Strom aus Solaranlagen gehört zu den wichtigsten erneuerbaren Energien und ist ebenso die herausragendste Möglichkeit, Deinen Ökostrom selbst zu produzieren. Denn Sonnenenergie ist umweltfreundlich und sie steht unbegrenzt und kostenlos zur VerfĂŒgung. Die Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) wandeln Sonnenlicht mittels Solarzellen in elektrische Energie um. Heutzutage wird bereits jede zweite private Photovoltaikanlage gleichzeitig mit einem Stromspeicher ausgestattet. Die fĂŒr Dich zukunftsorientierte, intelligente und verbrauchsorientierte Lösung mit Solarspeicher erlaubt es Dir, Dich bis zu 80% autark mit Eigenstrom zu versorgen.

Solarspeicher: Solarstrom der Solaranlage speichern und selbst verbrauchen

Der Klimawandel und die Energiewende ist bei uns angekommen. Das Bewusstsein der Verbraucher fĂŒr die erneuerbaren Energien wird immer grĂ¶ĂŸer. Die Nachfrage nach PV-Anlagen wĂ€chst immer weiter. Gleichzeitig sinken die Kosten von Solaranlagen und Preise von Solarspeichern. Die Wahl fĂ€llt deshalb nicht selten auf eine Kombination aus Solaranlage mit Speicher.

Strom aus erneuerbaren Energien, wie Solarstrom, wird nicht kontinuierlich erzeugt. Morgens und abends, wenn in Durchschnittshaushalten der höchste Strombedarf besteht, wird nur wenig bis gar kein Strom erzeugt. Mittags und nachmittags, wenn die Stromerzeugung einer PV-Anlage ihr Maximum erreicht hat, wird hingegen wenig Strom benötigt.

Um Angebot und Nachfrage bestmöglich zusammenzubringen bzw. den Strom dann nutzen zu können, wenn er auch gebraucht wird, sind Stromspeicher die perfekte Lösung. Immer mehr Betreiber von Photovoltaikanlagen greifen auf die Lösung mit Stromspeicher zurĂŒck.

Solarstrom lĂ€sst sich direkt im Haus verbrauchen, speichern oder ins Netz einspeisen. Heute setzen immer mehr Betreiber von PV-Anlagen auf den Eigenverbrauch. Denn so können sie einen Großteil ihrer Stromkosten einsparen.

Typisches Lastprofil einer Solaranlage ohne Stromspeicher
Mögliche Abdeckung der Solaranlage mit einem Stromspeicher

Der SchlĂŒssel dazu sind Stromspeicher. Sie speichern den erzeugten Solarstrom fĂŒr den spĂ€teren Eigenverbrauch. Deshalb werden sie auch Solarspeicher genannt. Der gespeicherte Solarstrom wird genau dann zur VerfĂŒgung gestellt, wenn Du ihn brauchst. Zum Beispiel bei Bedarf deiner GerĂ€te abends oder nachts, was Deine Eigenverbrauchsquote erhöht.

Das Prinzip eines Stromspeichers entspricht im Wesentlichen dem einer grĂ¶ĂŸeren Batterie, die wie ein Akku geladen und entladen werden kann. TagsĂŒber wird der Speicher mit dem Photovoltaikstrom, der nicht fĂŒr den Hausbedarf benötigt wird, aufgeladen. Wenn der Speicher voll ist, wird weiterer ĂŒberschĂŒssiger Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist. Nachts oder an sonnenarmen Tagen kann Strom aus dem eigenen Speicher bezogen werden.


Aus welchen Teilen besteht ein Photovoltaik-Speichersystem?


