Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)

Neubau und Transformation von Wärmenetzen

Mit der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) unterstützt die Bundesregierung gezielt den Neubau und die Transformation von Wärmenetzen. Daher ist die BEW-Machbarkeitsstudie der nächste Schritt zur klimaneutralen Wärmeversorgung Ihrer Kommune.

Die BEW verfolgt dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Nicht nur einzelne Technologien, sondern das Wärmenetz als Gesamtsystem, wird gefördert. Ziel ist es, neue Netze mit mindestens 75 Prozent erneuerbaren Energien zu realisieren und bestehende Netze zukunftssicher auf erneuerbare Energien und Abwärme umzustellen. 

Ein zentrales Instrument dieser Förderung ist die Machbarkeitsstudie - sie bildet die Grundlage für eine fundierte Planung.

Unsere Leistungen im Rahmen der BEW-Machbarkeitsstudie

Unsere Machbarkeitsstudien bieten Ihnen planerische Expertise mit maximalem ökologischem und ökonomischem Nutzen. Wir erstellen eine antragskonforme Ausarbeitung mit Fokus auf: 

  • innovative Systemlösungen für Wärmenetze 

  • Definition des Zieltemperaturniveaus 

  • Identifikation und Analyse der Wärmesenken 

  • Ermittlung und Darstellung von Lastgängen 

  • Dimensionierung der regenerativen Wärmequellen 

  • Integration von Wärmespeichern 

  • Bewertung der Klimaverträglichkeit und Genehmigungsfähigkeit 

  • Berücksichtigung der Strommarktdienlichkeit bei Sektorkopplung 

  • effiziente Gestaltung der Hausübergabestationen 

  • Zeit- und Maßnahmenplanung 

  • optionale Trassenprüfung zur Bewertung von Verlegekorridoren 

  • optionale Probebohrung zur Voruntersuchung eines Grundwasserbrunnens o.ä. 

Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)

Die planerische Entwicklung eines Wärmenetzes nach BEW-Richtlinien beginnt mit einer durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) förderfähigen Machbarkeitsstudie (Fördermodul I).

Diese untersucht und vergleicht verschiedene technologische und wirtschaftliche Konzepte zur netzbasierten Wärmebereitstellung. Dabei wird geprüft: 

  • welche Wärmequellen (z. B. Solarthermie, Wärmepumpen, Geothermie, Abwärme) zum Einsatz kommen können
  • wie die Wärmenetze dimensioniert und betrieben werden müssen
  • wie sich Lastgänge und Wärmesenken (Verbraucheranschlüsse) darstellen
  • wie durch den Einsatz von Wärmespeichern, Sektorenkopplung (z. B. Wärme, Strom, Kälte) und ein intelligentes Monitoring eine zukunftsfähige Energieinfrastruktur geschaffen werden kann

Netze können dabei entweder als Niedertemperatur-Systeme (zum Beispiel 60 °C Vorlauf, 30 °C Rücklauf) oder als sogenannte Anergienetze (mit Vorlauftemperaturen zwischen 5 und 20 °C für Wärmepumpen) konzipiert werden. 

Wärmeleitungen im Sonnenlicht

Förderbedingungen und Leistungen

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Machbarkeitsstudien mit 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Förderfähig sind sowohl neue Wärmenetze als auch Transformationspläne für bestehende Netze. 

Im Anschluss an die Machbarkeitsstudie können basierend auf den Ergebnissen auch Investitionen in Infrastruktur sowie Betriebskosten bestimmter Technologien (zum Beispiel strombetriebene Wärmepumpen oder Solarthermie) gefördert werden. 

Haben Sie Fragen?

Wir sind gerne für Sie da und beantworten Ihre Fragen rund um die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze. Gerne unterstützen wir auch bei einer BEW-Machbarkeitsstudie.