2022-11

Mit MIA und LEO bewusster durch die Ganztagesschule - Von der Idee Methoden zu entwickeln, um einen nachhaltigen Umgang in der Schule zu optimieren 

Wie kann Nachhaltigkeit zur Routine werden und wie lässt sich das Wissen darüber weitergeben – Grundschüler und -schülerinnen suchen nach Antworten

Zwei Kinder an einer Wasserstelle; eines füllt einen Krug, während das andere eine Kiste mit Schulmaterialien hält. An der Wand hängt ein Bild.
Projektdaten
ProjektnameMit MIA und LEO bewusster durch die Ganztagesschule - Von der Idee Methoden zu entwickeln, um einen nachhaltigen Umgang in der Schule zu optimieren
Projektnummer2022-11
ProjektartUmweltkommunikation
ProjektträgerGanztagesgrundschule Reinhold-Schneider-Schule
Laufzeit bis
Fördersumme9.075 €

Nachhaltigkeit durch neue Alltagsroutinen

Das Projekt „Mitmachen im Alltag“ (MIA) verfolgte das Ziel, nachhaltiges Handeln zur Selbstverständlichkeit zu machen. Die Schulgemeinschaft der Reinhold-Schneider-Schule hatte erkannt, dass gute Ideen oft an der Umsetzung im Alltag scheiterten. Deshalb ging es bei MIA darum, Routinen zu entwickeln, die einfach, praktisch und dauerhaft waren, wie das Ausschalten des Lichts beim Verlassen des Raumes oder das Sammeln von Regenwasser. Diese kleinen, aber wirkungsvollen Handlungen halfen dabei, Nachhaltigkeit fest im Schulalltag zu verankern.

Grundschüler:innen als Umweltvorbilder

Im Mittelpunkt von MIA standen die Kinder selbst. Sie übernahmen Verantwortung für ihre Umwelt, reflektierten ihr Verhalten und lernten, wie sie mit natürlichen Ressourcen bewusster umgehen konnten. Dabei ging es nicht nur ums Lernen, sondern auch ums Weitergeben: Über Sammelkarten und eine Beraterrolle im „Grünen Klassenzimmer“ der Reinhold-Schneider-Schule gaben die Kinder ihr Wissen an Mitschüler:innen und sogar an andere Schulen weiter. So entstand ein Netzwerk junger Klimaheld:innen, die gemeinsam für eine bessere Zukunft einstanden.

Nachhaltigkeit spielerisch erlebt

Mit den beiden sympathischen Projektfiguren MIA (Mitmachen Im Alltag) und LEO (Lebenswerte Entwicklung Optimieren) wurde Nachhaltigkeit für Kinder greifbar und spannend. Die beiden begleiteten die Schüler:innen durch alle Projektphasen, vom Beobachten über das Verstehen bis hin zum aktiven Mitgestalten. Das „Klassenzimmer im Grünen“ diente dabei als zentrale Lern- und Austauschplattform. Hier wurden Ideen ausprobiert, Wissen geteilt und Aktionen geplant, zum Beispiel plastikfreie Tage, Müllvermeidung oder Kreislaufwirtschaft im Schulgarten. So wurde Nachhaltigkeit nicht nur gelernt, sondern gelebt.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Mehr partizipative Einbindung der SchülerInnen: Den SuS Projektarbeit anzubieten in einer für sie freien Spielzeit, hat den Projektpartnern viel Energie und Einfallsreichtum abverlangt, da sie die Kinder, die sich auf das Projekt nicht einlassen konnten, stets motivieren mussten. Für inhaltliche Themen war die Zeit dann zu knapp bemessen. Hieraus haben wir die Erkenntnis gewonnen, dass Projektarbeit am Nachmittag ausschließlich freiwillig erfolgen sollte.

  • Infoabend für alle am Schulleben Beteiligten: Um Das Projekt MIA und LEO bekannter zu machen, und um allen die Chance auf Mitmachen einzuräumen, wäre ein Infoabend sinnvoll. So könnte man auch mögliche Kooperationspartner mit einbeziehen und Synergieeffekte nutzen und ausbauen.

  • Konzeptionell niederschwelliger einsteigen und Ergebnisse anpassen an nachfolgende Projektpartner. Noch mehr versuchen, zielgerichteter zu arbeiten, damit man auch wirklich dort hinkommt, wo man sich in der Theorie sieht. Die MIA- und LEO-Sammelkarten sind untergegangen, da wir es einfach nicht gebündelt bekommen haben.

Downloads und weitere Infos

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