Elektrische Grünpflege: emissionsarm und leise
Um die Stadtreinigung und Grünpflege nachhaltiger zu gestalten, stellt die Stadt Achern auf Elektrofahrzeuge und -geräte um und betreibt diese mit Ökostrom.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Verringerung von Luftschadstoffen und Schallemissionen im Innenstadtbereich |
| Projektnummer | 2017-001 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Stadt Achern |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 84.040 € |
Emissionsarme Stadtreinigung für eine nachhaltige Innenstadt
Die Stadt Achern verfolgt mit ihrem Mobilitätskonzept das Ziel, den innerstädtischen Verkehr nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Ein zentraler Bestandteil ist die Umstellung der Stadtreinigung und Grünpflege auf leise, emissionsarme Elektrofahrzeuge und -Geräte. Damit soll nicht nur der CO₂-Ausstoß deutlich reduziert, sondern auch die Lebensqualität in der verkehrsberuhigten Innenstadt verbessert werden – für Einheimische wie für Touristen.
Einsatz moderner Akkugeräte im kommunalen Alltag
Im Rahmen des Projekts wurden bereits ein elektrisches Müllsammelfahrzeug sowie verschiedene akkubetriebene Geräte wie Heckenscheren, Motorsensen, Laubgebläse und Rasenmäher angeschafft. Diese Geräte werden mit Ökostrom betrieben und verursachen bis zu 80-mal weniger CO₂ als konventionelle Modelle. Durch die ergonomische Gestaltung – etwa durch Rucksack-Akkus – sind sie zudem leichter zu handhaben und verbessern die Arbeitsbedingungen für die Stadtmitarbeiter.
Vorbildfunktion und Weiterentwicklung durch Praxis
Trotz höherer Anschaffungskosten und begrenzter Reichweite der Akkus zeigen Projekte wie das in Achern, dass emissionsarme Technik im kommunalen Einsatz praktikabel ist und weiterentwickelt werden kann. Begleitende Maßnahmen wie Mitarbeiterschulungen, Pressearbeit und eine ausführliche Dokumentation sorgen für Transparenz und Wissenstransfer. So dient Achern anderen Städten und Gemeinden als praktisches Beispiel für eine zukunftsfähige, klimafreundliche Stadtpflege.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
Elektrisch betriebene Kleingeräte haben sich in den vergangenen 10 Jahren sehr stark fortentwickelt und können grundsätzlich empfohlen werden. Im kommunalen Bereich sollte dabei nicht auf „günstig“, sondern auf „geeignet“ gesetzt werden. Wesentliche Punkte: Geräteleistung, Reparaturfähigkeit, Akku-Leistung zur Tagesleistung kompatibel, Austausch von Akkus zwischen Geräte ohne Einschränkung möglich (Adapter!), robust, Service vom Hersteller.
Elektrisch betriebene Kleinkraftwagen/Pritschenwagen sind auf dem Markt vorhanden und eignen sich für den Innenstadtbereich mit einem begrenzten Radius sehr gut. Fahrzeuge mit Aufbauten für spezielle kommunale Anwendungen (Fegen, Gießen, Transportieren, Müll) sind am Markt erhältlich und für die Anwendung im Nahbereich mit kurzen Wegen aber sehr vielen Stopps gut geeignet. Tagesstrecken über 80 km und höhere Geschwindigkeiten sind für die verbaute Technik eher kritisch zu sehen und führen zu hohen Abnutzungen.
Die Akzeptanz zur Verwendung von Akkugeräten bei den Mitarbeitern steht und fällt mit der Zuverlässigkeit und Leistung der angebotenen Geräte. Das Handling muss einfach und praktisch sein und darf nicht zu kompliziert erden (Stichwort Akku und Kabelauswahl). Gesundheitliche Vorteile wirken sich in der Regel erst langfristig aus und werden vom Nutzer zu Beginn nicht so deutlich erkannt wie eine schlechte Geräteleistung. Nach längerem Nutzen von Akkugeräten und einem Gewöhnungseffekt wird das Arbeiten mit Benzingeräten aber als unangenehm empfunden. Nach einer Eingewöhnungsphase werden die Geräte daher sehr gut angenommen.
Downloads und weitere Infos
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