Eine Heizungsanlage ist im Jahr in Deutschland 1.500 bis 2.500 Betriebsstunden im Einsatz. Eine sehr hohe Belastung für ein Heizsystem. Sollten Sie Ihre Heizungsanlage, auch wenn sie scheinbar reibungslos läuft, trotzdem warten lassen?
Als betreibende Person einer Heizungsanlage sind Sie nach der Energieeinsparungsverordnung (EnEV, Paragraph 11, 3) verpflichtet, die Betriebssicherheit Ihrer Anlage zu gewährleisten und eine professionelle Wartung vornehmen zu lassen. Wie oft diese Wartung durch einen Fachbetrieb erfolgen muss, ist nicht festgelegt.
"Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung sind von der betreibenden Person sachgerecht zu bedienen. Komponenten mit wesentlichem Einfluss auf den Wirkungsgrad solcher Anlagen sind von der betreibenden Person regelmäßig zu warten und instand zu halten. Für die Wartung und Instandhaltung ist Fachkunde erforderlich."
Quelle: Gesetze im Netz u.a. das Gebäudeenergiegesetz
Wie oft muss ich meine Heizung warten lassen?
Gleich vorweg die wichtigsten Gründe, warum Sie Ihre Heizung regelmäßig warten und überprüfen lassen sollten:
zuverlässiger Heizbetrieb ohne unerwartete Ausfälle
sinkende Heizkosten durch Reinigung und Optimierung der Heizungsanlage
längere Lebensdauer durch rechtzeitiges Ersetzen von Verschleißteilen
Reduzierung des CO₂-Ausstoßes durch eine energieeffizient arbeitende Anlage
Beitrag zur Energiewende durch nachhaltigen Heizbetrieb
Je nach Heizungsart variieren die empfohlenen Intervalle für die Wartung:
Gasheizung: jährlich
Ölheizung: jährlich
Pelletheizung: jährlich, bei hoher Nutzung auch halbjährlich
Wärmepumpe: alle 1–2 Jahre
Hybrid- oder Solarsysteme: abhängig vom System – meist alle 2 Jahre
Eine regelmäßige Wartung senkt nicht nur den Energieverbrauch, sondern vermeidet unnötige Emissionen. So trägt sie aktiv zum Klimaschutz bei und unterstützt die staatlichen Klimaziele.
Eine jährliche Heizungswartung macht Sinn. Auch die Hersteller von Heizungsanlagen schreiben eine jährliche Wartung vor. Anderenfalls erlischt in den meisten Fällen die Gewährleistungspflicht bei Schäden, die aufgrund schlechter oder unterlassener Wartung zurückzuführen sind. Das bedeutet, dass Sie für alle Reparaturkosten selbst aufkommen müssen. In diesem Fall werden sie nicht von Seiten des Herstellers oder Ihrer Versicherung übernommen.
Auch der Schornsteinfeger kann Ihnen bei der jährlichen Überprüfung eine Frist zur Wartung Ihrer Heizungsanlage setzen. Das ist dann der Fall, wenn Ihre Abgaswerte erhöht sind.
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Nach jeder Wartung sollten Sie sich ein Wartungsprotokoll aushändigen lassen. Dieses Dokument enthält Angaben zu durchgeführten Arbeiten, Messergebnissen und Empfehlungen. Es dient als Nachweis bei Garantieansprüchen und gegenüber der Versicherung.
Wichtig zu wissen: Verschleißteile wie Dichtungen, Düsen oder Filter sind nicht von der Gerätegarantie abgedeckt. Sie müssen regelmäßig ersetzt werden. Als Hauseigentümer:in sollten Sie deshalb prüfen, ob sich ein Wartungsvertrag mit einem Fachbetrieb lohnt – vor allem wenn Sie langfristig Kosten sparen und Ihre Anlage rechtssicher betreiben wollen.
Wartung der Gasheizung
Bei der korrekten Wartung einer Gasheizung wird zunächst überprüft, ob alle wichtigen Komponenten des Heizsystems noch reibungslos und sicher funktionieren. Dazu gehört die Einschätzung des Abnutzungsgrads, der Korrosion sowie eine Dichtigkeitsprüfung – ein Muss bei jeder Wartung.
