Die Energiewende gelingt nur, wenn jeder seinen Beitrag leistet. Die umweltfreundliche Produktion sauberen Stroms durch Photovoltaik (PV) ist inzwischen eine bewährte Technologie. Sinkende Anschaffungskosten und die CO2-Bepreisung machen Solarstrom attraktiv. Hier erfährst Du, ob sich Photovoltaik lohnt.

Die Einsicht in die Notwendigkeit einer Energiewende ist bei den meisten Menschen in Deutschland angekommen. Der AEE (Agentur für Erneuerbare Energien e. V.) zufolge stellten Erneuerbare Energien im Jahr 2020 mehr als die Hälfte des deutschen Strommixes. Wie eine Umfrage der AEE ergab, unterstützen 86 Prozent der Deutschen den Ausbau der Erneuerbaren Energien und erachten ihn für wichtig. Lediglich vier Prozent der Befragten halten den Ausbau regenerativer Energien für nicht wichtig. Um die anspruchsvollen Klimaziele zu erreichen, muss die Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser aber deutlich gesteigert werden.

Aber welchen Beitrag können private Haushalte bei der Energiewende leisten? Die Antworten darauf sind recht komplex. Bei der Suche nach Lösungen fällt schnell das Stichwort Photovoltaik. Doch hier sind die Unsicherheiten groß. Alle Diskussionen kreisen um einen zentralen Punkt: Lohnt sich Photovoltaik?

Mit Blick auf die Rendite lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Stehen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit unseres Lebensstils im Zentrum des Interesses, dann muss man nicht lange nachdenken. In diesem Fall lässt sich klar sagen: Photovoltaik lohnt sich auf alle Fälle.

Grafik: Lohnt sich Photovoltaik

Wann lohnt sich Photovoltaik?

Moderne Photovoltaikanlagen sind leistungsfähige Systeme, die Lichtenergie – in den meisten Fällen Sonnenenergie – in Solarmodulen in elektrische Energie umwandeln. Allerdings ist die Technologie nicht neu. Im Gegenteil: Der Einsatz von Photovoltaik (PV) hat sich bereits ab dem Jahr 1958 für die Raumfahrt gelohnt. Später wurden Photovoltaik-Elemente überwiegend dazu genutzt, um Geräte wie Taschenrechner oder Parkscheinautomaten mit Energie zu versorgen. Das hat sich freilich geändert. Heute stellt die Stromerzeugung durch Photovoltaik auf Frei- und Dachflächen ein lohnendes Geschäft für viele Unternehmen und Privatleute dar.

Inwieweit sich Photovoltaik für den Einzelnen lohnt, ist eine interessante Frage, die sich aber gar nicht so einfach beantworten lässt, denn: Für die Antwort, wann sich Photovoltaik lohnt, ist immer die individuelle Situation vor Ort maßgeblich. Grundsätzlich zu bedenken ist, dass es sich bei der Entscheidung für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage immer um eine kostspielige Investition handelt, die vor dem Hintergrund einer mindestens 15- bis 20-jährigen Investition zu betrachten ist.

Der Zeitraum in denen sich das Investment einer Photovoltaikanlage lohnt, ist als durchaus als lang zu bezeichnen. Vor diesem Hintergrund, angesichts steigender Strompreise und unter Berücksichtigung der staatlichen Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) lohnt sich Photovoltaik mit der zu erwartenden Rendite in den meisten Fällen.

Ab wie viel Kilowattstunden (kWh) lohnt sich Photovoltaik?

Fürs Klima und unsere Umwelt lohnt sich der Stromverbrauch aus Photovoltaik immer. Schließlich wird bei der Produktion von Solarstrom kein klimaschädliches CO2 freigesetzt. Für den Besitzer eines Einfamilienhauses ist der Einsatz von Photovoltaik und der Verbrauch von Solarstrom immer dann besonders lohnend, wenn die Anlage den Eigenbedarf an Strom produziert.