Jedes Speichersystem besteht aus folgenden Komponenten:

  1. Batterie
  2. Batterie-Management-System (BMS)
  3. Laderegler
  4. Wechselrichter
  5. Energie-Management-System (EMS)
  6. Monitoring-System (um den Stromverbrauch aus dem Speicher bzw. öffentlichen Netz im Blick zu behalten)

Die unterschiedlichen Arten von Stromspeichern

Es gibt viele verschiedene Stromspeicher-Arten und Speichersysteme und unterschiedliche SpeicherkapazitĂ€ten. FĂŒr Solarstrom kommen hauptsĂ€chlich chemische, d.h. organische (z.B. Wasserstoffspeicher) und anorganische Stromspeicher (z.B. Blei- und Lithium-Ionen-Akkus) zum Einsatz.

Der Markt hÀlt PV-Stromspeicher mit unterschiedlichsten Batteriespeicher bzw. Zelltypen bereit, u.a. mit Lithium-Nickel-Oxid, Lithium-Mangan-Oxid, Lithium-Kobalt-Oxid, Lithium-Eisen-Phosphat-Speicher sowie einige Blei-Zelltypen.

Im Aufbau und auch im Speicherverhalten unterscheiden sich Lithium-Ionen-Akkus und Blei-Akkus nicht wesentlich – nur der LadungstrĂ€ger ist jeweils ein anderer.


Der beliebteste PV-Stromspeicher - Lithium-Ionen-Akkus

Marktstudien belegen, dass der Großteil der Hersteller von Stromspeichern heutzutage immer stĂ€rker auf die Lithium-Ionen-Technologie setzt, da diese Akkus den besseren Wirkungsgrad sowie eine lĂ€ngere Lebensdauer erzielen können.

Bleibatterien

Da gewöhnliche Blei-Akkus fĂŒr die Speicherung von Solarstrom nicht geeignet sind, wurden spezielle Blei-SĂ€ure bzw. Blei-Gel-Akkus entwickelt.

Diese sind wesentlich gĂŒnstiger in der Anschaffung als Lithium-Ionen-Batterien, weil sie

  1. eine kĂŒrzere Lebensdauer (zwischen 1.500 und 3.000 Ladezyklen) sowie
  2. eine geringere Entladetiefe und Energiedichte

aufweisen. Bei der Installation von Blei-SĂ€ure-Akkus muss auf eine sĂ€urebestĂ€ndige Umgebung sowie gute EntlĂŒftungsmöglichkeiten geachtet werden. Blei-SĂ€ure-Akkus sind nicht vollstĂ€ndig geschlossen. Sie mĂŒssen regelmĂ€ĂŸig mit destilliertem Wasser nachgefĂŒllt werden.

Daraus ergeben sich Nachteile fĂŒr Blei-Speicher. FĂŒr die Speicherung von fĂŒnf Kilowattstunden (kWh) in einem Batteriespeicher mit Blei wird eine SpeicherkapazitĂ€t von zehn Kilowattsunden (kWh) benötigt, was sich auch negativ auf die GrĂ¶ĂŸe und den benötigten Platz auswirkt. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Blei in diesen Solarstromspeichern ein giftiges Schwermetall mit einem hohen Gewicht ist. Außerdem geben Hersteller die Anzahl der Ladezyklen von Blei-Akkus deutlich niedriger an, als die Anzahl von Ladezyklen bei Lithium-Ionen-Speichern.

Batteriespeicher in Form von Blei-SĂ€ure - oder Blei-Gel-Akkus sind zwar preiswerter, halten jedoch weniger lang. Hier spielt die Entladetiefe des Speicher eine entscheidende Rolle. Mit einer Entladetiefe des Blei-Batteriespeichers von etwa 50%, sollte dieser Wert nicht unterschritten werden, da sich dies negativ auf die Lebensdauer der Batterie auswirkt.

Lithium-Ionen Akkus

Bei privaten Photovoltaik-Nutzern sind Blei- und Lithium-Ionen-Batterien die am meisten verwendeten Stromspeicher.

Auch Speicher mit Lithium-Ionen-Akkus sind in verschiedenen AusfĂŒhrungen erhĂ€ltlich. Die gĂ€ngigsten Varianten dabei sind Lithium-Polymer-, Lithium-Eisenphosphat- und Lithiumtitanat-Akkus.