Die folgenden Wartungsarbeiten gehören typischerweise zur jährlichen Überprüfung durch einen Fachbetrieb:
Gasbrenner und Brennraum (Verschmutzungsgrad)
Verbrennungsluft-Zufuhr und Abgasführung
Betriebstemperatur und -druck
Ventile der Heizungsanlage
Eine regelmäßig durchgeführte Wartung schützt nicht nur vor teuren Reparaturen, sondern senkt auch das Risiko von sicherheitsrelevanten Problemen. Besonders gefährlich sind unerkannte Gaslecks oder Kohlenmonoxidbildung. Ein defekter Wärmetauscher kann bei fehlender Belüftung sogar lebensgefährlich werden.
Auch wirtschaftlich lohnt sich eine fachgerechte Wartung: Wenn der Brenner optimal eingestellt ist, senkt das den Gasverbrauch deutlich. Dadurch entstehen langfristige Einsparungen, und zentrale Bauteile wie Sensoren oder Zündelektroden halten wesentlich länger.
Der Schornsteinfeger überprüft Heizungsanlagen nach gesetzlichen Vorgaben – insbesondere nach der Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO) sowie der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV). Dabei misst er z. B. die Abgaswerte oder inspiziert den Abgasweg.
Er übernimmt jedoch keine Reinigung im Sinne einer Wartung. Aufgaben wie die Reinigung des Brenners, das Austauschen von Verschleißteilen oder die Funktionsprüfung der Heizungsregelung fallen in den Zuständigkeitsbereich eines Heizungsfachbetriebs.
Die Häufigkeit der Schornsteinfegerarbeiten richtet sich nach Art, Leistung und Alter der Anlage. Typische Intervalle:
Die Überprüfung des Abgaswegs erfolgt meist jährlich
Die Feuerstättenschau findet alle 3 bis 4 Jahre statt
Die Emissionsmessung nach BImSchV erfolgt je nach Anlagentyp jährlich oder alle 2–3 Jahre
Grundsätzlich sollte deshalb eine Heizungswartung einmal im Jahr vorgenommen werden. Bei größeren Heizanlagen über 50 kW können auch zwei Wartungen jährlich sinnvoll sein.
Ideal ist ein Termin vor Beginn der nächsten Heizperiode, um die Heizungsanlage überprüfen und für den nächsten Winter startklar zu machen.
Gasheizung – Wartungscheck:
Reinigung von Gasbrenner und Brennraum
Überprüfung der Dichtheit der Gasleitungen
Kontrolle von Zündung, Ventilen, Abgasführung
Messung der Betriebstemperatur und des Gasdrucks
Prüfung der Verbrennungsluftzufuhr
Dokumentation der Abgaswerte
Wartung der Ölheizung
Durch eine regelmäßige Reinigung und Überprüfung wird Ihre Ölheizung optimal eingestellt und arbeitet dadurch verbrauchsärmer. Das senkt nicht nur die Heizkosten, sondern trägt auch zur Reduzierung von CO₂-Emissionen bei – ein wichtiger Aspekt in Zeiten der Energiewende.
Wird eine Ölheizung nicht regelmäßig gewartet, kann es zu unerkannten Verpuffungen, erhöhter Rußbildung oder sogar Brandgefahr kommen. Besonders kritisch ist es, wenn alte Anlagen ohne moderne Sicherheitsabschaltungen betrieben werden.
Langfristig lohnt sich die Investition in eine regelmäßige Wartung: Sie vermeiden nicht nur hohe Reparaturkosten, sondern verlängern auch die Lebensdauer wichtiger Bauteile wie Brenner, Zündung und Pumpe. Ein durchschnittlicher Brennerwechsel kann mehrere Hundert Euro kosten – regelmäßige Checks helfen, das zu vermeiden.
Ölheizung – Wartungscheck:
Reinigung von Brenner, Wärmetauscher und Abgasrohren
Austausch des Ölfilters - je nach Herstellerangabe (häufig alle 2 Jahre).
