Wärmewende Unser Beitrag für die Zukunft

Die Wärmewende ist ein entscheidender Baustein für eine klimafreundliche Zukunft. Sie bedeutet, Wärme effizienter, nachhaltiger und zunehmend aus erneuerbaren Quellen bereitzustellen. Als regionaler Energiepartner übernehmen wir Verantwortung und gestalten diesen Wandel aktiv mit.

Mit innovativen Projekten wie unseren Wärmeverbünden für den Ausbau von Fernwärme und der Nutzung von Erdwärme setzen wir auf Lösungen, die CO₂-Emissionen reduzieren und die Versorgungssicherheit stärken. Gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen und den Bürger:innen treiben wir die Transformation voran – für eine lebenswerte Zukunft in unserer Region.

Wärmeverbund Freiburg-Süd

Wir setzen uns mit Leidenschaft und unserem Expertenwissen für eine erfolgreiche Wärmewende ein. Die wichtigsten Bausteine sind hierbei die Integration von erneuerbaren Wärmequellen sowie industrieller Abwärme. Mit dem Wärmeverbund-Freiburg-Süd gelingt es den Süden der Stadt mit nachhaltiger Fernwärme zu versorgen. Gemeinsam mit unseren Partnern stärken wir die Region und treiben den Klimaschutz aktiv voran.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 36,5 Mio. Euro, von denen 11,6 Mio. Euro von der BAFA im Rahmen des Förderprogramms „Wärmenetze 4.0“ gefördert werden. Damit ist unser geplanter Wärmeverbund Freiburg-Süd neben unserem neuen Vorhaben im Wärmeverbund Freiburg-West, deutschlandweit eines der größten Projekte, welches von der BAFA gefördert wird.

  • 194,5 Millionen

    Kilowattstunden jährlich

  • 25.900 Personen

    jährlich versorgt

  • 30.759 Tonnen

    CO₂ jährlich eingespart

Das Wärmenetzsystem 4.0 „Wärmeverbund Freiburg-Süd“

Mit dem Wärmeverbund Freiburg-Süd werden die Wärmeversorgung der Freiburger Stadtteile Haslach, Vauban und Stühlinger nachhaltig und innovativ optimiert und erweitert. Als wichtiger Meilenstein des Klimaschutzkonzepts der Stadt Freiburg, das vorsieht bis 2035 klimaneutral zu sein, haben wir uns dabei folgende Ziele gesetzt:

  • Erzeugung von über 60 % der Wärme aus erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme aus der Molkerei Schwarzwaldmilch

  • Schaffung eines innovativen Wärmeverbunds aus vielen dezentralen großen und kleinen Einspeisern

  • Zusammenführung und Erweiterung einzelner bestehender Wärmenetze

  • Verdopplung des Versorgungsgebiets auf über 3,3 km²

  • Sanierung und Reduktion der Rücklauftemperaturen im Bestandsnetz

  • Primärenergetische Einsparung von über 11.000 MWh pro Jahr

Logo der BMWE: Finanziert von der Europäischen Union NextGenerationEU, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Europäische Kommission können für sie verantwortlich gemacht werden.
Wärmeverbund Freiburg-Süd
Gelände der Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg von oben
Logo der Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg auf einem Milchtruck

Kooperation mit der Molkerei Schwarzwaldmilch

Für den zukunftsweisenden Ausbau unserer Fernwärmenetze in den Freiburger Stadtteilen Haslach und Vauban haben wir eine Kooperation mit der Molkerei Schwarzwaldmilch geschlossen und damit unsere langjährige Partnerschaft erweitert.

Im Produktionsprozess der Schwarzwaldmilch blieb die Abwärme bisher ungenutzt. Im Rahmen des Projektes Wärmeverbund Freiburg-Süd haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese Abwärme in Nutzenergie umzuwandeln. Durch die zusätzliche Transformation und den Ausbau unserer bestehenden Fernwärmenetze Haslach und Vauban, sowie die Netzerweiterung Richtung Stühlinger schaffen wir einen deutlichen Mehrwert für die Wärmeversorgung der Bürgerinnen und Bürger.

Ohne die Kooperation mit der Schwarzwaldmilch wäre das Projekt in dieser Dimension nicht umsetzbar gewesen. Gemeinsam machen wir Energie!