Als Faustformel gilt: Der Strom vom eigenen Dach ist stets günstiger als der Strom aus dem Netz. Zur Orientierung: Die meisten Einfamilienhäuser verfügen über eine Photovoltaik-Nennleistung von 4 bis 6 kWp. Das entspricht einer Strommenge von 4.000 bis 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Stromernten pro Jahr in dieser Größenordnung decken rein rechnerisch den derzeitigen Jahresstrombedarf einer vierköpfigen Familie und sorgen dafür, dass sich Photovoltaik lohnt. Der Stromverbrauch bzw. Strombedarf ist bei der Anschaffung daher ein wichtiger Faktor bei der Berücksichtigung.

Gut zu wissen
Das verbraucht eine Kilowattstunde Strom:
  • Eine Maschine Wäsche waschen
  • Sieben Stunden fernsehen
  • Einen Kuchen backen
  • 50 Stunden Licht (mit einer Energiesparlampe)

Ab wie viel Quadratmeter (m2) lohnt sich Photovoltaik?

Auch hier ist eine pauschale Antwort nur schwerlich möglich. Wie viel Quadratmeter Fläche für eine Photovoltaikanlage erforderlich sind, damit sich die Investition lohnt, hängt von verschiedenen Stellgrößen ab. Für die Rendite ist es nicht zwangsläufig notwendig, Photovoltaik (PV) auf dem Dach eines Hauses zu montieren. Für die meisten Interessenten ist das Dach die einzige Fläche aber die einzige Fläche, auf der sich Photovoltaik realisieren lässt. Damit ist die maximale Fläche der Anlage vorgegeben. Weitere Stellgrößen des Dachs sind:

  • Verschattung in der Umgebung
  • Ausrichtung der Anlage
  • Dachneigung

Entscheidend für die Antwort auf die Frage, ab wie viel Quadratmetern sich Photovoltaik (PV) lohnt, sind die Solarzellen selbst. Hier gilt: Leistungsfähige Siliziumzellen benötigen weniger Fläche für die gleiche Leistung als Dünnschichtmodule. Als grobe Orientierung für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage haben wir die Eckdaten zu Kosten und Leistung zusammengetragen:

Eckdaten für die Planung einer Photovoltaikanlage
Leistung der Solaranlage Stromproduktion
(pro Jahr)
Platzbedarf Kosten*
(inkl. Montage)
3,3 kWp ca. 3.130 kWh ca. 17,8 m2 ab 7.400 Euro
5 kWp ca. 4.750 kWh ca. 27 m2 ab 9.600 Euro
6 kWp ca. 5.700 kWh ca. 32,4 m2 ab 11.100 Euro
8 kWp ca. 7.600 kWh ca. 43,2 m2 ab 13.500 Euro
10 kWp ca. 9.500 kWh ca. 54 m2 ab 16.100 Euro
12 kWp ca. 11.400 kWh ca. 64,8 m2 ab 18.600 Euro

Zur Erklärung: Die Leistung von Solarmodulen und damit von Photovoltaikanlagen wird in Kilowatt (kW) angegeben. Das kleine p steht für peak und beschreibt die Spitzenleistung bei genormten Testbedingungen. Mit einer Spitze von 1 Kilowatt (1kWp) lassen sich ca. 1.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom pro Jahr erzeugen.

Unter Berücksichtigung der Kosten für die Anschaffung lässt sich mit einer solchen Anlage auf dem Haus Strom für 10 bis 14 Cent pro Kilowattstunde erzeugen. Bei einem durchschnittlichen Strompreis 2021 von über 30 Cent pro Kilowattstunde spart man mindestens 16 bis 20 Cent. Die höheren Preise ergeben sich vor allem aus Kosten für Steuern, Umlagen und Entgelten.

Lohnt sich Photovoltaik für Ein- oder Mehrfamilienhäuser?

Bei der Frage, ob sich Photovoltaik (PV) lohnt, denken viele Menschen unweigerlich an Einfamilienhäuser, die möglichst auf freiem Gelände stehen und ungehindert von der Sonne beschienen werden. Interessant wird es bei Mehrfamilienhäusern. Immerhin befinden sich laut Statistischem Bundesamt mehr als die Hälfte der rund 40 Millionen Wohneinheiten in Deutschland in Gebäuden mit mehr als drei Wohnungen.

