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312 Ergebnisse

CARLATRAIN
Kenzingen

CARLATRAIN - Fahrradanhängerzug

Erster Fahrradanhängerzug für die Straße. Anhängerzüge, bei denen mehrere Anhänger hintereinander geschalten werden, gibt es schon seit langem. In diesem Projekt soll dies jedoch auch für Fahrräder realisiert werden. Diese elektromotorisierten Fahrradanhängerzüge sollen einen nachhaltigeren Lastentransport ermöglichen. Das Unternehmen CARLA CARGO Engineering GmbH stellt seit nunmehr fünf Jahren erfolgreich Lastenfahrradanhänger her und vertreibt diese weltweit. Neben nichtmotorisierten Lastenfahrradanhängermodellen vertreibt die Firma CARLA CARGO Engineering GmbH auch verschiedene elektromotorisierte Modelle. Mithilfe der Unterstützung aus dem badenova-Innovationsfonds konnte 2018 die smarte Motorsteuerung auf den Weg gebracht werden und gemeinsam mit dem Fraunhofer IPM 2020 zu einem Vorserienprodukt abgeschlossen werden. Die smarte Motorsteuerung ermöglicht nun ein Anschließen des elektromotorisierten Fahrradanhängers gänzlich ohne zusätzliche Installation von Sensoren an einem Fahrrad. Der Fahrradanhänger an sich erkennt anhand der Bewegungen in der Auflaufbremse selbstständig, wann die Motorunterstützung gebraucht wird. Dies ermöglicht unter anderem den Betrieb von mehreren smarten motorunterstützen Fahrradanhängern in einer Art „Fahrradanhängerzug“, der in diesem Projekt genauer auf seine Anwendbarkeit untersucht werden soll. Es existieren auf dem Markt natürlich ähnliche Konzepte von Anhängerzügen jeglicher Art. Im Bereich Fahrrad wäre dies jedoch komplett neu. Sollte es gelingen, beim abschließenden Arbeitspaket bis zu 4 Anhänger in Folge mit einem durchweg positiven Feedback einzusetzen, handelt es sich (unserer Meinung nach) um einen weltweit einzigartigen Beweis dafür, dass Logistik und Transport jeglicher Art auf Grundlage von Fahrrädern völlig neu gedacht werden kann. Theoretisch sind hier Zuladungen von bis zu 600 kg / 6 m³ denkbar. Da neben klimatischen Vorteilen auch wirtschaftliche Vorteile durch zum Beispiel bessere Zugänglichkeit im urbanen Raum gegeben sind, wird der Einsatz von aktuellen auf Verbrennungsmotoren basierenden, großvolumigen Fahrzeugkonzepten stark in Frage gestellt. Wir schätzen den Energieverbrauch eines solchen „Fahrradanhängerzugs“ als extrem effizient im Vergleich zu den sonst üblichen Methoden ein. Einige kleinere Versuchsreihen konnten schon jetzt zeigen, dass trotz der Länge des „Fahrradanhängerzugs“ immer noch eine hohe Wendigkeit besteht. In einer weiteren Erprobungsphase gilt es, herauszufinden, inwieweit ein „Fahrradanhängerzug“ technisch im Straßenverkehr funktional ist und welche wirtschaftlichen Vorteile möglich sind. Außerdem soll untersucht werden, ob durch das Konzept ein höherer klimafreundlicher Impact geleistet werden kann und wie die Reaktion der Bevölkerung im Straßenverkehr auf einen Fahrradanhängerzug ist.

