Solaranlagen sind eine klimafreundliche Option Dein Zuhause mit nachhaltiger Energie zu versorgen. Wer auf Solarenergie setzt, bringt die Energiewende entscheidend voran und profitiert von den Vorteilen dieser Technologie. Erfahre jetzt, wie Du die Kosten und Finanzierung Deiner Solaranlage im Blick behältst und damit jede Menge Geld sparst.
Kosten einer Solaranlage
Leistung der Solaranlage Stromproduktion
(pro Jahr)
Platzbedarf Kosten*
(inkl. Montage)
3,3 kWp ca. 3.130 kWh ca. 17,8 m2 ab 7.400 Euro
5 kWp ca. 4.750 kWh ca. 27 m2 ab 9.600 Euro
6 kWp ca. 5.700 kWh ca. 32,4 m2 ab 11.100 Euro
8 kWp ca. 7.600 kWh ca. 43,2 m2 ab 13.500 Euro
10 kWp ca. 9.500 kWh ca. 54 m2 ab 16.100 Euro
12 kWp ca. 11.400 kWh ca. 64,8 m2 ab 18.600 Euro
Tab. 1: Moderne Photovoltaik-Anlagen sind erschwinglich geworden.
* Kosten einer schlüsselfertigen Solaranlage inkl. Mehrwertsteuer und Montage

kWp – Was bedeutet das?

KWp oder Kilowatt peak bezeichnet die von Solarmodulen abgegebene elektrische Leistung unter standardisierten Testbedingungen (STC). Die Einheit dient dazu, um verschiedene Solarzellen unter genormten Testbedingungen miteinander vergleichen zu können.

kWh – Was bedeutet das?

kWh oder Kilowattstunde ist eine Einheit für elektrische Energie. Eine Kilowattstunde entspricht der Energie, die ein Gerät mit einer Leistung von einem Kilowatt (1.000 Watt) in einer Stunde verbraucht (oder erzeugt) wird.

Beim Betrachten der Kosten wird schnell deutlich, dass sich das Zeitalter der fossilen Energiegewinnung unweigerlich dem Ende entgegen neigt. Nicht zuletzt aus einer Kosten-Nutzen-Betrachtung heraus gewinnen regenerative Energiequellen zunehmend an Bedeutung – von den positiven Auswirkungen auf Umwelt und Klima ganz abgesehen.

Betroffen sind alle Bereiche unseres Lebens:

  • Private Haushalte
  • Gewerbe
  • Industrie
  • Öffentlicher Sektor

Der energetische Wandel – weg von fossilen Energieträgern hin zu regenerativen Energien – beschleunigt sich zunehmend. Photovoltaik und Solaranlagen bieten schon heute die Möglichkeit, um die CO2-Emissionen bei der Energiegewinnung deutlich zu reduzieren.

Moderne Photovoltaikanlagen – auch als PV-Anlagen, Solargeneratoren oder Solarstromanlagen bezeichnet, sind in unseren Breiten häufig eine attraktive Möglichkeit, mit der sich Häuser, gewerblich genutzte Liegenschaften sowie Industrieanlagen oder öffentliche Bereiche mit regenerativer Energie versorgen lassen. Die Vorteile dieser Technologie liegen auf der Hand: Gemessen an ihrer Leistungsfähigkeit sind Solar- und Photovoltaikanlagen sehr erschwinglich. Die Technik ist ausgereift und längst dem Nischendasein entwachsen.

