Wie deckst Du Deinen täglichen Wasserbedarf? Mit Leitungswasser oder mit Mineralwasser aus der Flasche? Viele Konsumentinnen und Konsumenten sind sich nicht sicher, wie es um die Trinkwasserqualität ihres Leitungswassers steht. Egal, ob Du geschmacklich gekauftes Mineralwasser oder Wasser aus dem Hahn bevorzugst: Erfahre in diesem Beitrag, was die verschiedenen Varianten auszeichnet.


Was ist der Unterschied zwischen Trink-, Mineral- und Tafelwasser?

Was ist Trinkwasser?

Trinkwasser stammt vor allem aus Grundwasser sowie aus Oberflächenwasser aus Flüssen, Seen und Talsperren. Aufbereitet von Wasserwerken gelangt es als Leitungswasser zu Dir nach Hause. Im Rahmen der Trinkwasseranalyse und Qualitätssicherung werden regelmäßig mehr als 50 Einzelparameter untersucht.

Was ist Mineralwasser?

Als Mineralwasser dürfen sich nur Wässer bezeichnen, die aus unterirdischen und geschützten Quellen stammen und Mineralien sowie Spurenelemente enthalten. Eine gesetzliche Mindestmenge an Mineralstoffen ist dabei nicht vorgeschrieben. Jedoch soll der Anteil an Mineralien im Rahmen natürlicher Schwankungen konstant bleiben.

Was ist Tafelwasser?

Im Gegensatz zu Trinkwasser und Mineralwasser kann Tafelwasser verschiedene Wasserarten enthalten, ohne dafür eine amtliche Anerkennung zu benötigen. Tafelwasser ist ein industriell hergestelltes Erfrischungsgetränk, das aus aufbereitetem Trinkwasser besteht. In der Regel wird es komplett demineralisiert, um danach wieder mit Mineralstoffen angereichert zu werden. Auch wenn Du beispielsweise Dein Leitungswasser mithilfe von Gaspatronen aufsprudelst, produzierst Du Tafelwasser.

Leitungswasser

Um das Grundwasservorkommen in Deutschland besonders zu schützen, werden im Einzugsbereich der Fassungsanlagen von Grundwasser Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Diese Schutzgebiete sind in drei Zonen eingeteilt, für die unterschiedliche rechtliche Auflagen gelten. So ist es beispielsweise in einer engeren Schutzzone nicht erlaubt, bauliche Maßnahmen zu ergreifen. Auch eine landwirtschaftliche Nutzung der Bodenflächen ist hier nur mit sehr strengen Auflagen möglich. Die regelmäßige und strenge Kontrolle der deutschen Wasserschutzgebiete garantiert Leitungswasser von hoher Qualität und Güte.

Um die Trinkwasserqualität weiter zu verbessern, wurde zum Beispiel im Jahr 2015 zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem Zweckverband Landeswasserversorgung außerdem die Vereinbarung getroffen, den Stickstoffüberschuss auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen im Wasserschutzgebiet zu reduzieren. Der aktuelle Grenzwert für den Nitratgehalt liegt bei 50 Milligramm je Liter.

Gewässerschutz in der Landwirtschaft

badenova engagiert sich schon seit vielen Jahrzehnten für einen nachhaltigen Gewässerschutz. Zum Schutz des Grundwassers arbeiten wir eng mit den örtlichen Landwirten in unseren Wasserschutzgebieten rund um Freiburg und Lahr zusammen und bieten verschiedene Förderungen an. In Kooperation mit der Landwirtschaft entwickeln wir zudem Programme, um die Einträge von Dünger und Pflanzenschutzmitteln ins Grundwasser zu senken. Durch diesen praktizierten vorbeugenden Gewässerschutz ist es gelungen, die Nitratkonzentration weit unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes zu etablieren.


Mineralwasser

Deutsche Konsumenten können aus mehr als 500 Mineral- sowie 35 Heilwässern wählen! Aktuell liegt der durchschnittliche Konsum von Flaschenwasser je Einwohner laut dem gemeinnützigen Verein a tip: tap, der sich für die Nutzung von Leitungswasser einsetzt, bei 177 Liter pro Jahr. Im Vergleich: 1970 waren es noch bescheidene 12,5 Liter Mineralwasser, die pro Kopf und Jahr konsumiert wurden.

Stilles oder prickelndes Mineralwasser?

Stilles Mineralwasser wird häufiger gekauft als Mineralwasser mit Kohlensäure. Was für Kohlensäure im Mineralwasser spricht, ist neben einer keimhemmenden Wirkung vor allem der Erfrischungseffekt. Da Kohlensäure das Wasser außerdem leicht säuert, wird prickelndes Wasser oft als geschmacksintensivere Variante vorgezogen. Nicht zuletzt verlängert Kohlensäure auch die Haltbarkeit des Mineralwassers. Allerdings können Kohlensäure bzw. die dadurch entstehenden Kohlendioxid-Bläschen bei Menschen mit empfindlichem Magen ein aufgeblähtes Gefühl oder Sodbrennen verursachen. Die Verbrauchermagazine Ökotest und Stiftung Warentest testen hin und wieder Mineralwässer: sowohl stille, als auch sprudelige. Schau doch auch dort vorbei, um zu sehen, wie Dein Mineralwasser abschneidet.

Schont die Umwelt und den Geldbeutel: Trinkwasser aus dem Hahn!

Leitungswasser ist eine klimafreundliche und günstigste Möglichkeit, den Durst zu stillen. Frisch, jederzeit verfügbar und von hoher Qualität, kann das Leitungswasser überall in Deutschland bedenkenlos getrunken werden. Durch den Genuss von Leitungswasser sparst Du nicht nur Geld, Abfall, Transportwege und mühsame Schlepperei, sondern schonst dabei auch die Umwelt.


Wo kannst Du Deine Wasserqualität testen lassen?

Dein örtlicher Wasserversorger kann die Wasserqualität nur bis zu Deinem Hausanschluss garantieren. Für die Hausleitungen bist Du selbst bzw. Dein Vermieter zuständig. Wie in Deutschland die Wasserqualität sichergestellt wird, kannst Du in diesem Blogbeitrag nachlesen.

In Freiburg und Lahr ist bnNETZE für die Trinkwasserqualität verantwortlich. Es werden regelmäßig strenge Qualitätskontrollen im Labor durchgeführt, damit das Wasser jederzeit mit gleichbleibend hoher Qualität aus der Leitung kommt und Du es bedenkenlos nutzen kannst. Erfahre hier mehr zur Trinkwasserüberwachung.

Zusätzlich kannst Du Dein Leitungswasser aber auch selbst überprüfen. Die dafür nötigen Wasserteststreifen sind im Fachhandel sowie in Apotheken erhältlich. Die Teststreifen untersuchen zwar nur wenige, jedoch entscheidende Kriterien. Dazu gehören z. B. Nitrate und Nitrite sowie pH-Werte. Wenn bei Dir zuhause noch alte Leitungen verlegt sein sollten, gibt es auch spezielle Teststreifen, die Dir Auskunft über den Bleigehalt in Deinem Wasser geben. Für eine exakte Analyse zur Qualitätssicherung Deines Leitungswassers empfehlen wir Dir, eine Wasserprobe in ein entsprechendes akkreditiertes Fachlabor zu schicken.