Wie erzeugt man klima- und grundwasserschonend Biomasse?
Das Forschungsprojekt untersucht, welche Energiepflanzen sich besonders als Alternative zu konventionellen Ackerbaukulturen eignen.
)
| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Grundwasserschonende Bioenergieerzeugung |
| Projektnummer | 2005-02 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Umsetzung durch | ANNA Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 99.221 € |
Energiepflanzen für eine umweltfreundliche Bioenergieerzeugung
Im Rahmen des Projekts analysierte die Agentur für Nachhaltige Nutzung von Agrarflächen (ANNA) auf Testflächen in Hausen und Bad Krozingen, welche Energiepflanzen unter unterschiedlichen Bedingungen wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch vorteilhaft sind. Hintergrund war das wachsende Interesse von Landwirten, neben Nahrungsmittelpflanzen auch Pflanzen zur Erzeugung von festen, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen anzubauen.
Verschiedene Anbauformen und ihre Umweltwirkungen
Im Rahmen des Projekts verglichen die Forschenden vier Anbauoptionen. Dazu gehörten eine Dauerwiese, die sich besonders für Wasserschutzgebiete eignet, sowie die Dauerkulturen Miscanthus (Chinaschilf) und Salix, eine schnell wachsende Kurztriebweide. Zusätzlich wurde eine Energiefruchtfolge mit einer Fruchtfolge aus der Nahrungsmittelproduktion verglichen. Auf Grundlage der erhobenen Daten erstellten die Forschenden eine Ökobilanz, die den Energieertrag mit dem Energieaufwand für Anbau, Düngung, Transport und weitere Produktionsschritte gegenüberstellte. Die Ergebnisse zeigten, dass die Dauerkulturen Miscanthus und Salix die umweltfreundlichsten Anbauformen waren. Sie benötigten weniger Dünger und erforderten einen geringeren Maschineneinsatz, während die Energiefruchtfolge mehr Arbeit und Dünger erforderte.
Empfehlungen für den Anbau von Energiepflanzen
Dennoch erwiesen sich alle vier untersuchten Anbauformen als umweltfreundlichere Alternative zu fossilen Energieträgern. Miscanthus und Dauerwiese wiesen dabei das höchste Energiesparpotenzial pro Kilogramm Trockenmasse auf. Als Fazit sprachen sich die Fachleute von ANNA dafür aus, dass Landwirte künftig einen Mix aus Energiepflanzen anbauen sollten, bei dem die vier untersuchten Anbauoptionen einen großen Anteil ausmachen.
Downloads und weitere Infos
Einblicke in weitere Förderprojekte
)
2026-A-001 | Lörrach
Brandsichere PV-Fassade für das Lörracher Rathaus
Das Projekt liefert alle wichtigen Nachweise – inklusive eines realen Brandversuchs – damit eine neue solaraktive Hochhausfassade im Denkmalschutz genehmigt werden kann.
)
2026-A-005 | Freiburg
Food4Impact-FT 1844
Die Freiburger Turnerschaft entwickelt ein nachhaltiges Ernährungsmodell für klimafreundliche Verpflegung im Breitensportverein.
)
2026-A-006 | Schutterwald
Aluminiumproduktion mit Abwärme statt Erdgas
Beim Pressen entstehende Abwärme fließt direkt in die Alterungsöfen, ersetzt dort Gas und führt zu einer energieeffizienteren Produktion.