Regionale Ernährungsstrategie 

Wie kann eine Ernährungs- und Beschaffungsstruktur in der Region erreicht werden, die das Klima schützt und unsere Nachhaltigkeitsziele erfüllt?

Zwei Personen stehen vor einem Gebäude mit Grünpflanzen und lächeln in die Kamera.
Projektdaten
ProjektnameErnährungsstrategie für Freiburg und Region: Von konkreten Aktionsplänen über innovative Demo-Projekten zum sichtbaren Strukturwandel
Projektnummer2023-09
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durchErnährungsrat Freiburg & Region e.V.
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme130.455 €

Ernährung als Hebel für Klimaschutz und Resilienz

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Ernährung als zentralen Hebel für Klimaschutz, Ressourcenschonung und regionale Resilienz zu nutzen. Angesichts eines durchschnittlichen Klima-Fußabdrucks von 2,5 Tonnen CO₂ pro Person und Jahr allein durch Ernährung sowie der zunehmenden Fragilität globaler Lieferketten soll eine nachhaltige, (bio-)regionale Ernährungsstrategie entwickelt und umgesetzt werden. Diese Strategie soll nicht nur zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen beitragen, sondern auch die Ernährungssicherheit auf kommunaler Ebene stärken.

Strukturwandel durch partizipative Aktionspläne

Im Rahmen des Projekts werden drei konkrete Handlungsfelder der Ernährungsstrategie für Freiburg & Region bearbeitet: Lebensmittelverarbeitung, Außer-Haus-Verpflegung sowie berufliche Ausbildung und allgemeine Ernährungsbildung. In diesen Bereichen werden partizipativ Aktionspläne mit konkreten Maßnahmen und Zielen entwickelt und in innovativen Demo-Projekten umgesetzt. Ziel ist es, durch Kooperationen mit regionalen Partner:innen einen sichtbaren Strukturwandel anzustoßen und das Reduktionspotenzial klima- und wasserschädlicher Stoffe greifbar zu machen.

Langfristige Veränderung durch Bildung und Innovation

Das Projekt zielt auf eine langfristige Veränderung der Betriebslandschaft in der Region ab. Durch die Förderung (bio-)regionaler und pflanzenbasierter Lebensmittel in der Verarbeitung und Verpflegung sowie die Anpassung von Bildungsangeboten im Bereich Ernährung soll ein nachhaltiger Wandel des Ernährungssystems erreicht werden. Die Demo-Projekte dienen dabei als Testfelder für innovative Ansätze, die strukturelle Herausforderungen adressieren und die Grundlage für eine skalierbare Umsetzung in weiteren Handlungsfeldern schaffen. Auf der Webseite des Ernährungsrates finden Sie weitere Informationen zur Ernährungsstrategie.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Strukturelle Herausforderungen – etwa Preisgestaltung, begrenzte Ressourcen und langsame Veränderungsprozesse – lassen sich in einem zweijährigen Projekt nur teilweise beeinflussen. Die Ernährungswende braucht langfristige politische und institutionelle Unterstützung.

  • Die finanzielle Unterstützung der Projektpartner*innen steigert die Verbindlichkeit und ermöglicht konkrete Umsetzungsschritte. Ausreichend Zeit- und Personalressourcen sind entscheidend, um Kooperationen tragfähig zu gestalten und Aktivitäten nachhaltig zu verankern.

  • Die Arbeit in mehreren Demo-Projekten führt zu vielfältigen Impulsen, verteilt aber Kapazitäten. Fokussierung ermöglicht tiefere Ergebnisse, Streuung erzeugt mehr Innovationspotenzial. Eine klare Schwerpunktsetzung ist für zukünftige Projekte empfehlenswert

Downloads und weitere Infos

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