Regiowind Roßkopf und Schauinsland

Ein bedeutsamer Schritt für die Energiewende in der Region.

Regiowind war eine der ersten Windenergieinitiativen in der Region und liegt vollständig in Bürgerhand. Die Gesellschaft regiowind GmbH & Co. Freiburg KG hat 2003 an den Standorten Holzschlägermatte und Roßkopf insgesamt sechs Windenergieanlagen errichtet, die über zwanzig Jahre lang zuverlässig Windstrom in das Freiburger Stromnetz eingespeist haben und kürzlich repowert wurden. Initiatoren waren die Ökostromgruppe Freiburg und die Badenova, die zu jeweils 50 % an der geschäftsführenden Komplementärin regiowind Verwaltungs GmbH beteiligt sind und bis heute die Geschicke des Windparks lenken.

Techniker mit Helm auf Leiter in Windrad-Turm

27
Millionen Kilowattstunden jährlich

Windräder über Wolkendecke

18.000
versorgte Personen jährlich

Windradanlage Rosskopf bei Sonnenaufgang

28.000
Tonnen CO2 jährliche Einsparung

Holzschlägermatte

Vor 21 Jahren errichtete die Ökostromgruppe Freiburg unter der Leitung des Energiewendepioniers Andreas Markowsky auf dem Freiburger Hausberg Schauinsland die ersten beiden Windräder der Region. Seitdem gehören sie den 474 Kommanditistinnen und Kommanditisten der regiowind GmbH & Co. Freiburg KG.

Im September 2023 wurde die erste der beiden Altanlagen rückgebaut, die zweite folgt im November 2024. Bereits am 24. Oktober 2024 konnte die neue Repowering-Anlage vom Typ Enercon E138 EP3 feierlich eingeweiht werden. Mit einer Gesamthöhe von 229 Metern und einer Rotorblattlänge von 67,5 Metern ist sie ein beeindruckendes Wahrzeichen der Energiewende. 

Windräder an der Holzschlägermatte

Technische Daten der Repowering Anlage der Holzschlägermatte

Nennleistung

4.200 Kilowatt

Stromproduktion

ca. 9 Millionen Kilowattstunden pro Jahr

Was bedeutet Repowering?

Beim Repowering wird am bestehenden Standort eine neue leistungsstärkere Windenergieanlage errichtet. Durch die deutlich höhere Nennleistung moderner Anlagen kann die Anzahl der Windenergieanlagen reduziert werden - bei gleichzeitig deutlich steigender Stromerzeugung. Zudem lassen sich vorhandene Netzanschlüsse und bereits erschlossene Logistik- und Infrastrukturflächen weiter nutzen.

Vom Pionierprojekt zur nächsten Generation der Windenergie

Rosskopf

2003 wurden auf den Gemarkungen Freiburg (drei Anlagen) und Gundelfingen (eine Anlage) vier Windenergieanlagen vom Typ ENERCON E66/70 errichtet. Bis zum 26. Februar 2025 produzierten sie über 514.905 Betriebsstunden hinweg insgesamt 167.247.844 kWh sauberen Strom. 

Nach über 20 Jahren zuverlässigen Betriebs beginnt nun eine neue Phase: Die vier Altanlagen wurden zurückgebaut. Parallel entstand eine moderne Anlagegeneration – zwei leistungsstarke neue Windenergieanlagen, vom Typ Enercon E138 EP3, die mit 229 Metern Gesamthöhe und 67,5 Meter langen Rotorblättern eine beeindruckende Erscheinung sind. 

Der Blick in die Zukunft zeigt klar, wohin die Reise geht: Neue Anlagen mit höherem Ertrag, moderner Technologie und noch größerem Beitrag zu einer nachhaltigen regionalen Energieversorgung. Seit Mitte Februar 2026 speisen die beiden Repowering-Windenergieanlagen Strom ins Freiburger Netz ein. Insgesamt rund 18–20 Millionen Kilowattstunden sollen sie jährlich produzieren, mehr als doppelt so viel wie die vier Altanlagen zusammen. 

vier Windenergieanlagen auf dem Rosskopf, Freiburg

Technische Daten der Repowering Anlage am Rosskopf

Nennleistung

je 4.260 Kilowatt

Stromproduktion

ca. 18-20 Millionen Kilowattstunden pro Jahr

Doch damit nicht genug

Die Stadt Freiburg hat inzwischen auch den Bau von drei weiteren Windenergieanlagen am Roßkopf genehmigt. Die modernen Enercon-Anlagen zählen zu den leistungsstärksten des Herstellers und sollen jährlich 30–35 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen – genug für rund 10.000 Drei-Personen-Haushalte. 

Mit insgesamt fünf Anlagen auf dem Roßkopf könnten künftig rund 50 Millionen Kilowattstunden grüner Strom pro Jahr ins Freiburger Netz fließen – ein wichtiger Schritt für mehr Versorgungssicherheit und Standortstabilität. Der Windpark Roßkopf Süd soll im Winter 2027/28 ans Netz gehen. 

Ein großer Schritt für Freiburg und die Region

  • Die neuen Windräder am Roßkopf stehen für Freiburgs Spirit bei der Energiewende. Gemeinschaftlich wurde die grüne Stromerzeugung mit den modernen Anlagen vervielfacht. So wird Klimaschutz ganz konkret.

    Martin HornOberbürgermeister Stadt Freiburg
  • Für unsere Kommune spielt das neue Windrad eine wichtige Rolle bei der Energiebilanz und unterstützt uns beim weiteren Ausbau erneuerbarer Energien.

    Raphael WalzBürgermeister Gundelfingen
  • Deswegen geht ein großes Dankeschön an alle Projektbeteiligten, die Stadt Freiburg, das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, die Lokalpolitik – und nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger, die die Energiewende im Sinne des Allgemeinwohls unterstützen.

    Thomas SchuwaldGeschäftsführung Ökostromgruppe Freiburg
  • Menschen brauchen Strom für die Energiewende – und eine starke Infrastruktur, die ihn sicher und zuverlässig in die Haushalte bringt.

    Dirk SatturVorstand Badenova