Leistung von Photovoltaikanlagen in Deutschland

Wie hoch die Kosten einer Solaranlage genau sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Dazu sind die Einflussfaktoren, die sich auf die Leistungsfähigkeit und den Preis auswirken, zu unterschiedlich. Folgende Parameter solltest Du berücksichtigen, wenn Du die Kosten einer Solaranlage ermitteln möchtest:

  • Individuelle Voraussetzungen: Form, Eindeckung und Zugang zum Dach
  • Hersteller der Solarmodule
  • Hersteller des Wechselrichters
  • Zelltyp der Solarmodule (monokristalline Solarzellen, polykristalline Solarzellen oder Dünnschichtmodule)
  • Muss der Zählerschrank erneuert werden
  • Kosten des Netzanschlusses
Gut zu wissen

Im Juni 2020 hat der Deutsche Bundestag den Solardeckel aufgehoben. Dadurch profitieren Photovoltaik-Anlagen weiterhin von der Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Kosten von Solaranlagen im Gewerbe

Solarenergie und Photovoltaik ermöglichen Unternehmen und Gewerbebetrieben völlig neue Handlungsspielräume. Die regenerative Energieversorgung über Solarzellen ist nicht nur nachhaltig, vielmehr sorgt der Sonnenstrom für mehr Unabhängigkeit und sichert wirtschaftliche Stabilität. Bei der Kostenbetrachtung einer Photovoltaik-Anlage für gewerbliche Unternehmen gelten ebenfalls die Bedingungen vor Ort.

Ein grober Kostenrahmen für eine gewerblich genutzte Photovoltaik-Anlage lässt sich wie folgt spannen: In Abhängigkeit von der Größe kostet eine gewerbliche Aufdachanlage rund 750 bis 1.200 Euro pro Kilowatt installierter Leistung (kWp). Eine 20-jährige Nutzungsdauer als Beispielsgröße angenommen, ergeben sich daraus Kosten von 6 bis 7 Cent pro Kilowattstunde (kWh) erzeugter Solarenergie.

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Im Vergleich dazu betragen die Kosten für herkömmlichen Industrie- und Gewerbestrom derzeit im Durchschnitt 18 Cent pro Kilowattstunde. Und damit nicht genug: Betreibst Du die Solaranlage länger als 20 Jahre, dann fällt die Bilanz noch besser aus. Gegebenenfalls sind erforderliche Instandhaltungsarbeiten in dieser Rechnung bereits berücksichtigt.

Speise den Strom Deiner Photovoltaikanlage ins öffentliche Netz ein, dann erhälst Du dafür eine Vergütung, die sich am Zeitpunkt der Anlageninstallation orientiert und 20 Jahre lang garantiert wird. Bei vollständiger Einspeisung Deines Solarstroms kannst Du mit einer Rendite von sechs Prozent rechnen. Das macht Solaranlagen zu einem sicheren Investment. Die staatlich festgeschriebenen Vergütungssätze für eine Photovoltaikanlage mit 99 kWp, die im Jahr 2020 in Betrieb ging, gestalten sich wie folgt:

  • Bis 10 kWp erhälst Du 9,72 ct/kWh
  • 10 bis 40 kWp erhälst Du 9,45 ct/kWh
  • 40 bis 100 kWp erhälst Du 7,42 ct/kWh

Besonders vorteilhaft ist die Eigennutzung des selbst produzierten Solarstroms. Setzt man die Kosten Deines Solarstroms bei 7 Cent an, dann sparst Du pro Kilowattstunde elf Cent im Vergleich zu herkömmlichem Strom (18 ct/kWh). Die jährliche Rendite durch den Eigenverbrauch des Solarstroms kann dabei auf bis zu 12 Prozent ansteigen.

Kosten und Finanzierung Deiner Solaranlage
Kosten Deiner Solaranlage © Shutterstock: RobertZac

Die PV-Kosten für Stromspeicher, Solarzellen, Wechselrichter und Installation

Gute Argumente für eine Photovoltaikanlage gibt es reichlich. Abseits des verminderten CO2-Ausstoßes halten Solaranlagen heute auch harten wirtschaftlichen Parametern stand. Vielfach sind die erwirtschafteten Renditen beachtlich. Hinsichtlich der Kosten einer Photovoltaikanlage ergeben sich vier zentrale Bereiche:

  1. Solarzellen (ca. 50 Prozent der Gesamtkosten)
  2. Wechselrichter (ca. 25 Prozent der Gesamtkosten)
  3. Stromspeicher (optional)
  4. Installation, Montage, Netzanschluss (ca. 25 Prozent)

