Solare Straßen-/Wege­beleuchtung mit intelligenter Lade-­/Licht-/Betriebs­steuerung 

Damit Fahrradfahrer bei Nacht besser geschützt sind, wurden zwischen Gundelfingen und Vörstetten intelligente, solarbetriebene LED-Leuchten installiert.

Eine kurvenreiche Straße, die in der Abenddämmerung von intelligenten Straßenlaternen beleuchtet wird, gesäumt von Feldern und Bäumen unter einem sich verdunkelnden blauen Himmel.
Projektdaten
ProjektnameSolare Straßen-/Wege­beleuchtung mit intelligenter Lade-­/Licht-/Betriebs­steuerung
Projektnummer2017-08
ProjektartBau & Anwendung
Umsetzung durchGemeindewerke Gundelfingen, Gemeinden Gundelfingen und Vörstetten
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme52.000 €

Verbesserung der Verkehrssicherheit im ländlichen Raum

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Sicherheit auf einem stark frequentierten Rad- und Fußweg zwischen Gundelfingen und Vörstetten deutlich zu erhöhen. Besonders in den frühen Morgen- und späten Abendstunden stellte die fehlende Beleuchtung ein Risiko für Anwohner:innen dar, darunter auch viele Schüler:innen. Da ein Anschluss an das bestehende Stromnetz nicht möglich war, suchten die Gemeinden nach einer autarken und nachhaltigen Lösung zur Ausleuchtung des Weges.

Einsatz intelligenter Solartechnologie

Die gewählte Lösung bestand aus solarbetriebenen LED-Leuchten, die mit vernetzten Steuerungen ausgestattet waren. Diese ermöglichten eine flexible Anpassung der Leuchtdauer und Lichtintensität. Bewegungsmelder sorgten dafür, dass sich die Beleuchtung bei Bedarf aktivierte und benachbarte Leuchten ebenfalls eingeschaltet wurden. Auch eine zeitliche Abstimmung mit Fahrplänen, etwa an Bushaltestellen, war möglich. Die Technik erlaubt eine effiziente Nutzung der Sonnenenergie, insbesondere in den lichtarmen Wintermonaten.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit vereint

Entlang des rund 1,6 Kilometer langen Weges wurden insgesamt 34 Leuchten im Abstand von jeweils 45 Metern installiert. Trotz höherer Investitionskosten erwies sich das System als wirtschaftlich sinnvoll, da weder Stromanschluss noch aufwendige Wartung erforderlich waren. Die Gemeinden demonstrieren mit dem Projekt, wie ländliche Infrastruktur durch innovative Technik sicherer und zugleich ressourcenschonend gestaltet werden kann.

Drei wesentliche Projekterkenntnisse

  • Reine kombinierte Geh-/Radwege, ohne Wirtschaftsweg, weit ab von Verkehrsstraßen des öffentlichen Straßenverkehrs können technisch optional/funktional besser und kostengünstiger mit einer solaren Wegebeleuchtung ausgeleuchtet werden.

  • Vorrangig einer sicheren und zuverlässigen Ausleuchtung zu den stark frequentierten Zeiten (früh morgens und in den Abendstunden) ist ein Verzicht auf eine aufwendige Leuchten Steuerung (Schwarmsteuerung) und einer durchgängigen Beleuchtung in den Nachstunden, angebracht.

  • Frühzeitige Einbindung aller von der Maßnahme betroffenen Personen, Angrenzer, Landwirte, Radwegnutzer, Gemeinden und Behörden, ersparen aufwendige Änderungen in der Planung und informieren rechtzeitig über die Planung der solaren Straßen-/Wegebeleuchtung.

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