Die gute Nachricht vorab: Auch in Mehrfamilienhäusern lohnt sich Photovoltaik. Vorteilhaft ist es, dass die Kosten einer derartigen Anlage auf mehreren Schultern verteilt werden können. Die Anschaffungskosten für die einzelnen Parteien bleibt also überschaubar – auch wenn die Dimensionierung der Anlage größer ausfällt.

Ein weiterer lohnender Vorteil von Photovoltaik (PV) im Mehrfamilienhaus betrifft die Stromnutzung. Während bei Einfamilienhäusern der Eigenverbrauchsanteil des Stroms häufig nur bei 20 bis 30 Prozent liegt, verbessert sich diese Bilanz bei Mehrfamilienhäusern deutlich. Mit dem Speichern des Solarstroms in einem Stromspeicher, kann die gewonnene Energie auch hier effizienter durch die Verbraucher genutzt werden und sich der Anteil am Stromverbrauch steigern. Der Gesetzgeber unterstützt nicht nur Photovoltaik in Einfamilienhäusern, sondern auch in Mehrfamilienhäusern. Dazu hat er dem wenig beachteten Mieterstromgesetz aus dem Jahr 2017 in der EEG Novelle 2021 diverse Verbesserungen zukommen lassen. Hier findest Du mehr Informationen zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 (EEG 2021) rund um das Thema Mieterstrom.

Lohnt sich eine Solaranlage?

Bei der regenerativen Energiegewinnung gilt es zwischen thermischen Solaranlagen und Photovoltaikanlagen zu unterscheiden. Während thermische Solaranlagen Wärmeenergie im niedrigen Temperaturbereich für die direkte Nutzung im Hausbereich produzieren, liefern Photovoltaikanlagen elektrische Energie (Gleichstrom), die über einen Wechselrichter ins Stromnetz (Wechselstrom) eingespeist werden. Für die Einspeisung des Solarstrom erhält der Betreiber der Photovoltaikanlage dann eine Einspeisevergütung vom Energieversorger.

Ob sich eine Solaranlage lohnt? Diejenigen, die die ökologische Frage hoch gewichten, werden spontan mit Ja antworten. Ob sich die Solaranlage auch unter Berücksichtigung aller anfallenden Kosten rechnet, hängt in erster Linie davon ab, welchem Zweck die Anlage dient. Brauchwasser- und Heizwasser-Erwärmung sind die klassischen Anwendungszwecke. Modellrechnungen zeigen, dass sich die Investitionen bereits nach rund 15 Jahren rechnen. Das Einsparpotenzial bei Warmwasser liegt bei ca. 60 Prozent, bei Warmwasser und Heizungsunterstützung rund 20 Prozent des Gesamtwärmebedarfs. Staatliche Förderungen verbessern die Rendite und machen Solaranlagen zum lohnenden Projekt. Welche Fördermittel Du an Deinem Wohnort beantragen kannst, das findest Du hier heraus.

Solarthermie Anlage auf dem Dach © Shutterstock: Dafinchi
Solarthermie-Anlage auf dem Dach © Shutterstock: Dafinchi

Lohnt sich eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach?

Dächer sind auch als Standort einer Solarthermie-Anlage prädestiniert. Damit sich das Solar-Investment lohnt, muss zunächst abgeklärt werden, ob das Dach die Last der Anlage überhaupt aufnehmen kann. Je nach Bauform wiegt ein Quadratmeter der Kollektorfläche zwischen 10 und 25 Kilogramm. Auch die Ausrichtung des Dachs ist zu beachten. Eine Ausrichtung nach Süden verspricht hohe Erträge und eine hohe Rendite. Maximale Leistung erreichen Solaranlagen, wenn die Sonne in einem Winkel von 90 Grad auf die Kollektoren treffen. Lohnend ist auch ein Blick in den Heizungskeller und einem Platz für den Speicher. Nicht jedes Haus bietet die erforderlichen Räumlichkeiten z. B. für den erforderlichen Kombispeicher. Alles das muss passen, um eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach zu einem lohnenden Projekt zu machen.

Lohnt sich ein Solar-Carport?

Die Mobilitätswende gewinnt in Deutschland an Fahrt. Die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen steigen, und immer mehr Hersteller bieten vollelektrische Fahrzeuge an. Hier haben wir alles Wissenswerte über den Kauf eines Elektroautos für Dich zusammengetragen.

