Solare Fernwärmeversorgung im Neubaugebiet Freiburg Gutleutmatten
Die badenova WÄRMEPLUS hat durch die Wärmeversorgung mit Slarthermie eine solare Fernwärmeversorgung im Neubaugebiet Freiburg Gutleutmatten erschaffen.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Solare Fernwärmeversorgung Freiburg Gutleutmatten |
| Projektnummer | 2014-03 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Umsetzung durch | badenova WÄRMEPLUS GmbH |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 210.650 € |
Warmwasserversorgung als zentrale Herausforderung energieeffizienter Neubauten
Energieeffiziente Neubauten benötigen im Sommer kaum Heizenergie, der größte Anteil des Wärmebedarfs entfällt dann auf die Warmwasserversorgung. Im Freiburger Neubaugebiet Gutleutmatten mit rund 500 Wohneinheiten wird diesem Umstand durch eine kombinierte Lösung begegnet: Alle Gebäude sind sowohl an das Fernwärmenetz angeschlossen als auch mit solarthermischen Anlagen ausgestattet. Diese Kombination ist mit mehreren Vorteilen verbunden, wurde bislang jedoch nur selten gemeinsam umgesetzt. Das Projekt der Badenova Wärmeplus zeigt Wege auf, wie Fernwärme und Solarthermie sinnvoll miteinander verknüpft werden können.
Intelligente Steuerung zwischen Fernwärmenetz und Solaranlagen
Je weniger Wärme aus dem Fernwärmenetz bezogen wird, desto höher fällt der relative Wärmeverlust im Netz aus. Um diesem Effekt zu begegnen, schaltet ein innovatives, zentral gesteuertes System je nach Bedarf zwischen Fernwärme und Solarwärme um. Insgesamt kommen rund 40 Solaranlagen mit etwa 2.000 Quadratmetern Kollektorfläche zum Einsatz. Eine speziell entwickelte Regelstation sorgt dafür, dass der Wechsel zwischen beiden Systemen störungsfrei und energieeffizient erfolgt. Sie stellt unter anderem sicher, dass Restwärme optimal genutzt wird und gleicht Druck- und Temperaturunterschiede aus, indem Rohrleitungen nach einer Passivphase langsam wieder angewärmt werden.
Technische Lösungen, Einsparungen und Wissenstransfer
Die konsequente Ausstattung aller Gebäude mit Solarthermie stellt die Planung vor Herausforderungen, insbesondere bei hohen und schmalen Gebäuden mit geringer Dachfläche im Verhältnis zum Wärmebedarf. Um auch diese Gebäude im Sommer vollständig mit Solarwärme zu versorgen, werden verschiedene Optionen geprüft. Dazu zählen leistungsstärkere Kollektoren, die Nutzung von überschüssiger Wärme aus anderen Gebäuden über das vorhandene Netz sowie der Einsatz von Durchlauferhitzern zur Deckung des restlichen Wärmebedarfs. Das Projekt untersucht diese Alternativen unter technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten und testet unterschiedliche zentrale und dezentrale Anlagen, um das Warmwasser effizient konstant auf 60 °C zu erwärmen.
Gegenüber einer Fernwärmeversorgung ohne Solaranlagen soll das Projekt jährlich rund 800 MWh Energie beziehungsweise etwa 42 Tonnen CO₂ einsparen. Mit Führungen und Informationsveranstaltungen machen Badenova Wärmeplus und der Forschungspartner Fraunhofer ISE die Anlage und die gewonnenen Erkenntnisse öffentlich zugänglich. Das Projekt zeigt damit auf, wie bestehende Fernwärmenetze mit Solarthermie kombiniert werden können, um der klimaneutralen Wärmeversorgung näher zu kommen.
Downloads und weitere Infos
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