Innovativer Klimaschutz - Start-up trifft Kommune
Freiburg

Innovativer Klimaschutz - Start-up trifft Kommune

Um Kommunen bei der Aufgabe des Klima- und Umweltschutzes zu unterstützen, sollen in diesem Projekt Start-Ups, die Lösungen für Herausforderungen in diesem Bereich bieten, mit den Kommunen zusammengeführt werden. Davon profitieren sowohl die Region, als auch die hier ansässigen Start-Ups. Klimawandel und fortschreitende Digitalisierung stellen für Kommunen große Herausforderungen dar, die zunehmend schwieriger voneinander zu trennen sind. Die Kommunen stehen hier in Sachen Mobilitätslösungen, Energie- und Gasversorgung, Wärmeplanung und Wasserversorgung in Wohnquartieren, Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft vor einer Vielzahl an Herausforderungen hinsichtlich Planung und konkreter Umsetzung. In den vergangenen Jahren machen im Kontext von Energiewende, Wärmewende und Mobilitätswende zunehmend junge Technologie-Startups durch innovative Herangehensweisen auf sich aufmerksam. Sie haben das Potenzial, zur Lösung der genannten Probleme einen wichtigen Beitrag zu leisten. Kooperationen zwischen Startups und Kommunen sind bisher allerdings eher die Ausnahme, insbesondere im ländlichen Raum. Dabei gelten Sektor-übergreifende Kooperationen zwischen öffentlichem Sektor, privatwirtschaftlichen Unternehmen wie Startups und/oder zivilgesellschaftlichen Akteuren als vielversprechend, um Lösungen für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen zu finden, zu denen zweifelsohne auch Umwelt- und Klimaschutz sowie eine bürgerfreundliche Digitalisierung zählen. Der Grund sind die starken Interdependenzen von technologischen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Fragestellungen. Diese können am besten gemeinsam durch ein abgestimmtes Vorgehen und mit komplementären Kompetenzen adressiert werden. Die Ziele dieses Projektes sind daher, zum einen für Kooperationsmöglichkeiten zwischen Startups und ländlich geprägten Kommunen zu sensibilisieren und Best-Practice-Beispiele im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz aufzuzeigen. Im Projekt sollen außerdem konkrete Bedarfe von Kommunen am Südlichen Oberrhein und im Südschwarzwald passgenau mit innovativen Lösungen von Startups und ggfs. weiteren Akteuren verbunden werden, um daraus förderfähige Projektskizzen zu entwickeln. Hiervon profitiert die gesamte Region Südlicher Oberrhein und Südschwarzwald in Bezug auf Klima- und Umweltschutz und bestätigt darüber hinaus ihre Reputation als international führender Standort für grüne Lösungen zum Schutz von Klima und Umwelt. Das Antragskonsortium besteht aus dem BadenCampus, aus sieben Städten und Kommunen (Breisach am Rhein, Eisenbach (Hochschwarzwald), Lauchringen, Löffingen, Murg, St. Blasien, Vogtsburg am Kaiserstuhl) sowie der Wirtschaftsregion Südwest (WSW).

