Abluftreinigung mit Wärmerückgewinnung  

Pilotanlage zur energieeffizienten und umweltschonenden Abluftreinigung und Reduzierung von Methanolemissionen aus Textilveredelungsprozessen.

Zwei Männer stehen in einer Produktionshalle vor großen Papierrollen und Industriemaschinen.
Projektdaten
ProjektnameAbluftreinigungsanlage mit integrierter Wärmerückgewinnung zur Reduzierung von Methanolemissionen aus Textilveredelungsprozessen
Projektnummer 2009-01
ProjektartForschung & Studien
Umsetzung durch Brennet AG
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme107.652 €

Innovatives Abluftreinigungssystem für die Textilindustrie

Abluftreinigungssysteme sind in Textilbetrieben bislang nicht vorgeschrieben und werden aufgrund hoher Betriebskosten sowie eines großen Energieverbrauchs nur selten eingesetzt. Hinzu kommt, dass herkömmliche Anlagen Schadstoffe nicht ausreichend effizient entfernen. Vor diesem Hintergrund testete die BrennetAG, ein Hersteller umweltfreundlicher, hochwertiger Textilien in BadSäckingen, den Prototyp einer neuartigen Filteranlage. Ziel des Projekts war es, Treibhausgase wie CO und Methan sowie Schadstoffe wie Formaldehyd wirksamer aus der Abluft zu entfernen und gleichzeitig den Energieaufwand zu reduzieren.

Mehrstufiger Filterprozess mit hoher Reinigungsleistung

Die entwickelte Anlage erreicht einen Wirkungsgrad von etwa 50 bis 90Prozent. Die Abluftreinigung erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird die Abluft durch verdampftes Wasser abgekühlt, wobei das dabei entstehende Kondensat bereits einen Teil der Schadstoffe aufnimmt. Anschließend lädt ein Ionisator die verbleibenden Partikel elektrostatisch auf. Mithilfe einer Wasserdrüse werden diese Partikel an feine Wassertröpfchen gebunden. Das Endprodukt wird schließlich in seine wasser- und ölhaltigen Bestandteile getrennt und entweder in das reguläre Abwassersystem oder in einen Sammelbehälter geleitet.

Energieeinsparung, Bewertung und Projektende

Dem eigentlichen Filterprozess ist ein Röhrenwärmeaustauscher vorgeschaltet, der die in der Abluft enthaltene Wärme nutzt und so den Energieverbrauch der Anlage um rund 15Prozent senkt. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden‑Württemberg (LUBW) untersuchte, inwiefern sich der Prototyp als branchenüblicher Standard eignen könnte. Pro Jahr sollten durch die Anlage voraussichtlich etwa 10.000Euro Energiekosten eingespart werden, was zeigt, dass sich Abluftreinigungssysteme trotz hoher Investitionskosten auch wirtschaftlich lohnen können. Das Projekt wurde jedoch abgebrochen, da sich die Notwendigkeit einer Abluftreinigung in diesem Fall nicht mehr stellte.

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