Für die Batterie-elektrische Mobilität ist ein Solar-Carport mit Photovoltaikmodulen besonders lohnend, denn so lässt sich das Fahrzeug nahezu kostenlos aufladen – zumindest, wenn man die Investitionskosten und steuerliche Aspekte unberücksichtigt lässt. Die Kosten eines Solar-Carports variieren je nach Größe, Material und Verarbeitung.

Mit den Solarmodulen auf dem Carport und der Anschaffung eines Stromspeichers kann das Elektroauto auch dann geladen werden, wenn die Energie Nachts oder bei schlechtem Wetter aus dem Solarstromspeicher verwendet wird. Dies erhöht die Rendite und erhöht angesichts steigender Strompreise den Autarkiegrad der eigenem Anlage.

Ab wann lohnt sich eine Photovoltaikanlage?

Ab wann sich eine Photovoltaikanlage wirklich lohnt, ist von den individuellen Gegebenheiten vor Ort abhängig. Dachfläche, Dachneigung, Dachausrichtung sind ebenso wichtige Parameter, die Einfluss darauf haben, ob sich die Anlage lohnt wie die Rahmenbedingungen der Gesetzgebung. Der Einstieg in die kontinuierlich steigende CO2-Bepreisung führt allerdings dazu, dass sich Investitionen in eine Photovoltaikanlage in Zukunft zunehmend mehr lohnen werden.

Hinsichtlich der individuell zu beeinflussenden Faktoren lässt sich sagen: Eine Photovoltaikanlage rechnet sich umso schneller, je höher der Eigenverbrauchsanteil am produzierten Strom ist. Der Hintergrund: Der Strom vom eigenen Dach ist billiger als die Energie, die Du aus dem Netz beziehst. Und: Sollte Deine Photovoltaikanlage mehr Strom erzeugen als Du benötigst, dann kannst Du Deinen Ökostrom problemlos gegen eine Einspeisevergütung ins Netz einspeisen. Dann lohnt sich Deine Photovoltaikanlage gleich doppelt.

Bei einer Laufzeit der Anlage von 20 Jahren und unter der Annahme, dass Strompreise auch künftig steigen, dürfte die Rendite der Anlage höher sein, als die Rendite auf Festgeld-Anlagen.

Lohnt sich Photovoltaik (PV) bei Ost-West-Ausrichtung?

Idealerweise sind die Module einer Photovoltaikanlage nach Süden ausgerichtet – und um etwa 30 Grad geneigt. Den größtmöglichen Ertrag an Solarstrom erzielt Deine Anlage, wenn die Sonnenstrahlen direkt auf die Kollektoren treffen und kein Schatten auf die Modulfläche fällt.

Das alles bedeutet aber nicht, dass Photovoltaik (PV) in Ost-West-Ausrichtung sich nicht lohnt. Im Gegenteil: Eine Photovoltaikanlage mit einer Ost-West-Ausrichtung erzielt rund 90 Prozent des Ertrags im Vergleich zu einem südlich ausgerichteten System. Damit lohnt sich Photovoltaik auch in der Ost-West-Achse. So manches Mal erweisen sich derartige Anlagen sogar als effizienter, weil sie Strom produzieren, wenn er benötigt wird.

Lohnt sich Photovoltaik mit Wärmepumpe?

Die Kombination von Photovoltaik mit einer Wärmepumpe ist ein lohnendes System. Es bietet die Möglichkeit, laufende Kosten der Wärmepumpe zu senken und damit einen der wesentlichen Nachteile einer Wärmepumpe zu neutralisieren. Gleichzeitig wird die erforderliche Energie der Wärmepumpe auch noch umweltfreundlich produziert.

Seit Juli 2021 greifen zudem neue staatliche Förderungen für Wärmepumpen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle fördert Deine Investitionen ins Heizen mit erneuerbaren Energien. Zusätzlich unterstützt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das umweltfreundliche Heizen.

PV-Anlage für Eigenverbrauch © Shutterstock: esbobeldijk
PV-Anlage für Eigenverbrauch © Shutterstock: esbobeldijk

Lohnt sich Photovoltaik für den Eigenverbrauch?

