Waschmaschinen und Geschirrspüler zählen zu elektronischen Haushaltsgeräten, die in fast jedem Haushalt anzutreffen sind. Wir benutzen sie mitunter täglich und machen dabei trotzdem nicht alles richtig, um das Potential dieser Geräte optimal auszunutzen.
In unserem Energiespartipp Nr. 2 zeigen wir Dir, worauf Du bei der Befüllung Deiner Waschmaschine und Deines Geschirrspülers achten solltest, um Energie zu sparen und der Umwelt Gutes zu tun.

Die richtige Füllmenge bei Waschmaschinen

Gehörst Du auch zu den Menschen, die ihre Waschmaschine nach Gefühl beladen? Frei nach der Devise „Nicht zu voll, aber auch nicht zu leer“? Die meisten Waschmaschinen sind für eine Wäschemenge von sechs bis neun Kilogramm für einen 4-Personen-Haushalt ausgelegt. Für kleinere Haushalte gibt es auch Waschmaschinen mit einer Fassungsmenge von drei bis fünf Kilogramm und für Großfamilien auch Maschinen, die mehr als zwölf Kilogramm Fassungsvermögen aufweisen. Durch das richtige Beladen Deiner Waschmaschine sorgst Du nicht nur für die optimale Reinigung Deiner Wäsche, sondern schützt Deine Waschmaschine auch vor frühzeitigen Verschleißerscheinungen.

Passe Deine Waschmaschine an die Größe Deines Haushaltes an!

Um das optimale Fassungsvermögen für Deine Waschmaschine zu ermitteln, sind folgende Faktoren ausschlaggebend:

  • Personenzahl in Deinem Haushalt
  • Häufigkeit der Waschgänge
  • Menge der Schmutzgänge

Lieber größer als zu klein: Gemäß dieses Mottos erweisen sich Waschmaschinen mit einem zu geringen Fassungsvermögen problematischer als Waschmaschinen mit einer zu großen Füllmenge. Denn durch häufiges Waschen verursachen Waschmaschinen mit zu geringem Fassungsvermögen einen höheren Wasser- und Stromverbrauch. Ein zu großes Fassungsvermögen wird bei modernen und energieeffizienten Waschmaschinen durch die sogenannte Mengenautomatik ausgeglichen. Dabei wird der Wasser- und Energieverbrauch bei geringer Befüllung automatisch an die Beladung angepasst.

Was passiert bei Überladung der Waschmaschine?

Überlädst Du Deine Waschmaschine mit zu viel Wäsche, ersparst Du Dir keinen weiteren Waschgang oder Energiekosten. Vollgestopfte Waschmaschinen können die optimale Verteilung des Wassers sowie des Waschmittels nicht mehr gewährleisten. Da die Wäsche in der Waschtrommel nicht genug Platz hat, um sich ausreichend bewegen zu können, kommt es zu einer Unwucht beim Drehen der Trommel. Neben schlecht gereinigter Wäsche riskierst Du bei einer Überladung Deiner Waschmaschine auch einen vorschnellen Verschleiß des Gerätes. Ein Umstand, der oft mit hohen Reparaturkosten einhergeht.

Nur eine richtig beladene Waschmaschine wäscht sauber und nachhaltig. Wähle für nicht besonders stark verschmutze Wäsche spezielle Kurz- oder Spar-Waschgänge im Eco-Modus und dosiere das Waschmittel dementsprechend sparsam. Waschgänge im niedrigen Temperaturbereich sind besonders energie- und umweltschonend. Selbst bei stark verschmutzter Wäsche sind 40 Grad meist ausreichend, um sich über einwandfreie Waschergebnisse freuen zu können.

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Der Geschirrspüler – ein unverzichtbarer Helfer im Haushalt

Ein Leben ohne zeitsparenden Geschirrspüler ist für die meisten von uns unvorstellbar. Wird der Geschirrspüler richtig beladen und das richtige Waschprogramm eingestellt, wäscht ein Geschirrspüler sogar energie- und wassersparender als es bei einem konventionellen Abwasch mit der Hand der Fall ist. Aufgrund der höheren Wassertemperaturen ist der Einsatz eines Geschirrspülers zudem hygienischer als eine Handwäsche.

Was Du besser nicht in den Geschirrspüler geben solltest

Abgesehen von Küchengegenständen und Geschirr, das als „spülmaschinenfest“ gekennzeichnet ist, solltest Du altes Tischgeschirr mit Farbdekor und Goldrändern lieber per Hand abwaschen, um dieses langfristig zu erhalten. Auch Geschirr, das zum Teil oder gänzlich aus Holz besteht, sollte aus Hygienegründen nicht in den Geschirrspüler wandern.

Besteck oder Gegenstände aus Metallen wie Silber, Kupfer, Messing oder Aluminium gehören ebenso wenig in die Spülmaschine, genauso wie Isolierkannen und scharfe Messer, da die Klingen durch die maschinelle Reinigung rasch stumpf werden.

So befüllst Du Deine Spülmaschine richtig

Um Wasser und Energie zu sparen, solltest Du auf einen Vorwaschgang verzichten. Entferne grobe Speisereste auf dem Geschirr vor dem Einräumen in den Geschirrspüler mit einer Bürste oder einem Papiertuch. Auch angebrannte Töpfe und Pfannen kannst Du mit Spülmittel und etwas heißem Wasser energiesparend per Hand vorwaschen.

  • Platziere Deine Gläser und Dein Geschirr immer in so einem Winkel, der garantiert, dass das Geschirr optimal mit Wasser angesprüht wird.
  • Besteck sowie Verschlüsse von Flaschen gehören in die Besteckschublade. In einem Besteckkasten wird Dein Besteck am saubersten, wenn Du es mit der Spitze nach oben einräumst.
  • Tassen, Gläser und Flaschen hingegen werden mit der Öffnung nach unten in die Spülmaschine gestellt. So werden sie während des Spülvorganges nicht mit Spülwasser befüllt, sondern optimal von unten mit Wasser besprüht und gereinigt.

Überladung des Geschirrspülers vermeiden

Gleich wie beim Befüllen von Waschmaschinen, solltest Du auch beim Beladen Deiner Spülmaschine darauf achten, dass sie nicht zu vollgestopft ist. Denn nur dadurch können optimale Waschergebnisse erzielt werden. Überfüllte Geschirrspüler reinigen das Geschirr nicht nur unzureichend, es besteht auch die Gefahr, dass empfindliche Gläser durch zu wenig Abstand beschädigt werden.

  • Achte beim Einräumen Deiner Maschine darauf, dass sich die rotierenden Sprüharme frei drehen können und nicht von zu hoch gestapeltem Geschirr blockiert werden
  • Reinige regelmäßig die Filter am Boden des Spülraums sowie die Sprüharme, um sie vor Verstopfungen zu bewahren
  • Wasche große Küchengegenstände mit der Hand ab

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