Energiesparen bietet sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile. Indem Du ineffiziente Elektrogeräte aus Deinem Haushalt verbannst, senkst Du einerseits Deine jährlichen Stromkosten und leistest andererseits einen verantwortungsvollen Beitrag für unsere Umwelt. Denn die Anschaffungskosten neuer Haushaltsgeräte in hohen Energieeffizienzklassen amortisieren sich schneller als Du denkst, da Du nicht nur ihre Anschaffungskosten, sondern auch ihre zukünftigen Stromkosten im Auge behalten solltest.
Erfahre in unserem Energiespartipp Nr. 1, wie Du durch den Austausch ineffizienter Haushaltsgeräte langfristig Deinen Stromverbrauch reduzieren und etliche Euro pro Jahr sparen kannst.

Auf das Energielabel achten

Um den Energieverbrauch in Europa flächendeckend zu senken, wurden bereits 1994 für viele Haushaltsgeräte sogenannte Energielabels in den Klassen A (höchste Effizienz) bis G (geringste Effizienz) eingeführt. Durch eine verschärfte Neuregelung zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs galten für zahlreiche Haushaltsgeräte ab 2003 zusätzlich die Effizienzklassen A+ und A++. Im Jahr 2010 kam außerdem die Effizienzklasse A+++ hinzu. Ein ziemliches Wirrwarr an Energielabels, das den Konsumenten eher irritiert als informiert.

Um damit Schluss zu machen, wurde schon 2017 EU-weit beschlossen, ab dem Jahr 2020 wieder zur ursprünglichen Einteilung A bis G zurückzukehren. Die Pluskategorien der Klasse A werden nach und nach verschwinden und dem neuen Labelkonzept angepasst. Dieses sieht vor, dass die A-Klasse wieder dauerhaft die höchste Energieeffizienzklasse und die G-Klasse die energieineffizienteste Klasse bleibt.

Schon ein Vergleich der bisher gültigen drei besten Effizienzklassen der Kategorie A zeigt große Unterschiede, was den Stromverbrauch pro Jahr betrifft. Geschirrspüler und Waschmaschinen der Klasse A+++ verbrauchen ungefähr ein Viertel weniger Strom als Geräte der A+ Kategorie. Wenn Du in nächster Zeit vorhast, Deine energieineffizienten Haushaltsgeräte gegen energieeffizientere auszutauschen: Bedenke dabei, dass die Mehrkosten bei der Anschaffung durch erhebliche Stromeinsparungen leicht wieder wettzumachen sind.

Energieeffiziente Haushaltsgeräte machen sich besonders in der Küche bezahlt!

Um der nächsten Stromrechnung entspannter entgegen sehen zu können, ist es gut zu wissen, welche elektronischen Haushalts- und Küchengeräte am meisten Energie verbrauchen. Zu den fünf größten Energiefressern im Haushalt gehören:

  • Kühl- und Gefrierschrank
  • Wäschetrockner
  • Waschmaschine
  • Geschirrspüler
  • Elektroofen und Backofen

Zu den hier aufgezählten, klassischen Stromfressern im Haushalt, sind in den vergangenen Jahren weitere, zum Teil energieintensive Haushaltsgeräte hinzugekommen. Eine zusätzliche Belastung für Deine Stromrechnung können Küchen-Mixgeräte, Kaffee-Vollautomaten oder Mikrowellenherde sein. Geräte, die häufig oder permanent an der Steckdose angeschlossen sind, und auch im Ruhezustand Strom ziehen, können zudem unnötige Energiekosten verursachen.

Energieeffiziente Haushaltsgeräte richtig nutzen und dabei noch mehr Strom sparen

Du nutzt bereits energieeffiziente Elektrogeräte in Deinem Haushalt? Mit den folgenden Energiespartipps kannst Du Deinen Stromverbrauch noch ein bisschen mehr reduzieren.Achte auf das Energielabel und kaufe nur Geräte der höchsten Energieeffizienzklassen. Verwende außerdem Geräte ohne Akku, denn Elektrogeräte ohne integrierten Akku verbrauchen deutlich weniger Strom.

  • Achte auf das Energielabel und kaufe nur Geräte der höchsten Energieeffizienzklassen. Verwende außerdem Geräte ohne Akku, denn Elektrogeräte ohne integrierten Akku verbrauchen deutlich weniger Strom.

  • Vermeide den Stand-by-Modus: Ziehe den Stecker aus der Steckdose, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Dies gilt auch für Elektrogeräte wie Mikrowellenherd, Fernseher, PC oder Laptop.

  • Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Wäschetrockner und Waschmaschine passend zur Haushaltsgröße auswählen.

  • Wähle beim Kochen einen Kochtopf in der Größe der Herdplatte und koche energiesparend mit Deckel. Beim Kochen mit Deckel verbrauchst Du bis zu einem Drittel weniger Energie.

  • Koche Wasser energiesparend mit einem Wasserkocher und fülle immer nur so viel Wasser in den Wasserkocher, wie Du auch benötigst.

  • Nicht benötigte Lichtquellen beim Verlassen des Wohnraumes ausschalten. Verwende anstelle von Glühlampen LED-Lampen, um den Stromverbrauch um bis zu 85 Prozent zu senken.

  • Nimm Deine Waschmaschine nur voll beladen in Betrieb. Wasche möglichst ohne Vorwäsche und bei niedrigen Temperaturen. Bei der Anschaffung einer Waschmaschine mit einer hohen Drehzahl und effektiver Schleuderkapazität verkürzt sich zudem die Trockenzeit Deiner Wäsche.


Fazit

Mit Haushaltsgeräten der besten Energieeffizienzklassen kannst Du bares Geld sparen! Unser Energiespartipp Nr. 1 zeigt, dass sich die Investition in energieeffiziente Haushaltsgeräte trotz höherer Anschaffungskosten lohnt. Moderne Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und andere Haushaltsgroßgeräte verbrauchen deutlich weniger Energie und sind darüber hinaus auch umwelt- und klimafreundlicher.

Als grundsätzliche Orientierungshilfe gilt: Alle Elektrogeräte mit mehr als zehn Jahren auf dem Buckel sollten gegen energieeffizientere Haushaltsgeräte ausgetauscht werden. Kühlschränke und Gefriertruhen, die älter als zehn Jahre sind, verbrauchen dreimal so viel Strom als derzeit im Handel erhältliche Geräte. Dasselbe gilt auch für alte Wäschetrockner. Mit einem Wäschetrockner der Energieeffizienzklasse A kannst Du Deine Stromkosten langfristig um 100 Euro pro Jahr reduzieren.

Indem Du Deine stromfressenden Haushaltsgeräte identifizierst und zusätzlich bei Elektrogeräten den Stand-by-Modus vermeidest, kannst Du den Energieverbrauch deutlich senken und bares Geld sparen. Orientiere Dich bei der Neuanschaffung Deiner elektronischen Haushaltsgeräte also nicht nur am Anschaffungspreis, sondern behalte auch Deinen zukünftigen Strom- und Energieverbrauch im Blick.


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