Kosten für Solarzellen und Photovoltaik-Module

„Das“ Photovoltaik-Modul“ oder die „Solarzelle“ gibt es nicht. Vielmehr gibt es erhebliche Unterschiede, verschiedene Hersteller und höchst individuelle Einbausituationen. Alles das macht es schwierig, die Kosten von Photovoltaik-Modulen genau zu beziffern. Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Arten von Solarmodulen:

  1. Dünnschichtmodule (750 bis 1.250 Euro/kWp)
  2. Polykristalline Module (700 bis 1.300 Euro/kWp)
  3. Monokristalline Module (1.150 bis 1.700 Euro/kWp)

Kosten für Photovoltaik-Wechselrichter

Da Solarmodule Gleichstrom erzeugen, muss die Energie für die Verwendung in konventionellen Verbrauchsgeräten in Wechselstrom umgewandelt werden. Diese Aufgabe erledigt ein sogenannter Wechselrichter. Entsprechende Geräte werden auch als Inverter oder Konverter bezeichnet.

Die Kosten für Photovoltaik-Wechselrichter belaufen sich für Anlagen auf Einfamilienhäusern zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Tendenz steigend. Als Faustformel zur Kalkulation von Wechselrichtern für Solaranlagen kannst Du rund 200 Euro pro Kilowatt installierter Photovoltaikleistung einsetzen.

Kosten für Montage und Installation einer Solaranlage
Montage und Installation Solaranlage © Shutterstock: anatoliy_gleb

Kosten für Montage und Installation einer Solaranlage

Sofern das Dach ausreichend stabil ist und der Installateur der Anlage es gut erreichen kann, fallen beispielsweise für die Montage einer Anlage mit 7 kWp Kosten in Höhe von 1.500 bis 3.000 Euro an.

Grundsätzlich gilt: Je größer Deine Anlage ausfällt, desto geringer fallen auch die Montagekosten pro Quadratmeter aus. Unterscheidet sich die erforderliche Neigung der Module von der des Dachs, dann musst Du allerdings mit Mehrkosten rechnen.

Solarthermie – Kostenmodelle von Photovoltaikanlagen

Solarthermie – also die Umwandlung von Sonnenenergie in thermische Energie – eignet sich zur Bereitstellung von warmem Wasser und zur Unterstützung der Heizung. Das spart Kosten und schont die Umwelt. Hinsichtlich der Kosten spielen zwei Faktoren eine zentrale Rolle:

  • Einsatzzweck
  • Art des Kollektors
Einsatzzweck der
Solarthermie-Anlage
Flachkollektor
(Fläche pro Person)
Röhrenkollektor
(Fläche pro Person)
Warmes Wasser 1,5m2 1,25m2
Warmes Wasser/Heizung 2,25m2 1,75m2
Art des Kollektors Preis (pro m2)
Röhrenkollektor 600 Euro
Flachkollektor 300 Euro

Beispiel: In einem Einfamilienhaus mit vier Personen soll eine Solarthermieanlage Warmwasser mit Flachkollektoren aufbereiten. Dafür wird eine Kollektorfläche von 6 Quadratmetern benötigt. Multipliziert mit dem Preis der Flachkollektoren ergeben sich die Kosten von rund 1.800 Euro.

Hinzu kommen Kosten für den Solarspeicher und die Montage. Die Größe richtet sich nach der Personenzahl und sollte 80 Liter pro Person betragen – wird die Heizung mit unterstützt sogar 250 Liter. Hinsichtlich der Kosten solltest Du 200 Euro pro 100 Liter Speicherkapazität veranschlagen. Montage und Installation der Solarthermie-Anlage schlagen mit 15 bis 20 Prozent der Gesamtkosten zu Buche.

Dem obigen Beispiel folgend, kostet die Solarthermie-Anlage auf dem Dach ca. 3.000 Euro. (1.800 Euro für Kollektoren, 640 Euro Speicher, 560 Euro Installation und Montage).

