Gasverbrauch berechnen & senken - So geht's einfach!

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Warum ist die Berechnung des Gasverbrauchs wichtig?

Ein zu hoher Gasverbrauch bedeutet nicht nur steigende Gaskosten, sondern wirkt sich auch auf den CO₂-Ausstoß aus. Eine präzise Berechnung hilft Ihnen, Ihren Verbrauch zu optimieren, effizienter zu heizen und Energiekosten zu senken. Besonders im Winter, wenn der Heizbedarf steigt, kann eine bewusste Nutzung den Energieverbrauch erheblich reduzieren. Nutzen Sie unsere praktischen Rechner, um Ihren Energieverbrauch einfach und schnell umzurechnen.

Ein hoher Gasverbrauch kann Kosten in die Höhe treiben und die Umwelt belasten. Wir zeigen Ihnen anschaulich, wie man den Gasverbrauch berechnen kann, um Geld und Energie zu sparen. Zudem erfahren Sie in unserem Blog-Beitrag alle weiteren Hintergrundinformationen, die die Berechnung des Gasverbrauchs beeinflussen.

Gasverbrauch berechnen – So geht's

Um die eigene Lage besser einschätzen zu können, können Sie Ihren Gasverbrauch berechnen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Verbrauch ermitteln, die Jahresrechnung überprüfen oder die Heizkosten einer neuen Wohnung einschätzen können.

Eine potenzielle Hürde auf dem Weg zum Ergebnis ist für viele die Verwendung unterschiedlicher Einheiten. Während der heimische Gaszähler den Verbrauch in Kubikmeter (m³) angibt, weist die Rechnung die gelieferte Gasmenge in Kilowattstunden (kWh) aus.

Die Formel zur Berechnung des Gasverbrauchs ist:
Kubikmeter (m³) x Brennwert (kWh/m³) x Zustandszahl = Kilowattstunden (kWh)

Symbole zur Veranschaulichung der Berechnung des Gasverbrauchs: Kubikmeter, Heizwert und Zustandszahl, was zu Kilowattstunden führt.
Gasverbrauch berechnen - Infografiik der Formel zur Berechnung

Brennwert? Zustandszahl? Der Brennwert beschreibt die Qualität des Gases und gibt an, wie viel Energie ein Kubikmeter Gas enthält. Angegeben wird der Wert in Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³). Üblicherweise liegt der Brennwert zwischen 8,0 und 12,5 kWh/m³. Die Zustandszahl bleibt ohne Einheit und beschreibt das Verhältnis des Gasvolumens vom Normzustand (Temperatur 0 Grad Celsius, Druck 1 bar) zum Betriebszustand bei Ihnen zu Hause.

Haben Sie noch Fragen?

Brennwert und Zustandszahl finden Sie auf der letzten Gasrechnung. Sollte Ihnen die Abrechnung nicht vorliegen, dann können Sie uns für Nachfragen montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr unter der kostenlosen Rufnummer 0800 2 79 10 20 erreichen.

Online Gasumrechner m³ in kWh

Nutzen Sie unseren Gasrechner, um Ihren Verbrauch einfach und schnell umzurechnen. Geben Sie Ihre Werte ein und erhalten Sie die Umrechnung in Kilowattstunden (kWh).

Falls Sie eine Beispielrechnung suchen, finden Sie weiter unten einige konkrete Berechnungen für unterschiedliche Haushalte und Gebäudearten.

Jahresverbrauch in m3:

Brennwert:

Zustandszahl:

Gasverbrauch in kWh:

Bitte Werte eingeben und "Berechnen" klicken.

Schnelle Umwandlung von m³ in kWh – eine einfache Regel

Wenn Sie Ihren Gasverbrauch von Kubikmetern in Kilowattstunden umrechnen möchten, gibt es eine einfache Faustregel: Multiplizieren Sie Ihr Gasvolumen in m³ mit dem Faktor 10. Dies ist eine Näherung, denn der tatsächliche Umrechnungswert kann je nach Energieversorger und Gasbeschaffenheit variieren. Bedenken Sie, dass dies nur ein Richtwert ist und für genaue Abrechnungen die exakten Umrechnungsfaktoren verwendet werden sollten.

