Klimagarten beim Naturzentrum Rheinauen  

Ein Garten, der den Klimawandel dokumentiert, veranschaulicht und erfahrbar macht, Strategien aufzeigt und die Bedeutung der regionalen Biodiversität erklärt.

Ein vereister Teich, umgeben von kahlen Bäumen an einem bewölkten Tag, mit einem Gebäude mit rotem Dach im Vordergrund.
Projektdaten
Projektname Klimagarten beim Naturzentrum Rheinauen
Projektnummer2011-03
ProjektartUmweltkommunikation
Umsetzung durch Gemeinde Rust
Laufzeit bis
ProjektstatusAbgeschlossen
Fördersumme52.333 €

Klimawandel und Biodiversität im Oberrheingebiet

Wärmere Winter, heißere und trockenere Sommer sowie häufigere und stärkere Stürme verändern zunehmend die heimische Tier‑ und Pflanzenwelt. Um diese Entwicklungen sichtbar zu machen und ihre Auswirkungen auf die regionale Biodiversität zu erläutern, entstand auf einer ehemaligen Erdaushubdeponie bei Rust ein Klimagarten. Er ergänzt das 2010 eröffnete Naturzentrum Rheinauen im Naturschutzgebiet Taubergießen und dient als Lern‑ und Erlebnisort rund um Klimawandel und Natur.

Der Klimagarten als Lernort für Natur und Klima

Im Klimagarten erfahren Besucherinnen und Besucher, wie Tiere und Pflanzen auf veränderte klimatische Bedingungen reagieren und welche Folgen dies für die Artenvielfalt in der Region hat. Vogel‑ und Fledermausnistkästen, Insektenhotels und gezielt ausgewählte Straucharten fördern die Ansiedlung heimischer Arten. Am angrenzenden Allmendsee verdeutlichen unterschiedlich angelegte Tümpel verschiedene Klimazonen. Angebaute Korbweiden dienen sowohl als Rohmaterial für Uferbefestigungen als auch für angebotene Korbflechtkurse.

Erlebnisangebote, erneuerbare Energien und regionale Zusammenarbeit

Ergänzend können Besucher eine Wetterstation, eine nachgebaute Biberburg sowie Ruhebereiche mit Naturliegen nutzen oder an Klimaworkshops und ‑rallyes teilnehmen. Ein Windkraftrad, Solar‑ und Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Naturzentrums sowie ein Wasserrad zeigen anschaulich Möglichkeiten der Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen. Für das in Deutschland bisher einzigartige Projekt arbeitete die Gemeinde Rust mit Vereinen, Naturschutzorganisationen und Schulen zusammen. Mit Klimagarten und Naturzentrum leistet sie einen Beitrag zum Erhalt der regionalen Natur‑ und Kulturlandschaft und fördert zugleich einen sanften Naturtourismus.

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