Abenteuercamp Schuttertal
Im neu errichteten, ganzjährig nutzbaren Abenteuercamp können Schulklassen, Vereine und Familien Natur spannend und nachhaltig erleben. Mehr erfahre
| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Abenteuercamp im Schuttertal |
| Projektnummer | 2009-05 |
| Projektart | Umweltkommunikation |
| Umsetzung durch | Flitzebogen e.V. |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 30.940 € |
Klimaneutrale Feuerwache mit Qualitätsmanagement
Innovative und klimafreundliche Gebäude erreichen im praktischen Betrieb häufig nicht die geplante Energieeffizienz. Gründe dafür sind unter anderem das Nutzerverhalten sowie fehlende Vergleichsdaten, die verlässliche Prognosen bei Pilotprojekten erschweren. Beim Neubau ihrer Feuerwache erkannte die Stadt Weil diese Problematik frühzeitig und ergänzte das Konzept eines klimaneutralen Gebäudes gezielt um ein Qualitätsmanagement. Ziel war es, sicherzustellen, dass die eingesetzten Technologien und Maßnahmen im laufenden Betrieb wie vorgesehen funktionieren und ihr vorgesehenes Einsparpotenzial tatsächlich entfalten.
Energieeffizientes Gebäudekonzept und technische Ausstattung
Der Neubau ersetzt fünf ältere Gebäude mit schlechter Energiebilanz und integriert zugleich den städtischen Betriebshof. Die Energieversorgung erfolgt über eine Grundwasserwärmepumpe sowie eine thermische und eine photovoltaische Solaranlage. Insgesamt liegt der Energiebedarf des Gebäudes rund 30 Prozent unter den aktuellen Standards. Trotz des hohen Strombedarfs durch Maschinen und Geräte deckt die Photovoltaikanlage etwa die Hälfte des Stromverbrauchs. Zusätzlich verzichtet die Stadt auf ein zentrales Warmwassernetz und setzt stattdessen auf eine dezentrale Warmwasserbereitung. Dadurch werden Wärmeverluste vermieden und gleichzeitig hygienische Vorteile erzielt. Die Toiletten nutzen Grauwasser, ergänzt durch ein Zisternensystem zur Sammlung von Regenwasser.
Begleitendes Monitoring und langfristige Optimierung
Um eine optimale Wirkung der technischen Neuerungen sicherzustellen, begleiteten Experten den Betrieb der Feuerwache kontinuierlich. Sie überwachten und analysierten das Verbrauchsverhalten, deckten Fehlerquellen auf und schulten sowie berieten die Nutzer im Umgang mit der Gebäudetechnik. Das Qualitätsmanagement begleitete das Projekt damit über die Bauphase hinaus. Die klimaneutrale Feuerwache spart jährlich rund 95 Tonnen CO₂ ein und zeigt, wie ein systematisches Qualitätsmanagement dazu beitragen kann, klimafreundliche Gebäudetechnik im realen Betrieb weiter zu optimieren und dauerhaft wirksam einzusetzen.
Downloads und weitere Infos
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