Die einfache Faustregel zur Umrechnung:
Gasverbrauch in m³ × 10 ≈ Gasverbrauch in kWh

Diese Regel liefert eine grobe Schätzung, da der exakte Wert von Brennwert und Zustandszahl abhängt. Für genauere Berechnungen sollten Sie die oben genannte Formel nutzen oder unseren Gasverbrauchsrechner verwenden.

Die Bedeutung des Brennwerts

Der Brennwert ist ein Maß dafür, wie viel Energie in einem Kubikmeter Gas steckt. Je höher der Brennwert, desto mehr Wärme kann erzeugt werden. Er wird in kWh/m³ angegeben und kann auf Ihrer Gasrechnung oder von Ihrem Energieversorger in Erfahrung gebracht werden. Der Brennwert ist entscheidend, um den tatsächlichen Energiegehalt Ihres Gases zu bestimmen.

Einfluss von Druck und Temperatur – die Zustandszahl

Die Zustandszahl (Z) korrigiert den gemessenen Gasverbrauch auf die Standardbedingungen (Normzustand) von Druck und Temperatur. Sie berücksichtigt, dass Gas sich je nach Druck und Temperatur ausdehnt oder zusammenzieht. Die Zustandszahl variiert regional und saisonal und ist für eine exakte Umrechnung unerlässlich.

Gasverbrauch berechnen – Beispiel

Ihre Rechnung weist einen Gasverbrauch von 1.000 Kubikmeter (m³) aus. Der Brennwert liegt bei 10 Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³) und die Zustandszahl bei 0,9. Daraus ergibt sich folgender durchschnittlicher Gasverbrauch pro Jahr:
1000 m³ x 10 kWh/m³ x 0,9 = 9.000 kWh

Dieser Wert hilft Ihnen, Ihren Verbrauch mit dem Durchschnitt zu vergleichen. Falls Ihr Verbrauch deutlich höher ist, könnten mangelhafte Wärmedämmung, ein veraltetes Heizsystem oder ein ineffizientes Heizverhalten die Ursache sein.

Gasverbrauch nach Haushaltsgröße

Gasverbrauch für 1 Person

Ein 1-Personen-Haushalt verbraucht durchschnittlich 5.000 bis 6.000 kWh pro Jahr.

Gasverbrauch für 2 Personen

Ein 2-Personen-Haushalt benötigt ca. 10.000 bis 12.000 kWh jährlich, abhängig von Wohnfläche und Nutzung von Warmwasser.

Gasverbrauch in Mehrfamilienhäusern

Je größer Ihre Wohnfläche ausfällt, desto mehr Gas werden Sie benötigen. Die Gebäudebeschaffenheit beeinflusst auch den Gasverbrauch. Eine schlechte Dämmung, wie bei Altbauten, führt zu einem höheren Verbrauch, während moderne, gut gedämmte Mehrfamilienhäuser den Verbrauch senken können.

In Ein- und Zweifamilienhäusern ist der Gasverbrauch pro Quadratmeter im Vergleich zu Mehrfamilienhäusern signifikant höher.

Anhand unserer Formeln können Sie Ihren Gasverbrauch schnell und unkompliziert selbst berechnen. Dazu benötigen Sie die Quadratmeterzahl Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses und den durchschnittlichen Jahresverbrauch an Gas pro Quadratmeter.