Die neueren Lithium-Ionen-Batterien können dagegen auf weniger Raum eine höhere KapazitĂ€t an Solarstrom speichern und verfĂŒgen ĂŒber eine lĂ€ngere Lebensdauer.

Die Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus im Überblick:

  • Hoher Wirkungsgrad
    Dieser gibt an, wieviel Prozent der zugefĂŒhrten Energie nach der Speicherung tatsĂ€chlich genutzt werden kann, da bei der Speicherung und Umwandlung von Energie immer ein gewisser Prozentsatz an Energieverlust gegeben ist. AbhĂ€ngig von der Technologie kann bei modernen Lithium Ionen Akkus bereits ein Wirkungsgrad bis zu 95% nutzbare KapazitĂ€t erreicht werden.
  • Lange Lebensdauer
    Mit 5.000 bis 7.000 Voll-Ladezyklen garantieren sie eine lange Haltbarkeit, die mit den 20 Jahren Lebensdauer einer PV-Anlage ohne Probleme mithalten können, da man in einem Durchschnittshaushalt von ungefÀhr 200 Voll-Ladezyklen im Jahr ausgeht.

ZusĂ€tzlich erreichen Lithium-Ionen-Batterien auch eine Entladetiefe von bis zu 100% und sind deshalb gegenĂŒber Blei-Speichern wirtschaftlicher.

In naher Zukunft könnten sogenannte Flow-Batterien (Vanadium-Redox-Flow-Technologie) eine Alternative zur Lithium-Ionen-Technologie darstellen. Flow-Batterien werden derzeit schon bei Großspeichern erfolgreich eingesetzt und sollen kĂŒnftig auch fĂŒr Speicher in Privathaushalten attraktiv gemacht werden. Sie sind umweltschonender als Lithium-Batterien und ĂŒbertreffen die Lithium-Technologie in Sachen Sicherheit und Langlebigkeit.

Aber wie funktioniert ein Stromspeicher ĂŒberhaupt?

Haus mit Stromspeicher fĂŒr Photovoltaik-Anlage
Hausdach mit Photovoltaik © esbobeldijk-shutterstock

Funktionsweise der Stromspeicher fĂŒr PV-Anlagen

Im Prinzip funktioniert ein PV-Stromspeicher genauso wie die Akkus einer Autobatterie. Beim Aufladen wandeln die Akkumulatoren des Stromspeichers die aus der Sonnenenergie gewonnene elektrische Energie in chemische Energie um.

Wird nun Strom benötigt, verwandeln die Akkus die chemische Energie im Speicher zurĂŒck in elektrische Energie. Sind die Akkumulatoren entladen, können diese erneut aufgeladen werden. Die meisten Stromspeicher ermöglichen mehrere Tausend Ladezyklen.


Der chemische Prozess im Stromspeicher

Ein Akkumulator besteht aus zwei Elektroden: Die Anode ist die positive bzw. elektronenaufnehmende Elektrode. Sie besteht aus Graphit oder Kohlenstoff mit Lithium. Die Kathode ist die elektronenabgebende Elektrode. Beide Elektroden sind von einem Elektrolyten, d.h. einer FlĂŒssigkeit, umgeben. Dieser reguliert den Sauerstofftransport.

Erzeugt nun die PV-Anlage Solarstrom, bewegen sich im Batteriespeicher die Elektronen ĂŒber einen separaten Stromkreis von der Kathode zur Anode. Parallel wandern auch Ionen von der Kathode zu Anode. An der Anode reagieren nun Ionen und Elektronen zu Atomen. Die Entladung verlĂ€uft im Prozess genau umgekehrt.


Batteriemanagement und Speicherregelung

Ein Stromspeicher besteht aus einem Akku, einem Batteriemanagement sowie einer Speicherregelung. Die Funktion des Batteriemanagements ist es, die gÀngigen Stromverbraucher im Haushalt mit Solarstrom zu versorgen und den optimierten Speicherbetrieb zu sichern.

