Klimaneutrale Feuerwache 

Neue energieffiziente Feuerwache demonstriert, wie ein wohlüberlegtes Qualitätsmanagement über die Bauphase hinaus klimafreundliche Techniken noch optimiert.

Luftaufnahme einer Industrieanlage mit Solarmodulen auf den Daechern, umgeben von Baeumen und einer Strasse im Hintergrund.
Projektdaten
ProjektnameBau einer Klimaneutralen Feuerwache mit integriertem Betriebshof und Aufbau eines Qualitätsmanagements
Projektnummer 2009-06
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durch Stadt Weil
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme34.870 €

Klimaneutrale Feuerwache mit Qualitätsmanagement

Innovative und klimafreundliche Gebäude erreichen in der Praxis häufig nicht die geplante Energieeffizienz. Ursachen dafür sind unter anderem das Nutzerverhalten sowie fehlende Vergleichsdaten, die Prognosen bei Pilotprojekten erschweren. Beim Neubau ihrer Feuerwache hat die Stadt Weil diese Problematik erkannt und ihr Konzept eines klimaneutralen Gebäudes gezielt um ein Qualitätsmanagement ergänzt. Ziel war es, sicherzustellen, dass die eingesetzten Technologien und Maßnahmen im tatsächlichen Betrieb wie vorgesehen funktionieren und ihr volles Einsparpotenzial entfalten.

Energieeffizientes Gebäudekonzept und technische Ausstattung

Der Neubau ersetzt fünf ältere Gebäude mit schlechter Energiebilanz und integriert zugleich den städtischen Betriebshof. Für die Energieversorgung kommen eine Grundwasserwärmepumpe, eine thermische Solaranlage und eine Photovoltaikanlage zum Einsatz. Insgesamt liegt der Energiebedarf des Gebäudes rund 30Prozent unter den aktuellen Standards. Trotz des hohen Strombedarfs durch Maschinen und Geräte deckt die Photovoltaikanlage etwa die Hälfte des Stromverbrauchs. Zusätzlich verzichtet die Stadt auf ein zentrales Warmwassernetz und erwärmt das Wasser dezentral. Dadurch werden Wärmeverluste vermieden und gleichzeitig hygienische Vorteile erzielt. Die Toiletten nutzen Grauwasser, ergänzt durch ein Zisternensystem zur Regenwassersammlung.

Begleitendes Monitoring und langfristige Optimierung

Damit die Neuerungen optimal wirken, wurden Experten eingebunden, die das Verbrauchsverhalten überwachten und analysierten. Sie deckten Fehler auf, schulten die Nutzer und berieten sie im Umgang mit der Technik. Das Qualitätsmanagement begleitete das Projekt somit über die Bauphase hinaus. Die klimaneutrale Feuerwache spart jährlich rund 95 Tonnen CO₂ ein und zeigt, wie ein systematisches Qualitätsmanagement dazu beitragen kann, klimafreundliche Gebäudetechnik im realen Betrieb weiter zu optimieren und ihre Wirksamkeit dauerhaft zu sichern.

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