Nutzen Sie dazu folgende Berechnungsgrößen: Wird ausschließlich geheizt, so liegt dieser Wert in Einfamilienhäusern und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bei rund 140 kWh. Beziehen Sie zusätzlich Warmwasser, dann liegt der Wert bei 160 kWh. Für die Berechnung des durchschnittlichen Jahresverbrauchs werden beide Werte miteinander multipliziert. Die Formel dazu lautet:

Wohnfläche in Quadratmeter x Gasverbrauch in kWh pro Quadratmeter = durchschnittlicher Jahresverbrauch in kWh

Berechnungsbeispiel: Einfamilienhaus | Heizen

Wohnfläche: 150 m2

Gas für Heizung: 140 kWh

150m2 x 140 kWh = 21.000 kWh

Berechnungsbeispiel: Einfamilienhaus| Heizen und Warmwasser

Wohnfläche: 150 m2

Gas für Heizung: 160 kWh

150m2 x 160 kWh = 24.000 kWh

Berechnungsbeispiel: Wohnung Mehrfamilienhaus| Heizen

Wohnfläche: 75 m2

Gas für Heizung: 140 kWh

75m2 x 140 kWh = 10.500 kWh

Berechnungsbeispiel: Wohnung Mehrfamilienhaus| Heizen und Warmwasser

Wohnfläche: 75 m2

Gas für Heizung: 160 kWh

75m2 x 160 kWh = 12.000 kWh

So setzen sich die Kosten für Gas zusammen

Die Kosten für die Gasversorgung werden maßgeblich durch die Infrastruktur bestimmt. Ein komplexes Netz aus Pipelines, Speichern und Verteilstationen gewährleistet die kontinuierliche Versorgung der Verbraucher:innen.

Laut BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) setzen sich die Kosten für Erdgas aus mehreren Bestandteilen zusammen:
1. Gasbeschaffung und Vertrieb – abhängig von Marktpreisen
2. Netzentgelte – Gebühren für den Gastransport
3. Steuern und Abgaben – inklusive CO₂-Steuer, die den Preis erhöht

Die Gebühren für die Netzentgelte sind notwendig, um die Gasversorgungsinfrastruktur zu warten und auszubauen. Sie stellen sicher, dass das Gasnetz zuverlässig funktioniert und die Versorgungssicherheit gewährleistet ist.

Je nach Gasanbieter und Tarif können sich die Preise stark unterscheiden. Ein regelmäßiger Vergleich lohnt sich, um einen günstigen Gastarif zu finden.

Die stark schwankenden Preise und die von der Bundesregierung beschlossene Mehrwertsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent (bis Ende März 2024) haben die tatsächlichen Kosten für Gas durcheinandergebracht. Zu Ihrer Orientierung, wie sich die Kosten vor dem Beginn des Ukrainekriegs bei Ein- und Mehrfamilienhäusern zusammengesetzt haben, greifen wir an dieser Stelle auf eine Übersicht des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) aus dem Jahr 2017 zurück.

Durchschnittliche Zusammensetzung des Gaspreises für Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Steuern und Abgaben: Einfamilienhaus (EFH) 26 %, Mehrfamilienhaus (MFH) 27 %
Regulierte Netzentgelte (inkl. Messung, Abrechnung, Messstellenbetrieb): Einfamilienhaus (EFH) 27 %, Mehrfamilienhaus (MFH) 25 %
Gasbeschaffung, Vertrieb: Einfamilienhaus (EFH) 47 %, Mehrfamilienhaus (MFH) 48 %

Wenn Sie wissen wollen, was eine Kilowattstunde oder ein Kubikmeter Gas tatsächlich kostet, dann empfiehlt sich ein Blick auf die Rechnung. Bei klassischen Tarifmodellen weisen die Anbieter in aller Regel die Kosten für eine Grundgebühr aus. Diese wird unabhängig vom tatsächlichen Gasverbrauch monatlich erhoben.


Einfamilienhaus (EFH)

Mehrfamilienhaus (MFH)

Steuern und Abgaben

26 %

27 %

Regulierte Netzentgelte (inkl. Messung, Abrechnung, Messstellenbetrieb)

27 %

25 %

Gasbeschaffung, Vertrieb

47 %

48 %

Durchschnittliche Zusammensetzung des Gaspreises für Ein- und Mehrfamilienhäuser.