Die Steuerung regelt, inwieweit der erzeugte Solarstrom in das öffentliche Stromnetz eingespeist, zum Laden des Stromspeichers verwendet oder direkt den Stromabnehmern im Haushalt bereitgestellt wird. Meist sind Stromspeicher so programmiert, dass der Solarstrom vorwiegend fĂŒr den Eigenbedarf genutzt werden kann.

Solarspeicher Anwendung

Wechselrichter im PV-Stromspeicher

Bei Stromspeichern sind zwei Systeme erhÀltlich: AC- und DC. AC (alternating current) ist Wechselstrom, DC (direct current) Gleichstrom. GrundsÀtzlich erzeugen Solarmodule immer Gleichstrom.

Auch der Akku speichert ausschließlich Gleichstrom. FĂŒr Stromabnehmer im Haushalt oder beim Einspeisen in das öffentliche Netz wird jedoch Wechselstrom benötigt. Um Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, verwendet man Wechselrichter.


Wie soll der Stromspeicher installiert werden?

GrundsÀtzlich kann eine Batterie nur Gleichstrom speichern. Der Gleichstrom, den die PV-Anlage produziert, kann somit ohne Umwandlung direkt in der Batterie gespeichert werden.

Wechselstrom hingegen muss zuerst durch einen Wechselrichter wieder in Gleichstrom umgewandelt werden, bevor er in der Batterie gespeichert werden kann.

Derzeit werden 2 unterschiedliche Installationsarten angeboten:

  1. AC-gekoppelte Stromspeicher
  2. DC-gekoppelte Stromspeicher

Wie unterscheiden sich AC- und DC-Systeme?

#1 AC-Kopplung (alternating current = Wechselstrom)

Bei einem AC-System wird der Batteriespeicher hinter dem Wechselrichter der Photovoltaikanlage in den Wechselstromkreis eingebunden, man spricht hier auch von einer AC-Kopplung. AC-Systeme sind zusÀtzlich mit einem Batterie-Wechselrichter bzw. Konverter ausgestattet, der beim Speichern den Wechselstrom zum Laden der Batterie in Gleichstrom umwandelt und bei der Entladung genau umgekehrt.

#2 DC-Kopplung (direct current = Gleichstrom)

Bei einem DC-System (DC-Kopplung) ist der Speicher vor den Wechselrichter geschaltet und die Speicherung des Gleichstroms erfolgt direkt im Batteriespeicher. Durch das direkte Laden der DC-Systeme des Gleichstroms aus der Photovoltaikanlage, benötigt dieses Speichersystem keinen Batterie-Wechselrichter. Das erhöht den Wirkungsgrad und minimiert die Umwandlungsverluste beim Laden und Entladen des Solarspeichers.

Der Vorteil der DC-Koppelung liegt in der höheren Effizienz, da Umwandlungsverluste vermieden werden.


Welcher Photovoltaik-Wechselrichter ist der richtige?

DC-Stromspeicher erhalten bei Neuinstallationen hÀufig den Vorzug, weil Speichersystem, Wechselrichter und Laderegler eine kompakte Einheit bilden. Die Energieentnahme erfolgt direkt aus der Photovoltaikanlage. Dadurch ist der Wirkungsgrad etwas höher als bei AC-gekoppelten Stromspeichern.

Bei AC-Systemen lĂ€uft der Speicher unabhĂ€ngig von der Photovoltaikanlage. Jedoch ist ein zusĂ€tzlicher Konverter zum Laden bzw. Entladen nötig. Dadurch entstehen Wechselverluste. AC-Stromspeicher empfehlen sich vor allem fĂŒr nachtrĂ€gliche Installationen, weil der Wechselrichter unabhĂ€ngig von der Speichereinheit ausgewĂ€hlt werden kann.

