Wie lässt sich die Energiewende erfolgreich umsetzen? Was können wir aktiv für den Klimaschutz tun? Dafür gibt es viele sinnvolle und zielführende Ansätze. Eines ist klar: es funktioniert nur mit den erneuerbaren Energien. Die Windkraft nimmt beim Energiemix eine Schlüsselrolle ein. Denn ohne die Erzeugung elektrischer Energie aus Windkraft lassen sich die Klimaziele nicht erreichen.

Wir als badenova sehen uns dabei in der Verantwortung. Deshalb haben wir es uns zum Ziel gesetzt, die Windkraft in Baden-Württemberg auszubauen. Und das mit höchstmöglicher Wertschöpfung vor Ort und der Beteiligung von Bürgern und Kommunen. Die Nutzung von Windkraft kann nur in einem Ausgleich aller Interessen erfolgen. Wir zeigen, wie dies unter Berücksichtigung von Maßnahmen zu Natur-, Arten- und Landschaftsschutz möglich ist.


Standorte der Windkraftanlagen von badenova

Bislang haben wir in Baden-Württemberg insgesamt 14 Windkraftanlagen errichtet. Die ersten sechs Anlagen entstanden im Raum Freiburg auf dem Roßkopf und dem Schauinsland (Holzschlägermatte). Diese Anlagen wurden gemeinsam mit der Ökostrom GmbH errichtet. Dafür haben wir sogar eine eigene Gesellschaft gegründet: die regiowind GmbH.

2016 wurde der Windpark Kambacher Eck in Betrieb genommen. Er umfasst vier Windanlagen des Typs Enercon E-115 und liegt im mittleren Schwarzwald zwischen den Gemeinden Steinach, Biberach und Schuttertal auf einem Höhenzug rund 500 Meter ü. NN.

Sebastian Schüssler, Projektleiter Windpark Hohenlochen auf der Baustelle vor dem Turm einer Windkraftanlage

Dieses Jahr ist der Windpark Hohenlochen bei Oberwolfach und Hausach mit vier weiteren Windanlagen ans Netz gegangen. Die erste Anlage produziert bereits seit März grünen Ökostrom. Die geplante Stromerzeugung des Windparks liegt bei rund 34 Millionen Kilowattstunden jährlich. Durch die Nutzung der Windkraft können am Standort Hohenlochen so ca. 17.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart wird.

Weitere Windkraftanlagen sind bereits in Planung. Hierzu zählen die Anlagen am Standort Kallenwald in Seelbach im mittleren Schwarzwald sowie in Bräunlingen bei Donaueschingen im südlichen Schwarzwald.

Hier findest Du einen Überblick unserer Windenergieanlagen.


Strom für über 50.000 Menschen

Aktiv betreiben wir aktuell 14 Windanlagen, die insgesamt über eine Leistung von 39,6 Megawatt verfügen. Zusammen produzieren sie rund 77 Millionen kWh Strom pro Jahr. Dies entspricht dem Jahresbedarf von etwa 50.000 Menschen. So tragen wir dazu bei, pro Jahr ca. 39.000 Tonnen CO2 einzusparen. Ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz.

Durch die weiteren geplanten Windkraftanlagen kommen künftig nochmals ca. 20,7 Megawatt Leistung hinzu. Das entspricht einer jährlichen CO2-Einsparung von weiteren 15.000 Tonnen.


Wie geht badenova mit dem Artenschutz um?

Balzender Auerhahn
Balzender Auerhahn

Ist ein Windkraftstandort wirtschaftlich attraktiv, wird ein Vorhaben nicht automatisch realisiert. Neben den detaillierten Messungen und Auswertungen der Wirtschaftlichkeitsanalyse, ist der Artenschutz ein wichtiges Kriterium. Alle Belange des Natur-, Arten- und Immissionsschutzes müssen sorgfältig geprüft und berücksichtigt werden. Gleiches gilt für Aspekte wie Schall (Lärm) und Schattenwurf. Der Bau von Windkraftanlagen unterliegt deshalb strengen gesetzlichen Auflagen und Genehmigungsverfahren.

Wir legen bereits bei der Planung unserer Windenergieanlagen besonderen Wert auf den Einklang mit der Natur und setzen uns für den Schutz heimischer Arten ein.

Bei der Standortauswahl wird genau geprüft, ob ein erhöhtes Risiko für Vögel oder andere Tiere vorliegt. Gesetzliche Grundlage ist das artenschutzrechtliche Tötungsverbot laut Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). In bedeutenden Vogelbrut-, Vogelzug- oder Rastgebieten werden Windkraftanlagen nur mit strengen Auflagen genehmigt oder schon bei der Planung als „nicht geeignet“ eingestuft. Auch der Schutz lokaler Fledermauspopulationen, insbesondere von hochfliegenden Arten wie dem Abendsegler, muss gewährleistet sein. Wir halten die tierökologischen Abstandskriterien, wie etwa zu Brutplätzen, strengstens ein. Ebenso beachten wir die jahreszeitlichen, wetter- oder aktivitätsbezogenen Abschaltzeiten, um negative Folgen für die Tierwelt so gering wie möglich zu halten. Werden Fortpflanzungs- oder Ruhestätten von Tieren gestört, werden Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen.

Einige Tierarten genießen unseren besonderen Schutz, hierzu gehören u.a. Rotmilan, Wespenbussard, Waldschnepfe, Haselmaus, Zauneidechse, Auerhuhn, Störche und Fledermäuse.

Die Eingriffe in die Natur, die beim Bau der Windkraftanlagen entstehen, werden durch Ersatzaufforstungen und Waldumbaumaßnahmen gemindert. Statt vieler Einzelanlagen werden Anlagenkonzentrationen angestrebt – das verringert den Flächenbedarf und erhöht die Umweltverträglichkeit. Sämtliche Auswirkungen müssen noch vor der Genehmigung im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung untersucht werden.


Wie profitieren die Menschen von Windkraftanlagen?

Zugegeben, nicht jeder mag sie. Denn Windkraftanlagen verändern das Landschaftsbild. Sie weisen Produktionsschwankungen durch Windflauten oder Überkapazitäten auf. Dennoch sind wir überzeugt, dass die Vorteile überwiegen. So ist Windenergie unbegrenzt vorhanden, frei verfügbar und schont die Umwelt. Außerdem leisten wir einen wichtigen Beitrag gegen den Klimawandel, indem wir die Windenergie als erneuerbare Energie fördern.

Windenergie bringt nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile mit sich. Sie kann vor Ort für eine hohe regionale Wertschöpfung sorgen, so dass Kommunen und Bürger gleichermaßen profitieren. Der Ausbau der Windkraft schafft Arbeitsplätze in der Region. Kommunen freuen sich über Gewerbesteuer- und Pachteinnahmen. Bürger können durch Beteiligungsmodelle gewinnbringend an der Energiewende teilhaben und diese aktiv mitgestalten.


Hier die Vorteile von Windkraftanlagen im Überblick:

  • Windenergie ist nachhaltig und steht unbegrenzt zur Verfügung
  • kein Verbrauch endlicher Ressourcen bzw. fossiler Energien
  • wertvoller Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele
  • hohe regionale Wertschöpfung vor Ort: Bürger und Kommunen sowie ansässige Unternehmen wie Baufirmen, Planungsbüros oder Zulieferer profitieren
  • positive Energiebilanz: Windkraftanlagen erzeugen wesentlich mehr Energie, als für Herstellung, Logistik, Aufbau und Betrieb benötigt werden

Weitere Vorteile sowie Nachteile von Windkraftanlagen haben wir
hier für Dich zusammengestellt.