Windpark Sirnitz/Dreispitz
Auf der Sirnitz/Dreispitz östlich von Müllheim werden auf einer Höhe von 800-1100 Metern fünf Windenergieanlagen gebaut. Die Flächen wurden von den Gemeinden für die Aufstellung eines Flächennutzungsplan "Windkraft" vom Gemeindeverwaltungsverband Müllheim-Badenweiler untersucht. Aus Sicht des Natur- und Artenschutzes eignet sich die Projektfläche Sirnitz/Schnelling/Dreispitz in dieser Hinsicht am besten. Zusammen mit dem großen Abstand zu Siedlungen und dem guten Windpotenzial bietet das Gebiet Sirnitz/Dreispitz hervorragende Bedingungen für die Windenergie.
Sämtliche Flächen befinden sich in öffentlicher Hand der Gemeinden Müllheim, Heitersheim, Buggingen, Sulzburg und ForstBW, wodurch ein großer Teil der Wertschöpfung den örtlichen Gemeinden zu Gute kommt.
Die ersten Anlagen sollen bereits zum Jahreswechsel 2026/2027 in Betrieb genommen werden.
70
Millionen Kilowattstunden jährlich
49.500
versorgte Personen jährlich
24.000
Tonnen CO2 jährlich Einsparung
Der Bau des Windparks
Mit den Fundamentarbeiten startete die zentrale Bauphase des Projekts. Ab Mitte März übernahm der Anlagenhersteller Enercon aus Aurich die Baustelle. Zunächst entstanden die Fundamente, auf denen die Türme der Windenergieanlagen errichtet werden. Die Bauarbeiten an der Kabeltrasse zum Umspannwerk in Müllheim verliefen planmäßig.
Wandertafel / Buswartehäuschen Neuenweg
Im Zuge der Schwertransporte für den Bau der Großkomponenten der Windenergieanlagen auf der Sirnitz musste die Wandertafel bzw. das Buswartehäuschen in Neuenweg vorübergehend zurückgebaut werden, um einen sicheren und reibungslosen Transportablauf zu gewährleisten.
Mit den Rückbauarbeiten wurde am 08.06.2026 begonnen. Nach Abschluss der Transporte – voraussichtlich gegen Ende des Jahres 2026 – wird die Wandertafel bzw. das Buswartehäuschen wieder am bisherigen Standort aufgebaut. Im Rahmen des Wiederaufbaus werden zudem nicht mehr tragfähige bzw. morsche Bauteile erneuert sowie das Dach mit neuen Schindeln versehen.
Der Bau des Windparks Sirnitz/Dreispitz erreichte im Juli den nächsten Meilenstein: Die ersten Großbauteile für die fünf Windenergieanlagen wurden angeliefert. Nach dem Umladen auf Spezialfahrzeuge begannen Mitte August die Transporte zu den Anlagenstandorten. Entlang der Transportstrecken kommt es zeitweise zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Badenova bittet Verkehrsteilnehmende um Verständnis.
Anlieferung Ende Juli
In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli wurde die erste Lieferung von drei Rotorblättern zur Umladefläche bei Niederweiler gebracht. In den darauffolgenden Wochen trafen dort sowie an der zweiten Logistikfläche bei Wembach weitere Großbauteile wie Turmsegmente und Naben ein. Die Anlieferung erfolgte nachts per Schwertransport über die Autobahnen und das übergeordnete Straßennetz.
Von der Umladefläche zum Windpark
An den beiden Logistikflächen werden die besonders langen und schweren Bauteile auf sogenannte Selbstfahrer umgeladen. Diese Spezialfahrzeuge transportieren die Komponenten anschließend über die engen und kurvenreichen Straßen zu den einzelnen Anlagenstandorten im Windpark.
Der erste Rotorblatttransport von der Umladefläche zum Windpark fand am den 13. August statt. Die Fahrten erfolgten tagsüber über die L131 zwischen Oberweiler, Schweighof und dem Windpark. Während der Transporte werden einzelne Straßenabschnitte jeweils nur für die Dauer der Durchfahrt gesperrt. Zwischen Schweighof und dem Abzweig zur L130 muss die Straße während der Transporte vollständig gesperrt werden. Eine Umleitung über das Münstertal ist eingerichtet.