Durchschnittlicher Gasverbrauch in Deutschland

Wenn Erdgas in einem Haushalt ausschließlich zur Beheizung genutzt wird, hängt der Gasverbrauch nicht unbedingt von der Anzahl der Personen ab, die im Haushalt leben, sondern viel mehr von der Wohnungsfläche. Es spielt keine Rolle, ob zwei oder vier Personen in einer 80 m² großen Wohnung leben, in der alle Zimmer beheizt werden. Daher wird der Gasverbrauch primär von der Größe der Wohnung und der Heizleistung der Gasanlage bestimmt:

Wohnfläche (m²)

Durchschnittlicher Gasverbrauch pro Jahr (Heizen in kWh)

bis 40 m²

4.000 - 5.600 kWh

50 m²

7.000 kWh

60 m²

8.400 kWh

70 m²

9.800 kWh

80 m²

11.200 kWh

90 m²

12.600 kWh

100 m²

14.000 kWh

120 m²

18.000 kWh

140 m²

21.000 kWh

160 m²

24.000 kWh

über 200 m²

32.000 - 40.000+ kWh

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese nur ein Durchschnittswert sind und dass der tatsächliche Gasverbrauch je nach den individuellen Umständen eines Haushalts erheblich variieren kann.

Gasverbrauch nach Personenzahl

Der Gasverbrauch hängt auch davon ab, ob das Gas nur für die Heizung oder auch für das Warmwasser genutzt wird. Für das Warmwasser verbrauchen drei Personen zwischen 1.800 und 2.400 kWh im Jahr:

Haushaltsgröße

Durchschnittlicher Gasverbrauch
(Warmwasser, Angabe pro Jahr)

1 Person

600 – 800 kWh

2 Personen

1.200 – 1.600 kWh

3 Personen

1.800 – 2.400 kWh

4 Personen

2.400 – 3.200 kWh

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese nur ein Durchschnittswert sind und dass der tatsächliche Gasverbrauch je nach den individuellen Umständen eines Haushalts erheblich variieren kann.

Gasverbrauch in Altbau oder Neubau

Auch die Gebäudeart ist von Bedeutung. So verlieren frei stehende Einfamilienhäuser mehr Wärme als Reihenhäuser – Altbauten mehr als neue.

Die Formel lautet hier: je mehr Außenwände, desto höher fallen Wärmeverlust und durchschnittlicher Gasverbrauch aus.

Die Tabelle 3 verdeutlicht die Größenordnungen. Auffällig: Im Vergleich zu Immobilien, die vor 1977 gebaut wurden, benötigen Neubauten mit effektivem Dämmsystem nur noch 30 Prozent der Energie im Vergleich zu Häusern, die vor dem Jahr 1997 ohne Wärmeschutz gebaut wurden.

Art der Immobilie

Bis 1977

Ab 2022

Neubauten

Wohnung 40 m2

9.000 kWh

4.900 kWh

750 – 3.000 kWh

Wohnung 60 m2

14.800 kWh

7.300 kWh

1.100 – 4.400 kWh

Wohnung 85 m2

21.000 kWh

10.400 kWh

1.600 – 6.300 kWh

Reihenhaus 100 m2

20.000 kWh

10.000 kWh

1.500 – 6.300 kWh

Reihenhaus 120 m2

24.000 kWh

12.000 kWh

1.800 – 7.500 kWh

Einfamilienhaus 140 m2

28.000 kWh

14.000 kWh

2.200 – 8.750 kWh

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese nur ein Durchschnittswert sind und dass der tatsächliche Gasverbrauch je nach den individuellen Umständen eines Haushalts erheblich variieren kann.

Der Gasverbrauch kann häufig von der Art der Heizung abhängen. Moderne Brennwertkessel sind in der Regel effizienter als ältere Heizungen, da sie mehr Wärme aus dem Gas gewinnen können. Außerdem gibt es auch alternative Heizungssysteme wie Wärmepumpen oder Solarkollektoren, die deutlich weniger Gas verbrauchen oder sogar gänzlich auf Gas verzichten.

Ein moderner Brennwertkessel hat zum Beispiel einen Wirkungsgrad von bis zu 98%, während ältere Heizungen oft nur einen Wirkungsgrad von 70% oder weniger haben.

