Badisches Energie-Trio im Herzen Freiburgs

Unter den Bahngleisen südlich des Hauptbahnhofs tut sich etwas: Im Energietunnel führt Badenova Fernwärme, Strom und Wasser gebündelt vom Stühlinger in die Innenstadt.

Three images: a person with a bike, industrial pipes, and a woman at a water fountain. Text: "Strom + Fernwärme + Wasser" and "Badenova."
Badisches Energie-Trio im Herzen Freiburgs

Die Energie- und Wärmezukunft der Freiburger Innenstadt fest im Blick: Badenova Netze und Badenova Wärmeplus bauen derzeit den Start- und Endpunkt für den Energietunnel. Durch diese Verbindungsachse werden die Tochterunternehmen von Badenova künftig Fernwärme in die Freiburger Innenstadt bringen und langfristig die Versorgung mit Strom und Wasser sichern.

Ein Ausblick: Im Juni wird die Tunnelbohrmaschine angeliefert und eingeweiht. In den darauffolgenden Wochen beginnen die Bohrarbeiten. Anschließend wird die Baustelle so hergerichtet, dass im Herbst die Rohre eingezogen und der Tunnel verfüllt werden kann. Die restlichen Arbeiten werden 2027 im Laufe der ersten Jahreshälfte abgeschlossen.

Fernwärme, Strom und Wasser für die Freiburger Innenstadt

Badenova Wärmeplus hat das Ziel, in der Freiburger Innenstadt bis 2040 etwa 104.000 Tonnen CO₂ einzusparen. Der Energietunnel soll bis zu 15 Megawatt Leistung transportieren und eine Energielieferung von rund 100 Gigawattstunden pro Jahr gewährleisten. So wird das Unternehmen rund 10.000 Wohnungen in der Innenstadt mit Wärme versorgen.

Badenova Netze erneuert die Strom-Übertragungskapazität vom Umspannwerk im Stühlinger hin zur Innenstadt und schafft damit neue Infrastruktur für mehr E‑Mobilität, Wärmepumpen und Strom. Abhängig von der Tageszeit wird hier eine Leistung von 10 Megawatt übertragen. Das entspricht ungefähr 8.500 Menschen, die sich gleichzeitig die Haare föhnen. Außerdem erneuert das Unternehmen die Kommunikationsleitungen mit Glasfasertechnik. Das Ergebnis: Versorgungssicherheit und energiewirtschaftliche wie digitale Zukunftsfähigkeit.

Die neue Hauptversorgungsleitung ersetzt eine bestehende Wasserleitung und sichert damit die Trinkwasserversorgung des Freiburger Westens. Durch die Leitung können täglich etwa 17 bis 20 Millionen Liter Wasser transportiert werden. Das entspricht circa 127.000 Badewannenfüllungen.

Ein Energietunnel für die Freiburger Energiewende

Badenova investiert 4,25 Millionen Euro in den Energietunnel. Zusätzlich wird das Projekt mit 1,6 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds Klimaschutz der Stadt Freiburg sowie mit 150.000 Euro über das Förderprogramm „Wärmenetze 4.0“ vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt.

Die Freiburger Energieversorgerin investiert damit in die Netze der Zukunft und unterstützt Kommunen dabei, ihren Beitrag zur Energiewende leisten zu können. Der Energietunnel ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg hin zu einer lebenswerten Zukunft.

„Freiburg hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt. Wenn wir wegkommen wollen von fossilen Energien, brauchen wir eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Genau dafür steht der Energietunnel: Er schafft die Voraussetzung dafür, dass klimafreundliche Fernwärme künftig aus dem Westen der Stadt in die Freiburger Innenstadt kommt. Zugleich stärkt das Projekt die Versorgungssicherheit bei Strom, Wasser und Wärme und macht unsere Stadt widerstandsfähiger für die Anforderungen der Zukunft. Das ist ein wichtiger Baustein für die Energie- und Wärmewende in Freiburg“, betont Martin Horn, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg.

„Der Energietunnel ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt, denn wir bündeln darin Strom, Wasser und Fernwärme“, erklärt Julie Bürkle-Weiss, technische Geschäftsführerin von Badenova Netze: „Und damit treiben wir die Energie- und Wärmewende in Freiburg weiter voran.“

„Wir liefern den Menschen in der Innenstadt ein Badisches Energie-Trio: So können sie in Zukunft ihre Wohnungen zuverlässig mit Wärme aus Erneuerbaren Energien heizen, weiterhin sauberes Wasser aus der Leitung trinken und bequem die Akkus ihrer E-Bikes laden“, erklärt Klaus Preiser, technischer Geschäftsführer von Badenova Wärmeplus.