Um unsere Klimaziele in der Wärmewende zu erreichen, ist die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ein entscheidender Faktor. Hierfür brauchen wir neue Ideen, neue Akteure und neue Partnerschaften – die Kooperation mit der Molkerei Schwarzwaldmilch ist hierfür vorbildlich und steht exemplarisch für die Wende in der Wärmeversorgung in unserer Region.

Klaus PreiserTechnischer Geschäftsführer Badenova Wärmeplus

Wärmeverbund Freiburg-West

Für eine erfolgreiche Wärmewende und die damit verbundene Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gehen wir mit unserem neuen Vorhaben, dem Wärmeverbund Freiburg-West, die nächsten Schritte! Wichtigster Baustein hierbei ist die Integration von erneuerbaren Wärmequellen sowie industrieller Abwärme.

Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts beträgt ca. 137 Mio. Euro, von denen perspektivisch bis zu ca. 53 Mio. Euro von der BAFA im Rahmen des „Bundesförderung Effiziente Wärmenetze (BEW)“ gefördert werden. Damit gehört unser Wärmeverbund Freiburg-West, neben unserem Vorhaben des Wärmeverbunds Freiburg-Süd, deutschlandweit zu einem der größten Projekte, welches von der BAFA gefördert wird.

  • 170,9 Millionen

    Kilowattstunden jährlich

  • 22.800 Personen

    jährlich versorgt

  • 23.600 Tonnen

    CO₂ jährlich eingespart

Das Wärmenetzsystem 4.0 „Wärmeverbund Freiburg-West“

Mit dem Wärmeverbund Freiburg-West wird die Wärmeversorgung der Freiburger Stadtteile Landwasser, Lehen, Betzenhausen, Mooswald und Industriegebiet Nord nachhaltig und innovativ optimiert und erweitert. Als wichtiger Meilenstein des Klimaschutzkonzepts der Stadt Freiburg, das vorsieht bis 2035 klimaneutral zu sein, haben wir uns dabei folgende Ziele gesetzt:

  • Erzeugung von über 75 % der Wärme aus erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme der Cerdia

  • Schaffung eines innovativen Wärmeverbunds aus vielen dezentralen großen und kleinen Einspeisern

  • Zusammenführung und Erweiterung einzelner bestehender Wärmenetze

  • Sanierung und Reduktion der Rücklauftemperaturen im Bestandsnetz

Logo der BMWE: Finanziert von der Europäischen Union NextGenerationEU, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
Finanziert durch die Europäische Union – NextGenerationEU. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Europäische Kommission können für sie verantwortlich gemacht werden.
Wärmeverbund Freiburg-West
Blick auf die Baustelle der Energiezentrale Cerdia während der Rohrbrückenanlieferung
Sonne scheint auf Baustelle der Energiezentrale Cerdia in Freiburg

Kooperation mit der Cerdia

Für den zukunftsweisenden Ausbau unserer Fernwärmenetze haben wir eine Kooperation mit der Cerdia geschlossen und damit unsere langjährige Partnerschaft erweitert.

Ein Teil der unvermeidbaren Abwärme im Produktionsprozess der Cerdia nutzen wir bereits seit mehreren Jahren für die Wärmeversorgung im Industriegebiet Nord. Im Rahmen des Projektes Wärmeverbund Freiburg-West haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Nutzung der Abwärme mindestens zu verzehnfachen, und so noch mehr Abwärme in Nutzenergie umzuwandeln.

Die hierdurch erzeugte CO2-freie Energie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung und bietet darüber hinaus zusätzliche Kapazitäten, um weitere Anschlussnehmer in Freiburg zu versorgen.

Durch die Kooperation mit der Cerdia Produktions GmbH ist es uns möglich, im Wärmeverbund Freiburg-West zeitnah ein großes Gebiet, das im langfristig angelegten Wärmemasterplan der Stadt Freiburg ebenfalls für den Ausbau der Fernwärme vorgesehen ist, mit umweltfreundlicher CO₂ freier Wärme zu versorgen.

Klaus PreiserTechnischer Geschäftsführer Badenova Wärmeplus

Erdwärme Breisgau

Seit 2020 verfolgen wir mit dem Projekt Erdwärme Breisgau das Ziel, die natürliche Wärme aus tiefen, wasserführenden und durchlässigen Gesteinsschichten für eine nachhaltige Wärmeversorgung zu nutzen.

