahlte Werbung]