Die optimale SpeicherkapazitÀt eines Stromspeichers

Die SpeicherkapazitĂ€t gibt an, wie viel Solarstrom bei einer Aufladung maximal gespeichert werden kann. Stromspeicher lassen sich fĂŒr jede HaushaltsgrĂ¶ĂŸe und jeden Bedarf individuell anpassen und sind in variablen SpeicherkapazitĂ€ten erhĂ€ltlich.

Die ĂŒbliche SpeicherkapazitĂ€t fĂŒr Ein- und MehrfamilienhĂ€user liegt bei etwa 4 kWh bis 16 kWh.

Welche SpeichergrĂ¶ĂŸe fĂŒr Deinen Haushalt optimal ist, hĂ€ngt von der GrĂ¶ĂŸe Deiner PV-Anlage, vom durchschnittlichen Stromverbrauch sowie dem persönlichen Verbrauchsverhalten ab.


Tipp

Der Speicher sollte grundsĂ€tzlich so groß sein, dass auch an Tagen, an denen die Sonne nicht scheint, möglichst viel Strom aus dem Speicher bezogen werden kann. Ein grĂ¶ĂŸer dimensionierter Stromspeicher kann dann Sinn machen, wenn Du neben Haushaltsstrom auch Elektrofahrzeuge mit Eigenstrom versorgen möchtest.


Selbst erzeugten Strom speichern mit Stromspeicher fĂŒr PV-Anlagen
Selbst erzeugten Strom speichern © iStock

Sind Stromspeicher fĂŒr PV-Anlagen sinnvoll?

FĂŒr Dich als Anlagenbetreiber ist der Betrieb eines Stromspeichers sinnvoll, weil Du damit Deinen selbst erzeugten (gĂŒnstigen) Solarstrom speichern kannst. Die Batteriespeicher speichern ĂŒberschĂŒssigen, aktuell nicht benötigten Strom fĂŒr eine spĂ€tere Nutzung. Dieser lĂ€sst sich dann verbrauchen, wenn die Sonne nicht scheint und die Solarmodule keinen Strom erzeugen können.

Ein Stromspeicher ermöglicht Dir vor allem, mehr selbst produzierten Strom zu nutzen. Du hast in deinem Haushalt immer GerĂ€te, die ĂŒber den ganzen Tag einen Strombedarf haben. Diese Grundlast-Stromverbraucher wie KĂŒhlschrank, TV, PC und andere HaushaltsgerĂ€te kannst Du mit einem Solarstromspeicher von der Sonne unabhĂ€ngig mit Deinem eigenen Solarstrom betreiben.

Du musst den Strom also nicht ins Netz einspeisen, zumal die Garantie der EinspeisevergĂŒtung ohnehin jedes Jahr weniger wird.. Mit Stromspeichern kannst Du Deinen Eigenverbrauchsanteil von deinem Einfamilienhaus mit durch PV-Anlagen produziertem Solarstrom von ca. 30% auf ca. 80% erhöhen. Auf diese Weise lassen sich Deine Stromkosten erheblich senken und die Wirtschaftlichkeit deiner Solaranlage erhöhen.

DarĂŒber hinaus sprechen viele weitere Vorteile fĂŒr Photovoltaik mit Stromspeicher, u.a. geringe Investitionskosten, lange Lebensdauer bei niedrigem Wartungsaufwand, die Umweltfreundlichkeit uvm.


Sind Stromspeicher fĂŒr Photovoltaikanlagen zwingend erforderlich?

Nein, aber ohne Stromspeicher wird der Großteil des Solarstroms in das öffentliche Netz eingespeist. Dies bedeutet: Dein Anteil an eigenverbrauchtem, preisgĂŒnstigem Solarstrom ist sehr gering. Und wĂ€hrend Du Deinen Solarstrom fĂŒr etwa 10 bis 14 Cent pro Kilowattstunde (kWh) produzierst, liegt der Strompreis beim Energieversorger bereits ĂŒber 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Die EinspeisevergĂŒtung ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Im Jahr 2021 lag die VergĂŒtung der ĂŒberschĂŒssigen Solarenergie bereits unter 9 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Es ist also fĂŒr dich wirtschaftlicher, den Strom aus dem Solarspeicher selbst zu verbrauchen, statt ihn ins Stromnetz einzuspeisen.