Eine Gewinnung von Lithium aus dem geförderten Tiefenwasser ist derzeit nicht vorgesehen.

Das eingesetzte hydrothermale Verfahren gilt als sicher und bewährt: Dem heißen Tiefenwasser wird ausschließlich Wärme entzogen, bevor es leicht abgekühlt wieder in das ursprüngliche Reservoir zurückgeführt wird. Bereits heute sind deutschlandweit 42 Anlagen erfolgreich in Betrieb.

Mann zeigt Gesteinsschichten in einem Geowindow
Hund steckt den Kopf in ein Erdloch auf einer grünen Wiese

Hartheim am Rhein

Wir widmen uns seit 2020 intensiv der Untersuchung der Erdwärmenutzung im Oberrheingraben – mit dem Ziel, die besten Standorte für eine nachhaltige Nutzung zu identifizieren. Dafür wurde das Aufsuchungsgebiet über mehrere Jahre hinweg detailliert geologisch analysiert und die Ergebnisse von einem geologischen Expert:innenrat bestätigt.

Das Resultat: Im Raum Hartheim am Rhein sind die Voraussetzungen ideal. Das Tiefenwasser erreicht die erforderliche Temperatur, und die geologischen Strukturen sind günstig für die Förderung.

Der Standort für die geplante Erdwärmeanlage steht fest: Das Heizwerk entsteht an der A5 in Richtung Basel, am Autobahnparkplatz Hardt – rund 800 Meter vom Ortskern Hartheim entfernt.

Für die geplante Bohrung wurde der vom Landesbergamt geforderte Hauptbetriebsplan eingereicht. Das Vorhaben unterliegt dem Bundesberggesetz (§51 BBergG), beantragt wird die Erlaubnis zu Bohrplatzbau und Bohrung. Die Erlaubniserteilungen erfolgen schrittweise, sodass das Landesbergamt das Projekt nahe begleiten wird. Auch für die Freigabe des Betriebs muss ein gesonderter Antrag gestellt und bewilligt werden.

Die Erdwärme Breisgau GmbH & Co. KG hat für die ersten Schritte sämtliche erforderlichen Gutachten eingeholt und alle Nachweise erbracht, die für die Genehmigung notwendig sind.

Als Hauptabnehmer der geförderten Wärme ist die Stadt Freiburg vorgesehen. Entlang der geplanten Trasse können zudem weitere Kommunen mit geeigneter Infrastruktur von der klimafreundlichen Wärmeversorgung profitieren. Vorteile von Erdwärme für Kommunen

Wärmeleitung
Wärmetransportleitung

Wärmetransportleitung

Vom Standort in Hartheim wird die Wärme über eine Wärmetransportleitung in dicht besiedelte Gebiete zu bestehenden Fernwärmenetzen transportiert. Die Trasse verläuft von Hartheim durch Bad-Krozingen (Biengen) und vorbei an Schallstadt bis nach Freiburg. Die erdverlegte Leitung wird heißes Wasser transportieren und  zu großen Teilen entlang der B3 sowie an einer bereits bestehenden Trasse von Versorgungsleitungen liegen. Einige Abschnitte werden auch über landwirtschaftlich genutzte Flächen verlaufen, die in der Bauphase in einem zeitlich begrenzten Rahmen in Anspruch genommen werden müssen.  Gemeinsam mit dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV) wurde ein Entschädigungskonzept erarbeitet, das sowohl finanziellen Ersatz für Aufwände und etwaige Schäden vorsieht als auch die Wiederherstellung der Flächen in den ursprünglichen Zustand sicherstellt.

Zeitplan 

Infografik Zeitplan Erdwärme Breisgau Projekt
Die Umsetzung des Projektes ist in sechs Hauptphasen gegliedert, wobei Start und Verschiebungen maßgeblich von der Genehmigung und Witterung abhängen.

Finanzielle Beteiligung an unserer Anlage Unverbindliches Interesse vormerken.

Bohrplatz und Bohrung

Die Planungen für Bohrplatz und Bohrpfad sind abgeschlossen. Geplant sind zwei Richtbohrungen in ca. 3.200 m Tiefe, mit 1.350 m Distanz zwischen Produktions- und Injektionsbohrung. Die Bohrungen sind dreifach mit Stahlrohren gesichert, um einen Wasseraustritt zu verhindern.