Einstellung des Öldrucks und der Brennerleistung
Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen
Nachfüllen von Heizwasser, Entlüftung der Heizkörper
Messung und Dokumentation der Abgaswerte (durch den Fachbetrieb)
Unser Tipp: Heizung entlüften
Wenn Sie unangenehme gluckernde Geräusche aus Ihren Heizkörpern vernehmen sollten, ist es an der Zeit, die Entlüftung Ihrer Heizung in Betracht zu ziehen. Dieser Schritt spielt eine entscheidende Rolle bei der Maximierung der Heizungseffizienz, der Senkung von Heizkosten und der Gewährleistung einer gleichmäßigen Wärmeverteilung. Die ideale Vorgehensweise besteht darin, die Heizung vor dem Beginn der Heizperiode und bei Bedarf zu entlüften.
Dabei sollte auch der Wasserdruck im Heizsystem überprüft werden. Ist er zu niedrig, können einzelne Heizkörper kalt bleiben oder es kommt zu Luftbildung. Ein zu hoher Druck kann die Anlage belasten. Optimal ist in der Regel ein Bereich zwischen 1,5 und 2 bar – je nach Gebäudehöhe und System.
Weitere Informationen zur korrekten Methode finden Sie unter dem Link "Heizung entlüften".
Wartung von Heizungsanlagen mit festen Brennstoffen
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Wenn Sie Ihre Heizung mit erneuerbaren Energien wie Holz, Pellets oder Hackschnitzeln betreiben, sollte die Wartung besonders gründlich und regelmäßig erfolgen. Diese Heizungsarten neigen durch den Brennstoff zur stärkeren Verschmutzung und benötigen daher eine intensive Pflege.
Ein verstopfter Wärmetauscher oder ein nicht gereinigter Abgaszug kann zu Leistungsabfall, Schwelbränden oder sogar zu gesundheitsgefährdendem Rauchgasrückstau führen. Daher ist die Einhaltung des richtigen Wartungsintervalls essenziell.
Außerdem verursachen schlecht gewartete Anlagen oft deutlich höhere Feinstaub- und CO₂-Emissionen. Eine regelmäßige Reinigung verbessert die Verbrennung und sorgt dafür, dass die Anlage so umweltfreundlich wie möglich arbeitet.
Für Hauseigentümer:innen lohnt sich der Einsatz in eine gründliche Wartung auch wirtschaftlich: Durch optimierte Einstellungen und saubere Komponenten kann der Brennstoffverbrauch messbar gesenkt werden.
Je nach Nutzung empfiehlt sich eine Wartung mindestens einmal jährlich – bei intensiver Nutzung sogar halbjährlich.
Pelletheizung / Heizsysteme mit festen Brennstoffen- – Wartungscheck
Entfernung von Asche- und Rußrückständen
Reinigung der Brennkammer
Überprüfung der Fördereinrichtung
Kontrolle des Wärmetauschers
Prüfung der Lagerbedingungen für Brennstoffe
Reinigung des Schornsteins
Kontrolle von Lagerung und automatischer Fördereinrichtung
Wartung von Wärmepumpen
Wärmepumpen gelten als besonders wartungsarm – dennoch sollte auch diese Heizungsart regelmäßig überprüft werden. Nur so lassen sich dauerhaft eine hohe Energieeffizienz, niedriger Stromverbrauch und maximale Lebensdauer sicherstellen.
Ein professioneller Check sollte mindestens alle 1 bis 2 Jahre stattfinden – je nach Anlagentyp, Einsatzintensität und Herstellerangaben.
Eine regelmäßige Reinigung der Lüftungskanäle und eine Überprüfung der Isolierungen verhindern Energieverluste.
Moderne Wärmepumpen lassen sich oft mit smarten Systemen oder Apps überwachen. Digitale Wartungstools ermöglichen eine Fernanalyse von Betriebsdaten und helfen, frühzeitig Unregelmäßigkeiten zu erkennen – bevor es zu einem Ausfall kommt. Das spart nicht nur Reparaturkosten, sondern erhöht auch die Betriebssicherheit.
Wärmepumpen – Wartungscheck
Wichtige Punkte bei der Wartung einer Wärmepumpe:
Funktionsprüfung des Kältemittelkreislaufs
Überprüfung von Druck, Temperatur und Sensorik
Reinigung des Verdampfers und Kondensators
Kontrolle der Umwälzpumpen und Ventile
Prüfung der Steuer- und Regeltechnik
Sichtkontrolle auf Leckagen oder Geräusche
Check der Defrost-Funktion
Hydraulischer Abgleich
Ist ein Wartungsvertrag für die Heizung sinnvoll?