Reallabor positive Klimabilanz in (kommunalen) Betrieben
Freiburg

Reallabor positive Klimabilanz in (kommunalen) Betrieben

Es werden eine Vielzahl von Modulen zur Emissionsreduktion und der Schaffung von Kohlenstoffsenken in kommunalen Betrieben am Beispiel des Mundenhofs erarbeitet. Die Klimawirksamkeit dieser Maßnahmen wird quantifiziert und dokumentiert, sodass sie einzeln oder beliebig kombiniert von Kommunen oder Betrieben repliziert werden können. Der Tier-Natur-Erlebnispark Mundenhof ist mit einer Fläche von 38 ha das größte Tiergehege Baden-Württembergs mit einem hohen Aufkommen an organischen Reststoffen wie Mist, Laub und Grünschnitt. Diese Reststoffe werden bisher zu großen Teilen extern entsorgt, verbunden mit hohem Aufwand und Kosten. Die interne Verwertung dieser organischen Rest- und Abfallstoffe zu Pflanzenkohle, Nährhumus, sowie hochwertigen Pflanzsubstraten könnte einen wichtigen Beitrag zu den Klima- und Umweltschutzanstrengungen sowie betriebswirtschaftlichen Zielen des Mundenhofs liefern. Zu Beginn des Projekts wird eine Klimabilanz des Mundenhofs erstellt. Dabei werden Potenziale zur Emissionsreduktion sowie zur Schaffung von Kohlenstoffsenken identifiziert und daraus die entsprechenden Module entwickelt. Deren Umsetzung wird es dem Betrieb ermöglichen, einen maximalen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Ein Kernelement ist Pflanzenkohle, die durch Pyrolyse aus den organischen Reststoffen hergestellt wird. Beim Verrotten oder Verbrennen dieses Materials würde aller in der Biomasse gespeicherte Kohlenstoff wieder in die Atmosphäre entweichen, wohingegen bei der Pyrolyse die Hälfte des Kohlenstoffs in der Pflanzenkohle erhalten bleibt – in einer Tonne Pflanzenkohle ist der Kohlenstoff von rund drei Tonnen CO2 gespeichert. Im vorliegenden Projekt wird exemplarisch gezeigt, wie mithilfe der gezielten Anwendung von Pflanzenkohle verschiedene Prozesse und Produkte optimiert werden, um eine kohlenstoffeffiziente Verwertung und Nutzung von Reststoffen sowie eine möglichst hohe Nährstoffrückführung zu gewährleisten. Dazu wird die Pflanzenkohle zum Beispiel in der Kompostierung eingesetzt. Diese praktischen Anwendungen von Pflanzenkohle werden öffentlichkeitswirksam durchgeführt. So wird demonstriert, wie gesteigerte Bodenqualität, Humusaufbau und damit eine Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels erzielt werden können. Dabei wird bei jeder Anwendung Kohlenstoff langfristig gespeichert und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die Maßnahmen sind für verschiedene Sektoren konzipiert, so wird ein wesentlicher Teil zur Anwendung in der Landwirtschaft (Tierhaltung, Acker- und Gartenbau) entwickelt werden, aber auch neue Ansätze für Straßenbegleitgrün, kommunale Grünflächen oder Baumschulen werden präsentiert. Da der Betrieb des Mundenhofs aber auch Gebäude, Gastronomie und Logistik umfasst, werden im Sektor Energie und Logistik ebenfalls mögliche Wege zur Emissionsreduktion v.a. durch Effizienzverbesserungen und den weiteren möglichen Einsatz von erneuerbaren Energien aufgezeigt. Darüber hinaus können Anwendungen in Baumaterialien wie klimaneutralere Putze, Beton oder Asphalt demonstriert werden. Insgesamt ergibt sich ein anschauliches und schlüssiges Bild, wie ein kommunaler Betrieb seinen Fußabdruck über vielschichtige Ansätze soweit reduzieren kann, dass über den Aufbau von Kohlenstoffsenken in einer Netto-Gesamtbetrachtung eine positive Klimabilanz erreicht werden kann. Aufgrund seiner Struktur und Gegebenheiten steht der Mundenhof dabei exemplarisch als komplexer kommunaler Betrieb, dessen Gegebenheiten auch Aspekte landwirtschaftlicher Betriebe, Stadtteile und Kommunen abbilden. Die einzelnen Module sowie das Gesamtkonzept sind deshalb übertragbar. Der modulare Aufbau des Projektes gestattet anderen Akteuren, passende Bausteine einzeln oder in Kombination zu übernehmen. Somit werden verschiedene Elemente angeboten, die über ein Informations- und Schulungsangebot verbreitet werden und so den Weg zur Klimaneutralität individuell gestaltbar und vor allem realistisch planbar machen.

H2-Notstromaggregat
Besançon

Umweltfreundliche H2-Notstromversorgung

Das Ziel dieses Projekts ist es, zu untersuchen, ob sich die bisher emissionsreiche Notstromversorgung auch über ein umweltfreundlicheres, auf Wasserstoff basierendes Brennstoffzellen-Aggregat regeln lässt. Die mobile Notstromversorgung erfolgt heute im Regelfall über Verbrennungsmotoren auf Basis von Benzin oder Diesel. Diese Aggregate sind sehr robust, sie sind aber nicht auf günstige Gas-, Partikel- und Lärmemissionen optimiert. Sowohl ihre Brennstoffversorgung als auch die in den Motoren notwendigen Schmierstoffe können bei einem Einsatz vor Ort zu Schadstoffeintragungen ins Wasser führen. Bei einem Einsatz von Wasserstoff als Energieträger würden sich die Emissionen und Schadstoffeintragungen verringern oder fast ganz eliminieren lassen, wenn der eingesetzte Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass eine auf Wasserstoff basierende technische Lösung gefunden wird, die ähnlich robust, mobil und effizient ist wie bestehende Notstrom-Aggregate. Im Projekt soll dazu ein auf Brennstoffzellen basierendes H2-Notstromaggregat und ein Wasserstoffspeicher mit hoher Energiedichte unter realen Bedingungen im Netzgebiet der bnNETZE und der Enedis (und ggf. der Überlandwerk Mittelbaden GmbH & Co. KG) auf Robustheit, Mobilität und Effizienz geprüft werden. Da es so ein Aggregat noch nicht als Serienlieferung gibt, ist im Projekt zunächst ein Screening verfügbarer Technologien, Lösungen und Anbieter vorgesehen. Wird eine Lösung gefunden, die technisch ausreichend reif ist, soll ein Notstromaggregat in der Größenklasse 100 kVA errichtet und betrieben werden, aus dem später ein in Serie fertigbares Aggregat entstehen kann. Solch ein Aggregat könnte dann in größerer Stückzahl bei den beiden Projektpartnern Enedis und badenova eingesetzt werden. Damit soll die Marktreife eines auf Wasserstoff basierenden Brennstoffzellen-Notstromaggregats geprüft und dadurch der Markteintritt für eine Gesamtlösung aus Wasserstoff-Speicher und Brennstoffzellen-Aggregat erleichtert werden.