Durch Stromspeicher kannst Du Solarstrom vor allem zeitlich unabhÀngig von der jeweiligen Sonneneinstrahlung verbrauchen. Auch abends oder nachts. Der Strom im Speicher lÀsst sich bei spÀterem Strombedarf nutzen. Deshalb sind Stromspeicher sinnvoll und je höher die KapazitÀt des Speichers ist, desto unabhÀngiger machst Du Dich vom Stromversorger.


Was sind die Vorteile eines Stromspeichers?

Photovoltaik mit Stromspeicher – 10 Vorteile im Überblick:

  1. Drastische Senkung der Stromrechnung, Nutzung von gĂŒnstigem Strom
  2. Höherer Anteil des Eigenverbrauchs von selbst erzeugtem Solarstrom: 30% dank Nutzung von Photovoltaik, bis zu 80% dank Lithium-Ionen-Speicher
  3. EinspeisevergĂŒtung bei StromĂŒberschuss
  4. Lange Lebensdauer (ca. 20-25 Jahre): ca. 7.000-10.000 Be-/Entladezyklen bei Lithium-Ionen-Akkus
  5. Hoher Wirkungsgrad, bis 95% bei Lithium-Ionen-Akkus
  6. Große UnabhĂ€ngigkeit vom öffentlichen Stromnetz und Strombörsen
  7. GerÀuschlose Stromerzeugung
  8. Wertvoller Beitrag zum Umweltschutz dank Photovoltaik
  9. Vermeidung von CO2-Emissionen, Erzeugung von 100% klimaneutralem Solarstrom
  10. Wertsteigerung der Immobilie dank Photovoltaik
Kosten fĂŒr Stromspeicher fĂŒr PV-Anlagen
Mit diesen Kosten fĂŒr Stromspeicher musst Du rechnen © iStock

Was kosten Stromspeicher fĂŒr PV-Anlagen?

Anschaffungs-Kosten eines Stromspeichers:
Anlage Kosten (inkl.Einbau)
Stromspeicher ca. 7.500 - 20.000 €
Speicher + Photovoltaik(Einfamilienhaus) ca. 17.500 - 30.000 €

Stromspeicher inkl. Einbau kosten (abhĂ€ngig von der KapazitĂ€t) in der Anschaffung etwa zwischen 7.500 und 20.000 Euro (Stand 2022). Dabei unterscheiden sich die Investitionskosten des Speichers je nach Hersteller, AnlagengrĂ¶ĂŸe, Leistung und Speichertechnologie.

Der Anschaffungspreis selbst hat nur geringe Aussagekraft ĂŒber die insgesamt zu erwartenden Kosten. Es ist deshalb sinnvoll, die Preise pro Kilowattstunde (kWh) SpeicherkapazitĂ€t in die Planung einzubeziehen. Hier kosteten Lithium-Ionen-Stromspeicher in den letzten Jahren noch zwischen 1.000 und 1.900 Euro pro Kilowattstunde (kWh) nutzbarer SpeicherkapazitĂ€t. Doch die Preise fĂŒr Solarspeicher fallen weiter und einige Hersteller bieten bereits Lithium-Ionen-Speicher zu einem Preis von unter 500 Euro pro Kilowattstunde (kWh) an.

Untersuchungsberichten zufolge sinken die Preise fĂŒr Stromspeicher mit Lithium-Ionen-Technologie fĂŒr PrivathĂ€user derzeit um rund 18% pro Jahr. Blei-Speicher hingegen weist die jĂ€hrliche Preissenkung nur etwa 5% auf.

