Amphibienschutz am Tuniberg 

Die Stadt Freiburg hat am Tuniberg die Hochwasserrückhaltebecken so saniert, dass diese als Biotope für gefährdete Amphibienarten fungieren können.

Ein brauner Frosch mit schwarzen Flecken sitzt zwischen grünem Gras und trockenen Zweigen und verschmilzt mit seiner natürlichen Umgebung.
Projektdaten
Projektname Regenrückhaltebecken am Tuniberg als Amphibienbiotop
Projektnummer 2012-02
ProjektartBau & Anwendung
Umsetzung durch Stadt Freiburg
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme12.625 €

Bedrohung der Amphibien durch Klimawandel und Nutzung

Der Klimawandel, das Wachstum von Siedlungsflächen sowie Landwirtschaft und Straßenbau setzen die Amphibienbestände in Baden-Württemberg zunehmend unter Druck. Betroffen sind inzwischen auch früher häufige Arten wie der Laubfrosch oder die Gelbbauchunke. Besonders am Tuniberg, einer ohnehin trockenen und warmen Region, verschärft der Klimawandel die Situation, da geeignete Laichgewässer immer seltener werden. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sanierte die Stadt Freiburg die bestehenden Hochwasserrückhaltebecken am Tuniberg und gestaltete sie gezielt zu Lebensräumen für gefährdete Amphibienarten um.

Anlage von Trittsteinbiotopen am Tuniberg

Zu Beginn des Projekts ermittelten Fachleute in enger Abstimmung mit Naturschutzverbänden, Landwirten und weiteren lokalen Akteuren acht geeignete Standorte. An diesen wurden Mulden sowie flache Teiche angelegt, die sich nach und nach mit Regenwasser und Wasser aus den Rückhaltebecken füllten. Die entstandenen sogenannten Trittsteinbiotope ermöglichen es Fröschen und Kröten, sich im Tuniberg anzusiedeln und sich über ein vernetztes System aus Tümpeln und weiteren Gewässern auszubreiten. Während der Laichphase im Jahr 2013 überprüfte die Stadt Freiburg, welche Amphibienarten die neuen Lebensräume angenommen hatten, und dokumentierte im darauffolgenden Jahr zusätzlich deren Laich- und Wanderverhalten.

Verbindung von Arten- und Hochwasserschutz

Ein begleitender Themenpfad erläutert Besucherinnen und Besuchern, wie bedeutend ein zusammenhängendes Gewässersystem für die regionale Amphibienwelt ist. Das Projekt verdeutlicht anschaulich, dass sich Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Arten und der Hochwasserschutz ohne großen zusätzlichen Aufwand sinnvoll miteinander kombinieren lassen.

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