Brandsichere PV-Fassade für das Lörracher Rathaus
Das Projekt liefert alle wichtigen Nachweise – inklusive eines realen Brandversuchs – damit eine neue solaraktive Hochhausfassade im Denkmalschutz genehmigt werden kann.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | Fassadengroßversuch nach DIN 4102-20 inkl. Berichterstellung |
| Projektnummer | 2026-A-001 |
| Projektart | Bau & Anwendung |
| Umsetzung durch | Stadtverwaltung Lörrach |
| Laufzeit | bis |
| Projektstatus | Nicht abgeschlossen |
| Fördersumme | 123.353 € |
Sichere und innovative PV-Fassade
Das zentrale Ziel des Projekts ist es, für die geplante bauwerksintegrierte PV-Fassade (BIPV) am Rathaus in Lörrach eine bauaufsichtliche Zulassung zu erhalten. Photovoltaik-Fassaden müssen nach geltenden Bauvorschriften eigentlich aus Materialien der Kategorie „nicht brennbar“ bestehen. Die BIPV-Module, die an dem denkmalgeschützten Hochhaus zum Einsatz kommen sollen, können im Bestfall aber nur die Klassifizierung „schwer entflammbar“ erreichen. In umfassenden Brandversuchen soll nachgewiesen werden, dass die eingesetzten BIPV-Module unter realen Bedingungen den geforderten Sicherheitsstandard erfüllen. Erst wenn dieser Nachweis gelingt, kann eine offizielle Abweichungsentscheidung nach §67 MBO getroffen werden, die den Einsatz der innovativen Fassadenlösung ermöglicht.
Brandversuche und technische Nachweise
Das Projekt umfasst die Durchführung eines Großbrandversuchs unter möglichst realistischen Einbaubedingungen. Diese Tests sollen zeigen, dass die geplante solaraktive, hinterlüftete Außenwandbekleidung (VHF-BIPV) im Brandfall genauso sicher reagiert wie eine nicht brennbare Fassade. Die Ergebnisse fließen in die prüftechnischen Nachweise ein, die für eine spätere Genehmigung erforderlich sind. Dazu gehören unter anderem der SBI-Test zur Einstufung der Module sowie ein Großbrandversuch nach DIN 4108 20.
Abstimmung und Ergebnisverwertung
Für die Projektdurchführung ist eine enge Abstimmung mit der Baurechtsbehörde der Stadt Lörrach, der Feuerwehr, der Landesstelle für Bautechnik sowie einer spezialisierten Materialprüfanstalt notwendig. Auf Basis der Ergebnisse soll schließlich eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung beantragt werden, sodass die innovative BIPV-Fassade sicher und rechtskonform umgesetzt werden kann. Die allgemeine Machbarkeit einer PV-Fassade an dem denkmalgeschützten Rathaus wurde innerhalb eines Vorprojekts untersucht.
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