Kosten für eine Solaranlage auf dem Dach

Bevorzugte Montageorte von Solaranlagen sind nach wie vor Dächer. Und das nicht ohne Grund, denn: Um eine Solar- oder Photovoltaikanlage wirtschaftlich zu betreiben, benötigst Du vor allem Platz. Schätzungsweise 25 Quadratmeter werden mindestens benötigt. Carports- oder Garagendächer bieten ebenfalls gute Bedingungen für die Installation einer Solaranlage.

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Nahezu ideale Voraussetzungen für Deine Solarstromproduktion bieten Dächer mit südlicher Ausrichtung – auch hinsichtlich der Kosten. Vor allem in der Mittagszeit sorgt die Sonneneinstrahlung für hohe Erträge. Solaranlagen auf Ost-West-Dächern werden meist auf beiden Dachseiten platziert, sodass sowohl die Vormittags- als auch die Nachmittagssonne eingefangen werden kann. Wichtiger Faktor für hohe Stromerträge ist die Dachneigung. Schrägdächer mit Neigungen von 30 bis 55 Prozent liefern die besten Ergebnisse.

Die Aufdach-Montage eines Solardachs ist eine kostengünstige Möglichkeit, um die Module zu platzieren. Dazu werden Dachhaken an den Dachziegeln befestigt. Daran werden sogenannte Montageschienen befestigt, welche die Solarmodule tragen. Voraussetzung einer Aufdach-Montage ist eine ausreichende Tragfähigkeit. Rund 300 Newton pro Quadratmeter sind eine Größenordnung, die Dein Dach aushalten muss. Aus diesem Grund sind reine Blech- oder Flachdächer für Aufdach-Montagen nicht geeignet.

Grundsätzlich gilt auch hier: Die Kosten, um ein Kilowatt peak Leistung zu erreichen, können dem Online-Handwerkerportal MyHammer zufolge bis zu 1.400 Euro betragen – auf die reine Montage entfallen durchschnittlich rund 15 Prozent der Gesamtkosten.

Kosten für Solaranlagen auf Terrassenüberdachungen, Garagendächern oder Carports

Mit einer Solar-Terrassenüberdachung und Photovoltaik-Modulen auf der Garage oder dem Carport schaffst Du geschützte Bereiche und erweiterst Deine Solaranlage. Die Kosten derartiger Anlagen variieren sehr stark. Ein kompletter Carport mit zwei Stellplätzen – ausgestattet mit 24 monokristallinen Solarmodulen (je 265 Wp) ist bereits ab 6.000 Euro erhältlich (gfs. zzgl. Wechselrichter und Solarbatterie).

Kosten einer Solar-Überdachung für die Terrasse summieren sich schnell auf über 10.000 Euro. Die Kosten für Photovoltaik-Anlagen auf Garagendächern orientieren sich an den Preisen entsprechender Anlagen für Einfamilienhäuser.

Kosten Solaranlage Einfamilienhaus
Kosten Solaranlage Einfamilienhaus © Daria Nepriakhina: Unsplash

Kosten für die Solaranlage bei einem Einfamilienhaus

Als Bezugsgröße für die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses kannst Du die Modulfläche und die benötigten Kilowatt peak (kWp) heranziehen. Die Berechnung ist einfach: Ein Kilowatt peak entspricht rund 800 Kilowattstunden (kWh) Strom. Die benötigte Fläche beträgt acht bis zehn Quadratmeter. Und: Rechne pro Person mit einem jährlichen Stromverbrauch von etwa 1.000 Kilowattstunden (kWh).

Beispiel: In einem Einfamilienhaus leben vier Personen. Der Energiebedarf beträgt 4.000 kWh. Demnach muss die geplante Solaranlage über 5 kWp verfügen (1 kWp pro 800 kWh Verbrauch).

Veranschlage Kilowatt peak zwischen 750 und 1.200 Euro für Dein Einfamilienhaus.

