Arzneimittelrückstände im Abwasser
Das Institut für Umweltmedizin der Universität Freiburg untersuchte die Bedeutung von Arzneimittelrückständen im Abwasser.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Arzneimittel in der aquatischen Umwelt |
| Projektnummer | 2005-03 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Umsetzung durch | Uniklinik Institut für Umweltmedizin, Freiburg |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Fördersumme | 250.000 € |
Arzneimittelrückstände im Wasserkreislauf untersuchen
Im Rahmen des Projekts untersuchten das Technologiezentrum Wasser Karlsruhe und das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Uniklinik Freiburg die Bedeutung von Arzneimittelrückständen im Wasserkreislauf. Hintergrund war, dass Arzneimittel bei unsachgemäßer Entsorgung über Kanalisation und Kläranlagen in Gewässer gelangen können. In zwei Modellgebieten der Region Freiburg identifizierten die Forschenden die wichtigsten Quellen von Arzneimittelrückständen im Trinkwasser.
Eintragsquellen und Verhalten der Wirkstoffe analysieren
Die Untersuchungen zeigten, dass die gemessenen Konzentrationen mindestens 10.000-mal unter der niedrigsten Dosis lagen, in der Menschen die jeweiligen Arzneimittel einnehmen. Gleichzeitig stellten die Forschenden fest, dass einige Wirkstoffe in Kläranlagen durch Bakterien umgewandelt werden können. Dabei entstehen neue Stoffe, deren Verhalten bisher nicht zuverlässig vorhergesagt werden kann. Die Studie zeigte zudem, dass Privathaushalte den größten Teil der Arzneimittel verbrauchen.
Empfehlungen für Gewässerschutz und Abwasserbehandlung
Auf Grundlage der Ergebnisse wurde die Bedeutung einer verantwortungsvollen Entsorgung nicht benötigter Medikamente hervorgehoben. Zudem wurde empfohlen, möglichst umweltfreundliche Wirkstoffe zu verschreiben. Laborversuche zeigten außerdem, dass sich ein Großteil der untersuchten Stoffe mit konventionellen Verfahren wie Oxidation oder Aktivkohlefiltern aus dem Wasser entfernen lässt. Besonders für die Oberrheinregion konnten die Ergebnisse dazu beitragen, Arzneimittelrückstände im Wasserkreislauf besser zu verstehen und den Eintrag dieser Stoffe in die Umwelt zu verringern.
Downloads und weitere Infos
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