Grünwandfassade - Entwicklung eines biodiversen, wandgebundenen Fassadengrünwandsystems für Gewerbe- und Industriebauten zur vor Ort Regenwasserreinigungbei reduziertem Flächenverbrauch
Breisach-Niederrimsingen

Grünwandfassade für nachhaltige Gebäude

Die geplante Grünwandfassade soll den Flächenverbrauch von Gebäuden ausgleichen und dabei vor Ort das Regenwasser reinigen und in den natürlichen Wasserkreislauf zurückführen. Gleichzeitig bietet sie zahlreichen Organismen einen Lebensraum und senkt langfristig gesehen die Kosten eines Gebäudes. Im Zuge des Neubaus einer Produktionshalle soll für eine Gebäudewand (100 m x 16 m) ein konstruktiv einfaches, wandgebundenes Grünwandfassadensystem entwickelt werden, welches schon vor Ort den üblichen Flächenverbrauch minimiert und gleichzeitig den natürlichen Wasserkreislauf und die Biodiversität fördert. Dies geschieht durch Integration des gewachsenen Oberbodens des Baugrundstücks in die Konstruktion der Hallenwand, sodass die Bodenfunktionen nach vielfältiger Bepflanzung in der Vertikalen erhalten bleiben. Das Regenwasser wird vom Dach direkt in die Grünwandfassade geleitet, wo es einerseits der Bewässerung dient, aber auch gespeichert und gereinigt wird, bevor es wieder im Erdreich versickert und ins Grundwasser gelangt. So entsteht ein interner ökologischer Ausgleich aller Schutzgüter (Boden, Wasser, Tier, Pflanzen, Mensch und Klima) an Ort und Stelle. Das Bauland wird ökologisch verantwortungsvoll, ökonomisch sinnvoll und auch optisch mit hoher Qualität belegt. Die Gesamtkosten des Werks-Neubaus liegen im 2-stelligen Millionen-Bereich. Gleichzeitig entsteht mit der Grünwandfassade ein biodiverses Habitat für Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere. Außerdem verbessert sich das Klima sowohl im Innen- als auch im Außenraum, da die Grünwandfassade für eine Kühlung der Luft sorgt. Hier handelt es sich nicht um ein „grünes Deckmäntelchen“, sondern um ein modulares Wandbausystem, das Biodiversität und natürlichen Wasserkreislauf schon von vornherein in die Wandkonstruktion integriert und gleichzeitig allen bautechnischen Anforderungen gerecht wird. Durch ein seriell hergestelltes Baukastensystem, welches alle erforderlichen Gewerke beinhaltet, bietet es dem Investor eine hohe Planungs- und Kalkulationssicherheit. Die zusätzliche Investition in das Ökosystem soll sich zuerst durch Flächeneinsparung beim Grundstückskauf sowie vermindertem Statikaufwand und, nach Fertigstellung, durch anhaltende Kostensenkung für Wasser, Abwasser, Heiz- und Kühlenergie, Wartung, Pflege etc. aufrechnen. Ein wesentlicher Faktor ist auch die Anrechenbarkeit von Ökopunkten, deren Erfüllung das Projekt gezielt adressiert. Es entsteht eine Win-Win-Situation für Umwelt und Nutzer, von der folglich die Allgemeinheit ökologisch in Form von CO2-Speicherung, Sauerstoffproduktion, Fein¬staubbindung, Schallreduktion, klimatischer Abkühlung und Erhalt der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen profitiert. Bei Multiplizierung solcher Grünwandfassaden in ganzen Gewerbe- und Industriegebieten sowie entlang Autobahnen und Bahnstrecken könnten sie als lebende, optisch in die Landschaft integrierte Schallschutzwände fungieren. In Kombination mit anderen Systemen wie z. B. Gründächern und Photovoltaik können Grünwandfassaden auch in städtischen Mischgebieten, im Wohnungsbau, an öffentlichen Gebäuden, Parkhäusern, Supermärkten, Lagerhallen etc. mit Biodiversität, Schall- und Grundwasserschutz, Energie- und Emissionsverminderung einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung klimatisch ausgewogener und nachhaltiger Lebensräume leisten. Ästhetisch hochwertige Architektur kann somit sanft in das Landschaftsbild integriert werden. Weitere Informationen zu der Grünwandfassade können auf der Webseite gründwand.de nachgelesen werden.