Beispiel: Damit kostet die Solaranlage des Einfamilienhauses inklusive Montage rund 6.000 Euro (5 kWp x 1.200 Euro).

Kosten für eine Wärmepumpe und Warmwasser mit Photovoltaik

Wärmepumpen nutzen bis zu 75 Prozent Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser, um Heizwärme zu erzeugen – der Rest aus elektrischer Antriebsenergie. Die Kombination mit einer Solaranlage für Warmwasser kann die Effizienz beider Systeme signifikant erhöhen.

Als Investitionskosten derartiger Anlagen – also Wärmepumpe plus Solar – musst Du mit Beträgen von 14.000 bis 29.000 Euro kalkulieren. Grundlage der nachfolgenden Kalkulation ist ein bestehendes Gebäude mit 150 m2 Wohnfläche (Baujahr 2000) mit einer Gebäudeheizlast von neun kW.

Komponenten Preise (ohne Förderung)
Luft-Wärmepumpe 10.000 bis 14.000 Euro
Erd-Wärmepumpe 16.000 bis 20.000 Euro
Wasser-Wärmepumpe 14.000 bis 18.000 Euro
Warmwasser 4.000 bis 9.000 Euro
Warmwasser
inkl. Heizungsunterstützung
8.000 bis 9.000 Euro
Kosten insgesamt 14.000 bis 29.000 Euro
* Alle Preisangaben verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer aber ohne Montage.
Tab. 2: Die günstigste Kombination stellt eine Luft-Wärmepumpe mit Warmwasseraufbereitung dar. Eine entsprechende Anlage ist ab 14.000 Euro zzgl. der Kosten für die Montage erhältlich.

Kosten für Photovoltaik-Freiflächenanlage

Großanlagen (40 bis maximal 500 Kilowatt peak) sind echte Kraftwerke. Als kalkulatorische Größe kannst Du bei der Planung von einem Anschaffungspreis in Höhe von 1.350 Euro pro Kilowatt peak ausgehen. In diesem Preis sind die Montagekosten enthalten. Kosten für Wartungsarbeiten, Versicherungen und die Baugenehmigung sind dagegen nicht eingerechnet.

Kosten für eine Inselanlage oder Photovoltaik-Wallbox für Elektroautos

Photovoltaische Inselanlagen produzieren Solarstrom nach dem gleichen Prinzip wie netzgebundene Solaranlagen – allerdings netzungebunden. Der produzierte Strom wird sofort verbraucht oder zwischengespeichert – beispielsweise in Elektrofahrzeugen oder in sogenannten Photovoltaik-Wallboxen. Die Kosten dieser Photovoltaik-Anlagen setzen sich zu je einem Drittel aus diesen Faktoren zusammen:

  • Solarmodule
  • Akkumulatoren
  • Installation und Montage

In Abhängigkeit der Leistungsfähigkeit kosten Photovoltaik-Inselanlagen zwischen 8.000 und 11.000 Euro. Wallboxen für den heimischen Gebrauch schlagen mit 1.300 bis 4.000 Euro zu Buche.

Steuern und Versicherungen für Photovoltaik
Steuern und Versicherungen für Photovoltaik © Shutterstock: wutzkohphoto

Photovoltaik in Sachen Finanzamt, Steuern und Versicherungen

Ohne die Themen Finanzamt, Steuern und Versicherungen geht es leider nicht. Das gilt selbstverständlich auch für Deine Solaranlage – zumindest, wenn Du eine Photovoltaik-Anlage betreibst, die regelmäßig Strom ins Netz einspeist. Das gilt nämlich als eine gewerbliche Tätigkeit. Damit unterliegst Du der Steuerpflicht und musst Dich bei Deinem zuständigen Finanzamt anmelden.