Parallel dazu werden die Turmsegmente über die Logistikfläche bei Wembach mit Selbstfahrern zum Windpark transportiert. Diese Fahrten finden überwiegend in den Abendstunden statt und erfordern ebenfalls zeitweise Sperrungen entlang der Strecke.
Einbau Übergabestation
Am 06. August wurde die Übergabestation erfolgreich gesetzt. Aufgrund ihrer Lage zwischen einer Bahntrasse und einer Hochspannungsfreileitung der Netze BW mussten bei den Arbeiten strenge Sicherheitsvorgaben hinsichtlich der zulässigen Arbeitshöhen eingehalten werden. Um die Station präzise in die vorbereitete Stationsgrube einzubringen, kam ein anspruchsvoller Tandemhub mit zwei Kränen zum Einsatz. Die Übergabestation bildet die zentrale Schnittstelle zwischen der Kabeltrasse des Windparks und dem Umspannwerk und ermöglicht die Einspeisung des erzeugten Stroms in das Netz.
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Anlieferung der ersten Turmsegmente nach Wembach
Insgesamt werden 15 Stahlröhren für die Türme der fünf Windenergieanlagen angeliefert. Die Bauteile sind bis zu 30 Meter lang und bis zu vier Meter breit. Der Transport erfolgt über die Autobahnanschlussstelle Lörrach und die B317 bis zur Logistikfläche vor dem Ortseingang von Wembach. Dort werden die Turmsegmente zunächst zwischengelagert und später mit einem Spezialfahrzeug zur Windparkbaustelle gebracht.
Die Transporte führen über Oberweiler und Schweighof
Der Selbstfahrer bringt die Rotorblatt über die L131 in Richtung Windpark. Begleitfahrzeuge sichern die Fahrt und sperren die Straße in Badenweiler-Oberweiler und Schweighof jeweils abschnittsweise vor und hinter dem Transport. An geeigneten Haltepunkten soll der aufgestaute Verkehr wieder abfließen können. Für den Verkehr aus Schweighof in Richtung Neuenburg wird eine Umleitung über Badenweiler eingerichtet.
Ab der ersten Serpentine bei der Forellenzucht am Ortsende von Schweighof bis zum Parkplatz Kreuzweg wird die L131 während der gesamten Durchfahrt der Rotorblätter vollständig gesperrt. Die Sperrung beginnt voraussichtlich gegen 8 Uhr. Bis dahin können Verkehrsteilnehmende die Strecke noch nutzen.
Für den gesperrten Abschnitt der L131 führt die Umleitung über Münstertal. Sobald der Transport den Windpark erreicht, wird die Sperrung wieder aufgehoben. Während einer aktiven Sperrung ist aus Sicherheitsgründen keine Durchfahrt möglich.
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Leerfahrten
Auch für die Rückfahrt des leeren Selbstfahrers wird die L131 zwischen dem Windpark und Schweighof ab morgens vollständig gesperrt. Die Sperrung wird nach der Fahrt wieder aufgehoben.
Voraussichtlich wechseln sich die beladenen Fahrten zum Windpark und die Leerfahrten zurück zur Umladefläche täglich ab. Insgesamt müssen 15 Rotorblätter zu den fünf Windenergieanlagen gebracht werden. Für die einzelnen weiteren Fahrten lassen sich derzeit noch keine verbindlichen Termine nennen. Änderungen im Betriebsablauf oder witterungsbedingte Verzögerungen können den Zeitplan kurzfristig verändern.
Transport live verfolgen
Wer den Transport verfolgen möchte, kann die Position des Selbstfahrers über einen GPS-Tracker live abrufen: Live-Tracking der Transporte
Aufgrund der Netzabdeckung kann die Darstellung der Position zeitlich verzögert erfolgen.
