422 Bäume gibt es für jeden Menschen auf der Erde. Zusammen sind das über drei Billionen Bäume, ohne die wir nicht leben könnten. Denn mittels Photosynthese wird das vom Baum aufgenommene CO2 umgewandelt in Kohlenstoff (C), den ein Baum für das Wachstum verwendet, und in Sauerstoff (O2), den er in die Luft abgibt. Aus klimaschädlichem CO2 wird so für Mensch und Tier nützliche Atemluft.

Bäume haben eine elementare Bedeutung für unser Klima und unsere Wirtschaft. Erfahre, warum Bäume so wichtig für unsere Umwelt sind und wie wir sie schützen können.


Bedeutung der Bäume für unsere Umwelt

Seit Beginn der menschlichen Zivilisation haben wir schon fast die Hälfte des einstigen Baumbestands auf unserer Erde abgeholzt. Das klingt nicht nur dramatisch, sondern ist vor allem schlecht für unser Klima. Bäume filtern das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Durch Photosynthese wandeln sie es in lebensnotwendigen Sauerstoff um und halten die Luft rein. Die nachhaltige Aufforstung unserer Wälder ist also existenziell, um unser Klima zu schützen.

Neben der wichtigen Funktion der Bäume für unser Klima begleitet vor allem die Holznutzung die Entwicklung der Menschheit. Holz kommt als Energieträger zum Einsatz und ist ein vielseitiger Bau- und Werkstoff, dessen produzierte Menge die von Stahl, Aluminium und Beton weit übersteigt. Es zählt deshalb zu einem der wichtigsten Rohstoffe für unsere Wirtschaft.

Nicht zuletzt dient der Wald heimischen Wildtieren als Lebensraum und den Menschen als beliebtes Erholungs- und Freizeitziel – besonders in den aktuellen Zeiten ein wahrer Zufluchtsort.

[Quellen: www.wissenschaft.de und BMEL]

Aufforstung heimischer Wälder und global

Aufforstung bedeutet in der Forstwirtschaft das Anpflanzen von Bäumen oder die Aussaat von Samen mit dem Ziel einer Bewaldung. Oft dient sie als Wiederherstellung eines früheren, durch Abholzung verschwundenen Baumbestands. Aber auch Stürme, Dürre, Brände oder Schädlinge wie der Borkenkäfer können unseren Wäldern zusetzen, so dass diese wieder aufgeforstet werden müssen.

Bei der Aufforstung sind Baumarten gefragt, die dem Klimawandel standhalten. Die schnell wachsende und forstwirtschaftlich attraktive Fichte scheint dabei weniger geeignet als robuste Klassiker wie Eichen, Buchen oder Linden. Aber auch in Deutschland bislang nicht heimische Baumarten, die Hitze und Dürre besonders gut verkraften, bieten sich an. Mögliche Kandidaten sind Douglasien, Silberlinden, Spitz- und Feldahorn oder die amerikanische Rebona-Ulme. Statt auf Monokulturen setzt die Forstwirtschaft inzwischen verstärkt auf naturnah bewirtschaftete Mischwälder, in der Hoffnung, dass sie dem Klimawandel trotzen und dennoch Ertrag abwerfen.

Stecklinge eines Nadelbaums

Es ist wichtig, den deutschen Wald aufzuforsten und umzugestalten. Denn Wälder können CO2 aus der Atmosphäre in ihrem Holz binden und so dem Klimawandel entgegenwirken. Aktuell geht es vorrangig darum, die durch den Klimawandel bereits verursachten Waldschäden wieder auszugleichen. Hätte man aber bereits vor 20 Jahren ein nachhaltiges globales Aufforstungsprogramm gestartet, hätte man damit aktiv zum Klimaschutz beitragen können.

Müsste also nicht der nächste logische Schritt sein, die Waldflächen auf unserer Erde deutlich zu vergrößern? Umweltforscher der ETH Zürich haben errechnet, dass Platz für ein Drittel mehr Wälder wäre. Und das ohne in Konkurrenz zu Städtebau oder Landwirtschaft zu stehen. Würde man diese Flächen nutzen, könnten die neuen Wälder zwei Drittel der bisher verursachten CO2-Emissionen binden. Noch effizienter wäre es aber, erst einmal die Abholzung der Regenwälder zu stoppen. Diese bedroht nicht nur das Klima, sondern auch den Lebensraum und die Vielfalt zahlreicher Arten.

Wer setzt sich für die Aufforstung ein?

Förster, Waldbesitzer und Naturschutzorganisationen schlagen in den letzten Jahren vermehrt Alarm und klagen über Waldverluste in Folge von Naturphänomenen oder Schädlingsbefall.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) reagiert und will mehrere Millionen Bäume pflanzen lassen, um die entstandenen Waldverluste auf einer Fläche von insgesamt rund 180.000 Hektar auszugleichen. Bereits seit 2013 finanziert die Bundesregierung mit dem Waldklimafonds ein wichtiges Bundesprogramm zugunsten des Waldes mit jährlich rund 20 Mio. Euro, ab 2019 sind es rund 25 Millionen Euro. Über den Waldklimafonds wurden seit 2013 zahlreiche Projekte gefördert, die dazu beitragen, die Wälder an den Klimawandel anzupassen. Hiervon wird aktuell bei der Bewältigung der Waldschäden profitiert.

Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) setzt sich konsequent für den Erhalt und die Aufforstung heimischer Wälder ein. Gemeinsam mit Städten, Forstämtern und Kommunen organisiert sie regelmäßig Baumpflanzungen und Veranstaltungen. So werden rund um den Tag des Baumes jedes Jahr etwa 70.000 Bäume gepflanzt. Die Bürger sollen dabei auf die Bedeutung der Bäume für unsere Umwelt aufmerksam gemacht werden. Ob ein Parkbaum, ein Alleebaum oder Setzlinge in einer Aufforstungsfläche gepflanzt werden – immer wird damit ein Zeichen für die Zukunft gesetzt.

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) engagiert sich mit seiner Aktion „Wald-Pate“, um die Urwälder bzw. urwaldnahen Relikte und ihre Artenvielfalt in Deutschland zu schützen. Der NABU sucht den Dialog mit der Politik, um die Wald-Gesetze zu ändern, und entwickelt und erprobt verschiedene Naturschutzmaßnahmen. Ziel ist, den ursprünglichen Wald zu erhalten und ihn insbesondere für Kinder und Jugendliche wieder erlebbar zu machen.

Daneben setzen sich viele weitere Organisationen und auch private Waldfreunde für den Schutz der Waldbestände in unserer Heimat und auf der ganzen Welt ein.


Aufgrund seiner wichtigen Bedeutung wurde dem Baum sogar ein eigener, internationaler Feiertag gewidmet: der Tag des Baumes.


Tag des Baumes

Der internationale Tag des Baumes geht ursprünglich auf den amerikanischen Politikers Julius Sterling Morton zurück. 1872 beantragte er bei der Regierung von Nebraska die Arbor Day Resolution: Der damals sehr baumarme Bundesstaat sollte durch eine jährliche Bepflanzungsaktion aufgeforstet werden. Und das mit großem Erfolg. Am ersten Arbor Day am 10. April 1872 pflanzten Bürger und Farmer in Nebraska mehr als eine Million Bäume. In den folgenden Jahren schlossen sich alle weiteren Bundesstaaten der Vereinigten Staaten der Aktion an.

„Andere Festtage dienen der Erinnerung, der Tag des Baumes weist in die Zukunft!“

Julius Sterling Morton

Am 27. November 1951 wurde der Tag des Baumes von den Vereinten Nationen beschlossen und im darauf folgenden Jahr erstmals in Deutschland gefeiert. Seither finden jedes Jahr am 25.April Baumpflanzaktionen zu Ehren des Waldes statt. Inzwischen hat er sich zu einer der größten und erfolgreichsten Mitmachaktionen im Naturschutz entwickelt und soll uns bewusst machen, wie wertvoll der Wald für die Menschen und unsere Umwelt ist.


Wie setzt sich badenova für den Schutz unserer Bäume ein?

Nachhaltiger Klima- und Wasserschutz ist fest in unserer Unternehmensphilosophie verankert. Mit vielfältigen Aktionen, Partnerschaften und Förderprojekten setzen wir uns dafür ein, die Menschen für den Umgang mit unserer Umwelt zu sensibilisieren. Dazu gehört natürlich auch der Schutz des Waldes. Zwei unserer Baum-Initiativen stellen wir Dir hier vor:

Jedes Tor zählt: Baumpflanzaktion mit dem SC Freiburg

Baumpflanzaktion badenova und SC Freiburg im Abenteuerland Lauchringen
Baumpflanzaktion Saison 2018/19 im Abenteuerland Lauchringen

Seit der Saison 2013/14 pflanzen wir für jedes Punktspieltor des SC Freiburg einen Baum in der Region. Insgesamt wurden so bereits 244 Bäume bei Schulen, Kindergärten, Sportvereinen oder Behinderteneinrichtungen gepflanzt. Pro Jahr können diese Bäume ca. 2,5 Tonnen CO2 aus der Luft filtern.

Als Energie- und Umweltpartner setzten wir uns auch darüber hinaus gemeinsam mit dem SC Freiburg für mehr Nachhaltigkeit ein. Hier findest Du mehr zu unserer Partnerschaft mit dem SC Freiburg.

Klimapflanzschule: Bäume für den Klimaschutz

Klimapflanzschule: Umweltbildungsprojekt der Stiftung Waldhaus
Baumkunde - das große 1x1 der Bäume

Von der Saatgutgewinnung über die Pflanzung bis hin zur Verschulung und Ernte – mit der Klimapflanzschule legen Schülerinnen und Schüler ihre eigene Baumschule an und engagieren sich damit aktiv für den Klimaschutz in der Region.

Wir fördern das praxisnahe Umweltbildungsprojekt der Stiftung Waldhaus mit unserem Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz. Hier findest Du mehr zum Projekt.