Keramikbrenner in der Textilindustrie
Anstoß für eine umweltfreundlichere Textilproduktion - schnelleres Aufheizen als konventionelle Anlagen, verringerte Energiekosten und geringer Schadstoffausstoß.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Neuartige Poreos-Porenbrenner für Textilveredelungsmaschinen |
| Projektnummer | 2001-11 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Umsetzung durch | Dreiländereck-Textilveredelungs GmbH |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 100.000 € |
Energieintensive Verfahren in der Textilindustrie
Um Stoffe zu trocknen oder zu fixieren, nutzt die Textilindustrie bisher elektrische Trockner oder indirekte Heizsysteme wie beispielsweise Ölumlaufkessel. Diese Verfahren sind jedoch relativ energie- und schadstoffintensiv und stehen zunehmend in der Kritik. Der Bedarf an effizienteren und umweltfreundlicheren Alternativen wächst stetig, insbesondere im Hinblick auf steigende Energiekosten und strengere Umweltauflagen.
Einsatz des Promeos-Porenbrenners
Die Dreiländereck-Textilveredelung GmbH, eine Tochter der Firma Brennet, erprobte erstmals in diesem Bereich einen sogenannten Promeos-Porenbrenner. Dieser verbrennt ein Gas‑Luft‑Gemisch innerhalb einer Hochtemperaturkeramik. Die flammenlosen Spezialbrenner können je nach Bedarf Leistungen von 2 bis 1000 kW liefern und sind in individuellen Formen erhältlich.
Das System leitet ein Luft‑Brennstoffgemisch auf eine glühende, poröse Keramikplatte, in deren Poren das Gemisch flammenlos, stabil und sehr schnell verbrennt. Die Keramik gibt die Wärme effizient, gleichmäßig und ohne Temperaturschwankungen an die Umgebung ab und sorgt so für eine sichere und schonende Trocknung der Stoffe.
Ergebnisse und ökologische Vorteile
Im Vergleich zu konventionellen Anlagen heizt sich das System deutlich schneller auf und senkt die Energiekosten um etwa ein Drittel. Zudem reduzieren sich die Kosten für Wartung und Instandhaltung erheblich. Ein weiterer Vorteil ist der sehr geringe Schadstoffausstoß der Keramikbrenner. Da das Gas‑Luft‑Gemisch gleichmäßig und bei hoher Temperatur verbrennt, entsteht – anders als bei offenen Flammen – kaum CO₂. Durch die kurze Reaktionszeit wird außerdem die Bildung von Stickoxiden weitgehend verhindert.
Das Projekt verlief erfolgreich. Damit kann die Brennet AG, die ihre Jerseystoffe bereits nach dem Öko‑Tex‑Standard 100 produziert, weitere Brenner umrüsten und einen wichtigen Impuls für eine umweltfreundlichere Produktion in der Textilindustrie setzen.
Downloads und weitere Infos
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