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Wärmeverbund Freiburg-West
Fernwärme für den Freiburger Westen
Fernwärme für den Westen Freiburgs
Für eine erfolgreiche Wärmewende und die damit verbundene Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gehen wir mit unserem neuen Vorhaben, dem Wärmeverbund Freiburg-West, die nächsten Schritte. Wichtigster Baustein hierbei ist die Integration von erneuerbaren Wärmequellen sowie industrieller Abwärme.
170,9 Millionen
Kilowattstunden jährlich
22.800 Personen
jährlich versorgt
23.600 Tonnen
CO₂ jährlich eingespart
Das Wärmenetzsystem 4.0
Mit dem Wärmeverbund Freiburg-West wird die Wärmeversorgung der Freiburger Stadtteile Landwasser, Lehen, Betzenhausen, Mooswald und Industriegebiet Nord ressourcenschonend und innovativ optimiert und erweitert. Als wichtiger Meilenstein des Klimaschutzkonzepts der Stadt Freiburg, das vorsieht bis 2035 klimaneutral zu sein, haben wir uns dabei folgende Ziele gesetzt:
Ab 2026 Erzeugung von über 85 % der Wärme aus erneuerbaren Energien und industrieller Abwärme der Cerdia
Schaffung eines innovativen Wärmeverbunds aus vielen dezentralen großen und kleinen Einspeisern
Zusammenführung und Erweiterung einzelner bestehender Wärmenetze
Sanierung und Reduktion der Rücklauftemperaturen im Bestandsnetz
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Maßnahmenpakete unseres Projekts
Im ersten Schritt wird eine neue Energiezentrale auf dem Gelände der Cerdia im Industriegebiet Nord errichtet, die die industrielle Abwärme in Nutzenergie umwandelt.
Die vorhandenen Wärmenetze und Erzeugungsanlagen werde sukzessive über neue Haupttrassen mit der neuen Energiezentrale verbunden. Um den Anteil der Fernwärmeversorgung im Wärmeverbund Freiburg-West auszubauen, werden weiterhin Verteilnetze in bislang noch nicht erschlossenen Stadtteilen aufgebaut. Darüber hinaus werden Sanierungen an den vorhandenen Wärmenetzen und den Erzeugungsanlagen umgesetzt, um diese optimal in den Wärmeverbund Freiburg-West integrieren zu können.
Nach Abschluss des ersten Maßnahmenpakets wird der Anteil der erneuerbaren Energie und der unvermeidbaren Abwärme im Wärmeverbund Freiburg-West mindestens 85 % betragen.
Der Erdgas-Anteil an der Wärmeversorgung für die Spitzenlastabdeckung beträgt zunächst noch bis zu 15 %. Für eine vollständige Dekarbonisierung sind daher weitere Schritte nötig, die in einem zweiten und dritten Maßnahmenpaket umgesetzt werden.
Zur Sicherstellung eines sicheren und zuverlässigen Betriebs werden im zweiten Schritt die bestehenden Wärmenetze, insbesondere in Landwasser, sowie die Erzeugungsanlagen weiter saniert.
Im Stadtteil Betzenhausen werden weitere Haupttrassen und Verteilnetze gebaut, um auch dort das Wärmenetz zu erweitern.
Auch in Dietenbach soll das Wärmenetz weiter ausgebaut und schließlich in Betrieb genommen werden, sodass dort erstmals Wärme geliefert werden kann.
Ergänzend erfolgen Ersatz- und Anschlussinvestitionen in treibhausgasneutralen Wärmeerzeugungsanlagen, um die Wärmeversorgung im Wärmeverbund Freiburg-West mit weiterwachsendem Fernwärmeanteil langfristig zu sichern. Ein zentraler Baustein ist dabei die Einbindung tiefengeothermischer Wärme ab voraussichtlich 2030.
Durch weitere Anschlussinvestitionen wird der Wärmeverbund schrittweise vollständig dekarbonisiert und mit umliegenden Wärmenetzen zu einem ganzheitlichen „Wärmeverbund Freiburg“ zusammengeführt. Ziel ist eine Wärmeversorgung aus 100 % erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2035.
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Kooperation mit der Cerdia
Für den zukunftsweisenden Ausbau unserer Fernwärmenetze haben wir eine Kooperation mit der Cerdia geschlossen und damit unsere langjährige Partnerschaft erweitert.
Ein Teil der industriellen Abwärme im Produktionsprozess der Cerdia nutzen wir bereits seit mehreren Jahren für die Wärmeversorgung im Industriegebiet Nord. Im Rahmen des Projektes Wärmeverbund Freiburg-West haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die Nutzung der Abwärme mindestens zu verzehnfachen, und so noch mehr Abwärme in Nutzenergie umzuwandeln.
Die hierdurch erzeugte CO2-freie Energie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung und bietet darüber hinaus zusätzliche Kapazitäten, um weitere Anschlussnehmer in Freiburg zu versorgen.
Durch die Kooperation mit der Cerdia Produktions GmbH ist es uns möglich, im Wärmeverbund Freiburg-West zeitnah ein großes Gebiet, das im langfristig angelegten Wärmemasterplan der Stadt Freiburg ebenfalls für den Ausbau der Fernwärme vorgesehen ist, mit CO₂ freier Wärme zu versorgen.
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Förderung Wärmenetz 4.0
Der Ausbau des Wärmeverbunds Freiburg‑West wird im Rahmen des EU‑Programms für Energieeffizienz und nachhaltige Infrastruktur gefördert. Diese Unterstützung stärkt die regionale Energiewende und ermöglicht es, eines der größten klimafreundlichen Wärmenetzprojekte in Deutschland zu realisieren.
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projekts beträgt ca. 137 Mio. Euro, von denen perspektivisch bis zu ca. 53 Mio. Euro von der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) im Rahmen des „Bundesförderung Effiziente Wärmenetze (BEW)“ gefördert werden. Damit gehört unser Wärmeverbund Freiburg-West, neben unserem Vorhaben im Wärmeverbunds Freiburg-Süd, deutschlandweit zu einem der größten Projekte, welches von der BAFA gefördert wird.
Ihr Kontakt
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Florian Kromer
Projektentwicklung Wärmeverbund Freiburg-West
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