2017-02

"SupA-B" Effiziente Wasserspeicherung und Stickstoff-Düngung durch den Einsatz von Absorber zur Reduzierung der Nitratauswaschung ins Grundwasser 

In diesem Projekt wurde untersucht, ob der Einsatz eines Superabsorbers als Bodenhilfsstoff in der Landwirtschaft positive Auswirkungen auf die Böden hat.

Ein grüner Traktor mit einem roten Rauen-Grubber pflügt ein großes, frisch bestelltes Feld, das von Bäumen umgeben ist.
Projektdaten
Projektname"SupA-B" Effiziente Wasserspeicherung und Stickstoff-Düngung durch den Einsatz von Absorber zur Reduzierung der Nitratauswaschung ins Grundwasser
Projektnummer2017-02
ProjektartForschung & Studien
Projektträgerek-management
Laufzeit bis
Fördersumme164.888 €

Wasserspeicherung und Nitratreduktion im Klimawandel

Ziel des Projekts ist, die heimische Landwirtschaft angesichts zunehmender Wetterextreme widerstandsfähiger und ressourcenschonender zu gestalten. Starkregenereignisse führen vermehrt zur Auswaschung von Nitratdünger ins Grundwasser, während heiße und trockene Sommer die Bewässerung der Felder erschweren. Besonders Landwirt:innen ohne Zugang zu Beregnungssystemen leiden unter Ernteverlusten. Mit dem Einsatz des Bodenhilfsstoffs Stockosorb solle geprüft werden, ob sich Wasser und Nährstoffe besser im Boden speichern lassen und so die negativen Auswirkungen des Klimawandels abgemildert werden können.

Praxistest mit Superabsorbern am Oberrhein

In einem mehrjährigen Pilotprojekt erprobte die Firma EK-Management gemeinsam mit Landwirt:innen, dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald und der LTZ Karlsruhe den Superabsorber Stockosorb (GeleeVital). Dieser kann bis zum 300-fachen seines Eigengewichts an Wasser und gelösten Nährstoffen speichern. Die Projektpartner untersuchten die Wirkung auf unterschiedlichen Böden und bei verschiedenen Feldfrüchten. Besonders am Oberrhein, wo kies- und sandreiche Böden vorherrschen, war der Einsatz vielversprechend. Ziel war es, die Auswaschung von Nitrat zu verringern und die Wasserversorgung der Pflanzen in Trockenphasen zu verbessern.

Vergleich, Abbaubarkeit und Langzeitwirkung

Das Projekt verglich die Effekte von Stockosorb mit konventioneller Feldwirtschaft sowie mit anderen Absorbern wie Biokohle, die bereits in früheren Innovationsfondsprojekten getestet worden war. Dabei wurden Ertrag, Wasserspeicherfähigkeit und Nitratauswaschung systematisch dokumentiert. Zusätzlich analysierten die Beteiligten, wie schnell und durch welche Mikroorganismen Stockosorb im Boden abgebaut wurde und wie lange seine Wirkung anhielt. Die Ergebnisse lieferten wertvolle Erkenntnisse für eine nachhaltigere und wasserschonendere Landwirtschaft in der Region und zeigten, wie innovative Bodenhilfsstoffe zur Anpassung an den Klimawandel beitragen können.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Durch den Einsatz von Superabsorber bei der Stickstoffdüngung im Ackerbau (geprüft bei Körnermais, Kürbis, Biogashirse und Ganzpflanzentriticale) können Nährstoffe und Wasser in begrenztem Umfang zusätzlich zur Bodenspeicherkapazität gespeichert werden.

  • Die flächige Ausbringung von Superabsorber zur Stickstoffdüngung verursacht erhebliche Kosten und führte nicht zu einer signifikanten Steigerung der Stickstoffeffizienz (in Form von höheren Erträgen) und auch umweltschonende Wirkungen (geringerer Nitratgehalt im Boden) konnten nicht gefunden werden.

  • In Depotform mit Stickstoffdüngern angewendet, verbesserten natürliche und synthetische Superabsorber die Stickstoffeffizienz und wirkten positiv auf Erträge und Umwelt. Diese Form der Anwendung kann als praxisrelevant angesehen werden.

Downloads und weitere Infos

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