Holzvergaser-BHKW in Landwasser
Die badenovaWÄRMEPLUS hat in diesem Projekt einen Holzvergaser auf Pellet-Basis und ein BHKW inkl. Monitoring in das Wärmenetz Freiburg-Landwasser integriert.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Holzvergaser auf Basis von Holzpellets und BHKW inkl Monitoring, im BHKW Landwasser |
| Projektnummer | 2013-15 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | badenova Wärmeplus |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 250.000 € |
Fernwärmeversorgung im Stadtteil Freiburg‑Landwasser
Seit 1990 versorgt das Blockheizkraftwerk Landwasser den gleichnamigen Freiburger Stadtteil mit Fernwärme. Bis 2006 nutzte die Anlage überwiegend Deponiegas von der Deponie Eichelbuck. Aufgrund der rückläufigen Deponiegasmengen sanierte der Betreiber badenova WärmePlus das Kraftwerk im Jahr 2011 grundlegend. Seitdem wird es mit einer Mischung aus Bio‑, Deponie‑ und Bioerdgas betrieben. Ziel dieser Umstellung war es, die Wärmeversorgung langfristig zu sichern und den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen.
Holzpellet‑Holzvergaser als ergänzendes BHKW‑Modul
Als zusätzliches Modul entsteht nun ein innovatives Holzvergaser‑Blockheizkraftwerk. Im Unterschied zu herkömmlichen Holzvergasern, die meist mit Holzhackschnitzeln arbeiten, werden hier genormte Holzpellets eingesetzt. Durch ihre einheitliche Größe und definierte Brenneigenschaften ermöglichen sie eine gleichmäßigere Vergasung und reduzieren den Wartungsaufwand. Im Reaktor der Anlage werden die Pellets in einem Wirbelschichtverfahren vergast. Dabei verbrennt ein Teil des Brennstoffs im unteren Reaktorbereich und setzt eine autotherme Vergasung in Gang, die ohne zusätzliche Energiezufuhr auskommt. Ein kontrollierter Luftstrom erzeugt einen Wirbel mit unterschiedlichen Hitzestufen, der das Holz in ein brennbares Gas umwandelt.
Energiegewinnung, Leistungsdaten und Projektnutzen
Nach der Vergasung wird das erzeugte Holzgas in einem Wärmetauscher gekühlt, gefiltert und getrocknet. Die dabei anfallende Wärme kann für andere Zwecke genutzt werden, die ausgefilterte Asche ist ebenfalls weiter verwertbar. Das gereinigte Holzgas wird anschließend im BHKW unter Druck und mit Zugabe eines Zündöls verbrannt. Die Anlage erreicht aus Biomasse eine thermische Leistung von etwa 220 bis 250 kW sowie eine elektrische Leistung von rund 180 bis 190 kW. Damit erhöht sie den Anteil regenerativer Energien in der Energieversorgung von Freiburg‑Landwasser deutlich. Die gewonnenen Betriebserfahrungen und Auswertungen liefern grundlegende Daten, um den Prototyp auf seine Alltagstauglichkeit zu prüfen und anderen Investoren eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Der Burkhard-Holzvergaser stellt eine ausgereifte Technik dar. Garantierte Laufzeiten, Wirkungsgrade und Leistungsdaten werden eingehalten.
Durch die stabile Betriebsweise seit der Inbetriebnahme hat sich die innovative Technik der Holzvergasung etabliert und technisch gesehen für weitere Anwendungen empfohlen.
Ein wirtschaftlicher Betrieb der Holzvergaseranlage ist aufgrund des Innovationsfonds gegeben. Durch die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der garantierten Einspeisevergütung für den regenerativ erzeugten Strom (EEG 2014) ist ein wirtschaftlicher Betrieb für Neuanlagen in absehbarer Zukunft nicht möglich.
Downloads und weitere Infos
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