10 Tipps und Beispiele für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

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Jede Person stößt täglich CO2 aus. Schon durch den Atem. Nun können wir alle nicht aufhören zu atmen, aber wir können bereits mit Kleinigkeiten unsere CO2-Bilanz verringern. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, sollten wir also bei allem, was wir tun, möglichst nachhaltig agieren. Das fängt im Alltag jeder einzelnen Person an und fällt vor allem dann ins Gewicht, wenn wir alle etwas ändern. Nachhaltigkeit-Bloggerin Neele Hoffmann gibt 10 Tipps und Beispiele für Ihren Alltag.

Vom Mikro- zum Makrokosmos im Haushalt

Wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, reden sich viele Menschen gerne mit Sätzen wie „Was soll ich als einzelne Person denn schon groß ändern.“ oder „Wenn die großen Firmen nichts ändern, sehe ich das auch nicht ein.“ usw. heraus. An dieser Einstellung mag in Teilen zwar etwas dran sein, dennoch können Sie auch im eigenen Alltag schon einiges bewirken, selbst wenn Sie damit „nur“ das Ziel verfolgen, andere mit Ihrem Tun zu inspirieren.

Je mehr von uns sich kritisch äußern, nachfragen und ihr Verhalten ändern, desto mehr werden Wirtschaft und Politik unter Druck gesetzt. Wenn Sie sich das wachsende Sortiment an unverpackten Lebensmitteln in vielen Supermärkten ansehen, wird deutlich, dass die Anstrengungen Einzelner also keinesfalls ohne Bedeutung sind.

Wie kann man nachhaltig leben?

Ein nachhaltiger Lebensstil ist der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft. Es geht darum, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen und ein Bewusstsein für unsere Auswirkungen auf die Welt zu entwickeln. So können wir sicherstellen, dass auch kommende Generationen in einer intakten und lebenswerten Welt aufwachsen können.

Bereit, Ihren Alltag nachhaltiger zu gestalten? Dann lassen Sie uns loslegen! Im Folgenden finden Sie zahlreiche praktische Tipps und Tricks, die Ihnen dabei helfen, Ihr Leben Schritt für Schritt umweltfreundlicher zu machen. Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen!

1. Der Klassiker: Immer eigene Verpackungen dabei haben

Überall wohin ich gehe habe ich alte Bäckertüten, Tupperdosen, Jutebeutel oder Stoffnetze dabei. Die Zeiten, in welchen Sie dabei komisch angeschaut wurden, sind lange vorbei. Selbst große Supermarktketten werben damit, dass die Kundschaft eigene Dosen mitbringen kann. Wie viele andere Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag erfordert auch das Mitnehmen eigener Verpackung ein wenig „Übung“ bzw. eine andere Planung. Wenn Sie sich einmal daran gewöhnt haben, ist es aber ganz einfach.

Nahaufnahme einer beigen Canvas-Tragetasche mit stabilen Griffen auf weißem Hintergrund.

2. Putzmittel selber herstellen

Klingt anfangs ebenfalls etwas umständlich, ist aber wirklich super einfach. Wir stellen mittlerweile fast alle gängigen Putzmittel selber her. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schont auch noch den Geldbeutel. Alle Zutaten sind nämlich spottbillig oder Sie haben sie eh schon im Haus, wie die Grundzutat, Wasser. ;)

Wie Sie Putzmittel selbst herstellen können, erfahren Sie hier in folgendem Blogbeitrag:

Putzmittel und Reinigungsmittel selber machen

Erfahren Sie, wie Sie Putzmittel selber herstellen und dabei Geld und Verpackungsmüll sparen können.

3. Secondhand oder fair produzierte Mode kaufen

Ein weiterer Klassiker für mehr Nachhaltigkeit im Alltag ist das Vermeiden unnötiger Anschaffungen insbesondere was den Modebereich betrifft. Die Textilindustrie ist eine der dreckigsten der Welt und beutet neben den Arbeiter:innen auch unsere Umwelt in erheblichem Maße aus. Wenn Sie etwas Neues „brauchen“, dann greifen Sie nach Möglichkeit auf fair produzierte Mode oder, noch besser, auf Secondhand-Teile zurück. Es sind bereits so unfassbar viele Textilien im Umlauf, dass eigentlich nichts Neues mehr produziert werden müsste.

4. In der Küche einfach Dinge weglassen

Seit ich versuche meinen Alltag nachhaltiger zu gestalten ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich viele Dinge gar nicht brauche. Hier ein paar Beispiele:

Backpapier: Bevor das Backpapier erfunden wurde, wurde es einfach weggelassen. Es spricht nichts dagegen Plätzchen, Ofengemüse und Co. auf einem Backblech ohne Backpapier zuzubereiten. Der einzige „Nachteil“ ist, dass Sie das Backblech hinterher sauber machen müssen. Das sollte uns unsere Umwelt jedoch wert sein.

Frischhaltefolie: Viele Dinge, die Sie aufbewahren möchten, können Sie entweder in Dosen packen oder Schüsseln mit einem Teller abdecken. Auch Bienenwachstücher sind ein toller Ersatz und außerdem wiederverwendbar. Ich habe seit Jahren keine Frischhaltefolie mehr gekauft und sie bisher nicht vermisst.