Sicherheitshinweis
Die Bauarbeiten am Windpark Sirnitz/Dreispitz schreiten voran. In letzter Zeit kam es jedoch wiederholt vor, dass abgesperrte Baustellenbereiche unerlaubt betreten wurden. Badenova bittet deshalb eindringlich darum, alle Absperrungen zu beachten und gesperrte Bereiche nicht zu betreten.
Das Betreten der Baustelle ist lebensgefährlich.
Schwere Maschinen, ungesicherte Bereiche und erhebliche Höhenunterschiede stellen ein hohes Risiko dar. Die abgesperrten Bereiche werden zudem videoüberwacht. Bei unerlaubtem Betreten erfolgt zunächst eine Aufforderung zum Verlassen des Geländes. Bei Missachtung können Polizei und weitere rechtliche Schritte eingeschaltet werden.
Die freigegebenen Waldwege können weiterhin genutzt werden, sofern sie nicht gesperrt oder entsprechend gekennzeichnet sind. Badenova freut sich über das große Interesse am Projekt und bittet gleichzeitig darum, die Sicherheitsmaßnahmen zu respektieren. Die Absperrungen dienen dem Schutz aller Besucherinnen und Besucher sowie der Mitarbeitenden auf der Baustelle.
Geplante Inbetriebnahme.
Von der Umladefläche zum Windpark
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In den folgenden Wochen treffen Großbauteile wie Rotorblätter, Turmsegmente und Naben ein. Die Anlieferung erfolgt nachts per Schwertransport über die Autobahnen und das übergeordnete Straßennetz.
An den Logistikflächen werden die besonders langen und schweren Bauteile auf sogenannte Selbstfahrer umgeladen. Diese Spezialfahrzeuge transportieren die Komponenten anschließend über die engen und kurvenreichen Straßen zu den einzelnen Anlagenstandorten im Windpark.
Die ersten Rotorblatttransporte starteten Mitte August. Die Fahrten erfolgen tagsüber über die L131 zwischen Oberweiler, Schweighof und dem Windpark. Während der Transporte werden einzelne Straßenabschnitte jeweils nur für die Dauer der Durchfahrt gesperrt. Zwischen Schweighof und dem Abzweig zur L130 muss die Straße während der Transporte vollständig gesperrt werden. Eine Umleitung über das Münstertal ist eingerichtet. Witterungsbedingt können sich einzelne Transporttermine kurzfristig verschieben.
Parallel dazu werden die Turmsegmente über die Logistikfläche bei Wembach mit Selbstfahrern zum Windpark transportiert. Diese Fahrten finden überwiegend in den Abendstunden statt und erfordern ebenfalls zeitweise Sperrungen entlang der Strecke.
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Vorbei
an den Dörfern
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Weiter
durch die Gemeinden
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Ziel
Windpark Sirnitz
Aktueller Stand des Windparks Sirnitz/Dreispitz
Hier berichten wir regelmäßig über den aktuellen Stand des Projekts.
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2015
Vorbereitung
Der Gemeindeverwaltungsverband Müllheim-Badenweiler schlug die Flächen im Bereich Sirnitz/Dreispitz als mögliche Windkraftkonzentrationszone vor. Als Partner für die Projektentwicklung wurde Badenova ausgewählt.
2016-2017
Projektpause
Die notwendigen Windmessungen und Naturschutzuntersuchungen haben stattgefunden. Aufgrund politischer Unwägbarkeiten ruhte das Projekt bis zur Wiederaufnahme im Laufe des Jahres 2021.
2021-2022
Wiederaufnahme
Die Artenschutzuntersuchungen wurden erneuert sowie weitere Gutachten zu anderen genehmigungsrelevanten Themen erstellt. Weiterhin wird an der Erstellung des Genehmigungsantrags gearbeitet.