Während es bei den Themen Finanzamt und Steuern keine freie Entscheidung für Dich gibt, kannst Du hinsichtlich einer Versicherung nach Deinem Gusto handeln. Eine Pflicht, Deine Anlage zu versichern besteht nicht. Zumindest der Abschluss eines Basisschutzes in Form einer Mitversicherung in der Wohngebäudeversicherung ist jedoch ratsam. Immerhin stellen Photovoltaik-Anlagen jeglicher Größe grundsätzlich eine erhebliche Investition dar. Dringend geboten scheint auch eine Haftpflichtabsicherung.

Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim Finanzamt

Sofern Du nicht einen Steuerberater mit der Anmeldung Deiner Solaranlage beim Finanzamt beauftragst, kannst Du den Fragebogen leicht selbst ausfüllen. Hier geht das praktischerweise online. Alternativ erhältst Du den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung von Deinem zuständigen Finanzamt oder über das Formularcenter der Finanzverwaltung.

Absetzbare Kosten der Photovoltaik, Steuern und der Steuerberater

Die gute Nachricht: Als Unternehmer in Sachen Solarstrom kannst Du entstandene Kosten steuermindernd gelten machen. Eigentlich logisch, aber: Wer in seinem Berufsleben immer abhängig gearbeitet hat, macht damit eine völlig neue Erfahrung. Steuerlich absetzbar sind beispielsweise die Kosten des Betriebs und der Wartung und natürlich die Anschaffungskosten. Gegeben ist die steuerliche Absetzbarkeit bei:

  • Den Kosten für den laufenden Betrieb (Kreditzinsen, Versicherungen, Miete des Stromzählers etc.)
  • Anschaffungskosten der Anlage über die Nutzungsdauer (z. B. Montage, Kauf von Zusatzgeräten)

Kosten für die Versicherung von Photovoltaik und Solaranlagen

Über die Sinnhaftigkeit einer Versicherung der Photovoltaik- oder Solaranlage lässt sich trefflich streiten. Zu empfehlen ist eine Versicherung allemal: Stürme und Überspannungen können Schäden verursachen, die kostspielig werden können. Die Kosten für den Versicherungsschutz Deiner Photovoltaikanlage solltest Du mit 60 bis 250 Euro pro Jahr veranschlagen.

Kosten für Wartung Photovoltaik
Kosten für Wartung Photovoltaik © Shutterstock: anatoliy_gleb

Kosten für Wartung, Umrüsten und Entsorgung von Photovoltaik

Die Wartung einer Solaranlage sorgt nicht nur für die Verfügbarkeit der Technik, regelmäßige Inspektionen erhöhen auch die Lebensdauer. Wer hier spart, spart am falschen Ende. Durchgeführt werden sollten Wartungen im Abstand von zwei Jahren. In puncto Kosten sind Beträge von 100 bis 150 Euro realistisch.

Kosten für die Umrüstung der Photovoltaik für den Eigengebrauch

Sinkende Einspeisevergütungen und das Herausfallen aus der 20-jährigen EEG-Förderung können dazu führen, den Strom der eigenen Photovoltaik-Anlage selbst zu verbrauchen, denn: Eigener Solarstrom ist günstiger als Netzstrom. Die einmaligen Kosten für die Umrüstung einer Solaranlage auf Eigenverbrauch belaufen sich in aller Regel auf 250 bis 300 Euro. Hinzu kommen die Kosten für einen Stromspeicher.

Kosten für den Abbau und die Entsorgung der Photovoltaikanlage

Weil die Photovoltaik keine ganz neue Technologie mehr ist, erreichen immer mehr Anlagen das Ende des Lebenszyklus. Obwohl Solaranlagen bei der Entsorgung nicht als gefährlich eingestuft werden, gelten sie in Deutschland als Sondermüll. Vor diesem Hintergrund kannst Du hinsichtlich der Entsorgungskosten rund 180 Euro je Tonne als Orientierungswert ansetzen.

Photovoltaik-Kostenrechner für Privat und Gewerbe

badenova stellt auf ihrer Internetseite einen einfachen und leicht zu bedienenden Photovoltaik-Kostenrechner zur Verfügung. Gib einfach die entsprechenden Daten im Solar-Rechner ein und fordere ein unverbindliches Angebot an.