Küchenrolle: Ein weiteres Beispiel für etwas, was es früher nicht gab. Klar ist es praktisch, mal eben ein paar Blätter Küchenrolle abzureißen und etwas aufzuwischen oder abzuputzen. Sie können aber genauso gut alte Stoffservietten, klein geschnittene Geschirrhandtücher oder Lappen verwenden. Nach dem Gebrauch kurz unter fließendem Wasser ausspülen und fertig.

Moderne Küche mit sechseckigen Fliesen als Spritzschutz, Holzinsel, weißen Schränken und kugelförmigen Pendelleuchten. Ein Fenster bietet Blick auf den Garten.

5. Weniger Müll im Badezimmer

Gerade im Badezimmer ist es besonders einfach weniger Müll zu produzieren und dabei seinen Alltag nachhaltiger zu gestalten. Abschminkpads habe ich bereits vor Jahren durch wiederverwendbare Pads aus Stoff ersetzt. Gesichtswasser habe ich komplett abgeschafft und es bisher nicht vermisst. Duschgel und Shampoo gibt es mittlerweile in vielen Drogerien komplett oder nahezu unverpackt. Ebenso Zahncreme und, der Klassiker, Handseife. Zahnbürsten gibt es aus Bambus, ebenso erhalten Sie überall plastikfreie Wattestäbchen.

Außerdem verwende ich nur noch Naturkosmetik, welche nicht nur meine Haut, sondern auch die Umwelt schont, da u.a. auf Mikroplastik und andere schädliche Stoffe verzichtet wird.

6. Unverpackt einkaufen

Um unverpackt einzukaufen müssen Sie nicht unbedingt in einen Unverpacktladen gehen, die häufig tatsächlich recht teuer sind. In allen Supermärkten gibt es einen Großteil an Obst und Gemüse, genauso wie Backwaren und teilweise sogar Nudeln, Nüsse und Cerealien ohne Verpackung. Wer dort nicht fündig wird, besucht am besten einen Wochenmarkt in der Nähe. Dort gibt es eigentlich alles ohne Verpackung oder in Pfandgläsern, welche Sie wieder zurück bringen können.

Glasgefäße, gefüllt mit verschiedenen Gewürzen und Getreidesorten, sind ordentlich auf einem Holzregal in einem Laden angeordnet.

7. Regional und saisonal

Daran schließt sich ein weiterer, sehr wichtiger Tipp an: Versuchen Sie nach Möglichkeit wieder mehr regional und vor allem saisonal einzukaufen. Auch ich liebe Avocados und saftige Mangos, nur leider wachsen die bislang nicht in Deutschland und werden tausende Kilometer weit verschifft. Dabei entstehen Unmengen an CO2.

Außerdem brauchen viele dieser Produkte Wasser ohne Ende, ein in den Anbaugebieten häufig kostbares Gut, welches besser für die Bevölkerung bereit gestellt würde. Alles in allem ist der Konsum von nicht lokal produzierten Lebensmitteln also nicht gerade nachhaltig.

8. Bio-Lebensmittel kaufen

Wer noch mehr tun möchte kauft Bio. Mit dieser Entscheidung können Sie einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass unsere Umwelt nicht noch mehr zerstört wird. Außerdem werden Landwirt:innen und Produzent:innen um einiges fairer entlohnt als im Bereich der konventionellen Landwirtschaft. Meiner Meinung nach das Mindeste, für eine Berufsgruppe, die unser aller Überleben sichert.

Körbe mit frischem Gemüse auf einem Markt, darunter Brokkoli, Karotten, Zucchini, grüne Bohnen und Tomaten, mit einer Waage im Hintergrund.

9. Sharing is Caring

Warum braucht jede Person ein eigenes Auto, einen eigenen Rasenmäher oder eine Bohrmaschine? Wenn Sie einmal darüber nachdenken, gibt es unzählige Dinge, die nur sehr selten benutzt werden, aber dennoch fast jede Person irgendwo rumliegen bzw. rumstehen hat.

Bestes Beispiel: das Auto. Die meiste Zeit seines Lebens parkt das Auto nämlich vor der Haus- oder Bürotür und wird nicht benutzt. Eine um einiges nachhaltigere Lösung wäre es doch, sich all diese Dinge ganz einfach zu teilen oder auf offizielle Sharing-Modelle zurückzugreifen. Wie fast alle hier erwähnten Tipps schont dieses Verhalten nicht nur die Umwelt, sondern auch unseren Geldbeutel.

10. Fahrrad fahren oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen

Last but not least ein weiterer Klassiker für mehr Nachhaltigkeit im Alltag:

Wenn möglich ganz einfach komplett auf das Autofahren verzichten. Gerade für Stadtbewohner:innen häufig sehr leicht umzusetzen und das Beste: Sie sparen unfassbar viel Zeit.

Person in einem schwarzen Rock und weißen Turnschuhen, die mit einem blauen Rucksack und einer Kamera auf einem weißen Fahrrad auf einem asphaltierten Weg fährt.

Ich lache jedesmal innerlich, wenn ich wieder an einem der Staus in der Stadt vorbei radle und mich frage, was die Menschen um alles in der Welt dazu veranlasst sich diesem Stress jeden Tag aufs Neue auszusetzen. Fahrrad fahren ist so viel schneller und gesünder. Wer es gemütlicher mag, steigt einfach in eines der unzähligen öffentlichen Verkehrsmittel und schont in gleichem Maße seinen Geldbeutel und die Umwelt.