Absolut. Der Punkt, an dem eine Kilowattstunde selbst erzeugter Solarstrom nicht mehr teurer ist, als die Energie des Netzbetreibers wurde schon vor einigen Jahren erreicht. Er wird als Netzparität bezeichnet. Photovoltaik für den Eigenverbrauch lohnt sich also deswegen, weil die Kilowattstunde des selbst erzeugten Stroms für neu errichtete Anlagen deutlich günstiger ist als Netzstrom. Ohne Stromspeicher beträgt das Einsparpotenzial bei Eigenverbrauch des Solarstroms bis zu 30 Prozent. Das Speichern der Energie in Energiespeicher bietet die Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu erhöhen.

Lohnt sich die Einspeisung bei Photovoltaik?

Der Verkauf von selbst produziertem Strom ist ein zweischneidiges Schwert. Entscheide selbst, ob sich die Einspeisung von Photovoltaik-Strom für Dich lohnt. Die Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt seit Jahren. Vor zehn Jahren lag die Vergütung noch bei knapp 39 Cent pro Kilowattstunde. Heute liegt die Einspeisevergütung für eine derartige Anlage unter 9 Cent pro Kilowattstunde. Mit der weiteren Verbreitung der Photovoltaik (PV) wird dieser Erlös weiter sinken. Insofern ist die Einspeisung von selbst erzeugtem Strom durch Photovoltaik (PV) kein lohnendes Geschäft.

Besser ist es, den Strom selbst zu verbrauchen oder in einem Solarstromspeicher zu speichern. Dabei solltest Du bedenken: Ohne Energiespeicher wirst Du wahrscheinlich maximal 30 Prozent Deines Stromertrags nutzen können. Da ergibt es sicherlich Sinn, das gesamte Potenzial der Anlage zu nutzen und Strom ins Netz einzuspeisen. So lohnt sich die Einspeisung bei Photovoltaik trotz sinkender Vergütung immer noch. Schließlich sorgen die Erträge für eine bessere Rendite und dafür, dass sich Deine Investition amortisiert. Alternativ dazu rechnet sich möglicherweise auch eine weitergehende Investition in einen Stromspeicher, um mit dem Speichern den Eigenverbrauch zu erhöhen.

Wie kann ich berechnen, ob sich Photovoltaik lohnt?

Dein Photovoltaik-Potenzial kannst Du Dir selbst ausrechnen.

Zum PV-Rechner

Wann lohnt sich die Kleinunternehmerregelung bei Photovoltaik?

Für das Finanzamt sind Betreiber von Solaranlagen Unternehmer. Bei der Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage musst Du Dich entscheiden, ob Du ein vorsteuerabzugsberechtigter Unternehmer oder ein Kleinunternehmer sein möchtest. Der Hintergrund: Gewinne aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage sind als Einkommen zu versteuern.

In den meisten Fällen ist die Kleinunternehmerregelung die richtige Entscheidung. Die Variante mit der Vorsteuerabzugsberechtigung hat den Haken, dass Du über den gesamten Betriebszeitraum der Photovoltaikanlage Umsatzsteuer-Voranmeldungen an das zuständige Finanzamt schicken musst. Kleinunternehmer haben diesen Aufwand nicht. Und genau das macht die Kleinunternehmerregelung lohnend. Gewinne Deiner Stromproduktion berechnen wie folgt:

  • Einnahmen aus der Einspeisung ins Netz
  • Einnahmen aus Eigenverbrauch (fiktiv)
  • Abschreibung der Photovoltaikanlage
  • Finanzierungen
  • Wartung, Versicherung, Reparatur, Instandhaltung, Steuerberatung
Dach mit Photovoltaik © Shutterstock: esbobeldijk
Dach mit Photovoltaik © Shutterstock: esbobeldijk

Zusammenfassung

Die Frage, ob sich Photovoltaik wirklich lohnt, lässt sich uneingeschränkt mit Ja beantworten. Besonders attraktiv sind derartige Anlagen, wenn der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms möglichst hoch ausfällt, da die Einspeisevergütung weiter sinkt. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll den Strom in einen eigenen Stromspeicher zu speichern, der die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz erhöht. Hier haben wir alles Wissenswerte zum Thema Stromspeicher für Photovoltaik für Dich zusammengefasst.