share.E – Mikroverleihsystem für E-Lastenräder in Wohnanlagen
Freiburg

Mikroverleihsystem für E-Lastenräder in Wohnanlagen

Die TeilRad GmbH entwickelt gemeinsam mit dem Bauverein Breisgau eG das innovative Geschäftsmodell share.E zur Einrichtung eines Mikroverleihsystems für E-Lastenräder für Bewohner von Wohnanlagen. share.E, ein Mikroverleihsystem für E-Lastenräder in Wohnanlagen, bietet nachhaltige Mobilität und einen Beitrag zu Klima- und Wasserschutz. share.E stellt E-Lastenräder exklusiv Bewohnern in Wohnanlagen zur Verfügung. Per Smartphone-App leihen die Hausbewohner ihr E-Lastenrad. Erforderliche Wartungen und Reparaturen erledigt share.E und ein umfangreicher Service steht mit Rat und Tat zur Seite. Der Fahrrad-Transport von Einkäufen, Gegenständen oder Personen wird durch einen E-Motor unterstützt. Die Vorteile von share.E sind zum einen die Entlastung des Straßenverkehrs, wodurch Klima und Gewässer geschützt werden. Gleichzeitig erhöht sich durch das komfortable Ausleihsystem die Wohn- und Lebensqualität in Wohnanlagen. Die Anschaffung eines E-Lastenrads ist für den Einzelnen sehr teuer und E-Lastenräder verbrauchen zusätzlich auch mehr Platz als gewöhnliche Fahrräder. Share.E bietet für beide Probleme eine Lösung. Da das Geschäftsmodell auf der Sharing Economy basiert und die Lastenräder in einem exklusiven Kreis gemeinsam genutzt werden, werden die Kosten für den einzelnen Nutzer und der Platzbedarf insgesamt erheblich gesenkt. Nicht zuletzt stellt das Mikroverleihsystem von share.E einen Beitrag zur Mobilitätswende dar. E-Lastenräder ermöglichen abgasfreie Mobilität im urbanen Umfeld. Durch die Reduzierung von Straßenlärm werden Menschen sowie Tiere geschützt. Dem Drang nach Mobilität und der Suche nach nachhaltiger Lebensqualität unter Berücksichtigung eines aktiven Klima- und Wasserschutzes entsprechend, werden den Bewohnern E-Lastenräder im unmittelbaren Wohnumfeld zur Verfügung gestellt. Es ergeben sich kurze Wege und schnelle Verfügbarkeit. Ein Pilotprojekt in Wohnanlagen des Bauvereins dient als Lehrstück zur Entwicklung des Geschäftsmodells bis hin zur Marktreife und Überführung in den Regelbetrieb.

Vertiefende Konzeptstudie – Viti-Photovoltaik in der Weinbauregion Kaiserstuhl
Freiburg

