2019-09
DüMa-3sam: Wegweiser zum integrativen Dürremanagement im Einzugsgebiet der Dreisam
Um das Dreisamgebiet zu schützen, sollen die Risiken und Ursachen von Dürreereignissen ermittelt und die Verbesserung der Messinfrastruktur untersucht werden.
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| Projektdaten | |
|---|---|
| Projektname | DüMa-3sam: Wegweiser zum integrativen Dürremanagement im Einzugsgebiet der Dreisam |
| Projektnummer | 2019-09 |
| Projektart | Forschung & Studien |
| Projektträger | Professur für Umwelthydrosysteme Fakultät für Umwelt und natürliche Ressourcen Universität Freiburg |
| Laufzeit | bis |
| Fördersumme | 137.632 € |
Dürre als zunehmende Herausforderung
Im Einzugsgebiet der Dreisam, wie auch in vielen anderen Regionen Deutschlands, hatten sich Dürreereignisse in den vergangenen Jahren verstärkt und zeigten zunehmend negative Auswirkungen. Betroffen waren zahlreiche sozioökonomische und ökologische Systeme, darunter die Land- und Forstwirtschaft, die Energiegewinnung, die öffentliche Wasserversorgung sowie aquatische Ökosysteme. Verschiedene Szenarien prognostizieren eine weitere Zunahme und Intensivierung dieser Ereignisse. Das Projekt setzte sich zum Ziel, die komplexen Zusammenhänge am Beispiel der Dreisam zu untersuchen und Lösungsansätze für ein nachhaltiges Dürremanagement zu entwickeln.
Analyse und Beteiligung auf regionaler Ebene
Aufgrund der Vielschichtigkeit der Thematik wurden verschiedene Fragestellungen im kleinskaligen Maßstab analysiert. Es ging unter anderem darum, wie die bestehende Messinfrastruktur verbessert und erweitert werden konnte, welche Risiken durch aktuelle Landnutzungsmaßnahmen entstanden und wie diese beeinflusst wurden. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie kurz- und langfristige Maßnahmen die Bevölkerung aktiv in den Prozess des Dürremanagements einbinden konnten. Ziel war es, einen partizipativen Ansatz zu entwickeln, der für mesoskalige Einzugsgebiete wie das der Dreisam geeignet war und konkrete Handlungsempfehlungen lieferte.
Entwicklung eines nachhaltigen Dürremanagements
Das Projekt zeigte, dass ein nachhaltiges und beschlussfähiges Dürremanagement nur durch die Kombination technischer, ökologischer und sozialer Komponenten gelingen konnte. Die Einbindung der Bevölkerung, die Verbesserung der Datenlage und die Berücksichtigung regionaler Besonderheiten sind zentrale Elemente des entwickelten Ansatzes. Die Ergebnisse lieferten wertvolle Impulse für die Anpassung an den Klimawandel und die Stärkung der Resilienz gegenüber zukünftigen Dürreereignissen im Dreisamgebiet und darüber hinaus.
Drei wesentliche Projekterkenntnisse
An den Messstandorten, die am stärksten vom Trockenfallen betroffen sind, wurden über 60 % des Sommers 2020 Nullwasserstände gemessen. Zum Verständnis der genauen Prozesse, die das Trockenfallen verursachen, fehlen jedoch noch genauere physiographische Daten und Wassernutzungsinformationen.
Die generellen Richtungen der GW-OF-Interaktion entlang der Flüsse konnten modelliert werden, z.B. auch die Entkopplung der GW-OF-Interaktion bei tiefen GW Ständen. Um lokale Besonderheiten abzubilden, sind die Modelle jedoch noch zu gering aufgelöst.
Unterschiedliche lokale Wahrnehmungen des Trockenfallens von Gewässern erschwert die öffentliche Diskussion. Geeignete Formate zur Bereitstellung von Messdaten (Grundwasserstände, Nullwasserstände, Fotostrecken) könnten mehr Transparenz schaffen.
Downloads und weitere Infos
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