Doch nicht nur die stark fallenden Preise fĂŒr Lithium Ionen Speicher haben dazu gefĂŒhrt, dass Blei-Speicher immer mehr an Bedeutung verlieren. Auch die Tatsache, dass Blei-SĂ€ure oder Blei-Gel Batterien wesentlich wartungsintensiver sind und fast doppelt so viel Platz benötigen wie Lithium-Ionen-Speicher sind GrĂŒnde, warum Blei-Speicher zunehmend vom Markt verdrĂ€ngt werden.

Wann lohnt sich ein PV-Stromspeicher?

Ab wann sich ein Stromspeicher fĂŒr einen Anlagenbetreiber wirtschaftlich lohnt, hĂ€ngt von der SpeichergrĂ¶ĂŸe und den Kosten pro Kilowattstunde (kWh) SpeicherkapazitĂ€t ab. Selbst eine NachrĂŒstung fĂŒr Anlagen, die nach dem Jahr 2011 ans Stromnetz gegangen sind, lohnt sich und erhöht die Autarkie vom Stromversorger.

Älteren Solaranlagen die trotz hoher Lebensdauer immer noch eine gute Leistung erbringen und deren Förderung ĂŒber das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf die EinspeisevergĂŒtung bereits ausgelaufen ist, können die ĂŒberschĂŒssige Solarenergie in einem neuen Batteriespeicher fĂŒr den eigenen Strombedarf speichern. Insgesamt kommen bei der Auswahl eine Vielzahl an Faktoren zum Tragen, u.a. Stromeigenbedarf, Lage bzw. Sonnenscheindauer, Technologie und Leistung der PV-Anlage sowie verfĂŒgbare Fördermittel.

Bei Photovoltaikanlagen ist die zusÀtzliche Installation eines Stromspeichers die derzeit wirtschaftlichste Variante mit der besten Rendite. Durch den erhöhten Eigenverbrauch dank eines Stromspeichers sinken Deine Stromkosten erheblich.

Schon im ersten Jahr der Anschaffung kannst Du dank eines Stromspeichers mehrere hundert Euro sparen.

Bei einem angenommenen Stromverbrauch fĂŒr einen 4-Personen-Haushalt von 4.000 Kilowattstunde (kWh)/Jahr und einem Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde (kWh) erhĂ€ltst du eine Stromrechnung in der Höhe von 1.200 Euro/Jahr.

Mit einer Photovoltaik Anlage in Kombination mit einem Stromspeicher sowie einer angenommenen Autarkie von 75%, mĂŒsstest Du nur 25% Netzstrom beziehen bzw. eine Stromrechnung von 300 Euro/Jahr begleichen. Deine Ersparnis wĂŒrde also 700 Euro im ersten Jahr betragen!

In Verbindung mit einer WÀrmepumpe kann am Tag die Sonnenenergie im Heimspeicher gespeichert werden und die WÀrmepumpe kann dann bei Bedarf den Strom in der Nacht zum Heizen vom Haus verbrauchen. Auch hier sollte man sich die angebotenen Förderungen genau anschauen, da auch Programme existieren, die eine WÀrmeerzeugung aus erneuerbaren Energien fördern.

Werden Solaranlagen und Energiespeicher noch gefördert?

Ja, es gibt noch Förderungen von Solaranlagen und den Energiespeichern in Form von Batterien. Zum Beispiel bietet die Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW) verschiedene Förderungen rund um das Effizienzhaus an. ErwĂ€hnenswert ist hier Beispiel des KfW-Förderprogramm Erneuerbare Energien (270), ĂŒber den auch der Kauf und die Investitionskosten eines Photovoltaik-Speicher gefördert wird.

Übrigens

Wir bieten moderne Lithium-Ionen-Speicher mit hohem Wirkungsgrad. Ein Einsatz lohnt sich hier bereits ab einer DachflÀche von 40 m2. So kannst Du Deine Stromkosten effektiv senken. Zum Photovoltaik Rechner