Viti-Photovoltaik

PV-Anlagen auf Rebflächen (Viti-PV) sind bisher noch kaum erprobt, haben aber zahlreiche Vorteile, die von emissionsarmer Energiegewinnung bis zum Schutz der Reben vor Wettereinflüssen reichen. In diesem Projekt sollen die Möglichkeiten und Umsetzung von Viti-PV-Anlagen im Rahmen einer Konzeptstudie erforscht werden. Agrarphotovoltaik, kurz Agri-PV (APV), beschreibt die parallele und synergistische Nutzung von Agrar-Flächen zur Ernte von Lebens- oder Futtermitteln und Energie durch Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen). Chancen der APV liegen in der Entschärfung des Flächennutzungskonfliktes, der erneuerbaren Energiegewinnung (Klimaschutz), der Erhöhung der Resilienz bezüglich der landwirtschaftlichen Erträge sowie in der Bereitstellung zusätzlicher Schutzfunktionen bei Extremwetterereignissen (Klimaanpassung). Der Weinanbau ist eine wichtige Sonderkultur in der sonnenreichen Oberrheinregion. Die zusätzliche Nutzung von Rebflächen zur Grünstromerzeugung, im Folgenden als Viti-PV bezeichnet, bietet große Potenziale in der funktionalen Verknüpfung von Klimaschutz und Klimaanpassung. Der rasch voranschreitende Klimawandel stellt bereits heute die Winzer*innen vor große Herausforderungen. Dazu zählen Trockenperioden, verstärkte Sonneneinstrahlung, Spätfröste und Hagel, die die Weinpflanze und die Weinqualität negativ beeinflussen können. Viti-PV-Anlagen können potentiell einige dieser Auswirkungen des Klimawandels abmildern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz (Energiewende) leisten. Ausgehend von einer Initiative eines lokalen Winzers in Riegel wurden im Rahmen einer Projektarbeit zur Errichtung einer Viti-PV-Pilotanlage in Riegel von Kursteilnehmer*innen der Fortbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement (KEM)“ erste Voruntersuchungen durchgeführt. Die Gemeinde Riegel hat großes Interesse, weiteres Projektengagement zu fördern und ein entsprechendes Leuchtturmprojekt als Teil des örtlichen Klimaschutzkonzeptes zu integrieren. Da es bisher noch keine Viti-PV-Anlage in Deutschland gibt, ergeben sich vielfältige Fragestellungen hinsichtlich der Anlagenkonzeption sowie der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit. Als Voraussetzung zur Realisierung einer derartigen Pilotanlage wurden, um eine fundierte Konzeptstudie erstellen zu können, Fördermittel aus dem badenova-Innovationsfonds beantragt. Ziele der Studie sind u. a. die Minimierung von Projektrisiken, indem die technische und wirtschaftliche Machbarkeit untersucht werden. Außerdem sollen valide Kosteneinschätzungen für den Bau, den Betrieb und das Monitoring einer Pilotanlage erstellt werden. Die Analyse der Anforderungen an eine Viti-PV-Anlage im Weinbau ist ein weiterer zentraler Punkt der Studie. Um die Anlagenkonzeption und Vorplanung erstellen zu können, sollen geeignete PV-Module sowie Steuertechnik und Modul-Tragkonstruktion identifiziert werden. Im Rahmen des Projekts sollen außerdem baurechtliche Fragen geklärt werden und nicht zuletzt mögliche Betreiber- und Geschäftsmodelle für den Betrieb untersucht werden. Die Projektgruppe hat bereits eine Vielzahl von Ansprechpartnern kontaktiert, die alle ihre Unterstützung bei der Ausarbeitung zugesagt haben. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt und nicht als reines Forschungsprojekt geplant. Es ist vielmehr auch auf die praktische Umsetzbarkeit hin ausgerichtet, an den Bedürfnissen der Winzer*innen und der im Klimaschutz tätigen Gemeinden orientiert und möchte als Modellprojekt zur breitenwirksamen Nachahmung ähnlicher Viti-PV-Anlagen in den Weinbauregionen am Oberrhein beitragen. (Die Erstellung eines Folge-Förderantrages ist, insofern sich mittels der Konzeptstudie die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit nachweisen lässt, beabsichtigt. Das hierfür erforderliche wissenschaftliche Monitoring wird im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung ermittelt. Das Projektteam setzt sich aus drei Absolvent*innen der Fortbildung „Kommunales Energie- und Klimaschutzmanagement“ zusammen und wird von der Gemeinde Riegel als Projektpartner unterstützt.)

