Infozentrum Blickpunkt Kahlenberg 

Einbindung einer innovativen mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage in eine Biotoplandschaft mit Informations- Umweltbildungszentrum.

Ein Mann im Anzug begutachtet bei einer Veranstaltung in einem Saal ein Glas mit Materialien, umgeben von anderen Männern in Anzügen.
Projektdaten
ProjektnameBlickpunkt Kahlenberg - Errichtung eines Informations- und Umweltbildungszentrums
Projektnummer 2009-02
ProjektartUmweltkommunikation
Umsetzung durch Zweckverband Abfallentsorgung Kahlenberg
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme107.000 €

Deponie Kahlenberg als Biotop und Erholungsraum

Seit die deutsche Abfallordnung im Jahr 2005 vorschreibt, Müll nicht mehr unbehandelt zu deponieren, werden konventionelle Mülldeponien schrittweise außer Betrieb genommen. Dazu zählt auch die Deponie Kahlenberg bei Ringsheim. In den vergangenen Jahren hat sich das Gelände von einem herkömmlichen Mülllagerplatz zu einem Naherholungsgebiet entwickelt. In Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen wie dem BUND und dem NABU entstand auf dem rund 120Hektar großen Areal ein Biotop für verschiedene seltene Tier- und Pflanzenarten, darunter die Gelbbauchunke und die Heidelerche.

Innovative Abfallbehandlung mit hoher Energieausbeute

Parallel zur ökologischen Aufwertung betreibt der Zweckverband Abfallentsorgung Kahlenberg (ZAK) auf dem Gelände eine mechanisch‑biologische Abfallbehandlungsanlage. Diese Anlage erzielt eine höhere Energieausbeute als konventionelle Verfahren. Abhängig von den jeweiligen Abfallstoffen gewinnt sie Biogas sowie Ersatzbrennstoffe. Durch ihre flexible Anpassung an unterschiedliche Abfallarten stößt die Technologie sowohl national als auch international auf großes Interesse.

Informations- und Umweltbildungszentrum am Kahlenberg

Um die umweltfreundliche Verwertungstechnologie besser zu vermitteln und gleichzeitig die Fortschritte des Biotopprojekts sichtbar zu machen, errichtete der ZAK auf dem Kahlenberg ein Informations‑ und Umweltbildungszentrum. Das Angebot richtet sich an zwei unterschiedliche Zielgruppen: an Fachleute aus der Entsorgungswirtschaft sowie an Vereine, Schulklassen und Familien. Das Gebäude bietet Raum für Vorträge, in denen Experten das neue Verwertungsverfahren vorstellen. Darüber hinaus vermitteln Fachleute bei Exkursionen und in Projektgruppen die Geschichte und Besonderheiten des Biotops sowie Möglichkeiten der Abfallvermeidung und -verwertung. Angesichts der bevorstehenden Schließung von etwa 300 Mülldeponien in Deutschland gilt der Kahlenberg als Beispiel dafür, wie moderne Abfallbehandlung in eine Biotoplandschaft integriert werden kann.

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