Photovoltaik-Kosten umgerechnet pro Quadratmeter

Die Quadratmeterkosten einer Photovoltaikanlage bewegen sich zwischen 150 und 300 Euro. Kalkulationen nach Quadratmetern sind jedoch nicht sinnvoll. Üblicherweise werden Photovoltaikanlagen nach benötigter Anlagenleistung und erwartetem Ertrag dimensioniert.

Photovoltaik-Kosten umgerechnet pro Kilowatt (peak)

Derzeit liegen die Kosten einer Photovoltaikanlage bis 10 kWp bei netto 1.450 Euro pro Kilowatt peak.

Finanzierung von Solaranlagen und Photovoltaik

Wer Stromkosten sparen und gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt leisten möchte, der scheut aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die Investition in eine Photovoltaik- oder Solaranlage. Hinsichtlich einer Finanzierung hält der Markt vielfältige Angebote bereit. Auch der Staat beteiligt sich mit Förderungen an der Verbreitung dieser regenerativen Energiegewinnung.

Finanzierung von Solaranlagen für Gewerbe

Kredit- und Leasinginstitute finanzieren gewerblich Solaranlagen selbst dann, wenn kein Eigenkapital eingesetzt wird. Finanzierungen erfolgen beispielsweise klassisch über ein Zinszahlungsdarlehen oder als Leasing. Ein lohnendes Geschäft für alle Beteiligten: In Zeiten wie diesen sichern Gewerbeunternehmen ihre Liquidität. Banken und Kreditinstitute profitieren dadurch, dass sich die Rentabilitätssituation über die Lebensdauer der Anlage sicher prognostizieren lässt.

Finanzierung von Solaranlagen über KfW

Finanzierungen von Solaranlagen durch die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) haben sich in Deutschland nahezu zu einem Standard etabliert. Die Finanzierung einer Photovoltaikanlage durch das Programm „Erneuerbare Energien – Standard“ ist attraktiv. Die KfW lockt mit einem effektiven Jahreszins von zurzeit 1,03 Prozent – bis zu 50 Millionen Euro pro Vorhaben und bis zu 100 Prozent der Investitionskosten bei 100 Prozent Auszahlung. Allerdings – und das ist ganz wichtig: Die Beantragung des KfW-Kredits muss erfolgen, bevor die Arbeiten begonnen haben.

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Finanzierung von Solaranlagen im Vergleich

Bei der Finanzierung einer Solaranlage kann ein Vergleich der unterschiedlichen Kreditgeber viel Geld sparen. Vorsicht ist geboten, wenn Vergleichsrechner im Internet ihr Angebot nur herausgeben, wenn Du Deine kompletten persönlichen Daten preisgibst. Meist dienen diese Vergleiche als digitales Vertriebselement und Du erhältst telefonische Angebote in großer Zahl. Nutze deswegen lieber die klassischen Vergleichsportale wie Verivox oder Check24.

Rechner für die Finanzierung von Photovoltaik

Schnelle Ergebnisse beim Durchrechnen der Finanzierung einer Photovoltaik-Anlage liefert die Bausparkassen Schwäbisch Hall. Den Online-Finanzierungsrechner einer Solaranlage findest Du hier.

Zusammenfassung/Fazit über Kosten und Finanzierung

Photovoltaik- und Solaranlagen produzieren regenerativen Strom. Sauber. Zuverlässig. Und sicher. Die Technik ist robust und hat sich im Alltag bewährt.

Mit der Einspeisevergütung des Staats und zinsgünstigen Krediten der KfW – teilweise sogar ohne Eigenleistungen erhältlich – steht ein attraktiver Rahmen für ein sicheres Investment zur Verfügung. Die Zeit scheint gekommen, um den Umstieg auf die regenerativen Energien anzugehen.

Wer die Kosten für seine Solaranlage im Blick behält, der erntet Strom aus regenerativen Quellen und kann dabei eine Menge Geld einsparen.

Headerbild: © Shutterstock: LGieger