Gasverbrauch reduzieren - Energiespartipps

Sollten Ihre Gasrechnungen aus der Vergangenheit aber wiederholt Nachzahlungen ausgewiesen haben, dann deutet das auf Sparpotenziale hin. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Gasverbrauch reduzieren können.

Richtige Heiztemperatur

Heizen mit zu hohen Temperaturen kann mächtig ins Geld gehen. Vor allem, wenn ein einziges Thermostat die Temperatur Ihres Hauses regelt, kann der Gasverbrauch schnell in unnötige Höhen schnellen. Wenn Sie Nachzahlungen durch einen zu hohen Gasverbrauch vermeiden möchten, dann empfiehlt sich als Sofortmaßnahme ein Blick auf das Thermometer.

Raumtemperaturen von 20 bis 21 Grad Celsius sorgen für eine angenehme Wärme und halten Ihren Gasverbrauch in Schach. Badezimmer können mit bis zu 23 Grad Celsius ein wenig wärmer werden. Im Schlafzimmer reichen in der Regel 18 Grad Celsius aus. Auch eine Nachtabsenkung der Temperatur ist sinnvoll. Weniger ist hier mehr. Nicht nur das Klima profitiert davon, sondern auch Ihr Geldbeutel. Laut der Stiftung Warentest reduziert das Absenken der Raumtemperatur von 22 auf 21 Grad Celsius den Gasverbrauch so, dass die Heizkosten um rund sechs Prozent sinken. Das bedeutet: Ursache für einen zu hohen Gasverbrauch sind vielfach zu hohe Temperaturen.

Dicht machen

Tür zu! Erinnert Sie das auch an Ihre Kindheit? Dieser Hinweis ist dabei so einfach wie wirkungsvoll. Um Ihren Gasverbrauch zu senken, ist es ratsam, die Türen zu den Haupträumlichkeiten geschlossen zu halten. Offene Türen heizen Ihren Flur mit und sorgen dafür, dass Ihr Gasverbrauch höher ausfällt.

Selten genutzte Räume müssen Sie nicht immer auf die Wohlfühltemperatur aufheizen. Und nicht vergessen, dichtmachen, lohnt sich auch hier: Rollläden und Vorhänge vermindern den Wärmeverlust nach draußen. Dicht schließende Türen und Fenster senken Ihren Gasverbrauch ebenfalls. Hierfür benötigtes Dichtband und Gummidichtungen gibt es für wenig Geld im Baumarkt.

Eine Hand, die einen silbernen Türgriff an einer hellgrauen Tür umklammert und bereit ist, sie zu öffnen.
Türen geschlossen halten, um den Gasverbrauch zu senken © Shutterstock

Längere Abwesenheit

Wenn Sie für längere Zeit nicht zu Hause sind, etwa im Urlaub oder auf Dienstreise, können Sie Ihren Gasverbrauch deutlich senken, indem Sie Ihre Gastherme ausschalten. So verhindern Sie, dass sich Ihr Haus oder Ihre Wohnung während Ihrer Abwesenheit unnötig aufheizt und reduzieren gleichzeitig den Energieverbrauch.

Bitte beachten Sie: Die Außentemperaturen sollten nicht so niedrig sein, dass Wasserleitungen einfrieren könnten. Moderne Heizungsanlagen verfügen über sogenannte Ferienprogramme, die die Heizung in Bereitschaft halten und bei Bedarf automatisch aktivieren. Alternativ können Sie auch Ihre Nachbarn bitten, sich während Ihrer Abwesenheit um die Heizung zu kümmern. Vor Ihrer Abreise sollten Sie die Thermostate an den Heizkörpern auf die Frostschutzstellung (Sternchen-Symbol) einstellen.

Smarte Wärme

Moderne Heizungsanlagen unterstützen Sie dabei, Ihren Gasverbrauch effizient zu senken. Die Technik ermöglicht es Ihnen, konstante Temperaturen zu definieren und eine maximale Raumtemperatur festzulegen. Wird diese erreicht, schaltet sich die Heizung automatisch ab.