Freiburg baut Zukunft – Prototyp Best Practice Beispiele
Freiburg

Freiburg baut Zukunft nachhaltig

Die StadtWandler-Plattform, behandelt das Thema Nachhaltigkeit in Freiburg und hat sich in diesem Projekt zum Ziel gesetzt, geplante nachhaltige Bau- und Wohnmaßnahmen öffentlichkeitswirksam zu begleiten und zu diesem Zweck ihre Datenbank zu erweitern. Es soll eine Nachhaltigkeits-Community geschaffen werden, die sämtliche Akteure aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft vereint. In einer Zeit, in der Aufmerksamkeit ein knappes Gut ist, sollen über die Grenzen der Filterblasen hinaus gemeinsam mit der Bevölkerung die Zukunft der Stadt gestaltet und konstruktive, zukunftsfähige Ideen verbreitet werden. Das Ziel der StadtWandler-Plattform ist es, Nachhaltigkeits-Akteure und -Prozesse sichtbar zu machen und mit allparteilicher sowie unabhängiger Öffentlichkeitsarbeit zu Nachhaltigkeits-Themen mehr Raum für Austausch und Debatte zu schaffen und die Gestaltung eines zukunftsfähigen Freiburgs voranzutreiben. Die StadtWandler-Plattform gewinnt seit einem Jahr zunehmend an Reichweite. Vor allem die Anzahl der Newsletter-Abos ist stetig steigend. Das ehrenamtlich arbeitende Team hinter StadtWandler ist mit seinem Engagement in Freiburg stark vernetzt und treibt schon seit Jahren dieses und andere zivilgesellschaftliche Projekte voran, wie zum Beispiel die Gründung einer neuen Lebensmittel-Kooperative in Freiburg. Im nächsten Jahr möchte sich das Team dem Thema Bauen und Wohnen widmen. Anlass dafür ist die Entstehung des neuen Baugebiets Kleineschholz. Mit dem Ziel eines öko-sozialen und gemeinwohlorientierten Stadtteils vor Augen, soll dessen Entwicklung öffentlichkeitswirksam begleitet werden. Dazu soll die Datenbank der Plattform um bestehende und geplante Freiburger Wohn- und Bauprojekte erweitert werden. Dabei geht es nicht um Einfamilienhäuser, sondern explizit um Mehrparteien-Projekte, die durch zivilgesellschaftliche Bottom-up-Initiativen entstanden sind und entstehen. Denn auch anhand von Vauban hat sich gezeigt: Vorreiter nachhaltiger Bauprojekte sind in der Regel nicht gewinnmaximierende Bauträger, sondern vorwiegend private Baugruppen mit mehreren Parteien, die zudem noch soziale Innovationen voranbringen. Die bereits bestehenden Organisationen in der Datenbank sind nach Nachhaltigkeitskriterien filterbar (regional, bio, fair, ...). Auch für die Wohn- und Bauprojekte sollen Nachhaltigkeitskriterien entwickelt werden, mithilfe von Recherchen und Interviews mit Fachleuten. Mögliche Kriterien sind „Passivbau“, „Holzbau“, „bezahlbar“ oder „unverkäuflich“. Dabei sollen nicht nur die Wohn- und Bauprojekte sichtbar gemacht werden, sondern auch andere Akteure, die nachhaltiges Bauen vorantreiben, wie lokale Expert*innen zum Thema nachhaltiges Bauen und Wohnen. So sollen möglichst alle Akteure, die im Bereich nachhaltiges Bauen und Wohnen in Freiburg eine Rolle spielen, abgebildet und sichtbar gemacht werden. Die Klimakrise kann nur durch massive CO2-Einsparungen überwunden werden. Großes Einsparpotenzial liegt hierbei im Bausektor: er verursacht 19 % der globalen Treibhausgas-Emissionen. Deshalb will StadtWandler sich diesem Thema widmen. Um kommunale und bundesweite Klimaziele zu erreichen, ist es unumgänglich, ambitionierte Ziele bei der Reduktion der vom Gebäudesektor verursachten Emissionen zu erreichen. Gerade in Freiburg hat eine Plattform wie StadtWandler, die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Nachhaltiges Bauen und Wohnen leistet, großes Potenzial. Die Stadt wächst. Wohnraum sowie CO2-Reduktion sind relevante Themen für die Gestaltung eines klimaneutralen Freiburgs. Neue Baugebiete wie Klein¬eschholz befinden sich mitten in der Planung. Das Ziel des StadtWandler-Projekts „Freiburg baut Zukunft“ ist es, durch Öffentlichkeitsarbeit Anstöße für eine nachhaltige und zukunftsfähige Gestaltung von Kleineschholz zu geben und den Prozess der Entstehung dieses Baugebiets zu begleiten. +++ VERANSTALTUNGSHINWEIS - MIt dem Titel "Wie wir mit digitalen Tools die BauWende voran bringen können" bietet, im Rahmen des Digitaltag Freiburgs am 18.06.2021, das Projekt "Freiburg baut Zukunft" eine Online-Veranstaltung für alle Interessenten an. Die Teilnahmebedingungen können auf der Webseite des Digitaltag Freiburg nachgelesen werden. +++