Ein Wartungsvertrag ist gesetzlich nicht verpflichtend, kann aber in vielen Fällen sinnvoll und langfristig sogar kostensparend sein. Besonders dann, wenn Sie als Hauseigentümer:in sicherstellen möchten, dass Ihre Anlage zuverlässig, effizient und regelkonform betrieben wird.
Ein guter Wartungsvertrag bietet:
Regelmäßige, automatische Wartungstermine ohne eigenen Aufwand
Vergünstigte Konditionen bei Ersatzteilen oder Notdiensten
Dokumentation der durchgeführten Wartungen für Garantieansprüche
Priorität bei Störungen oder Ausfällen
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Rechtlich sind Sie mit einem Wartungsvertrag besser abgesichert: Viele Hersteller knüpfen ihre Garantiebedingungen an eine dokumentierte, fachgerechte Wartung. Auch Versicherungen verlangen bei Schadensfällen oft den Nachweis regelmäßiger Wartung – hier dient das Wartungsprotokoll als Beleg.
Im Gegensatz zu einer reinen Inspektion, die lediglich den aktuellen Zustand feststellt, umfasst eine Wartung auch das Reinigen, Justieren und den Austausch von Verschleißteilen. Nur eine echte Wartung verbessert den Betrieb und verlängert die Lebensdauer der Anlage.
Tipp: Achten Sie bei der Auswahl des Fachbetriebs auf Zertifizierungen (z. B. SHK-Fachbetrieb), transparente Verträge und eine klare Aufstellung der Leistungen. Ein guter Anbieter dokumentiert nicht nur die erledigten Arbeiten, sondern erkennt auch frühzeitig, wenn bestimmte Bauteile ersetzt werden müssen.
Immer mehr Anbieter setzen auf digitales Wartungsmanagement: Hier bekommen Sie Zugriff auf Wartungshistorien, Messdaten oder können über eine App direkt Service-Termine buchen. Das spart Zeit und sorgt für mehr Übersicht.
Falls Sie vermieten: Die Kosten für Wartungsverträge gelten grundsätzlich als umlagefähig und dürfen – je nach Mietvertrag – anteilig über die Nebenkostenabrechnung umgelegt werden.
Heizungen Wartung & Rechtssicherheit
Die regelmäßige Wartung Ihrer Heizungsanlage ist nicht nur sinnvoll – sie ist in vielen Fällen auch rechtlich verpflichtend. Nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) müssen Heizungsanlagen effizient und sicher betrieben werden.
Vernachlässigen Sie die Wartung, kann das weitreichende Folgen haben:
Bußgelder durch Behörden bei offensichtlichen Mängeln
Verlust des Versicherungsschutzes, z. B. bei Wasserschäden, Bränden oder Gasaustritt
Wegfall von Garantieansprüchen, wenn kein Wartungsnachweis vorliegt
Wichtig: Viele Hersteller fordern eine dokumentierte, fachgerechte Wartung als Voraussetzung für ihre Garantie. Auch Hausrat- und Gebäudeversicherungen prüfen im Schadensfall, ob alle technischen Pflichten eingehalten wurden.
Der zentrale Nachweis ist das Wartungsprotokoll, das Sie nach jedem Service vom Fachbetrieb erhalten. Es sollte alle wesentlichen Daten enthalten: Datum, Maßnahmen, Prüfwerte und Unterschrift.
Als vermietende Person sind Sie verpflichtet, die Wartung zu organisieren. Die Kosten können – bei entsprechender Regelung im Mietvertrag – anteilig über die Nebenkostenabrechnung umgelegt werden. Reparaturen dagegen sind nicht umlagefähig und bleiben Vermietersache.
Umweltaspekte & Nachhaltigkeit
Regelmäßige Heizungswartung ist nicht nur eine Frage der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit – sie leistet auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.
Durch die fachgerechte Wartung arbeiten Heizsysteme deutlich energieeffizienter. Verschmutzte Brennräume, falsch eingestellte Brenner oder verstopfte Wärmetauscher führen zu erhöhtem Energieverbrauch und damit zu einem unnötig hohen CO₂-Ausstoß.