Viele Systeme lassen sich sogar bequem per Smartphone steuern. Je nach Ausstattung können Sie die Heizung automatisch aktivieren, wenn Sie nach Hause kommen, oder durch individuelle Einstellungen den Verbrauch weiter optimieren.

Weitere Informationen zum Thema smarte Wärme finden Sie ebenfalls hier auf unserem Blog.

Heizkörper entlüften

Luft im Heizungssystem kann den Gasverbrauch erhöhen – oft lange bevor das typische Gluckern hörbar wird. Regelmäßiges Entlüften ist daher eine einfache und wirkungsvolle Maßnahme zur Verbrauchsreduzierung.

Wie Sie Ihre Heizkörper richtig entlüften, erfahren Sie im Beitrag „Heizung entlüften“.

Heizkörper freihalten

Kleidung auf Heizkörpern ist eine häufige Ursache für erhöhten Gasverbrauch. Wenn Ihre Heizkörper frei zugänglich sind, können Sie bis zu zehn Prozent Heizenergie einsparen. Zusätzlich lässt sich der Verbrauch mit alubeschichteten Dämmmatten weiter senken. Diese erhalten Sie im Baumarkt und bringen sie direkt hinter dem Heizkörper an der Wand an. Das Material reflektiert die Wärme zurück in den Raum und verbessert die Effizienz.

Richtig lüften

Richtiges Lüften hilft nicht nur gegen schlechte Luft, sondern auch beim Energiesparen. Statt dauerhaft gekippter Fenster empfiehlt sich kurzes Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern – besonders während der Heizperiode reichen bereits fünf Minuten aus.

Tipps zum richtigen Lüften finden Sie im Beitrag „Heizen und Lüften – Energiespartipps“.

Bewusster Umgang mit Energie

Ein bewusster Umgang mit Heizenergie senkt nicht nur Ihre Gaskosten, sondern auch den CO₂-Ausstoß. Prüfen Sie auch Ihren Stromverbrauch, da dieser oft parallel zum Gasverbrauch steigt – insbesondere bei elektrischen Zusatzheizungen im Winter.

Durchschnittlicher Gasverbrauch in Deutschland

Wie hat sich der Gasverbrauch in Deutschland entwickelt?

Laut Bundesnetzagentur wurden im Jahr 2024 insgesamt 844 TWh Gas verbraucht – ein Anstieg um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (811,5 TWh). Dennoch liegt der Verbrauch weiterhin 14 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021.

Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen Haushalten, Gewerbe und Industrie:

  • Haushalte und Gewerbekunden sparten 17 Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2018–2021.

  • Industriekunden reduzierten ihren Verbrauch um 12 Prozent.

  • 2024 entfielen rund 39 Prozent des gesamten deutschen Gasverbrauchs auf Haushalte und Gewerbe, während 61 Prozent von Industriekunden genutzt wurden.

Wetter und Gasverbrauch

Ein wesentlicher Einflussfaktor auf den Gasverbrauch sind die Außentemperaturen. Im Jahr 2024 lagen die Durchschnittstemperaturen etwa 0,9 Grad über dem Mittel der Jahre 2018–2021. Besonders der Februar war mit 4,4 Grad über dem Monatsmittel ungewöhnlich mild, während Januar und Dezember jeweils 0,5 Grad kälter waren als in den Vorjahren.

Diese milden Wintermonate führten zu einem geringeren Heizbedarf und damit zu einem niedrigeren Gasverbrauch in privaten Haushalten. Dennoch zeigt sich, dass Witterungsschwankungen eine große Rolle für den individuellen Verbrauch spielen.

Fazit: Gasverbrauch im Blick behalten

Die Berechnung und Analyse Ihres Gasverbrauchs hilft Ihnen, Einsparpotenziale zu erkennen. Mit effizientem Heizverhalten, moderner Technik und einem passenden Gastarif können Sie Ihre Energiekosten senken und gleichzeitig die Umwelt schonen.

Wenn Sie sich für einen passenden Gastarif interessieren, nutzen Sie gerne unseren Tarifvergleichsrechner, um verschiedene Angebote zu vergleichen.