Sektorenkopplung im Kleinen - Optimierung der Energieeffizienz der Metzgerei Reichenbach auf Basis des Prinzips der "Sektorenkopplung"
Glottertal

Sektorenkopplung im Kleinen

Die Metzgerei Reichenbach hat sich passend zu ihrem ganzheitlichen Konzept zum Ziel gesetzt, ihre Energieeffizienz mithilfe des Prinzips der Sektorenkopplung zu optimieren. Damit möchte sie die Umsetzbarkeit dieses Ansatzes demonstrieren und so anderen Gewerbetreibenden als Vorbild dienen. Als Sektorenkopplung wird die Vernetzung der Energiewirtschaftssektoren Elektrizität, Wärme, Verkehr und Industrie mit dem Ziel verstanden, durch gemeinsame Betrachtung aller Sektoren über Einzellösungen hinausgehende Synergien zu schaffen und so eine größtmögliche Energieeffizienz zu erzielen. Diese ganzheitliche Betrachtung wird als wesentlicher Bestandteil zur Dekarbonisierung und Integration erneuerbarer Energien angesehen, weil u. a. flexible Speicher für regenerative Stromüberschüsse über z. B. Batteriespeicher hinaus geschaffen werden können. Bisher wird dieser Ansatz aber im Großen, also eher volkswirtschaftlichen Maßstab gedacht. Synergien, die durch Sektorenkopplung in einer der kleinsten Einheiten – nämlich dem Gewerbebetrieb – genutzt werden könnten, werden bis dato nicht ausgeschöpft. Denn gerade für Gewerbetreibende zählen in der Energietechnik bislang einfache und robuste, konventionelle Lösungen, damit ausreichend Kapazität zur Verfügung steht, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Entsprechend hat sich das Handwerk auf diese konventionellen Lösungen spezialisiert. Die Metzgerei Reichenbach verfolgt auch im eigentlichen Kerngeschäft einen ganzheitlichen Ansatz. Aufzucht, Schlachtung und Direktvermarktung komplett aus einer Hand und alles in einem Aktionsradius von max. 50 km - das ist nicht nur in Deutschland einmalig. Diese ressourcenschonende Arbeitsweise wurde schon immer seitens Inhaber Ulrich Reichenbach durch einen Blick über den Tellerrand weiter ausgebaut, z. B. durch den frühzeitigen Einsatz natürlicher Kältemittel in der Kühlung. Auf Basis des Prinzips der Sektorenkopplung will der Hauptstandort der Metzgerei Reichenbach nun den nächsten Schritt gehen. Hierzu zählt der vernetze Einsatz von dezentralen Stromerzeugern wie Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk, welches Wärme für eine Kältemaschine erzeugt. Zudem können die daraus resultierenden erneuerbaren bzw. primärenergiesparenden Stromüberschüsse in Form von Kälte in einem innovativen Phasenwechselspeicher eingespeichert werden. Wichtiger Überbau zwischen Erzeugern, Speichern und Abnehmern ist dabei eine übergeordnete Steuerung mit Möglichkeiten zum aktiven Lastmanagement, um eine bestmögliche Energieeffizienz zu erreichen. Wesentlich für eine gesamtvolkswirtschaftliche Bewertung des Konzepts ist aber, dass die Speicherung des Überschussstroms in Wärme und Kälte eine Alternative zur umstrittenen Batteriespeicherung und zur in Zukunft voraussichtlich stärker eingeschränkten Speicherwirkung des Netzes der öffentlichen Versorgung darstellt. Die daraus resultierende Komplexität dieser Gesamtanlage macht eine längere Evaluierungsphase notwendig, in der das ausführende Handwerk eingebunden wird, wodurch eine Leuchtturmwirkung und Übertragbarkeit der „Sektorenkopplung im Kleinen“ erreicht werden soll.