Indem Sie die vorgeschriebenen Wartungsintervalle einhalten, können Sie den Energieverbrauch Ihrer Heizanlage dauerhaft optimieren – und gleichzeitig die Lebensdauer der Anlage verlängern. Das schont Ressourcen, vermeidet Elektroschrott und reduziert den Bedarf an Ersatzteilen.
Im Kontext der Energiewende und gesetzlich verankerter Klimaziele ist die regelmäßige Wartung somit ein konkreter Hebel, mit dem jeder Haushalt einen kleinen, aber wirksamen Beitrag leisten kann. Besonders bei älteren Heizungsanlagen kann eine Optimierung durch Wartung den CO₂-Ausstoß spürbar senken.
Langfristige Kosten-Nutzen-Analyse
Auf den ersten Blick mag eine jährliche Heizungswartung wie ein zusätzlicher Kostenfaktor wirken – doch langfristig gesehen ist sie eine klare Investition in die Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage.
Die durchschnittlichen Wartungskosten liegen – je nach Heizungsart – zwischen 100 und 300 Euro im Jahr. Die durchschnittlichen Wartungskosten liegen – je nach Heizungsart und Größe der Anlage – bei einem Einfamilienhaus typischerweise zwischen 100 und 300 Euro im Jahr. Bei größeren Mehrfamilienanlagen oder Gewerbeobjekten können die Kosten entsprechend höher ausfallen.
Klingt viel? Ein Brennerdefekt, eine beschädigte Pumpe oder ein nicht entdecktes Leck können Reparaturkosten im hohen dreistelligen Bereich verursachen – ganz zu schweigen von Folgeschäden.
Auch die Lebensdauer der Anlage verlängert sich bei regelmäßiger Pflege deutlich. Eine moderne Heizungsanlage kann bei optimalem Betrieb problemlos 20 Jahre und länger laufen – vorausgesetzt, die Bauteile werden regelmäßig überprüft und gereinigt.
Hinzu kommt: Eine gut eingestellte Heizanlage arbeitet deutlich energieeffizienter. Je nach Zustand und Wartung spart sie bis zu 10 % Heizenergie im Jahr – bei heutigen Energiepreisen macht sich das schnell bemerkbar.
Wer die Wartungspflicht ernst nimmt, spart also nicht nur kurzfristig Heizkosten, sondern schützt sich auch vor unvorhergesehenen Ausgaben und Wertverlusten der Heiztechnik.
Tipp: Wenn Sie Ihre Heizungsanlage modernisieren oder gegen eine effizientere Variante austauschen möchten, sollten Sie sich frühzeitig über mögliche staatliche Förderprogramme informieren. Eine Übersicht aktueller Zuschüsse und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zur Heizungsförderung.
Unterschied zwischen Wartung & Inspektion
Die Begriffe Wartung und Inspektion werden im Alltag oft gleichgesetzt – dabei gibt es wichtige Unterschiede, die vor allem bei der rechtlichen Bewertung und Kostenverteilung eine Rolle spielen.
Eine Inspektion ist eine rein visuelle oder technische Zustandskontrolle. Dabei wird geprüft, ob die Heizungsanlage funktionsfähig ist oder offensichtliche Mängel aufweist. Reinigungen, Justierungen oder der Austausch von Verschleißteilen sind dabei nicht vorgesehen.
Die Wartung geht deutlich weiter: Sie umfasst neben der Sichtprüfung auch die Reinigung, Einstellung und der Austausch von Bauteilen, um die Energieeffizienz zu verbessern und die Lebensdauer der Anlage zu verlängern.
Nur eine fachgerechte Wartung erfüllt die gesetzlichen Anforderungen und sichert Ansprüche gegenüber Herstellern und Versicherungen.
Wichtig für vermietende Personen: Während Inspektionskosten meist nicht umlagefähig sind, können Wartungskosten – bei entsprechender Regelung im Mietvertrag – in der Nebenkostenabrechnung umgelegt werden. Die Betriebskostenverordnung (§ 2 Nr. 4d BetrKV) erlaubt die Umlage der Kosten für die Prüfung der Betriebsbereitschaft und -sicherheit einschließlich der Einstellung durch eine Fachkraft. Dies entspricht dem Umfang einer Wartung. Reine Inspektionskosten ohne diese aktiven Komponenten fallen in der Regel nicht darunter und sind Vermietersache.
