Energieberatung für Haushalte mit geringem Einkommen
Verbindung von beruflicher Qualifikation und Klimaschutz – Arbeitslose werden zu Stromsparhelfern ausgebildet und beraten Haushalte mit geringem Einkommen.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Stromsparcheck Freiburg für Haushalte mit geringem Einkommen |
| Projektnummer | 2009-04 |
| Projektart | Umweltkommunikation |
| Umsetzung durch | VABE e.V. |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 146.322 € |
Energiearmut und steigende Nebenkosten
Mit den steigenden Öl- und Gaspreisen der letzten Jahre machen die Nebenkosten einen immer größeren Anteil der Miete aus. Besonders betroffen sind Haushalte mit niedrigen Einkommen, da sie einen deutlich höheren Anteil ihres Einkommens für Energie aufbringen müssen. Eine besonders schwierige Situation ergibt sich für Empfänger von Arbeitslosengeld II, die Strom und Wasser aus dem Regelsatz bezahlen. Die dafür vorgesehenen rund 20 Euro pro Monat reichen häufig nicht aus, um den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch eines Einpersonenhaushalts von etwa 1.700 Kilowattstunden zu decken. Auch Städte und Gemeinden sind von dieser Entwicklung betroffen, da sie Heizkostenzuschläge zahlen müssen, die sich allein in Freiburg auf rund 3,7 Millionen Euro pro Jahr belaufen.
Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen zu Energieberatern
Um diese Problematik abzumildern, entwickelten der Verein zur Förderung kommunaler Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen (VABE) und der Caritasverband ein Projekt mit einem neuartigen Ansatz. Beide Organisationen sind seit Jahren in der Weiterbildung von Arbeitslosen aktiv. Das Projekt verbindet berufliche Qualifikation mit Klimaschutz, indem Langzeitarbeitslose zu Energieberatern ausgebildet werden. Fachlich und sozial begleitet erhalten die Teilnehmenden neben einem geringen Entgelt neue Perspektiven und Chancen für den Wiedereinstieg in den freien Arbeitsmarkt.
Energieberatung für ALG‑II‑Haushalte
Die ausgebildeten Energieberater, zunächst noch von erfahrenen Ausbildern begleitet, beraten Haushalte mit Arbeitslosengeld II dabei, Strom, Wasser und Heizenergie einzusparen. Dabei kommen auch sofort umsetzbare Maßnahmen zum Einsatz. Ein Starterset aus Energiesparlampen, Wasserperlatoren und schaltbaren Steckerleisten ermöglicht Einsparungen von etwa 20 bis 100 Euro pro Jahr. Allein die Zahl von rund 9.000 ALG‑II‑Haushalten in Freiburg verdeutlicht das große Potenzial dieses Ansatzes, der in ähnlicher Form bereits in Frankfurt Erfolge gezeigt hat. In Freiburg fanden zudem drei der neu ausgebildeten Energieberater im Anschluss an das Projekt eine dauerhafte Beschäftigung.
Downloads und weitere Infos
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