Vorgesehen ist die hydrothermale Förderung: Warmes Wasser wird aus durchlässigen Gesteinsschichten gefördert, über Wärmetauscher an Nah- und Fernwärmenetze Wärme übertragen und anschließend wieder ins Reservoir zurückgeleitet – ein geschlossener Kreislauf.

Der Standort liegt fern von Wohngebieten und Schutzgebieten, bietet optimale geologische Bedingungen und verursacht keine Lärmbelastung.

Erdwaerme Bohrplatz
Bohrplatz in Hartheim am Rhein
Erdwärme Produktionsbohrung und Injektionsbohrung
Produktionsbohrung und Injektionsbohrung

Produktionsbohrung & Injektionsbohrung

Es werden zwei Bohrungen gesetzt, eine Produktionsbohrung, mit deren Hilfe das Tiefenwasser an die Oberfläche gefördert wird – und mit großem Abstand, die Injektionsbohrung, mit der das abgekühlte Tiefenwasser wieder in das Reservoir verbracht wird und sich langsam wieder erwärmt.

Verkehrskonzept

Das Verkehrskonzept hat zum Ziel, die für Hartheim entstehenden Verkehrsströme zu minimieren. In der Phase des Bohrplatzbaus wird die Standard-Zufahrt über das Hartheimer Industriegebiet angelegt. Die Anlieferung großer Bauteile erfolgt mit Sondertransporten für die Dauer von 14 Tagen über eine direkte Zufahrt von der BAB 5. Vom Gutachter wird für den Transport der Bohranlage mit einem Aufkommen von 10 LKW über zwei Wochen als Sondertragsport direkt über die A5 gerechnet. Für den zweimonatigen Aufbau der Bohranlage werden rund 7 LKW am Tag über die Zufahrt am Gewerbegebiet prognostiziert. Für den rund 1,5 Jahre andauernden Bohrbetrieb werden 5 LKW pro Tag über die Zufahrt des Gewerbegebiets kalkuliert, im dauerhaften Betrieb findet kein regelmäßiger LKW-Verkehr statt.

Bohrphase

Das vom Landesbergamt geforderte seismische Gutachten bewertet die mikroseismische Aktivität beim Bohrbetrieb und berücksichtigt die geologischen Gegebenheiten vor Ort. Es prüft, ob Mikroseismizität entstehen könnte und definiert Maßnahmen zur Risikominimierung. Auf Basis der Ergebnisse werden ein Ampelsystem und ein Reaktionsplan entwickelt sowie ein seismisches Messnetz installiert, das kontinuierlich Daten an die Behörden übermittelt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass selbst im Worst Case die durch die Bohraktivitäten entstehenden Erschütterungen so gering sind, dass sie technisch kaum messbar und an der Oberfläche nicht spürbar sind. Auch für die Testphase wird bestätigt, dass mikroseismische Ereignisse keine Auswirkungen an der Oberfläche haben. Für den späteren Betrieb gibt die Studie eine Prognose, die nach erfolgreicher Testung aktualisiert wird.

Trotz der sehr guten Ergebnisse richtet die Erdwärme Breisgau GmbH & Co. KG ein Ampelsystem und einen Maßnahmenplan ein. Grundlage sind die Messwerte des Monitoringnetzes nach anerkannten Regelwerken und DIN-Normen (DIN 4150/3). Diese Vorgaben gewährleisten eine sichere Einordnung der Mikroseismizität und den störungsfreien Betrieb. Ziel ist es, spürbare Mikroseismizität zuverlässig zu vermeiden.

Erdwärme Monitoringnetz
Konzept Monitoringnetz

Risiko- und Schadensmanagement

Mit Kleinstsachschäden wie z.B. Aufputzrissen ist während Bohrung und Testphase nicht zu rechnen. Zur Absicherung schließen wir eine Haftpflichtversicherung über 20 Mio. € pro Schadenereignis ab und werden Mitglied der Bergschadenausfallkasse. Zusätzlich hat die Erdwärme Breisgau GmbH & Co. KG ein umfassendes Haftungskonzept mit der Versicherungswirtschaft abgestimmt. Die Versicherungssumme beträgt 20 Mio. € pro Ereignis (max. zwei pro Jahr).

Sie haben Fragen?

Annette Schubert

Projektleitung Kommunikation und Stakeholdermanagement Erdwärme Breisgau

0761 279-3773