Im Rahmen der Projektentwicklung wurden unterschiedliche Zuwegungsoptionen mit folgendem Ergebnis geprüft:
Die Komponenten werden über die L131 bis zum Kreuzwegparkplatz und von dort auf bestehenden Forstwegen bis zu den Anlagenstandorten transportiert. Die Forstwege müssen hierfür ertüchtigt werden, allerdings müssen kaum neue Wege angelegt werden. Auch bei der Planung der Kranstellflächen werden die zukünftigen Eingriffe soweit es geht minimiert und die Stellflächen individuell an das Gelände angepasst.
2023
Genehmigungsantrag
Im Mai 2023 reichte Badenova den Genehmigungsantrag beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald ein.
Einen Teil des Antrags bilden unter anderem die durchgeführten Schallgutachten und Schattengutachten sowie eine ausführliche Projektbeschreibung des Windparks.
2024
Genehmigung
Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald hat Badenova im Oktober 2024 die Genehmigung für den Bau der fünf Windenergieanlagen erteilt. Teil des Verfahrens war unter anderem eine öffentliche Auslage der Antragsunterlagen und eine Beteiligung von Bürger:innen, die Einwände gegen das Projekt vorbringen konnten.
Die ersten Anlagen sollen sich bereits 2026 drehen.
2025
Projektumsetzung
Der erste Schritt für die Projektumsetzung war die Schaffung der für den Bau benötigten Flächen. Um diesen Eingriff auszugleichen, richtete Badenova gut 9 Hektar Ausgleichsflächen ein. Auf diesen Flächen wird der bestehende Wald zu einem zukunftsfesten Mischwald umgebaut und es werden beerentragende Sträucher für die Tiere gepflanzt. Außerdem werden rund 90 Nisthilfen für Vögel sowie 80 Fledermauskästen angebracht. Die Forstarbeiten, die im November begannen, führen wir gemeinsam mit den zuständigen Revierförstern durch.
Im Frühjahr 2025 begann dann der Wege- und Kranstellflächenbau für die Windkraftanlagen. Während des Winters wird die Baustelle ruhen, der Aufbau der eigentlichen Windkraftanlagen soll im Frühjahr 2026 beginnen. Die erste Einspeisung des Stromes ist dann für den Jahreswechsel 2026/2027 vorgesehen.
Am 28.11.2025 wurde eine Änderungsgenehmigung auf den WEA-Typ E-175 ausgestellt. Aus logistischen und technischen Gründen wurde von einer Vestas-Windenergieanlage auf den im September 2024 neu vorgestellten Enercon-Anlagentyp gewechselt, der sehr gut zum Standort passt. Enercon verfügt über umfassende Bau- und Betriebserfahrung im Schwarzwald.
2026
Bauarbeiten
Die Arbeiten innerhalb des Windparks Sirnitz/Dreispitz bei Müllheim gehen stetig voran. Im Sommer 2026 werden die Rotorblätter für die Windenergieanlagen von der Umladefläche in Müllheim-Niederweiler mit einem Spezialfahrzeug zum Windpark gefahren.
Ab dem 23. März begann mit der Fundamentierung der fünf Windenergieanlagen die zentrale Bauphase des Windparks Sirnitz/Dreispitz. Erfahren Sie mehr in unserer Pressemeldung.
Beim Fundamentbau eines Windparks wird die Basis für die Energieerzeugung geschaffen. Jedes Windrad steht auf einem massiven Betonfundament, das tief im Boden verankert ist und die enormen Kräfte von Wind und Rotation sicher ableitet. Dafür werden große Baugruben ausgehoben, Bewehrungsstahl verlegt und mehrere hundert Kubikmeter Beton eingebracht – präzise geplant für jeden einzelnen Standort.
Beim Windpark Sirnitz nimmt das Projekt sichtbar Form an: Die Standorte für die einzelnen Windenergieanlagen sind vorbereitet und das Fundament gelegt. Damit startet ein entscheidender Abschnitt, in dem die Basis für eine sichere und langfristige Energiegewinnung geschaffen wird.
Wir sind Ihre Ansprechpersonen zum Windpark Sirnitz
Tamara Raschhofer
Projektleitung
Christian Ochs
Bau