Verschleißteile & Garantiebedingungen
Zu den regelmäßigen Wartungsarbeiten gehören neben der Sichtprüfung auch das Reinigen, Justieren und der Austausch verschlissener Bauteile. Heizungsanlagen bestehen aus zahlreichen Komponenten, die täglich im Einsatz sind. Einige davon unterliegen einem natürlichen Verschleiß und müssen in regelmäßigen Intervallen überprüft oder ausgetauscht werden.
Typische Verschleißteile sind:
Dichtungen und Dichtungsringe
Filter (z. B. Öl- oder Gasfilter)
Brennerdüsen
Elektroden und Sensoren
Pumpen und Ventile
Diese Bauteile sind in der Regel nicht von der Herstellergarantie abgedeckt. Das bedeutet: Wenn ein Schaden auf normalen Verschleiß zurückzuführen ist, müssen Sie die Kosten für Austausch und Reparatur selbst tragen.
Damit Garantie- und Gewährleistungsansprüche bei größeren Defekten trotzdem greifen, ist eine regelmäßige, fachgerechte Wartung entscheidend. Hersteller verlangen oft den Nachweis, dass die Anlage entsprechend gewartet wurde – z. B. in Form eines aktuellen Wartungsprotokolls.
Achten Sie daher darauf, dass bei jeder Wartung alle Maßnahmen dokumentiert und etwaige Verschleißteile bei Bedarf ausgetauscht werden. So sichern Sie nicht nur die Funktionsfähigkeit, sondern auch Ihren Anspruch auf mögliche Garantieleistungen.
Zuständigkeiten in Mietverhältnissen
In Mietwohnungen stellt sich oft die Frage: Wer ist eigentlich für die Heizungswartung zuständig – mietende oder vermietende Person?
Grundsätzlich gilt: Die Wartungspflicht liegt bei der vermietenden Person. Sie muss dafür sorgen, dass die Heizungsanlage funktionstüchtig bleibt und regelmäßig gewartet wird.
Die Kosten für diese wiederkehrenden Wartungen können – sofern korrekt im Mietvertrag geregelt – auf die mietende Person umgelegt werden. In diesem Fall gelten sie als umlagefähige Betriebskosten und erscheinen in der jährlichen Nebenkostenabrechnung.
Nicht zulässig ist es jedoch, mietende Personen pauschal zur Organisation oder zum Abschluss eines Wartungsvertrags zu verpflichten. Solche Klauseln sind laut Bundesgerichtshof unwirksam.
Reparaturen und Instandsetzungen – also das Beheben konkreter Schäden – sind nicht umlagefähig. Sie muss die Hauseigentümer:in bzw. vermietende Person vollständig selbst tragen.
Im Zweifelsfall lohnt sich ein Blick in den Mietvertrag. Nur wenn dort ausdrücklich steht, dass die mietende Person die „Kosten der Wartung von Heizthermen“ oder „Betriebskosten nach § 2 BetrKV“ zu tragen hat, darf die vermietende Person diese Ausgaben anteilig umlegen.
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Fazit: Ihre Vorteile durch eine regelmäßige Heizungswartung
Eine regelmäßige, fachgerechte Wartung sorgt nicht nur für einen störungsfreien Heizbetrieb – sie schützt auch Ihre Investition, sichert Garantieansprüche und reduziert langfristig die Wartungskosten.
Gleichzeitig verbessern Sie die Energieeffizienz Ihrer Heizanlage und senken den CO₂-Ausstoß – ein aktiver Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz.
Die Vorteile im Überblick:
Ihre Heizung arbeitet effizienter und spart Energie
Unerwartete Ausfälle werden vermieden
Die Lebensdauer der Anlage verlängert sich
Sie sichern sich Garantie- und Versicherungsansprüche
Sie erfüllen gesetzliche Pflichten & vermeiden rechtliche Risiken
Wartungskosten können teilweise steuerlich geltend gemacht oder bei Mietobjekten umgelegt werden
Umweltbelastungen durch Emissionen und Rohstoffverbrauch werden reduziert
Unser Tipp: Schließen Sie einen Wartungsvertrag mit einem zuverlässigen Fachbetrieb ab. So bleiben Sie automatisch im empfohlenen Wartungsintervall, sichern sich feste Preise – und sparen Zeit, Geld und Nerven.
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