Wusstest Du, dass ungefähr drei Viertel der benötigten Energie im Haushalt auf das Konto der Heizung zurückzuführen sind? Sehr oft wird dabei mehr Energie verbraucht als eigentlich nötig wäre. Die besten Voraussetzungen, um den Energieverbrauch zu senken und Geld für Heizkosten zu sparen sind: ein gut isoliertes Haus oder eine gut isolierte Wohnung, gut isolierte Fenster und Türe und eine Heizanlage auf modernem Stand der Technik.
Daneben darf beim Thema Heizen auch energieeffizientes Lüften nicht unerwähnt bleiben. Erfahre in unserem Energiespartipp Nr. 10, wie Du durch sinnvolles Heizen und Lüften für ein gutes Raumklima sorgst und dabei Heizkosten sparst.

So heizt Du richtig!

Es muss nicht in jedem Raum gleich viel geheizt werden. Besser ist es, die Raumtemperatur der jeweiligen Funktion des Raumes anzupassen, abhängig von Deinem persönlichen Wärmeempfinden. Für das Schlafzimmer reichen 18 Grad meistens aus. Im Wohnzimmer hat man es gerne wärmer. Hier sind 21 bis 22 Grad angemessen, während es sich in der Küche auch bei 20 Grad gut aushalten lässt. Auch durch Absenkung der Temperatur bei längerer Abwesenheit sowie über Nacht, erzielst Du große Einsparungspotenziale bei den Heizkosten. Wenn Du tagsüber Dein Haus oder Deine Wohnung verlässt, solltest Du die Heizung herunterdrehen, dabei aber nicht komplett ausschalten. Denn es kostet weit mehr Energie und Geld, eine ausgekühlte Wohnung wieder auf wohnliche Temperaturen aufzuheizen als vorübergehend die Raumtemperatur zu senken. Senke in der Nacht die Temperatur auf 15 bis 17 Grad. Mittels Thermostaten mit automatischer Temperatursteuerung kannst Du die Temperaturabsenkung einmalig oder je nach Bedarf immer wieder neu einstellen und an Deine Wohnsituation anpassen.

Tipp: Heizung entlüften

Wichtig für eine funktionierende und effiziente Heizung ist es außerdem, sie zu entlüften. Unser Blogbeitrag hierzu verrät Dir, wie das geht.

Ein kleiner Unterschied, der viel Geld spart!

Mit jedem Grad weniger kannst Du rund sechs Prozent Energiekosten sparen!  Da sich ein oder zwei Grad weniger auch tagsüber nicht unmittelbar bemerkbar machen, kann es sich lohnen, vor allem bei Tätigkeiten im Sitzen, zu einem dickeren Pullover zu greifen und dadurch Energiekosten zu sparen.

Auch Möbel oder dicke Vorhänge vor Heizkörpern können dafür verantwortlich sein, dass ungenügend Wärme an den Raum abgegeben wird. Störfaktoren, die Deine Heizkosten während einer Heizperiode um immense (und unnötige) 20 Prozent anheben können. Und nicht zuletzt trägt auch das regelmäßige Entlüften von Heizkörpern dazu bei, Energie und Heizkosten zu senken.

Auf das Verhältnis von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit kommt es an!

Während der Heizperioden in der kalten Jahreszeit, kann es oft schwer sein, ein gesundes Raumklima zu erzeugen beziehungsweise aufrecht zu erhalten. Bei einem optimalen Raumklima steht die Raumtemperatur in einem ausgewogenen Verhältnis zur Luftfeuchtigkeit. Dabei sollten nachfolgende Werte weder unter- noch überschritten werden:

  • Küche, Wohn- und Arbeitsräume: 20 bis 22 °C | Luftfeuchtigkeit 50 bis 70 %
  • Kinderzimmer: 20 bis 21 °C | Luftfeuchtigkeit 40 bis 60 %
  • Badezimmer: 20 bis 24 °C | Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 %
  • Schlafzimmer: 17 bis 20 °C | Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %
  • Flur und Vorzimmer: 15 bis 18 °C | Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 %
  • Keller: 10 bis 15 °C | Luftfeuchtigkeit von 50 bis 65 %

Mit einem Hygrometer kannst Du den Gehalt der Feuchtigkeit in der Raumluft ganz einfach selbst messen und laufend überprüfen. Steigt der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft über die empfohlenen Richtwerte, kann die Bildung von Schimmel begünstigt werden. Sichtbares Kondenswasser an Fensterscheiben ist ein sicherer Hinweis dafür, wieder einmal das Fenster aufzumachen.

Warum regelmäßiges Lüften besonders im Winter wichtig ist

Mit richtigem Lüften in der kalten Jahreszeit sorgst Du nicht nur für eine gute Qualität der Raumluft und beugst einer etwaigen Schimmelbildung vor, sondern Du steigerst damit auch Dein persönliches Wohlbefinden. Beim Lüften wird mit Gerüchen, CO2 und Feuchtigkeit angereicherte, warme Raumluft gegen trockene und kalte Frischluft ausgetauscht. Pro Stunde gibt jeder von uns ungefähr 30 bis 100 Gramm Wasserdampf ab. In einem Haushalt mit drei Personen kann das pro Tag ungefähr sechs bis 14 Kilogramm Wasser ergeben, das sich als Wasserdampf in der Raumluft absondert. Während der Heizperiode ist regelmäßiges Lüften bei abgedrehten Heizkörpern und einer Dauer von ein bis zehn Minuten ein absolutes Muss! Je kälter es draußen ist und je stärker der Wind weht, desto schneller wird die Luft ausgetauscht und desto kürzer gestaltet sich das Lüften.

Tipp: Regelmäßiges Lüften

Tägliches Durchlüften der Räume wirkt sich außerdem positiv auf Deine Gesundheit aus: Du bist weniger müde, hast weniger Kopfschmerzen und kannst Dich besser konzentrieren.

So lüftest Du effizient und nachhaltig

Damit wohlig temperierte Räume und Wände während des Lüftens nicht zu stark auskühlen, lüfte kurz, aber intensiv!

Beim Querlüften von gegenüberliegenden und weit geöffneten Fenstern und Türen erzielst Du innerhalb kürzester Zeit die größte Wirkung, um abgestandene Raumluft gegen sauerstoffreiche Frischluft auszutauschen.

  • Dauer: ein bis fünf Minuten
  • Häufigkeit: mindestens zweimal täglich

Bei einer Stoßlüftung erfolgt die Frischluftzufuhr über ein weit geöffnetes Fenster bei geschlossener Zimmertür.

  • Dauer: fünf bis zehn Minuten
  • Häufigkeit: mindestens zweimal täglich

Das Lüften mittels Fenster in Kippstellung ist auch bei abgedrehten Heizkörpern die denkbar schlechteste Methode, um während der kalten Jahreszeit zu lüften, da die Frischluftzufuhr nur langsam und unzureichend erfolgt. Lüften bei gekippten Fenstern bringt keinerlei positiven Effekte mit sich.


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